Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension
So abseitig das Thema dem Rezensenten zunächst vorkam: Die hervorstechende Gestaltung und die aufregenden Kartografien und Illustrationen haben Jochen Temsch einen kurzweiligen Nachmittag in bester "armchair travelling"-Manier auf dem Sofa bereitet. Daher kann er das von der 1980 geborenen Typografin und Autorin entworfene Buch, aus dem in erster Linie die Sehnsucht und das Fernweh sprechen, als "hinreißendes Bekenntnis" zum Reisen als Trockenübung auch nur in den höchsten Tönen loben und preisen. Die Darstellungen topografischer Karten, die die Beschaffenheit der Erdoberfläche beschreiben, bergen auch eine ästhetische Dimension und Wahrnehmung, deren Schönheit oder Schrecken man wie Gedichte dechiffrieren kann und die als Orte der Imagination überhaupt dazu angetan sind, unserer Fantasie zu befeuern: "Das Paradies ist eine Insel. Die Hölle auch", zitiert Temsch die Autorin.
© Perlentaucher Medien GmbH
 | Besprechung von 13.10.2009 |
Das Paradies ist ein Eiland, die Hölle auch
Judith Schalansky führt mit ihrem „Atlas der abgelegenen Inseln” an
Orte, an denen sie nicht war und nicht sein mag, an die man ihr
jedoch unbedingt folgen möchte Von Jochen Temsch
Was ist das bloß für ein seltsames Reisebuch? „Fünfzig Inseln, auf
denen ich nie war und niemals sein werde”, heißt es im Untertitel.
Da könnte man ja auch einen Restaurantführer schreiben nach dem
Motto „Die zehn besten Italiener, bei denen ich nie gegessen habe”.
Der „Atlas der abgelegenen Inseln” mit Lageplänen, topographischen
Zeichnungen, Anekdoten und Landschaftsbeschreibungen landet erst
einmal auf einem abgelegenen Schreibtisch-Stapel. Aber da bleibt er
nicht lange liegen.
Den Halbleinenband mit seiner orangefarbenen Schnittverzierung
nimmt man schon wegen seiner aufwendig schönen Gestaltung gerne in
die Hand. Natürlich interessiert es einen dann doch, was eine
Autorin über Inseln schreiben kann, auf denen sie nicht war. Und
schon hat man als neugieriger Leser Judith Schalanskys Arbeitsthese
bestätigt: Inseln mögen von Wasser eingeschlossene Landmassen sein,
wie die trockene Definition des Lexikons …
"Judith Schalansky lädt uns ein, mit dem Finger auf der Landkarte die abenteuerlichsten Reisen im Kopf anzutreten." (Lufthansa Magazins Woman's World, ET 15.9.)<br/><br/>"ein Gesamtkunstwerk" (Deutschlandradio, 17.9.2009)<br/><br/>"Ein wunderschönes Buch, auch zum Sichselberschenken" (Ostsee-Zeitung, 16.9.2009)
"Judith Schalansky lädt uns ein, mit dem Finger auf der Landkarte die abenteuerlichsten Reisen im Kopf anzutreten." -- Lufthansa Magazins Woman's World (ET 15.9.)<br/><br/>"ein Gesamtkunstwerk" -- Deutschlandradio, 17.9.2009<br/><br/>"Ein wunderschönes Buch, auch zum Sichselberschenken" -- Ostsee-Zeitung, 16.9.2009<br/><br/>"Judith Schalansky, die nicht nur ein Faible für Inseln, sondern auch für schöne Kartendarstellungen hat, beschreibt die Inseln ungemein spannend." -- HR-Online<br/><br/>"eine poetische Kostbarkeit" -- Wienerin, Oktober 2009<br/><br/>"Die wunderbarste Buch-Idee dieses Herbstes." -- Kurier (Wien), 8.10.2009<br/><br/>"50 entlegene Inseln hat Judith Schalansky aus dem Irgendwo der Weltmeere gefischt und in ihrem Atlas versammelt." -- GEO Oktober 2009<br/><br/>"Die junge Berliner Autorin erzählt in diesem wunderschön gemachten Buch zu jedem Eiland eine herzzerreißende Geschichte von seltenen Tieren und seltsamen Menschen." -- 20 minuten, 6.10.2009<br/><br/>"Auf den ersten Blick als knappe enzyklopädische Beschreibung getarnt, entpuppen sie sich rasch als raffinierte Miniaturen, in denen die verschiedensten literarischen Genres von der lyrischen Skizze bis zum Melodram gespielt werden."<br/><br/>"Aus dem faszinierenden Satzbau entsteht ein unwiderstehlicher Insel-Sound."<br/><br/>"Eigentlich ist dieser Atlas der abgelegenen Inseln ein Atlas menschlicher Seelenlandschaften." -- LesArt, Herbst 2009<br/><br/>"Judith Schalansky führt mit ihrem Atlas der abgelegenen Inseln an Orte, an denen sie nicht war und nicht sein mag, an die man ihr jedoch unbedingt folgen möchte."<br/><br/>"Den Halbleinenband mit seiner orangefarbenen Schnittverzierung nimmt man schon wegen seiner aufwendig schönen Gestaltung gerne in die Hand."