»Vielleicht ist es hart an der Grenze des Erlaubten für einen Kritiker; ich tue es trotzdem, ich rufe laut: Leute, lest dieses Buch.« (Fritz J. Raddatz / Welt am Sonntag)
»Sönke Neitzel hat eine vorbildliche Edition vorgelegt, die die Einzelaussagen der kriegsgefangenen Offiziere mit den Quellen und Forschungen zur Geschichte des Zweiten Weltkrieges konfrontiert ... Für eine individuell oder gruppenbiographisch angelegte Motivanalyse liefern die Dokumente vielfältige Ansatzpunkte zu einer differenzierten Betrachtung der Vorstellungswelt deutscher Generäle und Stabsoffiziere, wie sie in dieser Unmittelbarkeit der Forschung bisher nicht möglich war.« (FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG)
»Durch das brisante Buch des Mainzer Historikers Söhnke Neitzel erfahren wir, dass die Briten auch über das Innenleben der deutschen Wehrmacht bestens informiert waren, weit besser jedenfalls, als man sich das in Deutschland damals vorzustellen vermochte.« (DIE ZEIT)
»Führende Offiziere der deutschenWehrmacht waren offenbar viel früher und präziser über den Holocaust informiert als bislang angenommen - ohne dass sie je öffentlich gegen die Judenvernichtung protestiert hätten. Dies enthüllt der Mainzer Historiker Sönke Neitzel, 37, der erstmals in Gänze eine besondere Quelle erschließen konnte: die Abhörprotokolle von Hitler-Generälen in britischer Gefangenschaft.« (DER SPIEGEL)
»Die Abhörprotokolle, die in denNational Archives in London verwahrt werden, sind bereits 1996 freigegeben worden. Doch wurden sie bislang von der historischen Forschung kaum genutzt. Nun hat der Mainzer Historiker Sönke Neitzel das viele tausend Blätter umfassende Material in Auszügen veröffentlicht. Hervorzuheben ist die editorische Sorgfalt, mit der er dabei zu Werke gegangen ist. Er konfrontiert die Aussagen der Gefangenen mit den Ergebnissen der Forschung und korrigiert sie, wenn notwendig. Neben einer ausführlichen Einleitung und einem umfangreichen Anmerkungsteil enthält der Band Kurzbiografien aller ranghohen Offiziere, die in den Protokollen zu Wort kommen.« (Volker Ullrich, DEUTSCHLANDFUNK)
»Neitzels sorgfältig kommentierte und eingeleitete Edition macht deutlich, in welch hohem Maße die militärische Elite über die katastrophale Kriegslage und die vor allem an der Ostfront begangenen Kriegsverbrechen im Bilde war.« (Alfelder Zeitung)
 | Besprechung von 22.11.2007 |
Wiedersehen in Trent ParkAls Wehrmachtsoffiziere sich in der Gefangenschaft über Hitler, Deutschland und den Krieg äußerten, hörte der englische Geheimdienst genau zu. Jetzt geriet die Vorstellung von Sönke Neitzels Buch über die Abhörprotokolle zu einer Art Klassentreffen.
LONDON, 21. November
Nichts auf der Website der Middlesex University weist auf die Geschichte des herrschaftlichen Anwesens Trent Park hin, wo die über verschiedene Gelände verteilte Hochschule nun mit einigen ihrer Fakultäten angesiedelt ist. Dort steht lediglich, das Herrenhaus inmitten eines malerischen Landschaftsparks sei "Teil einer Mischung aus alten und neuen Gebäuden". Kein Wort über die Monarchen, die hier am nördlichen Rand der Hauptstadt dem Jagdvergnügen frönten, oder über den in der Gesellschaft hochangesehenen Arzt Richard Jebb, dem Georg III. ein Stück des königlichen Jagdgebietes übergab aus Dankbarkeit für die Heilung seines jüngeren Bruders. Der war in Trient (Trento) erkrankt, daher der um das "o" beraubte Name des Hauses, das Jebb im späteren achtzehnten Jahrhundert dort errichtete.
