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Letzte Lieder
Produktinformation
- Verlag: Arche Verlag
- 2009
- Ausstattung/Bilder: 2009. 156 S.
- Seitenzahl: 156
- Deutsch
- Abmessung: 220mm x 149mm x 18mm
- Gewicht: 320g
- ISBN-13: 9783716026137
- ISBN-10: 3716026131
- Best.Nr.: 26359394
Produktbeschreibung zu "Letzte Lieder"
Kurzbeschreibung
Achtung: Diese Autobiografie sprengt den Rahmen! Die Welt ist für
mich ein Pulverfass, das zum Ziel hat, mich zu explodieren.
Georg Kreisler ist ein Phänomen. Er ist nicht nur einer der
bekanntesten Kabarettisten und Komponisten unserer Zeit sondern
auch ein Mann, der es in gleich drei Disziplinen zu unerreichter
Meisterschaft gebracht hat: auf Füße zu treten, vor Köpfe zu stoßen
und Augen zu öffnen.
Seine bösen Lieder Tauben vergiften (das ihm zu einem wahren Fluch
geworden ist), Zwei alte Tanten tanzen Tango oder das im Jahr
seiner Entstehung sofort verbotene Please Shoot Your Husband haben
sein Publikum stets ebenso erschreckt wie erfreut und sich längst
als zeitlose Klassiker entpuppt, deren bissiger Witz nach wie vor
seinesgleichen sucht.
So wird es nicht verwundern, dass Georg Kreislers Letzte Lieder
keine versöhnlichen Gesänge beinhaltet, sondern Paukenschläge. Wer
es sich mit einer biederen Lebensbeschreibung gemütlich machen
will, ist hier falsch. Denn Georg Kreisler legt eine furiose,
autobiografisch fundierte Abrechnung vor: mit bürgerlichem
Kleingeist, nationalistischem Größenwahn, der Stadt Berlin, dem
Staat Österreich und schließlich dem ganzen letzten Jahrhundert.
12.11.2009
In Georg Kreislers zweitem Erinnerungsbuch nach "Alte, böse
Lieder" tritt Ingeborg Waldinger nicht so sehr der satirische
Sänger des Klassikers "Tauben vergiften im Park"
entgegen, sondern ein "Heimatloser". Und so lässt er in
seiner Autobiografie auch weniger die vielen Stationen seines
bewegten Lebens chronologisch Revue passieren, sondern denkt über
Europa, die "Einsamkeit des Künstlers" oder die
Nachtseiten des Exils nach, wie uns die Rezensentin informiert.
Deutlich erkennbar für Waldinger bleibt, wie stark der Autor unter
einem Schutz von "Sarkasmus" immer noch an alten Wunden
wie dem Antisemitismus, der Entfremdung zu seinen Kindern oder
unter Urheberstreitigkeiten leidet. Von "altersmilder
Versöhnlichkeit" jedenfalls sei in Kreislers Erinnerungen
nichts zu spüren, konstatiert Waldinger.
© Perlentaucher Medien GmbH
Autorenporträt zu "Georg Kreisler"
Georg Kreisler, geb. 1922 in Wien. Die Kindheit in seinem jüdischen Elternhaus war überschattet von Ausgrenzung und Antisemitismus. 1938 emigrierte er mit seinen Eltern in die USA, wo er in die Army eingezogen wurde. 1955 kehrte Georg Kreisler nach Europa zurück. 2004 erhielt er den Richard-Schönfeld-Preis für literarische Satire. Neben über 500 Liedern schrieb er Romane, Essays, Kurzgeschichten, Theaterstücke und Opern. Georg Kreisler lebt heute mit seiner dritten Ehefrau Barbara Peters in Salzburg.
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