Schuld - Schirach, Ferdinand von

Ferdinand von Schirach 

Schuld

Stories

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Schuld

Eine junge Frau wird jahrelang von ihrem Ehemann brutal misshandelt - bis er eines Tages erschlagen wird. Ein Internatsschüler wird im Namen der Illuminaten fast zu Tode gefoltert. Das Spiel eines Pärchens gerät außer Kontrolle. Doch wie kam es dazu? Nach seinem Erfolgsdebüt »Verbrechen« legt Ferdinand von Schirach einen neuen Erzählband vor, der 15 literarisch aufbereitete Gerichtsfälle versammelt. Leise, aber sehr bestimmt stellt der Berliner Strafverteidiger die Frage nach Schuld und Unschuld, nach Gut und Böse.


Produktinformation

  • Verlag: Piper
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 199 S.
  • Seitenzahl: 199
  • Serie Piper Bd.7377
  • Deutsch
  • Abmessung: 192mm x 122mm x 22mm
  • Gewicht: 200g
  • ISBN-13: 9783492273770
  • ISBN-10: 3492273777
  • Best.Nr.: 33357565
»Da sitzt jedes Wort, da ist alles an seinem Platz, Poesie durch Klarheit.« Benjamin von Stuckrad-Barre, Welt am Sonntag »Es sind kleine Meisterwerke darunter von enormer sprachlicher Präzision und Darstellungskraft.« Uwe Wittstock, Die Welt

"Da sitzt jedes Wort, da ist alles an seinem Platz, Poesie durch Klarheit." (Benjamin von Stuckrad-Barre, Welt am Sonntag)

"Es sind kleine Meisterwerke darunter von enormer sprachlicher Präzision und Darstellungskraft." (Uwe Wittstock, Die Welt)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 26.08.2010

Gut erfundene Erinnerungen
Verbrechen und Schuld: Ferdinand von Schirachs Stories / Von Alexander Ignor

Ferdinand von Schirach schreibt gut, verdammt gut. Kann es sein, dass er in gewisser Hinsicht "zu gut" schreibt?

Der Autor präsentiert sich der Öffentlichkeit nicht als Literat, sondern als schreibender Strafverteidiger. Er gibt vor, Fälle aus seiner Praxis zu erzählen, literarisch verfremdet zwar, aber aus dem Leben gegriffen. Er beansprucht Authentizität, die er erzählerisch unterstreicht. In jeder Geschichte taucht er irgendwann selbst auf, als Rechtsanwalt, der mehr oder weniger auf die strafrechtliche Abwicklung des geschilderten Kriminalfalls Einfluss nimmt. Damit erhöht er die suggerierte Authentizität und die Spannung. Das also sind die Fälle, die das Leben schreibt, denkt der Leser, und das also ist der Beruf des Anwalts im Strafrecht. Ist das so?

Ja und nein. Wer viel an Strafgerichten tätig ist, begegnet in von Schirachs Geschichten vertrauten Gestalten. Großen und kleinen Kriminellen, solchen, die aus Gier, anderen, die aus Not handeln, Berufsverbrechern und Gelegenheitstätern, Persönlichkeitsgestörten und …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Der hier rezensierende Heribert Prantl hat viel Lob und ein wenig Tadel für den zum Schriftsteller gewordenen Strafverteidiger Ferdinand von Schirach. Für Prantl ist Schirach ohne Frage ein "geschickter Protokollant" der Abgründe, die aus Menschen Verbrechern machen. Die Sprache, derer sich der Autor dabei bedient, ist "nüchtern, furios karg, staubtrocken". Prantl stört sich jedoch ein bisschen an den Momenten, in denen Schirach allzu literarisch auftritt, und ziemlich stark an jenen, in denen Schirach als Ich-Erzähler in Erscheinung tritt. Hier beschlich Prantl mitunter das Gefühl, eine Werbeschrift für die Kanzlei Schirach in der Hand zu halten. Trotzdem überwiegen in den Augen des Rezensenten Schirachs Verdienste. Er sei zwar nicht der erste schreibende Anwalt, doch vermeide er erfolgreich "das Anekdotische, das Juristengeburtstagsgeschenkmäßige", das seinen Vorgängern anhaftete.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 13.08.2010

