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Was braucht es, um als Mensch wirklich frei zu sein? Sozialismus davon überzeugt war der Schriftsteller Oscar Wilde. In dem erstmals im Jahr 1891 veröffentlichten Essay "Der Sozialismus und die Seele des Menschen" entwarf er die Utopie einer sozialistischen Gesellschaft. "Es wird natürlich gesag werden, ein solcher Plan, wie er hier vorgebracht ist, sei ganz unpraktisch und gehe gegen die Natur des Menschen. Das ist völlig wahr. Er ist unpraktisch und er geht gegen die Natur des Menschen. Darum verdient er es, durchgeführt zu werden, und darum schlägt man ihn vor. Denn was ist ei…mehr

Produktbeschreibung

Was braucht es, um als Mensch wirklich frei zu sein? Sozialismus davon überzeugt war der Schriftsteller Oscar Wilde. In dem erstmals im Jahr 1891 veröffentlichten Essay "Der Sozialismus und die Seele des Menschen" entwarf er die Utopie einer sozialistischen Gesellschaft.

"Es wird natürlich gesagt werden, ein solcher Plan, wie er hier vorgebracht ist, sei ganz unpraktisch und gehe gegen die Natur des Menschen. Das ist völlig wahr. Er ist unpraktisch und er geht gegen die Natur des Menschen. Darum verdient er es, durchgeführt zu werden, und darum schlägt man ihn vor. Denn was ist ein praktischer Plan? Ein praktischer Plan ist entweder ein Plan, der bereits besteht, oder ein Plan, der unter den bestehenden Verhältnissen durchgeführt werden könnte. Aber gerade gegen die bestehenden Verhältnisse wendet man sich; und jeder Plan, der sich in diese Verhältnisse fügen könnte, ist schlecht und töricht. Mit den Verhältnissen wird aufgeräumt werden, und die Natur des Menschen wird sich ändern."
  • Produktdetails
  • Verlag: Books On Demand
  • 2. Aufl.
  • Seitenzahl: 56
  • 2014
  • Ausstattung/Bilder: 56 S. 190 mm
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 120mm x 4mm
  • Gewicht: 70g
  • ISBN-13: 9783837053487
  • ISBN-10: 3837053482
  • Best.Nr.: 24199917

Autorenporträt

Oscar Wilde, geb. 1854 in Dublin, studierte erst am Trinity College in Dublin, dann in Oxford, wo er sich mehr und mehr einem Ästhetizismus zuwandte, den er nicht nur in der Kunst, sondern auch im Leben zum Maß aller Dinge machte. 1884 heiratete er in London; zwei Söhne wurden geboren. In den folgenden Jahren entfremdete er sich zunehmend von seiner Frau und wurde sich wohl seiner homoerotischen Neigungen deutlicher bewusst. Gleichzeitig nahm sein Ruhm stetig zu; in rascher Folge entstanden Essays, sein einziger Roman 'Das Bildnis des Dorian Gray', die Märchen, Erzählungen und mehrere Theaterstücke. 1895 wurde er wegen seiner Liebesbeziehung zum jungen Lord Alfred Douglas in einen Prozess mit dessen Vater verwickelt, der ihm zum Verhängnis wurde: Wilde wurde zu Zwangsarbeit verurteilt und war nun gesellschaftlich, aber auch künstlerisch erledigt. 1897 aus seiner Einzelzelle entlassen, floh er nach Frankreich, unternahm noch einige Reisen und starb 1900 resigniert in Paris.
Oscar Wilde