Auch die Ära der Sassoons, jener aus Bagdad …
»Vielleicht ist es hart an der Grenze des Erlaubten für einen Kritiker; ich tue es trotzdem, ich rufe laut: Leute, lest dieses Buch.« (Fritz J. Raddatz / Welt am Sonntag)
»Sönke Neitzel hat eine vorbildliche Edition vorgelegt, die die Einzelaussagen der kriegsgefangenen Offiziere mit den Quellen und Forschungen zur Geschichte des Zweiten Weltkrieges konfrontiert ... Für eine individuell oder gruppenbiographisch angelegte Motivanalyse liefern die Dokumente vielfältige Ansatzpunkte zu einer differenzierten Betrachtung der Vorstellungswelt deutscher Generäle und Stabsoffiziere, wie sie in dieser Unmittelbarkeit der Forschung bisher nicht möglich war.« (FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG)
»Durch das brisante Buch des Mainzer Historikers Söhnke Neitzel erfahren wir, dass die Briten auch über das Innenleben der deutschen Wehrmacht bestens informiert waren, weit besser jedenfalls, als man sich das in Deutschland damals vorzustellen vermochte.« (DIE ZEIT)
»Führende Offiziere der deutschen Wehrmacht waren offenbar viel früher und präziser über den Holocaust informiert als bislang angenommen - ohne dass sie je öffentlich gegen die Judenvernichtung protestiert hätten. Dies enthüllt der Mainzer Historiker Sönke Neitzel, 37, der erstmals in Gänze eine besondere Quelle erschließen konnte: die Abhörprotokolle von Hitler-Generälen in britischer Gefangenschaft.« (DER SPIEGEL)
»Die Abhörprotokolle, die in denNational Archives in London verwahrt werden, sind bereits 1996 freigegeben worden. Doch wurden sie bislang von der historischen Forschung kaum genutzt. Nun hat der Mainzer Historiker Sönke Neitzel das viele tausend Blätter umfassende Material in Auszügen veröffentlicht. Hervorzuheben ist die editorische Sorgfalt, mit der er dabei zu Werke gegangen ist. Er konfrontiert die Aussagen der Gefangenen mit den Ergebnissen der Forschung und korrigiert sie, wenn notwendig. Neben einer ausführlichen Einleitung und einem umfangreichen Anmerkungsteil enthält der Band Kurzbiografien aller ranghohen Offiziere, die in den Protokollen zu Wort kommen.« (Volker Ullrich, DEUTSCHLANDFUNK)
»Neitzels sorgfältig kommentierte und eingeleitete Edition macht deutlich, in welch hohem Maße die militärische Elite über die katastrophale Kriegslage und die vor allem an der Ostfront begangenen Kriegsverbrechen im Bilde war.« (Alfelder Zeitung)
'Vielleicht ist es hart an der Grenze des Erlaubten für einen Kritiker; ich tue es trotzdem, ich rufe laut: Leute, lest dieses Buch.' Fritz J. Raddatz / Welt am Sonntag'Sönke Neitzel hat eine vorbildliche Edition vorgelegt, die die Einzelaussagen der kriegsgefangenen Offiziere mit den Quellen und Forschungen zur Geschichte des Zweiten Weltkrieges konfrontiert ... Für eine individuell oder gruppenbiographisch angelegte Motivanalyse liefern die Dokumente vielfältige Ansatzpunkte zu einer differenzierten Betrachtung der Vorstellungswelt deutscher Generäle und Stabsoffiziere, wie sie in dieser Unmittelbarkeit der Forschung bisher nicht möglich war.'FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG'Durch das brisante Buch des Mainzer Historikers Söhnke Neitzel erfahren wir, dass die Briten auch über das Innenleben der deutschen Wehrmacht bestens informiert waren, weit besser jedenfalls, als man sich das in Deutschland damals vorzustellen vermochte.'DIE ZEIT'Führende Offiziere der deutschen Wehrmacht waren offenbar viel früher und präziser über den Holocaust informiert als bislang angenommen - ohne dass sie je öffentlich gegen die Judenvernichtung protestiert hätten. Dies enthüllt der Mainzer Historiker Sönke Neitzel, 37, der erstmals in Gänze eine besondere Quelle erschließen konnte: die Abhörprotokolle von Hitler-Generälen in britischer Gefangenschaft.'DER SPIEGEL'Die Abhörprotokolle, die in den National Archives in London verwahrt werden, sind bereits 1996 freigegeben worden. Doch wurden sie bislang von der historischen Forschung kaum genutzt. Nun hat der Mainzer Historiker Sönke Neitzel das viele tausend Blätter umfassende Material in Auszügen veröffentlicht. Hervorzuheben ist die editorische Sorgfalt, mit der er dabei zu Werke gegangen ist. Er konfrontiert die Aussagen der Gefangenen mit den Ergebnissen der Forschung und korrigiert sie, wenn notwendig. Neben einer ausführlichen Einleitung und einem umfangreichen Anmerkungsteil enthält der Band Kurzbiografien aller ranghohen Offiziere, die in den Protokollen zu Wort kommen.'Volker Ullrich, DEUTSCHLANDFUNK'Neitzels sorgfältig kommentierte und eingeleitete Edition macht deutlich, in welch hohem Maße die militärische Elite über die katastrophale Kriegslage und die vor allem an der Ostfront begangenen Kriegsverbrechen im Bilde war.' Alfelder Zeitung
Sönke Neitzel, geb. 1968, lehrt an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz Neuere und Neueste Geschichte. Seine Forschungen befassen sich vor allem mit der Geschichte des Hochimperialismus und dem Zeitalter der Weltkriege. 1994 Promotion, 1998 Habilitation, 2001 Gastdozentur an der University of Glasgow, seit 1994 Fachberater der ZDF-Redaktion Zeitgeschichte. Lehrstuhlvertretungen und Lehraufträge in Mainz, Karlsruhe und Bern, 2010 Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut (KWI) in Essen.