Monday'S Ghost - Sophie Hunger

Sophie Hunger 

Monday'S Ghost

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Produktbeschreibung zu Monday'S Ghost

In der Schweiz gilt die in Bern geborene Sängerin und Songschreiberin Sophie Hunger als große Hoffnungsträgerin der einheimischen Musikszene. Mit "Monday's Ghost", ihrem zweiten Soloalbum, stürmte sie in den Schweizer Longplay-Charts bereits auf Platz eins. Dabei handelt es sich bei der nun auch in Deutschland veröffentlichten Songkollektion beileibe nicht um stromlinienförmigen Hitparadenstoff, sondern um ein höchst differenziertes und anspruchsvolles Werk, das sich schwerlich in die üblichen Schubladen einordnen lässt. Sophie Hunger geht es eben nicht um "Durchhörbarkeit", Radiotauglichkeit und die Befriedigung des Massengeschmacks. Wer die Diplomatentochter schon auf der Bühne erlebt hat - wie 2008 auf Deutschlandtour im Vorprogramm der französischen Sängerin Camille - weiß ihre Spontaneität und Impulsivität zu schätzen. Und diese Eigenschaften bringt die 25-Jährige im Verbund mit den Musikern ihrer Live-Band auch im Studio vortrefflich zum Tragen. Sophie Hunger verquickt Singer-Songwriter-Pop mit Elementen aus Folk, Jazz, klassischer Kammermusik, Alternative Rock, Wave und Soul. Sie kann anmutig schön intonieren und hat einen Sinn für gefällige Melodien, lebt aber genauso ihr Faible für abrupte Richtungswechsel hin zu improvisierten, spröden oder sperrigen Passagen aus. Ein gutes Beispiel, wie sie Haken schlägt und damit Spannungsmomente schafft, ist der Titelsong: Eine sanfte, melancholische Pianoballade mit geschmackvoller Querflöten- und Posaunenuntermalung mündet hier in einen punkig-brachialen, hysterischen Stimmausbruch und zappaesk-avantgardistische Kakophonie. "Rise And Fall" fängt an wie eine klassische Klaviersonate. Sophie Hunger singt hier erst barjazzartig bis soulig und wechselt dann, getragen von dramatisch anschwellenden Streichern, zu Lautmalereien, die an osteuropäische Folktraditionen gemahnen. Im Refrain des Stücks nähert sie sich exaltiertem Indiepop an, um nach einem spannendenden Klavier-Vibraphon-Duell unverhofft a-cappella auf Schwyzerdütsch Passagen des "Guggisberglieds" einzustreuen, einer uralten Schweizer Volksweise. Die extrem variable Künstlerin brilliert indes auch in stringenter gehaltenen Songs - so mal mittels atmosphärischem Folkrock ("Birthday") oder auf Hochdeutsch im bewegenden, chansonartigen "Walzer für niemand". In Sophie Hunger ist ein außergewöhnliches Singer/Songwritertalent herangewachsen. Das vorliegende Album hebt sich dank Abenteuerlust, Fantasie, Intelligenz und Leidenschaft auf erfrischend unkonventionelle Art von Kalkül, Langeweile und Belanglosigkeit vieler herkömmmlicher Reißbrettproduktionen ab. Frank Medwedeff
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Produktinformation


  • Hersteller: Universal Music
  • EAN: 0600753149522
  • Best.Nr.: 25974184
  • Artikeltyp: Musik
  • Anzahl: 1
  • Datenträger: CD
  • Erscheinungstermin: 27.02.2009
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 14.03.2009

Der emotionale Mehrwert

Sie verstehe nicht viel von Musik, offenbarte Sophie Hunger unlängst: "Ich kann kaum Gitarre spielen. Gleiches gilt für mein Pianospiel, das Singen habe ich nie gelernt." Das mag kokett erscheinen angesichts der Tatsache, dass die fünfundzwanzigjährige Schweizer Sängerin in ihrer Heimat mit dem Album "Monday's Ghost" die Hitparade anführt und hofiert wird vom Feuilleton ebenso wie von Kollegen, etwa dem Jazztrompeter Erik Truffaz oder der Industrialband The Young Gods oder dem Rock-Chansonnier Stephan Eicher, der auf ihrem neuesten Album einen Gastauftritt hat ("Monday's Ghost" Two Gentle Men/EmArcy 5706153 im Vertrieb von Universal). Im Kern aber trifft Hungers Aussage zu: Gerade der Schuss Dilettantismus verleiht ihren Folksongs einen emotionalen Mehrwert, der allzu oft unter brillanter, doch im Handwerk verharrender Virtuosität verloren geht.

Wie kann man diese Musik also beschreiben? Man könnte von ihren Bestandteilen reden: Independentrock, atmosphärischer Jazz und balladesker Soul. Oder auf seelenverwandte Schamanen-Sängerinnen wie Feist oder Cat Power verweisen. Oder man könnte ganz nüchtern den Vortragsstil …

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Inhaltsangabe

From the contents:
1. Shape 03:33
2. The Boat Is Full 03:00
3. Beauty Above All 02:41
4. Walzer Für Niemand 02:27
5. Birth-Day 03:21
6. Sophie Hunger Blues 05:18
7. Round And Round 03:31
8. The Tourist 04:14
9. Teenage Spirit 03:46
10. A Protest Song 03:22
11. Monday's Ghost 04:55
12. Rise And Fall 05:42
13. Drainpipes 03:38
14. House Of Gods

