Kritik der praktischen Vernunft - Kant, Immanuel
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Immanuel Kant 

Kritik der praktischen Vernunft

Mit e. Einl., Sachanm. u. e. Bibliographie v. Heiner F. Klemme

Hrsg. v. Horst D. Brandt u. Heiner F. Klemme
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Produktbeschreibung zu Kritik der praktischen Vernunft

Kants "Kritik der praktischen Vernunft" hat bis auf den heutigen Tag den Rang eines herausragenden Grundwerks zur Begründung einer rational begründeten und damit allgemein verbindlichen Ethik.

In der "Kritik der praktischen Vernunft" (1787) begründet Kant seinen wohl bekanntesten Lehrsatz, den Kategorischen Imperativ: "Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne". Das Bewußtsein dieses Grundgesetzes der praktischen Vernunft ist nach Kant ein "Faktum der reinen Vernunft", dem sich niemand verschließen kann, und in diesem Faktum sieht er den - nicht weiter herleitbaren und keiner weiteren Herleitung bedürftigen - Beweisgrund der Wirklichkeit unserer Freiheit, den die "Kritik der reinen Vernunft" auf dem Felde der theoretischen Vernunft zwar fordern, aber nicht beibringen konnte.

Neben den Schriften David Humes, der sich um eine empirische Begründung allgemeingültiger ethischer Grundsätze bemühte, gilt Kants Ansatz eines rein rational begründeten für jedermann verbindlichen Moralgesetzes bis auf den heutigen Tag als ein starkes und maßgebliches Argument für die Grundlegung einer rationalen Kriterien genügenden und daher allgemein verbindlichen Ethik.

Diese Neuausgabe des Textes hält sich strikt an die Fassung der ersten Ausgabe von 1787, d.h. Lautstand, Diktion und die - typisch Kantische - Interpunktion des Originals werden auch dort bewahrt, wo sie heutigen Regeln nicht mehr entsprechen. Lediglich veraltete orthographische Schreibungen und offensichtliche Fehler in der Interpunktion wurden korrigiert, da sie die Lesbarkeit des Textes unnötig erschweren. Lesarten und Korrekturvorschläge späterer Ausgaben sowie die Eintragungen in Kants Handexemplar wurden berücksichtigt oder angemerkt, soweit sie nach dem Stand der neueren Kantforschung noch Beachtung verdienen, und im kritischen Apparat ausgewiesen. Die Einleitung gibt Auskunft über die Entstehung und die Verortung der Schrift in Kants Gesamtwerk und ihre Rezeption, Sachanmerkungen, Register und eine ausführliche Bibliographie geben weitere Hilfen zur Erschließung der Bedeutung des Werkes.

Produktinformation


  • Verlag: Meiner
  • 2003
  • Neuausg.
  • Ausstattung/Bilder: 2003. LXV, 277 S.
  • Seitenzahl: 278
  • Philosophische Bibliothek Bd.506
  • Deutsch
  • Abmessung: 189mm x 123mm x 20mm
  • Gewicht: 300g
  • ISBN-13: 9783787316502
  • ISBN-10: 3787316507
  • Best.Nr.: 11624164
Immanuel Kant, 1724-1804, ist hauptsächlich durch seine erkenntnistheoretischen philosophischen Werke wie z.B. 'Kritik der reinen Vernunft' (1781) bekannt geworden und gilt als Begründer der klassischen deutschen Philosophie. Die naturwissenschaftlichen Arbeiten Kants entstanden vorwiegend in seiner frühen Schaffensperiode. Seine bedeutendste Leistung auf dem Gebiet der Naturwissenschaften ist die Kosmogonie, die 1755 zum ersten Mal erschien.

Leseprobe zu "Kritik der praktischen Vernunft" von Immanuel Kant

Sachanmerkungen (S. 219-220)