Der Täter steckt in unserer eigenen Haut
Das neue Buch des Strafverteidigers Ferdinand von Schirach heißt „Schuld“ – aber es sucht keine Schuldigen
In Deutschland gibt es hundertfünfzigtausend Rechtsanwälte; unter ihnen sind viele, die über ihre Fälle so beredt erzählen können, dass man ihnen gern zuhört. Unter den hundertfünfzigtausend deutschen Rechtsanwälten wiederum gibt es zweieinhalbtausend, die auf Strafverteidigung spezialisiert sind. Wenn Strafverteidiger beim Abendessen von ihren Fällen erzählen, lässt man die Spaghetti vongole gern kalt werden. Das Strafrecht ist nun einmal, weil es dabei um Leib und Leben geht, ein erregendes Fach. Es ist so erregend, dass man kein besonders guter Erzähler sein muss, um sein Publikum zu finden; der Fall erzählt sich selbst. Wenn man ein sehr guter Erzähler ist wie der Berliner Strafverteidiger Ferdinand von Schirach: umso besser.
Schirach ist ein geschickter Protokollant von erschreckenden und verstörenden, skurrilen und tragischen Begebenheiten. Sein Buch heißt „Schuld“, aber er sucht keine Schuldigen. Er richtet nicht, er schreibt nur auf. Er tut das in einer genial nüchternen, …

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kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Wenn man sagt, die Geschichte "Der Schlüssel" könnte gut und gerne von Tarantino verfilmt werden, denn sie hat "Pulp Fiction"-Potenzial, dann ist das einerseits richtig. Andererseits tut es Autor von Schirach unrecht. Ferdinand von Schirach ist in Berlin Strafverteidiger. Wenn man ihm glauben darf, stammen seine Geschichten mitten aus dem Leben. Er zaubert sie für uns zwischen den Aktendeckeln hervor und präsentiert sie uns literarisch verdammt schlicht. Doch er bewirkt dabei ein Wunder: Die Schuld, und das ist ja angeblich genau das Thema des Buches, spielt überhaupt keine zentrale Rolle. Trotzdem wollen wir immer mehr wissen von diesen Verbrechern und manchmal auch Unschuldigen. (jw)

"Schuld ist ein großes Buch." (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)"Es sind kleine Meisterwerke darunter von enormer sprachlicher Präzision und Darstellungskraft. [...] Sie lesen sich, als würde man den Schritten eines Unheils lauschen, das unaufhaltsam vorwärts drängt." (Die Welt)

»Schuld ist ein großes Buch.« Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Georg Oswald »Beim Lesen dieser Geschichten hatte man Glückserlebnisse wie sonst nur bei der Lektüre von Fitzgerald oder Capote, da sitzt jedes Wort, da ist alles an seinem Platz, Poesie durch Klarheit, im Leserkopf entsteht ein soghafter - man kann es nicht anders sagen – Film.« Welt am Sonntag, Benjamin von Stuckrad-Barre »In Verbrechen glaubte man noch diverse Handlungsoptionen der Protagonisten zu erblicken. In Schuld nicht mehr. Schuld ist radikaler, die Geschichten sind schlanker, sie sind überwältigend kalte Versuchsanordnungen.« Die Zeit, Adam Soboczynski »Der Berliner Strafverteidiger Ferdinand von Schirach setzt seine im vergangenen Herbst mit Verbrechen fulminant begonnene literarische Karriere mit Schuld nahtlos fort.« Frankfurter Allgemeine Zeitung, Felicitas von Lovenberg »Es sind kleine Meisterwerke darunter von enormer sprachlicher Präzision und Darstellungskraft. [...] Sie lesen sich, als würde man den Schritten eines Unheils lauschen, das unaufhaltsam vorwärts drängt.« Die Welt, Uwe Wittstock
Ferdinand von Schirach, geboren 1964 in München, arbeitet seit 1994 als Anwalt und Strafverteidiger in Berlin. Zu seinen Mandanten gehören Industrielle, Prominente, Angehörige der Unterwelt und ganz normale Menschen. Mit seinem Debüt »Verbrechen« gelang ihm 2009 auf Anhieb der Durchbruch als literarischer Autor. Die Übersetzungsrechte wurden in über 30 Länder verkauft, und das Buch wird demnächst verfilmt. In Japan wurde Ferdinand von Schirach für seinen internationalen Bestseller »Verbrechen« mit dem renommierten Honyataisho 2012, dem »Großen Preis der Japanischen Buchhandlungen« in der Kategorie »Internationale Literatur« ausgezeichnet.