Trackliste zu "Monday'S Ghost" von Sophie Hunger


CD
1 Shape
2 The Boat Is Full
3 Beauty Above All
4 Walzer Für Niemand
5 Birth-Day
6 Sophie Hunger Blues
7 Round And Round
8 The Tourist
9 Teenage Spirit
10 A Protest Song
11 Monday's Ghost
12 Rise And Fall
13 Drainpipes
14 House Of Gods

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  • Hersteller: Universal Music
  • EAN: 0600753149522
  • Best.Nr.: 25974184
  • Artikeltyp: Musik
  • Anzahl: 1
  • Datenträger: CD
  • Erscheinungstermin: 27.02.2009

Produktbeschreibung zu "Monday'S Ghost"

Kurzbeschreibung

In der Schweiz gilt die in Bern geborene Sängerin und Songschreiberin Sophie Hunger als große Hoffnungsträgerin der einheimischen Musikszene. Mit "Monday's Ghost", ihrem zweiten Soloalbum, stürmte sie in den Schweizer Longplay-Charts bereits auf Platz eins. Dabei handelt es sich bei der nun auch in Deutschland veröffentlichten Songkollektion beileibe nicht um stromlinienförmigen Hitparadenstoff, sondern um ein höchst differenziertes und anspruchsvolles Werk, das sich schwerlich in die üblichen Schubladen einordnen lässt. Sophie Hunger geht es eben nicht um "Durchhörbarkeit", Radiotauglichkeit und die Befriedigung des Massengeschmacks. Wer die Diplomatentochter schon auf der Bühne erlebt hat - wie 2008 auf Deutschlandtour im Vorprogramm der französischen Sängerin Camille - weiß ihre Spontaneität und Impulsivität zu schätzen. Und diese Eigenschaften bringt die 25-Jährige im Verbund mit den Musikern ihrer Live-Band auch im Studio vortrefflich zum Tragen. Sophie Hunger verquickt Singer-Songwriter-Pop mit Elementen aus Folk, Jazz, klassischer Kammermusik, Alternative Rock, Wave und Soul. Sie kann anmutig schön intonieren und hat einen Sinn für gefällige Melodien, lebt aber genauso ihr Faible für abrupte Richtungswechsel hin zu improvisierten, spröden oder sperrigen Passagen aus. Ein gutes Beispiel, wie sie Haken schlägt und damit Spannungsmomente schafft, ist der Titelsong: Eine sanfte, melancholische Pianoballade mit geschmackvoller Querflöten- und Posaunenuntermalung mündet hier in einen punkig-brachialen, hysterischen Stimmausbruch und zappaesk-avantgardistische Kakophonie. "Rise And Fall" fängt an wie eine klassische Klaviersonate. Sophie Hunger singt hier erst barjazzartig bis soulig und wechselt dann, getragen von dramatisch anschwellenden Streichern, zu Lautmalereien, die an osteuropäische Folktraditionen gemahnen. Im Refrain des Stücks nähert sie sich exaltiertem Indiepop an, um nach einem spannendenden Klavier-Vibraphon-Duell unverhofft a-cappella auf Schwyzerdütsch Passagen des "Guggisberglieds" einzustreuen, einer uralten Schweizer Volksweise. Die extrem variable Künstlerin brilliert indes auch in stringenter gehaltenen Songs - so mal mittels atmosphärischem Folkrock ("Birthday") oder auf Hochdeutsch im bewegenden, chansonartigen "Walzer für niemand". In Sophie Hunger ist ein außergewöhnliches Singer/Songwritertalent herangewachsen. Das vorliegende Album hebt sich dank Abenteuerlust, Fantasie, Intelligenz und Leidenschaft auf erfrischend unkonventionelle Art von Kalkül, Langeweile und Belanglosigkeit vieler herkömmmlicher Reißbrettproduktionen ab. Frank Medwedeff
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Inhaltsangabe

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1. Shape 03:33
2. The Boat Is Full 03:00
3. Beauty Above All 02:41
4. Walzer Für Niemand 02:27
5. Birth-Day 03:21
6. Sophie Hunger Blues 05:18
7. Round And Round 03:31
8. The Tourist 04:14
9. Teenage Spirit 03:46
10. A Protest Song 03:22
11. Monday's Ghost 04:55
12. Rise And Fall 05:42
13. Drainpipes 03:38
14. House Of Gods

14.03.2009

Der emotionale Mehrwert

Sie verstehe nicht viel von Musik, offenbarte Sophie Hunger unlängst: "Ich kann kaum Gitarre spielen. Gleiches gilt für mein Pianospiel, das Singen habe ich nie gelernt." Das mag kokett erscheinen angesichts der Tatsache, dass die fünfundzwanzigjährige Schweizer Sängerin in ihrer Heimat mit dem Album "Monday's Ghost" die Hitparade anführt und hofiert wird vom Feuilleton ebenso wie von Kollegen, etwa dem Jazztrompeter Erik Truffaz oder der Industrialband The Young Gods oder dem Rock-Chansonnier Stephan Eicher, der auf ihrem neuesten Album einen Gastauftritt hat ("Monday's Ghost" Two Gentle Men/EmArcy 5706153 im Vertrieb von Universal). Im Kern aber trifft Hungers Aussage zu: Gerade der Schuss Dilettantismus verleiht ihren Folksongs einen emotionalen Mehrwert, der allzu oft unter brillanter, doch im Handwerk verharrender Virtuosität verloren geht.

Wie kann man diese Musik also beschreiben? Man könnte von ihren Bestandteilen reden: Independentrock, atmosphärischer Jazz und balladesker Soul. Oder auf seelenverwandte Schamanen-Sängerinnen wie Feist oder Cat Power verweisen. Oder man könnte ganz nüchtern den Vortragsstil …

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