Claes Oldenburg, geb. 1928 in Stockholm, amerikanischer Pionier von
Pop Art und Happening, wird erstmals mit seinen bahnbrechenden
Werken der frühen und späten 60er Jahre des 20. Jahrhunderts
vorgestellt. Aus einer zeitlichen Distanz von einem halben
Jahrhundert unternimmt es der Kurator und Kunsthistoriker Achim
Hochdörfer, das Werk Oldenburgs und seinen inspirierenden Beitrag
zur Gegenwartskunst neu zu analysieren und in einer umfassenden
Auswahl von Objekten, Zeichnungen, Skulpturen, Maquetten, Notizen
und Photographien dem Publikum vorzustellen. Reich bebildert und
mit einer Fülle bisher unveröffentlichten Materials glänzt das
Begleitbuch zur Ausstellung, für das Branden W. Joseph, Ann Temkin,
Gregor Stemmrich, Benjamin H.D. Buchloh, Maartje Oldenburg und
Achim Hochdörfer erhellende Essays über den Künstler und seine Welt
verfasst haben. Sie bilden das Werk Claes Oldenburgs in seiner
multimedialen Dimension ab, erläutern seine Entwicklung und bieten
überraschende Einblicke in den konzeptuellen Prozess seiner Genese.
Oldenburgs Faszination für Alltagsobjekte hat ihn zu einem
Mitbegründer der Pop Art werden lassen. Seine einfache
farbig-plastische Gestaltung, die zunächst der Tradition des
Expressionismus folgt, hat ihn berühmt gemacht. Und mit der
Übertragung in märchenhafte und theatra lische Größendimensionen
hat er den Surrealismus der Dinge genauso zu steigern gewusst, wie
durch die Auf lösung ihrer Festigkeit in seinen sogenannten
"Soft-sculptures" - den weichen Skulpturen. Alice im
Wunderland lässt ebenso grüßen wie die Traumbilder von Salvador
Dalí.