Atlas der abgelegenen Inseln - Schalansky, Judith
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Judith Schalansky 

Atlas der abgelegenen Inseln

Fünfzig Inseln, auf denen ich nie war und niemals sein werde

Buch mit Leinen-Einband
 
2 Kundenbewertungen
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Atlas der abgelegenen Inseln

Dass es immer noch Orte gibt, die schwer zu erreichen sind, erscheint uns heute nicht mehr vorstellbar. Judith Schalansky aber hat sie gesammelt: fünfzig entlegene Inseln, die in jeder Hinsicht weit entfernt sind, entfernt vom Festland, von Menschen, von Flughäfen und Reisekatalogen. Aus historischen Begebenheiten und naturwissenschaftlichen Berichten spinnt die Autorin zu jeder Insel eine Prosaminiatur, absurd-abgründige Geschichten, wie sie nur die Wirklichkeit sich auszudenken vermag, wenn sie mit wenigen Quadratkilometern im Nirgendwo auskommen muss. Sie handeln von seltenen Tieren und seltsamen Menschen - von gestrandeten Sklaven und einsamen Naturforschern, verirrten Entdeckern und verwirrten Leuchtturmwärtern, meuternden Matrosen und vergessenen Schiffbrüchigen, braven Sträflingen und strafversetzten Beamten, kurzum: von freiwilligen und unfreiwilligen Robinsons.

Nicht zuletzt fasziniert dieser außergewöhnliche Atlas durch seine aufwendige und besonders schöne Gestaltung. Kunstvoll illustriert und durchgehend in fünf Sonderfarben gedruckt, zeigt er nach Ozeanen geordnet alle Inseln im jeweils identischen Maßstab. Damit entführt uns Judith Schalansky zu fünfzig entlegenen Orten - von Tristan da Cunha bis zum Clipperton-Atoll, von der Weihnachts- bis zur Osterinsel - und beweist, dass die abenteuerlichsten Reisen immer noch im Kopf stattfinden: mit dem Finger auf der Landkarte.


Produktinformation

  • Verlag: Mareverlag
  • 2009
  • 8. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 143 S. m. 50 farb. Ktn.
  • Seitenzahl: 143
  • Deutsch
  • Abmessung: 265mm x 190mm x 16mm
  • Gewicht: 574g
  • ISBN-13: 9783866481176
  • ISBN-10: 3866481179
  • Best.Nr.: 26385862

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

So abseitig das Thema dem Rezensenten zunächst vorkam: Die hervorstechende Gestaltung und die aufregenden Kartografien und Illustrationen haben Jochen Temsch einen kurzweiligen Nachmittag in bester "armchair travelling"-Manier auf dem Sofa bereitet. Daher kann er das von der 1980 geborenen Typografin und Autorin entworfene Buch, aus dem in erster Linie die Sehnsucht und das Fernweh sprechen, als "hinreißendes Bekenntnis" zum Reisen als Trockenübung auch nur in den höchsten Tönen loben und preisen. Die Darstellungen topografischer Karten, die die Beschaffenheit der Erdoberfläche beschreiben, bergen auch eine ästhetische Dimension und Wahrnehmung, deren Schönheit oder Schrecken man wie Gedichte dechiffrieren kann und die als Orte der Imagination überhaupt dazu angetan sind, unserer Fantasie zu befeuern: "Das Paradies ist eine Insel. Die Hölle auch", zitiert Temsch die Autorin.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 13.10.2009

Das Paradies ist ein Eiland, die Hölle auch
Judith Schalansky führt mit ihrem „Atlas der abgelegenen Inseln” an Orte, an denen sie nicht war und nicht sein mag, an die man ihr jedoch unbedingt folgen möchte Von Jochen Temsch
Was ist das bloß für ein seltsames Reisebuch? „Fünfzig Inseln, auf denen ich nie war und niemals sein werde”, heißt es im Untertitel. Da könnte man ja auch einen Restaurantführer schreiben nach dem Motto „Die zehn besten Italiener, bei denen ich nie gegessen habe”. Der „Atlas der abgelegenen Inseln” mit Lageplänen, topographischen Zeichnungen, Anekdoten und Landschaftsbeschreibungen landet erst einmal auf einem abgelegenen Schreibtisch-Stapel. Aber da bleibt er nicht lange liegen.
Den Halbleinenband mit seiner orangefarbenen Schnittverzierung nimmt man schon wegen seiner aufwendig schönen Gestaltung gerne in die Hand. Natürlich interessiert es einen dann doch, was eine Autorin über Inseln schreiben kann, auf denen sie nicht war. Und schon hat man als neugieriger Leser Judith Schalanskys Arbeitsthese bestätigt: Inseln mögen von Wasser eingeschlossene Landmassen sein, wie die trockene Definition des Lexikons …