Von Heiner F. Klemme

3, 2 Warum diese Kritik] In der Vorrede zur Grundlegung zur Metaphysik der Sitten (1785) schrieb Kant noch: ImVorsatze nun, eine Metaphysik der Sitten dereinst zu liefern, lasse ich diese Grundlegung vorangehen. Zwar giebt es eigentlich keine andere Grundlage derselben, als die Kritik einer reinen praktischenVernunft, so wie zur Metaphysik die schon gelieferte Kritik der reinen speculativen Vernunft. Allein theils ist jene nicht von so erster Nothwendigkeit als diese, weil die menschliche Vernunft im Moralischen selbst beim gemeinsten Verstande leicht zu großer Richtigkeit und Ausführlichkeit gebracht werden kann, da sie hingegen im theoretischen, aber reinen Gebrauch ganz und gar dialektisch ist: theils erfordere ich zur Kritik einer reinen praktischen Vernunft, dass, wenn sie vollendet sein soll, ihre Einheit mit der speculativen in einem gemeinschaftlichen Princip zugleich m¡sse dargestellt werden können, weil es doch am Ende nur eine und dieselbe Vernunft sein kann, die bloß in der Anwendung unterschieden sein muß (IV 391, vgl. 446) In der Allgemeinen Literatur-Zeitung, 21. November, Jena, Nr. 278, Sp. 359, (abgedruckt in: Landau, A. [Hrsg.], Rezensionen zur Kantischen Philosophie 1781-87, Bebra 1991, 471- 472) wird 1786 entspre - chend angekindigt, daß die zweite Auflage der Kritik der reinen Vernunft eine Kritik der reinen praktischen Vernunftß enthalten soll (siehe die "Einleitung" in der vorliegenden Ausgabe).

4,26 Damit man hier nicht Inkonsequenzen] Siehe auch die anonym in denTübingische(n) gelehrte(n) Anzeigen, 14. Stück, 16. Februar 1786, 105-112 (abgedruckt in: Landau [Hrsg.] 1991, 277- 283) erschienene Rezension der Grundlegung von Johann Friedrich Flatt, der ausführt: Ware die Schrift, die wir vor uns haben, um ein paar Jahrhunderte lter: so würden wir der Versuchung kaumwiderstehen können, an der Authentie einer von den angeführten Stellen zu zweifeln. Aber da dieser Zweifel im gegenwrtigen Fall ganz wegfllt, so bleibt uns nichts übrig als daß wir die Inconsequenzen und Paralogismen, auf die wir stießen, für Antinomien der Kantischen Vernunft halten. (1786, 108-109, Landau [Hrsg.] 1991, 281)

Auf den Freiheitsbegriff geht Flatt nur kurz ein: über Hr K. Idee von der Freyheit, die uns noch problematisch zu seyn scheinet, uns auszulaßen gestattet uns der Raum unserer Bltter nicht. Aber Eine Bemerckung, die sich auf die Verbindung der K. Metaphysik der Sitten mit der natürlichen Theologie bezieht, können wir nicht wohl vorbeygehen. Hr K. will (wie aus seiner Kritik der reinenVernunft bekannt ist) die Moral zur Grundlage der natürlichen Theologie machen, Und doch spricht er schon in der Metaphysik der Sitten (S. 4. 7. u.s.w.) von Zwecken und vonWeisheit der Natur, gerade als ob man diese ganz unabhngig vom Theismus annehmen könnte.

Eben so wenig wissen wir uns zu erklren, wie er (S. 33.) der reinenVorstellung von Pflicht einen so mächtigen Einfluß auf das menschliche Herz zuschreiben kan, da er doch (S. 813. der Kritik der reinenVernunft) bey der Ableitung der natürlichen Theologie von der Moral die als einen Hauptgrund gebraucht, daß ohne einen Gott und eine für uns jezt nicht sichtbare, aber gehofte,Welt die herrliche Ideen der Sittlichkeit zwar Gegenstände des Beyfalls und der Bewunderung, aber nicht Triebfedern des Vorsazes und der Ausübung seyen.

Leseprobe zu "Kritik der praktischen Vernunft"

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Kundenbewertungen zu "Kritik der praktischen Vernunft" von "Immanuel Kant"

Durchschnittliche Kundenbewertung 4 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** sehr gut
(aus 1 Bewertung)

Bewertung von Tom aus Karlsruhe am 06.01.2005 ***** sehr gut
Wie soll ich leben und handeln? - Ein wundervolles, aber schwierig zu lesendes Buch.
Um das korrekte moralische Handeln zu fassen, definiert Kant die Formel des "kategorischen Imperativs". Danach soll der Mensch so lebe, dass all sein Handeln auch von anderen Menschen getan werden kann, ohne dadurch die Menschheit zu schädigen. Er drückt den kategorischen Imperatv so aus: "Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne."
Als Maxime versteht sich hier ein Grundsatz, der nur für das Individuum gilt und nicht für die Allgemeinheit.
Ein Imperativ ist ein Gebot. Demnach ist ein katergorischer Imperativ ein unbedingt sittliches Gebot, dem man verpflichtend gehorchen muss.
Menschen, die nach dem kategorischen Imperativ handeln sind frei. Die Autonomie des Willens ist Ausdruck der Freiheit. Diese Freiheit unterscheidet sie von allen anderen Geschöpfen.
Der Mensch ist verantwortlich für sich und sein Handeln!
Ein stets aktuelle Schlussfolgerung, die ernüchternd und mutspendender nicht sein kann.

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