An der Seite der Wehrmacht - Müller, Rolf-Dieter

Rolf-Dieter Müller 

An der Seite der Wehrmacht

Hitlers ausländische Helfer beim "Kreuzzug gegen den Bolschewismus" 1941-1945

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Produktbeschreibung zu An der Seite der Wehrmacht

Zu Beginn des Krieges gegen die Sowjetunion konnte die Wehrmacht rund 600 000 Mann verbündeter Truppen einsetzen, später kamen zahlreiche ausländische Freiwillige und »Hilfswillige« hinzu. Auf dem Höhepunkt des Zweiten Weltkrieges war an der Ostfront schließlich jeder dritte Uniformträger auf deutscher Seite ein Ausländer. Hitlers Parole vom »Kampf gegen den Bolschewismus« fand überall in Europa Widerhall - bei überzeugten Faschisten ebenso wie bei Angehörigen osteuropäischer Völker, die ihre Unabhängigkeit von der UdSSR anstrebten. Viele von ihnen kämpften nicht nur an der Front, sondern ließen sich auch in die Verbrechen der Wehrmacht und der Waffen-SS verstricken. Von ihren Heimatländern wegen Verrats abgeurteilt und vergessen, wurde ihr Einsatz von den Historikern im Kalten Krieg meist übersehen oder verschwiegen, von Rechtsradikalen dagegen glorifiziert. Rolf-Dieter Müller vermittelt auf der Basis neuerer Forschungen erstmals einen systematischen Überblick über die verschiedenen Motive, die Hitlers Verbündete und ausländische Freiwillige an der Ostfront kämpfen ließen. Zahlreiche Fotos, Karten und Dokumente ergänzen diese anschaulich geschriebene Darstellung.

Auf deutscher Seite war jeder dritte Soldat im Krieg gegen die Sowjetunion ein Ausländer. Zu Beginn des Krieges gegen die Sowjetunion konnte die Wehrmacht rund 600 000 Mann verbündete Truppen einsetzen, später kamen zahlreiche ausländische Freiwillige und »Hilfswillige« hinzu. Auf dem Höhepunkt des Zweiten Weltkrieges war an der Ostfront schließlich jeder dritte Uniformträger auf deutscher Seite ein Ausländer. Hitlers Parole vom »Kampf gegen den Bolschewismus« fand in ganz Europa Widerhall bei überzeugten Faschisten ebenso wie bei Angehörigen osteuropäischer Völker, die nach der Wiedergewinnung ihrer Unabhängigkeit von der UdSSR strebten. Viele von ihnen kämpften nicht nur an der Front, sondern ließen sich auch in die Verbrechen der Wehrmacht und der Waffen-SS verstricken. Von Hitler wegen angeblichen Versagens geschmäht, von ihren Heimatländern wegen Verrats und Kollaboration abgeurteilt und vergessen, wurde ihr Einsatz von den Historikern im Kalten Krieg meist übersehen oder verschwiegen. Die Monographie von Rolf-Dieter Müller vermittelt auf der Basis neuerer Forschungen erstmals einen systematischen Überblick über Hitlers Verbündete an der Ostfront sowie die ausländischen Freiwilligen. Durch Karten und zahlreiche Fotos sowie Schilderungen von Einzelschicksalen und Kampfeinsätzen wird das schwierige Thema anschaulich und verständlich präsentiert. Erste umfassende Darstellung eines lange ausgeblendeten Themas vom Top-Experten zur Geschichte des Zweiten Weltkrieges. Hohe Anschaulichkeit durch Kartenmaterial und Abbildungen

Produktinformation


  • Verlag: Links
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 276 S. m. über 50 Abb. u. Ktn.
  • Seitenzahl: 276
  • Deutsch
  • Abmessung: 242mm x 175mm x 27mm
  • Gewicht: 605g
  • ISBN-13: 9783861534488
  • ISBN-10: 3861534487
  • Best.Nr.: 22807655
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 29.08.2008

Mehr als eine Randerscheinung
Auf die fast zwei Millionen ausländischen Helfer war Hitler im Krieg gegen die Sowjetunion angewiesen

