Das große Schnüpperle Weihnachtsbuch - Bartos-Höppner, Barbara
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Das große Schnüpperle Weihnachtsbuch

Mit neuen Geschichten

Barbara Bartos-Höppner 

Illustr. v. Julia Wittkamp
Gebundenes Buch
 
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Nachdruck / -produktion erscheint vorauss. Dezember 2014
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Das große Schnüpperle Weihnachtsbuch

Weihnachten ohne Schnüpperle? Undenkbar! Seit 35 Jahren begleiten der liebenswerte sechsjährige Bengel und seine Familie Kinder in aller Welt durch die Adventszeit. Zum Jubiläum gibt es nun das besondere Geschenk: Der Longseller, erweitert um sieben neue Geschichten und in Farbe! 31 Schnüpperle-Geschichten für jeden Tag vom 1. Dezember bis Silvester durchgehend bunt illustriert von Julia Wittkamp. Ein Vorleseschatz für alle Schnüpperle-Freunde und für den ganzen zwölften Monat im Jahr.


Produktinformation

  • Verlag: Cbj
  • 2014
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 159 S. m. farb. Illustr.
  • Seitenzahl: 159
  • Omnibus Hardcover
  • Altersempfehlung: ab 6 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 246mm x 210mm x 22mm
  • Gewicht: 738g
  • ISBN-13: 9783570128282
  • ISBN-10: 3570128288
  • Best.Nr.: 12853450
Barbara Bartos-Höppner, 1923-2006, war seit 1956 als freie Schriftstellerin tätig und hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Sie schrieb Kinder- und Jugendbücher, aber auch Historisches und Belletristik. Mit Schnüpperle hat sie eine der bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Kinderbuchfiguren geschaffen. Sie lebte bis zu ihrem Tod in Nottensdorf an der Niederelbe.

Leseprobe zu "Das große Schnüpperle Weihnachtsbuch"

Bitte klicken Sie auf die Navigation oder das Artikelbild, um in Das große Schnüpperle Weihnachtsbuch zu blättern!



Wenn man sich's genau überlegt, fängt der erste Dezember schon am Abend vorher an", sagt Annerose, "weil man's kaum noch erwarten kann." Sie steht im Nachthemd vor ihrem Adventskalender. Mutter hat ihn nach dem Abendbrot aufgehängt. Einen für Annerose und einen für Schnüpperle. Es sind ganz besondere Adventskalender. Mutter hat sie selber genäht. Richtige Wandteppiche sind es, mit vierundzwanzig Beuteln daran, alle noch zugebunden. Ein Kalender ist aus grünem Stoff mit goldener Borte ringsherum, an dem hängen rote Beutel und der gehört Annerose. Der andere ist aus rotem Stoff mit grünen Beuteln und Silberborte ringsherum, der ist für Schnüpperle.

"Bei mir killert's richtig im Bauch", sagt Schnüpperle, "bei dir auch, Annerose?"

"Hmhm."

Schnüpperle sieht zu Annerose hinüber. "Bei mir killert's aber mehr."

"Wieso?"

"Weil du bloß >hmhm< gesagt hast. Sonst sagst du immer >enorm< oder >wahnsinnig< oder irgend so was anderes Dickes." "Nein", sagt Annerose, "wenn ich mich ganz furchtbar doll freue, kann ich gar nichts sagen."

"Aber bei mir killert's so sehr, dass ich hopsen muss", sagt Schnüpperle und springt im Bett rauf und runter. "Mutter kommt!", ruft Annerose und saust unter die Decke. Schnüpperle lässt sich fallen und faltet die Hände. "Lieber Gott, mach mich fromm, dass ich in den Himmel komm. Und mach bitte, dass ganz schnell morgen früh ist." Annerose kichert ins Kopfkissen.

"Wenn der Kuckuck siebenmal zum Türchen herausruft", sagt Mutter, "dann dürft ihr aufbinden. Und jetzt Gute Nacht!" Sie knipst das Licht aus und geht.

"Hast du gesehen, wie dick die Beutel sind, Annerose? Manche stehen richtig ab."

"Hab ich alles gesehen."

"Ob man schon mal fühlen darf?"

Annerose überlegt.

"Nein", sagt sie dann, "darf man nicht." "Aber wo's doch so finster ist!" "Darf man nicht."

"Aber man weiß doch im Finstern nicht, welches Beutelchen man angegrabbelt hat."

"Mutter sagt, richtige Freude ist erst, wenn man drauf warten muss."

Schnüpperle seufzt. Nach einer Weile sagt er: "Wollen wir den Vorhang ein Stück aufziehen? Dann sieht man's noch ein bisschen." Damit ist Annerose einverstanden.

Jedes Mal wenn ein Auto vorbeifährt, wird es hell im Zimmer. Dann leuchten die Borten am roten und grünen Stoff. "Ach, schön", sagt Schnüpperle, "mir wird so weihnachtsglitzerig." Sie warten auf das nächste Auto und schlafen darüber ein.

Am anderen Morgen ist Schnüpperle wach, bevor der Kuckuck siebenmal ruft.

Welchen Beutel mach ich auf, denkt Schnüpperle, einen von unten oder lieber einen von oben? Ganz oben nicht, weil ich da erst auf den Stuhl klettern muss. Ich werde einen aus der Mitte nehmen. Beim ersten "Kuckuck" kommt die Mutter und weckt Annerose. Heute springt Annerose sofort aus dem Bett. "Welchen Beutel nimmst du?", fragt Schnüpperle. "Oh, ich weiß nicht! Oh, welchen nehm ich denn bloß?" "Ich bin für Mitte", sagt Schnüpperle. "Da kommst du auch am besten dran." "Gar nicht wahr, unten genauso gut."

