Stabat Mater - Scarpa, Tiziano

Tiziano Scarpa 

Stabat Mater

Roman. Ausgezeichnet mit dem Premio Strega 2009

Aus d. Italien. v. Olaf M. Roth
Gebundenes Buch
 
Nachdruck / -produktion noch nicht erschienen
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
17 ebmiles sammeln
EUR 16,90
Bald lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Empfehlen


Produktbeschreibung zu Stabat Mater

Die Geschichte eines Waisenmädchens in Venedig: Cecilia spielt virtuos die von Vivaldi für sie komponierten Stücke. Sogar das Frühlingszwitschern einer Schwalbe kann sie auf der Geige nachahmen - doch was nützt das, da sie nicht weiß, wer sie selber ist.
Venedig im 18. Jahrhundert. Im Ospedale della Pietà, einem Kloster und Waisenhaus, können Neugeborene abgelegt werden, deren Mütter unerkannt bleiben wollen. So ergeht es einem kleinen Mädchen namens Cecilia. Sie wächst heran und spielt Violine im Orchester des Waisenhauses, das unter den Italienreisenden der Zeit berühmt ist. Als Cecilia etwa fünfzehn Jahre alt ist, beginnt sie, nach ihrer Mutter, ihrer Herkunft und Identität zu fragen. Nachts durchstreift sie ruhelos die verstecktesten Winkel des Klosters, schreibt Briefe an die unbekannte Mutter und kommt dabei verstörenden Geheimnissen auf die Spur. Ihr Leben ändert sich, als ein neuer Violinlehrer im Waisenhaus eintrifft. Es ist der Komponist Antonio Vivaldi. Er erkennt Cecilias großes Talent, komponiert Sonaten für sie und verspricht, eine gefeierte Musikerin aus ihr zu machen. Sie wird zur Konkurrentin des Meisters. Aber Cecilia entzieht sich und wählt einen anderen Weg: ihren eigenen.

Produktinformation


  • Verlag: Wagenbach
  • 2009
  • 2. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 137 S.
  • Seitenzahl: 137
  • Quartbuch
  • Deutsch
  • Abmessung: 222mm x 144mm x 18mm
  • Gewicht: 292g
  • ISBN-13: 9783803132253
  • ISBN-10: 3803132258
  • Best.Nr.: 26239002
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 31.08.2009

Die Musik ist aus Frauen gemacht
Aber die Mutter fehlt. In „Stabat Mater” schreibt Tiziano Scarpa über Weiblichkeit, das 18. Jahrhundert und gewinnt dabei Antonio Vivaldi neue Facetten ab
Lange Zeit wusste Cecilia nicht, was eine Mutter ist. Von Nonnen erzogen und unterrichtet, wuchs sie unter lauter elternlosen Mädchen auf. Erst als sie eines Nachts mit fünf Jahren in der Latrine des weitläufigen Klosters einem Wimmern nachspürte und dort eine junge Frau entdeckte, die unter Qualen ein kleines Wesen aus sich herauspresste, ahnte sie, dass auch sie auf diese Weise zur Welt gekommen sein musste. Das Bild der gebärenden Frau inmitten der Fäkalien war voller Schrecken.
Tiziano Scarpa ist ein Schriftsteller, der sich auf Effekte versteht. Immer wieder wird seine Heldin und Ich-Erzählerin Cecilia von der Zwangsvorstellung eines greinenden Exkrements mit blitzenden Augen heimgesucht: Notdurft und Geburt sind für die mittlerweile Fünfzehnjährige ein und dasselbe. Die drastische Szene steht in einem eigentümlichen Spannungsverhältnis zum Schauplatz des Romans. Scarpas schmaler Band „Stabat mater”, in diesem Sommer mit dem renommiertesten italienischen …

Weiter lesen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Für Niklas Bender ist Tiziano Scarpas Roman über Vivaldi und das Waisenmädchen Cecilia, das der Komponist zur Geigenvirtuosin machen will, augenscheinlich ein überaus mitreißendes Lektüreerlebnis gewesen. Die sonst vom italienischen Autor gewohnte schnoddrige Tonlage ist, insbesondere wenn aus Cecilias Sicht berichtet wird, in diesem Roman von "existentieller Not" und der Auseinandersetzung mit dem Tod geprägt, was nicht immer leicht zu lesen sei, wie der Rezensent einräumt. Wenn aber im zweiten Teil mit Vivaldis Auftreten als Komponist und Dirigent des Waisenhauses die Musik Cecilia ergreift, bleibt Bender nicht unberührt und fühlt sich tief hineingezogen in den Konflikt zwischen Kunst und Leben, den das Mädchen für sich entscheiden muss, wie er verrät. Das geht nicht immer völlig pathosfrei über die Bühne, gibt der Rezensent zu, alles in allem aber zeigt er sich von der "atemlosen Beiläufigkeit", mit der Scarpa diese Entscheidung inszeniert, völlig begeistert.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 15.07.2010

Die blutige Saite
Gefangenschaft ist der Preis: Tiziano Scarpas Vivaldi-Roman "Stabat mater"

