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Thomas Glavinic 

Die Arbeit der Nacht

Die Arbeit der Nacht - Glavinic, Thomas

Roman

  • Einband: Gebunden
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Produktinformation
  • Verlag: Hanser
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 394 S.
  • Seitenzahl: 400
  • Best.Nr. des Verlages: 505/20762
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm x 138mm x 35mm
  • Gewicht: 566g
  • ISBN-13: 9783446207622
  • ISBN-10: 3446207627
  • Best.Nr.: 20844957

Leseprobe

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Produktbeschreibung zu "Die Arbeit der Nacht"

Beschreibung

Jonas ist allein. Zuerst ist es nur eine kleine Irritation, als die Zeitung nicht vor der Tür liegt und Fernseher und Radio nur Rauschen von sich geben. Dann jedoch wird Jonas klar, dass seine Stadt, Wien, menschenleer ist. Ist er der einzige Überlebende einer Katastrophe? Sind die Menschen geflüchtet? Wenn ja, wovor? Jonas beginnt zu suchen. Er durchstreift die Stadt, die Läden, die Wohnungen und bricht schließlich mit einem Truck auf, um nach Spuren der Menschen suchen. Mit wachsender Spannung erzählt Thomas Glavinic davon, was Menschsein heißt, wenn es keine Menschen mehr gibt.

03.09.2006

Der Herbst kann kommen
Zwischen Heimat und Hollywood: Selten war die deutschsprachige Literatur so welthaltig wie heute. Ein Ausblick auf die neuen Bücher

Sie sind alle wieder da in diesem neuesten Herbst, die alten und die neuen Protagonisten aus der Welt der deutschsprachigen Literatur. Die alten Könige, die jungen Streber, die Schaumschläger, die Eindringlinge, die ewigen Platzhirsche und die echten Revolutionäre. Während einige sich vor Jahren in einer Endlosschleife verirrt haben, aus der sie sich ein Leben lang nicht mehr herausschreiben können, jagen andere von Idee zu Idee, von Neuerfindung zu Neuerfindung.

Einer der größten Neuerfinder der deutschen Gegenwartsliteratur ist der Unternehmer und Schriftsteller Ernst-Wilhelm Händler (8). Der sich mit jedem neuen Buch tief in ein neues Gesellschaftssystem hineinfräst und dieses mit den Mitteln der literarischen Tradition umkreist und erleuchtet, wie es kein zweiter kann. Klingt synthetisch, ist aber ungeheuer lebendig und widerständig und klug. Dieses Mal ist es die Welt der Literatur, der sogenannte Literaturbetrieb. Ein alter, mächtiger, patriarchalischer Verleger, nach dem eine …

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06.09.2006

Das letzte Tier auf diesem Planeten
Was ist der Mensch, wenn keine Menschen mehr da sind? Thomas Glavinics grausam fesselnder Roman „Die Arbeit der Nacht”
Zuerst merkt er es gar nicht. Wie auch. Die Vorstellung, alleine zu sein, radikal alleine, der letzte Mensch auf Erden, ist zu absurd, als dass man sie auch nur für einen Moment in Erwägung ziehen könnte. Morgens fehlt die Zeitung auf der Türmatte; beim morgendlichen Surfen durchs Internet erscheinen nur Fehlermeldungen; ans Telefon geht auch keiner. Kann alles passieren. Erst an der Bushaltestelle beschleicht Jonas, einen durchschnittlichen 34-jährigen Bewohner Wiens, ein merkwürdiges Gefühl. „Da war nichts. Keine davoneilenden Schritte, kein Räuspern, kein Atem. Nichts.”
Was bleibt, wenn keiner mehr da ist, nicht einmal ein Tier? Die Stille. Die Dinge. Die Zeit. Und die eigenen Träume. Wobei diese erst später wichtig werden, wenn Jonas langsam bewusst wird, was das heißt: Alleine sein, einziger Überlebender eines unerklärlichen Geschehens. Erstmal stürzt er sich in panischen Aktionismus, fährt durch die Stadt, zur Wohnung seines Vaters. Zum Bahnhof. Aber es bleibt dabei: Keiner …

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Kundenbewertungen zu "Die Arbeit der Nacht" von "Thomas Glavinic"

Durchschnittliche Kundenbewertung (aus 1 Bewertungen): *** gut

  • Bewertung von Third_Eye aus Trier am 21.03.2009
  • ***
  • gut
  • nicht so sehr die frage, was man machen würde steht im vordergrund, sondern was diese bestimmte person an greueln erlebt, die sie in gewisser weise selbst verursacht. nie wird das grauen direkt greifbar und ist dabei grotesk und bedrückend zugleich.
  • Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch
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Perlentaucher-Notiz zur FAZ-Rezension