Kundenbewertungen zu "Schuld" von "Ferdinand von Schirach"

12 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.4 von 5 Sterne bei 12 Bewertungen **** sehr gut)
***** ausgezeichnet
 
(9)
***** sehr gut
 
(1)
***** gut
***** weniger gut
 
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***** schlecht
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Bewertung von Jared Allen aus München am 08.11.2012 ***** sehr gut
In dem Buch "Schuld" geht es um einen Anwalt der seine Geschichten erzählt. Die Geschichten sind teilweise gausam aber auch wieder nicht. Der Anwal Ferdinand von Schirach vertritt Opfer sowie auch Täter. Seine Art die Geschichten zu erzählen ist fesselnd, das Buch ist durchgehend spannend. Zum Beispiel wurde ein Junge in einem Internat von Illuminaten gefoltert.
Der Grund warum mir das Buch so gut gefallen hat ist, weil es einfach fesselnd spannend erzähl ist. Die Geschichten die der Autor erzählt sind so genau wie möglich erörert. Das Buch ist weiter zu empfehlen, wenn man auf spannende Kurzgeschichten steht, die dazu noch wahr sind.

2 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Toni B aus München am 06.11.2012 ***** ausgezeichnet
Ferdinand von Schirach hat es alltäglich mit Menschen zu tun, die Extremes erlebt geschweigeden erlebt haben. Er ist das was viele Anwälte und auch nicht Anwälte fürchten er ist Strafanwalt. Das Schlimmste ist bei im Altag. Er vertritt Unschuldige und Schuldige, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten, ebenso wie Schwerstkriminelle.... Ein Mädchen kellnert auf einem Volksfest sie rutsch aus und wird anschließend von 10 Männern vergewaltigt und unter eine Bank im Zelt geworfen die Polizei findet sie. Nach ein paar Wochen ist die Gerichts Verhandlung und es passiert nicht keiner wird angeklagt. Schirach vertritt das Mädchen.Lauter unglaubliche Geschichten, doch sie sind wahr.
Das Buch war sehr spannend und gut geschrieben. Ich kann es nur jedem empfehlen.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von HelenWoods am 03.04.2012 ***** weniger gut
Das erste Buch ist spannend und wirklich gut geschrieben. Das Zweite jedoch unbefriedigend. Die Geschichten sind weniger, kürzer und lieblos geschrieben. Es wirkt als wäre das zweite Buch einfach nach dem Erfolg des Ersten schnell nachgeschoben wurden. Nach dieser Enttäuschung werde ich auch nicht das 3. Buch, der Fall Collini, lesen.

4 von 9 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 11.03.2012 ***** ausgezeichnet
Tolles Buch, an einem Tag gelesen!
Traurig,schaurig und unglaubliche Geschichten.
Jeden kann es treffen...
Sehr zu empfehlen!!!!!!

1 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Ironimus aus Stuttgart am 23.02.2012 ***** weniger gut
Leider kann ich mich mit dieser Form von Schreibstil nicht anfreunden!
Es ist kein Sachbuch, aber auch kein Krimi sondern eine Art von Verzweflung über unser Rechtssystem!

5 von 7 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Anja aus Kiel am 05.01.2011 ***** ausgezeichnet
Das Buch ist nicht umsonst auf der Empfehlungsliste der FAZ. Es war wirklich sehr gut.

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Bewertung von haggibaertom aus Geilenkirchen am 02.11.2010 ***** ausgezeichnet
Spannend bis zum Schluß ! Warte auf Fortsetzung. Hat man(n) einmal angefangen zu lesen, vergißt man sogar die Bundesliga zu schauen.

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Bewertung von bbqueen aus Calw am 17.10.2010 ***** ausgezeichnet
Und wieder ein Buch, dass ich in einer Nacht durchgelesen hatte.
Für mich ist es sogar ein Tick besser als sein erstes Buch 'Verbrechen'.
15 Fälle, die jeweils auf 10- 30 Seiten, dargestellt werden. Hierbei verwendet Schirach eine leichte, flüssige, unverblümte, direkte Sprache. Die Sätze sind kurz, knapp und prägnant.
Auch hier schafft es Schirach beide Seiten, Opfer und Täter, darzustellen, so dass man für beide Seiten Verständnis entwickeln kann. Traurig allerdings, dass aufgrund unserer Rechtsprechung Täter ohne Anklage auf freien Fuß kommen. Dies kann ein echt erschrecken. Die Opfer können einem hier echt leid tun.
Dieses Buch zeigt Einblicke in die Welt und Arbeitsweise von Anwälten, Staatsanwälten und Justiz. Es zeigt, wie schnell man Täter, aber auch Opfer sein kann.
Noch Tage später, beschäftige ich mich mit der Thematik unserer Justiz.
Schirach zeigt Einblicke in unser System, dass zum Nachdenken, Umdenken,... anhält.

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Bewertung von HK aus Templin am 13.09.2010 ***** ausgezeichnet
Sehr gutes Buch! Fesselnde Geschichten!

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Bewertung von Mottenkugel aus Breuna am 29.08.2010 ***** ausgezeichnet
Dieses Buch begeistert und bewegt und die Geschichten lassen einen nicht so schnell wieder los.

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