"Ich bin für oben, genau der Reihe nach", sagt Annerose und zieht schon die Schleife auf.

"Schnüpperle! Mutter! Ein Pilz, ein Glückspilz aus Schokolade!" In der Aufregung verknotet Schnüpperle die Schleife. "Mutter! Mutter! Annerose! Es geht nicht! Ich krieg's nicht auf!" Mutter kann's auch nicht, weil sie ihre Brille nicht hat. Schnüpperle fängt an zu heulen. Da kommt Vater mit der Schere.

Und dann fährt Schnüpperle mit Daumen und Zeigefinger in den Beutel: eine Marzipankartoffel, noch eine und noch eine. "So viel! Ooch, so viel!" Schnüpperle zeigt seinen Reichtum herum. "Ich hab mehr als du, Annerose!" "Aber ich habe einen Glückspilz und du bloß Kartoffeln!" "Aber aus Marzipan!", sagt Schnüpperle und hat schon ganz braune Finger vom Kakao. "Isst du deins gleich auf, Annerose?" "Du?"

"Eine", sagt Schnüpperle.

"Ich heb meinen Glückspilz auf, bis ich aus der Schule komme."

"Dann isst du ihn?"

"Ja."

"Ganz?"

"Ja."

"Schenkst du mir das Papier von drumrum? Kann ich gut gebrauchen."

In der Adventszeit muss Pfefferkuchen im Haus sein, sagt Mutter immer, deshalb backt sie heute. Noch nicht alles, nur so zum Kosten und Knabbern.

"Pfefferkuchen schmeckt vor Weihnachten ohnehin am besten", behauptet Vater.

Mutter lacht. "Und wer langt an den Feiertagen am meisten zu?", fragt sie.

"Schnüpperle", sagt Vater.

"Gar nicht wahr, du futterst am meisten. Und immer sagst du: Das ist der Letzte, sonst werd ich zu dick." "Sag ich das?"

"Ja, und dann nimmst du doch wieder einen." "Den Allerletzten", sagt Vater.

"Und dann den Allerallerletzten!", sagt Schnüpperle. "Bis dir der Bauch wehtut."

Als Vater gegangen ist, holt Mutter die Schüssel mit dem braunen Pfefferkuchenteig aus dem Keller. Sie schneidet einen dicken Klumpen heraus und Schnüpperle bekommt ein Stück davon ab. Er kann damit backen, was er will. "Ich mach einen Hund", sagt Schnüpperle. Mutter rollt ihm den Teig platt, dann nimmt sie sich ihren Klumpen vor. Sie sticht Herzen mit der Form heraus und Sterne und Halbmonde. Schnüpperle müht sich derweil mit dem Teigschaber ab.

"Ich glaube, ein Hund ist zu schwer", sagt Schnüpperle. "Ich krieg den Kopf nicht richtig hin und die Beine sind viel zu lang, wie 'n Pferd! Und mit dem Schwanz - ich weiß nicht..."

"Hals hat er auch keinen", sagt Mutter.

"Was könnte ich denn sonst machen?"

"Ich wüsste was Einfaches, aber ob es dir gefällt."

"Was denn?"

"Einen Schneemann."

"Einen Schneemann? Aber braunen Schnee gibt's doch gar nicht", sagt Schnüpperle.

"Wir könnten deinen Schneemann aber mit weißem Zuckerguss bestreichen."

"O ja! Und die Augen?"

"Haselnüsse."

"O ja! Und die Knöpfe auf dem Bauch?"

"Mandeln."

"O ja! Und die Nase?"

"Ein Stückchen Zitronat."

"O ja!" Schnüpperle knautscht den Teig zusammen und Mutter rollt ihn wieder aus. Dann hilft Mutter mit. Schnüpperle sticht eigentlich nur den Bauch aus. Brust, Kopf und Arme formt Mutter. Aber die Arme sind auch besonders schwer anzukneten. Ganz vorsichtig legt Mutter den Teigmann aufs Backblech und schiebt es in den Ofen. Nach fünf Minuten sieht sie nach, wie weit der Schneemann ist. Schnüpperle darf auch gucken. "Ooch, ist der aber dick geworden! Der bläst sich ja auf wie 'n Luftegong." "Luftballon heißt es."

"Weiß ich ja, aber ich hab doch immer so gesagt, als ich noch klein war."

Mutter rührt schnell Puderzucker mit Wasser an.


Kundenbewertungen zu "Das große Schnüpperle Weihnachtsbuch"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen   ausgezeichnet)
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Bewertung von Ben aus Crailsheim am 24.11.2012   ausgezeichnet
An jedem Tag im Dezember kann man erleben wie der kleine Junge Schnüpperle mit seiner Familie die Adventszeit erlebt. JedenTag hat er ein neues Erlebnis.
Das Buch ist ein schöner Adventskalender zum Lesen und ist für Familien mit kleinen Kindern sehr zu empfehlen.

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Bewertung von Britta und Lilith aus Kolenfeld am 25.03.2006   ausgezeichnet
Schnüpperle ist der absolute Liebling meiner Tochter. Die Geschichten sind kindgerecht und mit viel Witz und Charme erzählt . Jedes Kind kann sich mit den Geschichten identifizieren. Einfach Klasse!

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