04.10.2006

Schöne Idee, nur mit der Ausführung hapert's ein bisschen. So lässt sich Martin Lhotzkys gutwillige Besprechung resümieren. Zwar kennt Lhotzky Endzeitvisionen genug, aber aus dem Wien unserer Tage ist ihm noch keine untergekommen. Lhotzky unterhält und gruselt sich ganz passabel - bis zur Mitte. Von da an macht das Buch auf ihn den Eindruck einer großen Verzettelung, einer "Testreihe" mit einem eher uninspirierten Protagonisten, die das fantastische Potential der Story nicht ausschöpft. Leider, findet Lhotzky, der Vergleichbares, etwa bei einem Autor wie Leo Perutz, auch schon fantasievoller umgesetzt gesehen hat.

© Perlentaucher Medien GmbH

Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag

Jonas steht an der Haltestelle, doch es kommt kein Bus. Die Zeitung fehlt. Im Radio und Fernsehen nur Rauschen. Und überhaupt: Kein Mensch. Nirgends. Zunächst sucht Jonas noch nach einer Erklärung, sucht in Wien und Umgebung nach anderen Überlebenden einer vermeintlichen Katastrophe. Doch es bleibt dabei: Er ist vollkommen allein. Dem Wiener Autor Thomas Glavinic, dessen Romane regelmäßig die österreichischen Bestsellerlisten stürmen, interessiert dabei vor allem die Frage: Wie reagiert ein Mensch, der diese größtmögliche Einsamkeit ertragen muss?Jonas sucht Halt an dem, was er kennt, er räumt z.B. unter großem Aufwand die Möbel seines Vaters in die Wohnung, die die Familie in seiner Kindheit gemeinsam bewohnte. Er versucht, die fehlende Wahrnehmung seiner Existenz durch Mitmenschen zu kompensieren, indem er sich selbst beim Autofahren oder Schlafen mit Kameras aufzeichnet - und die Bänder dann ausführlich begutachtet. Dabei beobachtet Jonas, wie er selbst zuweilen aus dem Bild verschwindet, und weitere rätselhafte Dinge geschehen. Er fühlt sich von einem Wolfsvieh verfolgt und pendelt zunehmend am Rande der Schizophrenie, genährt von Schlaflosigkeit und …

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Rezension

"Ein so eindringlicher Roman über die Einsamkeit, den Wahnsinn, die Nacht und das Schweigen der Dinge, dass man selbst als ja eigentlich kühl lesender, mit Bleistift bewaffneter Rezensent mehrere Nächte hintereinander lieber mit Licht einschläft ..." Axel Rühle, Süddeutsche Zeitung, 06.09.06 "Thomas Glavinic hat ein grässlich gutes Buch geschrieben. Wären da nicht seine Ängste vor dem Dunkeln, vor der Einsamkeit, es wäre niemals ein so verstörend schönes Buch wie sein neues Werk 'Die Arbeit der Nacht' entstanden." Nina Berendonk, Süddeutsche Zeitung, 19.09.06 "Der Einfall hört sich etwas großmäulig und menschheitsparabelartig an, ist aber genial. Thomas Glavinic hat den Kinderglücksalbtraum beim Wort genommen und seinen Helden Jonas über einen langen, sehr beeindruckenden Roman über mutterseelenallein gelassen. Ein ungeheures Wagnis. Das sich auszahlt." Iris Radisch, Die Zeit, 28.09.06 "Gelingende Literatur rührt immer an das Geheimnis der Sprache, befragt im Erzählen die Sprache: was sie kann, was sie eröffnet oder verfehlt. Das ist ihr spekulativer Schatz, den Thomas Glavinic in seinem Roman zu bergen sucht. ... In Zeiten der realitätsverfallenen Bücher mit ihren Hinterwelten kann mit dieser literarischen Metaphysik in 'Die Arbeit der Nacht' jeder glücklich werden, der weiß: Nur in der Sprache gibt es etwas zu gewinnen." Christian Döring, Der Tagesspiegel, 15.10.06

Autorenporträt zu "Thomas Glavinic"

Thomas Glavinic, geboren 1972 in Graz, schreibt seit 1991 Romane, Essays, Erzählungen, Hörspiele und Reportagen. Thomas Glavinic lebt mit seiner Familie in Wien.

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