Der Wagner-Clan - Carr, Jonathan
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Jonathan Carr 

Der Wagner-Clan

Geschichte einer deutschen Familie

Übersetzer: Kusterer, Hermann
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Der Wagner-Clan

Die erste umfassende Geschichte der Wagners, Deutschlands berühmt-berüchtigtster Familie.

Seit über einem Jahrhundert und von zwei Weltkriegen, der Nazidiktatur und der Besatzungszeit ungebrochen herrschen die Wagners über die Bayreuther Festspiele, hatten viele der größten und der gespenstischsten Gestalten aus Kunst und Politik zu Gast und bekämpfen einander wie die Recken in den Musikdramen, die sie in Szene setzen.Eine Biografie der Familie Wagner, beginnend mit Richard Wagners Geburt 1813, endend mit der bevorstehenden Entscheidung über Wolfgang Wagners Nachfolge in Bayreuth, gab es noch nicht. An keiner deutschen Familie kann man so kontinuierlich und so spektakulär die Zeitgeschichte ablesen. Aber nicht nur das, einiges erscheint in neuem Licht. So wurde die Bedeutung von Houston Stewart Chamberlain bisher weitestgehend übersehen. Ausgewogen schreibt Jonathan Carr über den Antisemitismus einzelner Familienmitglieder und die Nähe der Familie zu Hitler. Er hat ausführliche Gespräche mit den Familienmitgliedern geführt und Archive ausgewertet. Er gilt in Fachkreisen als ausgewiesener Wagner-Kenner.


Produktinformation

  • Verlag: Hoffmann Und Campe
  • 2008
  • 3., aktualis. u. überarb. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 495 S. m. Illustr., 31 Fotos auf 16 Taf.
  • Seitenzahl: 495
  • Deutsch
  • Abmessung: 217mm x 149mm x 44mm
  • Gewicht: 768g
  • ISBN-13: 9783455500790
  • ISBN-10: 345550079X
  • Best.Nr.: 23333731
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 15.06.2008

Von der Krankheit, ein Wagner zu sein
Jonathan Carrs Familienbiographie über die Nachkommenschaft Richard Wagners ist grandios

Man kennt, so scheint es, alles über Richard Wagner, der sich stolz und vielleicht auch erschrocken als "den deutschesten aller Deutschen" bezeichnete. Kennt seine Träume, seine Tränen, seine Lieben und Leiden, Pläne und Pleiten. Kennt den Schwärmer und den Schwätzer, den in der Liebe wie in der Freundschaft treulosen Opportunisten und den heißhungrigen Erotomanen, den von Visionen erfüllten Schwärmer und den von Weltekel geplagten mürben Melancholiker, den luxusbedürftigen Revolutionär und das Pumpgenie, den Prediger der Zukunftsmusik und den selbsternannten "Plenipotentarius des Untergangs". Ist Richard Wagner, so fragte der vom Freund zum erbitterten Gegner gewordene Friedrich Nietzsche, "überhaupt ein Mensch, ist er nicht eher eine Krankheit"?

War er womöglich eine ansteckende Krankheit? Gar eine Erbkrankheit? Dies ist der Leitfaden der Familien- und Gesellschaftsbiographie, die der britische Journalist Jonathan Carr auf knapp 500 Seiten vorgelegt hat. Es gibt etliche Familienromane, die vom Geist, vom …

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Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Mit Lob bedenkt Thomas Baltensweiler diese Familiengeschichte der Wagners, die der britische Journalist Jonathan Carr vorgelegt hat. Trotz der Fülle von Publikationen zu diesem Thema hat das umfangreiche Werk für ihn seine Berechtigung. So attestiert er dem Autor zum einen, Familienbiografie in ihrem Bezug auf die Geschichte begreifbar zu machen, zum anderen, familiengeschichtliche Leitmotive herauszuarbeiten, die in Einzelstudien nicht zu finden sind. Ausführlich geht Baltensweiler auf zwei dieser Motive ein, den Kampf um Macht und Geld sowie den Personenkult der Wagners. Außerdem hebt er hervor, dass Carr weder apologetisch noch - bis auf wenige Ausnahmen - moralsierend wird. Positiv äußert er sich auch über die anschauliche und gut lesbare, wenn auch gelegentlich etwas zu pointierte Darstellung.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 23.07.2008

Ich weiß ein wildes Geschlecht
Am Freitag ist wieder Premiere in Bayreuth. Es ist ein deutscher Fortsetzungsroman: Jonathan Carr erzählt die Geschichte des Wagner-Clans
Am 22. Oktober 1927 frühstückt Harry Graf Kessler, der „rote Graf”, bei Elisabeth Förster-Nietzsche. Und sie hat ihm etwas zu erzählen. Sie habe sich „mit Bayreuth ganz ausgesöhnt. Im vorigen Jahr, während der Festspiele hier für Siegfried Wagner, habe zuerst die Gräfin Gravina (Blandine, Tochter aus der ersten Ehe Cosima Wagners mit Hans von Bülow) vorgefühlt und dann die ganze Familie Wagner bei ihr Besuch gemacht; sie habe für sie ein Frühstück gegeben, und bei diesem sei die Versöhnung dann feierlich besiegelt worden, indem sich alle um den Tisch herum die Hände gegeben hätten und sie die ,Sternenfreundschaft‘ ihres Bruders vorgelesen habe.” Und Kessler kommentiert: „So klingt die große, welterschütternde Fehde Richard Wagner – Nietzsche, der ,Fall Wagner‘, am Kaffeetisch aus, niedlich und ganz im Stil der beiderseitigen Epigonen. Damit auch die Hofatmosphäre, die für Bayreuth so bezeichnend ist, nicht fehle, hat die ,Fürstin von Albanien‘ der Szene beigewohnt …

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"Jonathan Carrs Familienbiographie über die Nachkommenschaft Richard Wagners ist grandios." (Jürgen Kesting, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)
Jonathan Carr wurde 1942 in Berkhamsted bei London geboren. Mehr als drei Jahrzehnte war er Auslandskorrespondent der Financial Times, deren Büroleiter in Frankfurt und Bonn er später wurde. Für seine Reportagen aus Deutschland bekam er mehrere Preise. 1985 veröffentlichte er seine anerkannte und erfolgreiche Biografie von Helmut Schmidt. Es folgte unter anderem 1997 eine ebenso gelobte Biografie von Gustav Mahler. Als Wagner-Kenner und -Liebhaber besucht er seit 1970 regelmäßig Bayreuth. Er lebt mit seiner Frau in der Nähe von Bonn.

Leseprobe zu "Der Wagner-Clan" von Jonathan Carr

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Kundenbewertungen zu "Der Wagner-Clan" von "Jonathan Carr"

1 Kundenbewertung (Durchschnitt 4 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** sehr gut)
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Bewertung von Ulrike Wagner aus Hildesheim am 27.10.2008 ***** sehr gut
Interesse an der Geschichte von Richard Wagner und seiner Familie muss man natürlich mitbringen, aber dann kann man das Buch - jedenfalls nach den ersten Kapiteln - nicht mehr aus der Hand legen.

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