"Judith Schalansky lädt uns ein, mit dem Finger auf der Landkarte die abenteuerlichsten Reisen im Kopf anzutreten." (Lufthansa Magazins Woman's World, ET 15.9.)<br/><br/>"ein Gesamtkunstwerk" (Deutschlandradio, 17.9.2009)<br/><br/>"Ein wunderschönes Buch, auch zum Sichselberschenken" (Ostsee-Zeitung, 16.9.2009)

"Judith Schalansky lädt uns ein, mit dem Finger auf der Landkarte die abenteuerlichsten Reisen im Kopf anzutreten." -- Lufthansa Magazins Woman's World (ET 15.9.)<br/><br/>"ein Gesamtkunstwerk" -- Deutschlandradio, 17.9.2009<br/><br/>"Ein wunderschönes Buch, auch zum Sichselberschenken" -- Ostsee-Zeitung, 16.9.2009<br/><br/>"Judith Schalansky, die nicht nur ein Faible für Inseln, sondern auch für schöne Kartendarstellungen hat, beschreibt die Inseln ungemein spannend." -- HR-Online<br/><br/>"eine poetische Kostbarkeit" -- Wienerin, Oktober 2009<br/><br/>"Die wunderbarste Buch-Idee dieses Herbstes." -- Kurier (Wien), 8.10.2009<br/><br/>"50 entlegene Inseln hat Judith Schalansky aus dem Irgendwo der Weltmeere gefischt und in ihrem Atlas versammelt." -- GEO Oktober 2009<br/><br/>"Die junge Berliner Autorin erzählt in diesem wunderschön gemachten Buch zu jedem Eiland eine herzzerreißende Geschichte von seltenen Tieren und seltsamen Menschen." -- 20 minuten, 6.10.2009<br/><br/>"Auf den ersten Blick als knappe enzyklopädische Beschreibung getarnt, entpuppen sie sich rasch als raffinierte Miniaturen, in denen die verschiedensten literarischen Genres von der lyrischen Skizze bis zum Melodram gespielt werden."<br/><br/>"Aus dem faszinierenden Satzbau entsteht ein unwiderstehlicher Insel-Sound."<br/><br/>"Eigentlich ist dieser Atlas der abgelegenen Inseln ein Atlas menschlicher Seelenlandschaften." -- LesArt, Herbst 2009<br/><br/>"Judith Schalansky führt mit ihrem Atlas der abgelegenen Inseln an Orte, an denen sie nicht war und nicht sein mag, an die man ihr jedoch unbedingt folgen möchte."<br/><br/>"Den Halbleinenband mit seiner orangefarbenen Schnittverzierung nimmt man schon wegen seiner aufwendig schönen Gestaltung gerne in die Hand."<br/><br/>"Die Kartographie als Befeuerung dieser Sehnsucht sollte endlich zu den poetischen Gattungen und der Atlas zur schönen Literatur gezählt werden, fordert sie. Nach der Lektüre ihres Bandes kann man ihr nur zustimmen." -- Süddeutsche Zeitung, 13.10.2009<br/><br/>"Zärtlich gleiten die Finger über die Landkarten; der Blick verliert sich in der Schönheit filigraner Linien, Punkte und Buchstaben. Wir riechen das Meer, hören Brandung und Möwen, sehen Eisberge und Felsen. Und unter den Füßen spüren wir feinen Sand. Wer das wohl bezauberndste Buch dieses Herbstes aufschlägt, dürfte wie einst Robinson Crusoe der Welt für eine Weile abhanden kommen." -- Die Zeit, 22.10.2009<br/><br/>"Ein schönes Buch. Es gehört sicher zu den schönsten dieses Herbstes. Nicht nur, weil es schön geschrieben ist. Es ist auch schön gemacht." -- Frankfurter Rundschau, 22.10.2009<br/><br/>"Sich weit fort träumen und dem ästhetischen Sog des Bandes erliegen ist nur der erste Leseschritt; im zweiten zeigt sich, wie strapaziös ein Dasein als Robinson tatsächlich wäre. Dass Judith Schalansky dennoch der Sehnsucht ihr Recht lässt, ist das eigentlich Meisterhafte an diesem hintersinnigen Buchkunstwerk." -- Kulturspiegel, 26.10.2009