Rolf-Dieter Müller legte vor wenigen Jahren eine beachtenswerte Darstellung des Zweiten Weltkrieges vor, den er als "letzten deutschen Krieg" präsentierte. Nun erinnert er daran, dass ein Kernstück - Hitlers Krieg gegen die Sowjetunion - hinsichtlich der beteiligten Akteure so rein deutsch gar nicht war. Anknüpfend an frühere Arbeiten von Militärhistorikern, etwa Hans Werner Neulen, weist er nach, dass "an der Seite der Wehrmacht" auf dem osteuropäischen Kriegsschauplatz schon von Anfang an nahezu eine Million - später sogar das Doppelte - nichtdeutscher militärischer Kräfte operierten. Der Bestand der an der Ostfront eingesetzten "reichsdeutschen" Armeeangehörigen lag, gemäß Müller, bei durchschnittlich zwischen 2,5 und 3 Millionen Mann.

Müller zeigt, wie sich die imposante Gesamtzahl militärischer "Fremdarbeiter" aus einer Addition sehr verschiedenartiger Komponenten ergibt. Er spricht zunächst von den Beiträgen der mit dem Reich verbündeten Staaten. Unter ihnen nahm Finnland eine Sonderstellung …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Sehr interessiert hat der Rezensent Paul Stauffer das Buch "An der Seite der Wehrmacht" des Historikers Rolf-Dieter Müller aufgenommen. Bereits eines seiner vergangenen Werke, in dem Müller den Zweiten Weltkrieg als "letzten deutschen Krieg" charakterisierte, hatte es dem Rezensenten angetan. In der vorliegenden Darstellung ergänze der Autor seine These allerdings um einige wichtige Fakten, lässt Stauffer wissen. Der Historiker beschreibt die bislang wenig beachtete Tatsache, dass in Hitlers Krieg gegen die Sowjetunion fast zwei Millionen nichtdeutsche militärische Kräfte zur Unterstützung der deutschen Truppen operierten, unter ihnen kämpften Männer aus Finnland, Italien, Ungarn und Rümänien. Aus "rassenideologischer Verblendung" habe die nationalsozialistische Führung die Hilfe der antistalinistisch eingestellten Bevölkerungsteile zunächst abgelehnt, sei dann aber eines Besseren belehrt worden, referiert der Rezensent. Müllers "plausibel argumentiertes" Plädoyer, diesen wichtigen Abschnitt nicht als bloße Randerscheinung der Geschichte wahrzunehmen, trifft bei ihm auf Zustimmung.

© Perlentaucher Medien GmbH

Insgesamt liegt hier ein äußerst lesenswertes Buch vor, das dem Leser viele Überraschungen bringen wird. Selten wird so viel historisches Wissen auf so knappem Raum vermittelt. Henry Bernhard, Deutschlandfunk (Politische Literatur) Eine überzeugende und gut lesbare Darstellung. Lutz Meurer, Westdeutsche Zeitung Eigentlich viel zu lange hat die Fachwelt wie auch die interessierte Öffentlichkeit auf diese erste fundierte Beschreibung des Einsatzes von Ausländern in den deutschen Streitkräften an der Ostfront gewartet. Müllers Band sollte in keiner gut sortierten Bibliothek fehlen. Rüdiger von Dehn, H-Soz-u-Kult Rolf-Dieter Müller hat ein Standardwerk über die Wehrmacht und ihre Helfer geschrieben. (...) Hitler glaubte in Überschätzung der eigenen Möglichkeiten auf ausländische Unterstützung und die Mobilisierung der Bundesgenossen weitgehend verzichten zu können. Doch es kam anders. Wie deutlich anders, ist öffentlich bislang nur wenig bekannt. Daher ist es das große Verdienst von Rolf-Dieter Müller, nun eine grundlegende Studie über Hitlers ausländische Helfer bei seinem »Kreuzzug gegen den Bolschewismus« vorzulegen, die ein neues Licht auf den …

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Rolf-Dieter Müller, geboren 1948, Studium der Geschichte, Politikwissenschaft und Pädagogik in Braunschweig und Mainz; 1981 Promotion; 1999 Habilitation. Er ist Mitarbeiter des Militärgeschichtlichen Forschungsamts der Bundeswehr in Potsdam und Professor für Militärgeschichte an der HU Berlin.

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