Rationalisierte Fertigungsprozesse, standardisiertes Planen sowie
die Verwendung industriell gefertigter Bauteile: Die Architektur
der Moderne scheint ihrem Wesen nach gegenüber Baudenkmalen älterer
Epochen grundsätzliche Unterschiede aufzuweisen. In dem von der
Wüstenrot Stiftung herausgegebenen Buch "Gepflegte Moderne in
Deutschland" wird in zahlreichen Beiträgen den konstruktiven,
künstlerischen und historischen Besonderheiten von Bauten der
Moderne nachgegangen, um daraus die Grundsätze für einen
angemessenen Umgang - für eine Pflege der Moderne - zu entwickeln.
Am Beispiel von achtzehn ausgewählten Bauten, die in der Zeit von
1911 bis in die 1960er Jahre gebaut wurden, werden die genannten
Probleme und deren gelungene Lösungen durch die konkrete,
anschauliche Darstellung nachvollziehbar gemacht.
Ausstattung/Bilder: 2011. 304 S. m. zahlr. Abb. u. Pln.
Seitenzahl: 304
Best.Nr. des Verlages: 1534, 978-3-7828-1534-5
Deutsch
Abmessung: 298mm x 248mm x 29mm
Gewicht: 1880g
ISBN-13: 9783782815345
ISBN-10: 3782815343
Best.Nr.: 27008812
Das Buch, das sich sowohl an Fachleute aus den Bereichen Denkmalpflege und Architektur als auch an interessierte Laien richtet, macht am Beispiel von achtzehn ausgewählten Bauten die genannten Probleme und deren gelungene Lösungen durch die konkrete, anschauliche Darstellung nachvollziehbar. Die Bauten zeigen die Vielfalt der denkmalpflegerischen Fragestellungen unter Berücksichtigung regionaler Unterschiede und verschiedener Gebäudetypen auf. Das zeitliche Spektrum reicht von 1911 bis in die 1960er Jahre und belegt auf diese Weise auch die wachsende Bedeutung der Nachkriegsmoderne in der denkmalpflegerischen Praxis. Dokumentiert werden unter anderem das Bauhausgebäude in Dessau, das Einsteinhaus in Caputh, die Kongresshalle in Berlin, die Häuser Lange und Esters in Krefeld, das Haus Schminke in Löbau, der Kanzlerbungalow in Bonn, die Bundesschule des ADGB in Bernau, das Fagus-Werk in Alfeld, das Meisterhaus Muche/Schlemmer in Dessau, die Fatimakirche in Kassel, die Villa Reemtsma in Hamburg, der Einsteinturm in Potsdam und das Doppelhaus von Le Corbusier und Pierre Jeanneret in der Weißenhofsiedlung in Stuttgart.
Andreas Schwarting, geb. 1966, studierte Architektur in Karlsruhe und arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei den deutschen Ausgrabungen in Pergamon, für die Stiftung Bauhaus Dessau und an der Technischen Universität Dresden, dort Promotion zum Dr. Ing., z.Z. Gastprofessor am Lehrstuhl für Baugeschichte der TU Cottbus.
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