"Judith Schalansky lädt uns ein, mit dem Finger auf der Landkarte die abenteuerlichsten Reisen im Kopf anzutreten." Lufthansa Magazins Woman's World (ET 15.9.) "ein Gesamtkunstwerk" Deutschlandradio, 17.9.2009 "Ein wunderschönes Buch, auch zum Sichselberschenken" Ostsee-Zeitung, 16.9.2009 "Judith Schalansky, die nicht nur ein Faible für Inseln, sondern auch für schöne Kartendarstellungen hat, beschreibt die Inseln ungemein spannend." HR-Online "eine poetische Kostbarkeit" Wienerin, Oktober 2009 "Die wunderbarste Buch-Idee dieses Herbstes." Kurier (Wien), 8.10.2009 "50 entlegene Inseln hat Judith Schalansky aus dem Irgendwo der Weltmeere gefischt und in ihrem Atlas versammelt." GEO Oktober 2009 "Die junge Berliner Autorin erzählt in diesem wunderschön gemachten Buch zu jedem Eiland eine herzzerreißende Geschichte von seltenen Tieren und seltsamen Menschen." 20 minuten, 6.10.2009 "Auf den ersten Blick als knappe enzyklopädische Beschreibung getarnt, entpuppen sie sich rasch als raffinierte Miniaturen, in denen die verschiedensten literarischen Genres von der lyrischen Skizze bis zum Melodram gespielt werden." "Aus dem faszinierenden Satzbau entsteht ein unwiderstehlicher Insel-Sound." "Eigentlich ist dieser Atlas der abgelegenen Inseln ein Atlas menschlicher Seelenlandschaften." LesArt, Herbst 2009 "Judith Schalansky führt mit ihrem Atlas der abgelegenen Inseln an Orte, an denen sie nicht war und nicht sein mag, an die man ihr jedoch unbedingt folgen möchte." "Den Halbleinenband mit seiner orangefarbenen Schnittverzierung nimmt man schon wegen seiner aufwendig schönen Gestaltung gerne in die Hand." "Die Kartographie als Befeuerung dieser Sehnsucht sollte endlich zu den poetischen Gattungen und der Atlas zur schönen Literatur gezählt werden, fordert sie. Nach der Lektüre ihres Bandes kann man ihr nur zustimmen." Süddeutsche Zeitung, 13.10.2009 "Zärtlich gleiten die Finger über die Landkarten; der Blick verliert sich in der Schönheit filigraner Linien, Punkte und Buchstaben. Wir riechen das Meer, hören Brandung und Möwen, sehen Eisberge und Felsen. Und unter den Füßen spüren wir feinen Sand. Wer das wohl bezauberndste Buch dieses Herbstes aufschlägt, dürfte wie einst Robinson Crusoe der Welt für eine Weile abhanden kommen." Die Zeit, 22.10.2009 "Ein schönes Buch. Es gehört sicher zu den schönsten dieses Herbstes. Nicht nur, weil es schön geschrieben ist. Es ist auch schön gemacht." Frankfurter Rundschau, 22.10.2009 "Sich weit fort träumen und dem ästhetischen Sog des Bandes erliegen ist nur der erste Leseschritt; im zweiten zeigt sich, wie strapaziös ein Dasein als Robinson tatsächlich wäre. Dass Judith Schalansky dennoch der Sehnsucht ihr Recht lässt, ist das eigentlich Meisterhafte an diesem hintersinnigen Buchkunstwerk." Kulturspiegel, 26.10.2009
Judith Schalansky, geboren 1980 in Greifswald, studierte Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign, lebt heute als freie Autorin und Gestalterin in Berlin und lehrt in Potsdam Typografische Grundlagen. 2006 veröffentlichte sie ihr typografisches Kompendium Fraktur mon Amour, das mit mehreren Designpreisen ausgezeichnet wurde.

Ihr vielbeachtetes literarisches Debüt "Blau steht dir nicht" erschien 2008 bei mare. Judith Schalansky war Stipendiatin in der Villa Aurora in Los Angeles.

Kundenbewertungen zu "Atlas der abgelegenen Inseln" von "Judith Schalansky"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ***** sehr gut)
***** ausgezeichnet
 
(1)
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Bewertung von Birgit aus Grassau am 09.07.2010 ***** gut
Insgesamt interessant, aber vom Hocker haut es mich nicht. Hatte mir da irgendwie etwas geheimnisvolles erwartet.
Was auffällt ist die wirklich sagenhafte Rethorik und die Tiefe, mit der die Autorin die Themenbereiche in den einleitenden Kapiteln geradezu seziert. Alleine deshalb ist das Buch schon lesenswert. Auf mache Zusammenhänge würde man nie kommen und auch niemals die Idee haben, diese mal von einer anderen Seite zu betrachten.
Und man erfährt Dinge über Gegenden, von denen ich nicht mal wusste, dass es sie gibt. Auch deshalb ist das Buch aus meiner Sicht lesenwert.
Empfehlenswert für Leute, die nicht nach leichter Lesekost suchen. Anspruchsvoll.

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Bewertung von Max aus Penzberg am 13.11.2009 ***** ausgezeichnet
Der Atlas der abgelgenen Inseln ist im besten Sinne für armchair traveller gemacht. Auch die Autorin Judith Schalnsky gibt zu, dort nie gewesen zu sein und wohl auch nie dort hin zu kommen. Aber warum sollte man deshalb nicht die Inseln auf dem Papier erkunden? Wundervolle Detailzeichnungen als Karten und eine charakterisierende Geschichte zu jeder Insel, in Halbleinen gebunden und mit einem orangefarbenen Schnitt wird das Buch zu einem echten Handschmeichler, in dem man immer wieder gerne blättert und sich wegrräumt.

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