Eine Stadt der Sinnesfreuden muss wissen, wo sie ihre unehelichen Kinder unterbringt: In Venedig gab es vier "ospedali" für verwaiste, kranke und unerwünschte Kinder. Die Serenissima hat daraus Kunst und Kapital geschlagen. Im siebzehnten Jahrhundert erlangten diese Institutionen Ruhm, weil sie ihre weiblichen Zöglinge zu hervorragenden Musikantinnen und Sängerinnen ausbildeten. Im Ospedale Santa Maria della Pietà, dem ältesten Waisenhaus, komponiert und dirigiert Antonio Vivaldi von 1703 und trifft dort das sechzehnjährige Violintalent Cecilia. So jedenfalls erzählt es Tiziano Scarpa in seinem Roman "Stabat mater", der mit dem wichtigsten italienischen Literaturpreis, dem Premio Strega, ausgezeichnet wurde.

Scarpa erzählt schwierige Monate in Cecilias Leben aus ihrer Sicht. Das Mädchen wird zur Frau und stellt sich Fragen zu Identität und Einsamkeit, Liebe und Tod, situationsbedingt in zugespitzter Weise: Schließlich kennt Cecilia ihre Mutter nicht; auf die Bedeutung dieser Leerstelle spielt der Titel an, wenn der Roman auch von einer …

Weiter lesen
Tiziano Scarpa wurde 1963 in Venedig geboren und lebt heute als freier Autor und Journalist in Mailand und Venedig. Seine Bücher wurden in mehrere Sprachen, unter anderem ins Englische, Französische, Spanische und Chinesische, übersetzt.

Andere Kunden interessierten sich auch für

4 Marktplatz-Angebote für "Stabat Mater" ab EUR 6,95

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
6,95 2,00 offene Rechnung A43 Kulturgut GmbH 100,0% ansehen
7,95 2,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) Davids Antiquariat + catch-a-book 99,6% ansehen
Schutzumschlag minim. Randläsuren, sonst 9,00 1,50 Banküberweisung, offene Rechnung Bücherquelle - Versandantiquariat 100,0% ansehen
deutliche Gebrauchsspuren 10,00 1,10 Banküberweisung Mirabelle-buch 100,0% ansehen

Mehr von

Mehr zum Thema

Artikelseite zu "Stabat Mater" Drucken

Tiziano Scarpa 

Stabat Mater

Stabat Mater - Scarpa, Tiziano

Roman. Ausgezeichnet mit dem Premio Strega 2009

Aus d. Italien. v. Olaf M. Roth

  • Einband: Gebunden
  • Gebundenes Buch 
 
  • EUR 16,90
  • Alle Preise inkl. MwSt.
  • 17 Webmiles sammeln
  • bald lieferbar
  • Nachdruck / -produktion noch nicht erschienen

Andere Ausgaben:
Produktinformation
  • Verlag: Wagenbach
  • 2009
  • 2. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 137 S.
  • Seitenzahl: 137
  • Quartbuch
  • Deutsch
  • Abmessung: 222mm x 144mm x 18mm
  • Gewicht: 292g
  • ISBN-13: 9783803132253
  • ISBN-10: 3803132258
  • Best.Nr.: 26239002

Produktbeschreibung zu "Stabat Mater"

Beschreibung

Die Geschichte eines Waisenmädchens in Venedig: Cecilia spielt virtuos die von Vivaldi für sie komponierten Stücke. Sogar das Frühlingszwitschern einer Schwalbe kann sie auf der Geige nachahmen - doch was nützt das, da sie nicht weiß, wer sie selber ist.
Venedig im 18. Jahrhundert. Im Ospedale della Pietà, einem Kloster und Waisenhaus, können Neugeborene abgelegt werden, deren Mütter unerkannt bleiben wollen. So ergeht es einem kleinen Mädchen namens Cecilia. Sie wächst heran und spielt Violine im Orchester des Waisenhauses, das unter den Italienreisenden der Zeit berühmt ist. Als Cecilia etwa fünfzehn Jahre alt ist, beginnt sie, nach ihrer Mutter, ihrer Herkunft und Identität zu fragen. Nachts durchstreift sie ruhelos die verstecktesten Winkel des Klosters, schreibt Briefe an die unbekannte Mutter und kommt dabei verstörenden Geheimnissen auf die Spur. Ihr Leben ändert sich, als ein neuer Violinlehrer im Waisenhaus eintrifft. Es ist der Komponist Antonio Vivaldi. Er erkennt Cecilias großes Talent, komponiert Sonaten für sie und verspricht, eine gefeierte Musikerin aus ihr zu machen. Sie wird zur Konkurrentin des Meisters. Aber Cecilia entzieht sich und wählt einen anderen Weg: ihren eigenen.