<br/><br/>"Die Kartographie als Befeuerung dieser Sehnsucht sollte endlich zu den poetischen Gattungen und der Atlas zur schönen Literatur gezählt werden, fordert sie. Nach der Lektüre ihres Bandes kann man ihr nur zustimmen." -- Süddeutsche Zeitung, 13.10.2009<br/><br/>"Zärtlich gleiten die Finger über die Landkarten; der Blick verliert sich in der Schönheit filigraner Linien, Punkte und Buchstaben. Wir riechen das Meer, hören Brandung und Möwen, sehen Eisberge und Felsen. Und unter den Füßen spüren wir feinen Sand. Wer das wohl bezauberndste Buch dieses Herbstes aufschlägt, dürfte wie einst Robinson Crusoe der Welt für eine Weile abhanden kommen." -- Die Zeit, 22.10.2009<br/><br/>"Ein schönes Buch. Es gehört sicher zu den schönsten dieses Herbstes. Nicht nur, weil es schön geschrieben ist. Es ist auch schön gemacht." -- Frankfurter Rundschau, 22.10.2009<br/><br/>"Sich weit fort träumen und dem ästhetischen Sog des Bandes erliegen ist nur der erste Leseschritt; im zweiten zeigt sich, wie strapaziös ein Dasein als Robinson tatsächlich wäre. Dass Judith Schalansky dennoch der Sehnsucht ihr Recht lässt, ist das eigentlich Meisterhafte an diesem hintersinnigen Buchkunstwerk." -- Kulturspiegel, 26.10.2009
"Judith Schalansky lädt uns ein, mit dem Finger auf der Landkarte die abenteuerlichsten Reisen im Kopf anzutreten." Lufthansa Magazins Woman's World (ET 15.9.) "ein Gesamtkunstwerk" Deutschlandradio, 17.9.2009 "Ein wunderschönes Buch, auch zum Sichselberschenken" Ostsee-Zeitung, 16.9.2009 "Judith Schalansky, die nicht nur ein Faible für Inseln, sondern auch für schöne Kartendarstellungen hat, beschreibt die Inseln ungemein spannend." HR-Online "eine poetische Kostbarkeit" Wienerin, Oktober 2009 "Die wunderbarste Buch-Idee dieses Herbstes." Kurier (Wien), 8.10.2009 "50 entlegene Inseln hat Judith Schalansky aus dem Irgendwo der Weltmeere gefischt und in ihrem Atlas versammelt." GEO Oktober 2009 "Die junge Berliner Autorin erzählt in diesem wunderschön gemachten Buch zu jedem Eiland eine herzzerreißende Geschichte von seltenen Tieren und seltsamen Menschen." 20 minuten, 6.10.2009 "Auf den ersten Blick als knappe enzyklopädische Beschreibung getarnt, entpuppen sie sich rasch als raffinierte Miniaturen, in denen die verschiedensten literarischen Genres von der lyrischen Skizze bis zum Melodram gespielt werden." "Aus dem faszinierenden Satzbau entsteht ein unwiderstehlicher Insel-Sound." "Eigentlich ist dieser Atlas der abgelegenen Inseln ein Atlas menschlicher Seelenlandschaften." LesArt, Herbst 2009 "Judith Schalansky führt mit ihrem Atlas der abgelegenen Inseln an Orte, an denen sie nicht war und nicht sein mag, an die man ihr jedoch unbedingt folgen möchte." "Den Halbleinenband mit seiner orangefarbenen Schnittverzierung nimmt man schon wegen seiner aufwendig schönen Gestaltung gerne in die Hand." "Die Kartographie als Befeuerung dieser Sehnsucht sollte endlich zu den poetischen Gattungen und der Atlas zur schönen Literatur gezählt werden, fordert sie. Nach der Lektüre ihres Bandes kann man ihr nur zustimmen." Süddeutsche Zeitung, 13.10.2009 "Zärtlich gleiten die Finger über die Landkarten; der Blick verliert sich in der Schönheit filigraner Linien, Punkte und Buchstaben. Wir riechen das Meer, hören Brandung und Möwen, sehen Eisberge und Felsen. Und unter den Füßen spüren wir feinen Sand. Wer das wohl bezauberndste Buch dieses Herbstes aufschlägt, dürfte wie einst Robinson Crusoe der Welt für eine Weile abhanden kommen." Die Zeit, 22.10.2009 "Ein schönes Buch. Es gehört sicher zu den schönsten dieses Herbstes. Nicht nur, weil es schön geschrieben ist. Es ist auch schön gemacht." Frankfurter Rundschau, 22.10.2009 "Sich weit fort träumen und dem ästhetischen Sog des Bandes erliegen ist nur der erste Leseschritt; im zweiten zeigt sich, wie strapaziös ein Dasein als Robinson tatsächlich wäre. Dass Judith Schalansky dennoch der Sehnsucht ihr Recht lässt, ist das eigentlich Meisterhafte an diesem hintersinnigen Buchkunstwerk." Kulturspiegel, 26.10.2009
Judith Schalansky, geboren 1980 in Greifswald, studierte Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign, lebt heute als freie Autorin und Gestalterin in Berlin und lehrt in Potsdam Typografische Grundlagen. 2006 veröffentlichte sie ihr typografisches Kompendium Fraktur mon Amour, das mit mehreren Designpreisen ausgezeichnet wurde.
Ihr vielbeachtetes literarisches Debüt "Blau steht dir nicht" erschien 2008 bei mare. Judith Schalansky war Stipendiatin in der Villa Aurora in Los Angeles.
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