Stadt der Verlierer (Mängelexemplar) - Faschinger, Lilian
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Stadt der Verlierer (Mängelexemplar)

Roman. Ausgezeichnet mit dem Friedrich-Glauser-Preis 2008

Lilian Faschinger 

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Stadt der Verlierer (Mängelexemplar)

"... die Stadt ist ein Fall für die Neutronenbombe. " Matthias Karner hat das Gefühl, im Leben zu kurz gekommen zu sein. Nun rächt er sich an der Welt, indem er seinen Status als Frauenheld schamlos ausnutzt. Bis er auf die rätselhafte Vera trifft, die sich das Leben nehmen wollte und von Matthias gerettet wird. Eine gefährliche Liebschaft nimmt ihren Lauf."Ein bitterböser Sommerroman gegen Biedersinn, Unterwürfigkeit und Demut im Leben und wohltuend unkorrekt." Der Spiegel


Produktinformation

  • Verlag: Dtv
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 320 S.
  • Seitenzahl: 320
  • dtv Taschenbücher Bd.13825
  • Deutsch
  • Abmessung: 192mm x 120mm x 16mm
  • Gewicht: 261g
  • ISBN-13: 9783423138253
  • ISBN-10: 3423138254
  • Best.Nr.: 33727448

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Die Kunst komme in dieser österreichischen Variante nicht allein vom Können, denn das Böse sei die eigentliche Muse dieses Wien-Romans. Auch ohne Freud, analysiert Rezensent Paul Jandl, entfalte die Autorin "wahrheitsgemäß und aufs Schönste erfunden" die Kriminalgeschichte um einen verschwundenen Gigolo Wiener Abart und eine ihn suchende Detektei gleicher Provenienz. Die Stadt Wien als Ort der Recherche werde dabei topografisch exakt benannt, gewissermaßen als Geschmacksverstärker. Alles was der Autorin in dieser Stadt an 'Kulturen' begegne, werde mit "virtuoser Häme" analysiert, einschließlich der naturgemäß abgründigen Familie des verschwundenen Gigolo. Hier setzt der Rezensent ein Ausrufungszeichen, um den Wiener "Witz" dieser Analysekonstellation nicht zu verschenken. Entdeckt werde von der Detektei die Geschichte von der einzigen Liebe im Leben des Gigolo, einer nackten Blassen, die er gleich zu Beginn des Romans vorm Selbstmord rette. Und Liebe, daran lässt Paul Jandl keinen Zweifel, bedeute hier wie bei Horvath "unerbittlich" das Böse. Wenn mit Lilian Faschinger nicht gelegentlich der satirische Gaul durchgehen würde, wäre das Glück des Rezensenten heillos.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 28.07.2007

Wie schön wäre Wien ohne die Wiener!

Schluss mit Walzer- und Heurigenseligkeit: Lilian Faschinger, Spezialistin für die Vermählung von Passion und Verbrechen, betrachtet in ihrem Roman Wien mit den Augen einer Misanthropin.

Von Daniela Strigl

Sic erit: Haeserunt tenues in corde sagittae / Et possessa ferus pectora versat Amor." Matthias Karner, der Ich-Erzähler in Lilian Faschingers neuem Roman, Amateurmusiker, Sexmaniac, Freund reiferer Damen, ist keiner, dem die klassische Bildung nur so aus dem Maul rinnt. Aber in der Schule war er gut in Latein, und so fallen ihm zwei Verse aus Ovids "Ars amandi" ein, an deren Bedeutung er sich nicht erinnert. Gerade hat Vera seine Einzimmerwohnung betreten, die Frau, der er nach einem Selbstmordversuch das Leben gerettet hat und die aussieht wie Nicole Kidman.

Der Leser ahnt, dass Ovid einiges über den Fortgang der Geschichte verrät: "So wird es sein: Zarte Pfeile stecken in meinem Herzen, / und der wilde Amor quält die gefangene Brust." Ein Gigolo lebt davon, dass er seine sexuellen Beziehungen als rein geschäftliche definiert. Kommt ihm die Liebe in die Quere, verheißt das nichts Gutes, …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 10.04.2007

Ein Fall für die Neutronenbombe
Lilian Faschinger schöpft in „Stadt der Verlierer” aus dem Vollen
Matthias Karner ist ein Frauenheld, blond, schlank, gut gebaut, wenig behaart und mit heller Haut. Er hat es vor allem auf ältere Frauen abgesehen, die von ihren Männern verlassen wurden: das macht sie gefügig und demütig. Gerade kommt er aus der Wohnung einer Wiener Geliebten, da findet er im Lainzer Tiergarten eine junge Frau, äußerlich ist sie sein Pendant, ein Nicole-Kidman-Typ. In anmutiger Haltung liegt sie da, in einem hellen wadenlangen Seidenkleid mit Stehkragen, eine Brust entblößt, an ihrem rechten Fuß ein aparter weinroter High-Heel. Neben ihr liegen drei Medikamentenschachteln und zwei leere Whiskeyflaschen. Alles sieht nach Selbstmord aus. Doch die Sanitäter treffen rechtzeitig ein. Sie überlebt. Zum Dank besucht sie ihren Retter. Und eine gefährliche Liebschaft beginnt.
Man kennt die 1950 geborene Österreicherin Lilian Faschinger schon lange als eine leidenschaftliche und unerschrockene Erzählerin. Sie liebt starke Plots, hat ein ausgeprägtes Gespür für dramaturgische Kniffe und eine derb zugreifende Sprache, die kurz und …

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Lilian Faschinger wurde 1950 in Tschöran/Kärnten geboren. Sie studierte englische Literatur und Geschichte in Graz. 1975 promovierte sie in englischer Literaturwissenschaft. Sie lebt als freie Schriftstellerin und Übersetzerin in Paris.

Leseprobe zu "Stadt der Verlierer (Mängelexemplar)"

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