15.07.2010

Die blutige Saite
Gefangenschaft ist der Preis: Tiziano Scarpas Vivaldi-Roman "Stabat mater"

Eine Stadt der Sinnesfreuden muss wissen, wo sie ihre unehelichen Kinder unterbringt: In Venedig gab es vier "ospedali" für verwaiste, kranke und unerwünschte Kinder. Die Serenissima hat daraus Kunst und Kapital geschlagen. Im siebzehnten Jahrhundert erlangten diese Institutionen Ruhm, weil sie ihre weiblichen Zöglinge zu hervorragenden Musikantinnen und Sängerinnen ausbildeten. Im Ospedale Santa Maria della Pietà, dem ältesten Waisenhaus, komponiert und dirigiert Antonio Vivaldi von 1703 und trifft dort das sechzehnjährige Violintalent Cecilia. So jedenfalls erzählt es Tiziano Scarpa in seinem Roman "Stabat mater", der mit dem wichtigsten italienischen Literaturpreis, dem Premio Strega, ausgezeichnet wurde.

Scarpa erzählt schwierige Monate in Cecilias Leben aus ihrer Sicht. Das Mädchen wird zur Frau und stellt sich Fragen zu Identität und Einsamkeit, Liebe und Tod, situationsbedingt in zugespitzter Weise: Schließlich kennt Cecilia ihre Mutter nicht; auf die Bedeutung dieser Leerstelle spielt der Titel an, wenn der Roman auch von einer …

mehr

31.08.2009

Die Musik ist aus Frauen gemacht
Aber die Mutter fehlt. In „Stabat Mater” schreibt Tiziano Scarpa über Weiblichkeit, das 18. Jahrhundert und gewinnt dabei Antonio Vivaldi neue Facetten ab
Lange Zeit wusste Cecilia nicht, was eine Mutter ist. Von Nonnen erzogen und unterrichtet, wuchs sie unter lauter elternlosen Mädchen auf. Erst als sie eines Nachts mit fünf Jahren in der Latrine des weitläufigen Klosters einem Wimmern nachspürte und dort eine junge Frau entdeckte, die unter Qualen ein kleines Wesen aus sich herauspresste, ahnte sie, dass auch sie auf diese Weise zur Welt gekommen sein musste. Das Bild der gebärenden Frau inmitten der Fäkalien war voller Schrecken.
Tiziano Scarpa ist ein Schriftsteller, der sich auf Effekte versteht. Immer wieder wird seine Heldin und Ich-Erzählerin Cecilia von der Zwangsvorstellung eines greinenden Exkrements mit blitzenden Augen heimgesucht: Notdurft und Geburt sind für die mittlerweile Fünfzehnjährige ein und dasselbe. Die drastische Szene steht in einem eigentümlichen Spannungsverhältnis zum Schauplatz des Romans. Scarpas schmaler Band „Stabat mater”, in diesem Sommer mit dem renommiertesten …

mehr

Perlentaucher-Notiz zur FAZ-Rezension

15.07.2010

Für Niklas Bender ist Tiziano Scarpas Roman über Vivaldi und das Waisenmädchen Cecilia, das der Komponist zur Geigenvirtuosin machen will, augenscheinlich ein überaus mitreißendes Lektüreerlebnis gewesen. Die sonst vom italienischen Autor gewohnte schnoddrige Tonlage ist, insbesondere wenn aus Cecilias Sicht berichtet wird, in diesem Roman von "existentieller Not" und der Auseinandersetzung mit dem Tod geprägt, was nicht immer leicht zu lesen sei, wie der Rezensent einräumt. Wenn aber im zweiten Teil mit Vivaldis Auftreten als Komponist und Dirigent des Waisenhauses die Musik Cecilia ergreift, bleibt Bender nicht unberührt und fühlt sich tief hineingezogen in den Konflikt zwischen Kunst und Leben, den das Mädchen für sich entscheiden muss, wie er verrät. Das geht nicht immer völlig pathosfrei über die Bühne, gibt der Rezensent zu, alles in allem aber zeigt er sich von der "atemlosen Beiläufigkeit", mit der Scarpa diese Entscheidung inszeniert, völlig begeistert.

© Perlentaucher Medien GmbH

Autorenporträt zu "Tiziano Scarpa"

Tiziano Scarpa wurde 1963 in Venedig geboren und lebt heute als freier Autor und Journalist in Mailand und Venedig. Seine Bücher wurden in mehrere Sprachen, unter anderem ins Englische, Französische, Spanische und Chinesische, übersetzt.

4 Marktplatz-Angebote für "Stabat Mater" ab EUR 6,95
Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
6,95 2,00 offene Rechnung A43 Kulturgut GmbH 100,0% ansehen
7,95 2,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) Davids Antiquariat + catch-a-book 99,6% ansehen
Schutzumschlag minim. Randläsuren, sonst 9,00 1,50 Banküberweisung, offene Rechnung Bücherquelle - Versandantiquariat 100,0% ansehen
deutliche Gebrauchsspuren 10,00 1,10 Banküberweisung Mirabelle-buch 100,0% ansehen

nach oben

BelletristikHistorische RomaneOrte & LänderEuropaItalienFlorenzMailandNeapelRom (Stadt)SizilienTurinVenedig