Die kalabrische Hochzeit - Amann, Jürg

Jürg Amann 

Die kalabrische Hochzeit

Roman

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Produktbeschreibung zu Die kalabrische Hochzeit

Ein Meister der virtuosen Beschränkung auf die genaue Beschreibung.
Marcel Reich-Ranicki über Jürg Amann

Bologna, Venedig, Triest, das sind die Orte, an denen sich die große Liebe zwi-schen Emma und Lorenzo ereignet. In Kalabrien, in Calopezzati, kommt sie zu ihrer Vollendung.
Dahin ist Emma jetzt unterwegs, im Zug, den Golf von Taranto hinab, nach Sü-den. Ihren Ehemann Carlo und ihre Tochter lässt sie zurück. Und während sie fährt, ins Herkunftsdorf des Geliebten, fährt ihre Vergangenheit mit: Die amour fou mit dem ihr so ganz fremden Mann aus dem Süden. Das vorläufige Ende. Das plötzliche Wiederaufflammen nach zehn Jahren der Stille, aus dem Nichts, mitten in ihre Ehe hinein, stärker denn je. Die heimlichen Treffen in Venedig, auf halbem Weg zwischen Triest und Bologna, wo ihre getrennten Leben sich abspielen. Das ständige Hin- und Hergerissensein zwischen Gefühl und Verantwortung gegenüber ihrer Familie. Wie geht das, die andern nicht verraten und sich selbst nicht? Wie geht das, die Liebe?
Und plötzlich ist wieder Stille. Kein Zeichen mehr vom Geliebten. Bis schließlich der Anruf kommt, der alles verändert
Ein hinreißender Roman über eine Leidenschaft und eine Zerrissenheit, die wohl nur durch Liebe hervorgerufen werden kann. Jürg Amann nimmt uns mit auf eine emotionale Reise, die noch lange nach der Lektüre weiterwirkt.

Produktinformation


  • Verlag: Arche Verlag
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 126 S.
  • Seitenzahl: 126
  • Deutsch
  • Abmessung: 198mm x 126mm x 15mm
  • Gewicht: 198g
  • ISBN-13: 9783716026151
  • ISBN-10: 3716026158
  • Best.Nr.: 26359375

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Jürg Amanns schmaler Roman "Die kalabrische Hochzeit" hat Rezensentin Sibylle Birrer nicht wirklich überzeugt. Zu Beginn noch scheint ihr die unruhige Stimmung der Hauptfigur Emma, die mit dem Zug nach Kalabrien fährt und ihre Ehe mit Carlo sowie ihre Affäre mit Lorenzo gedanklich Revue passieren lässt, sprachlich gut gefasst. Allerdings gelingt es dem Autor zu ihrem Bedauern im Verlauf des Romans immer weniger, die Gefühle der Protagonistin erlebbar zu machen. Sie hält ihm vor, der Wirkung seiner Worte nicht wirklich zu trauen, daher zu dick aufzutragen und immer wieder "verkopfte, aber zugleich plakative Analysen" hinterher zu schicken. Dies führt in ihren Augen dazu, dass jeder "dionysischer Funke zwischen den Zeilen" erstickt wird. Damit wirkt das "spannungsgeladene Dreieck" zwischen Emma, Carlo und Lorenzo auf Birrer letztlich wie eine "bloße Konstruktionsskizze am Reißbrett".

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 03.12.2009

Eros auf rostigen Gleisen

Wenn sich bei gleichzeitigem Wunsch nach Sicherheit Abgründe der Leidenschaft auftun, ist ein Happy End ausgeschlossen: Der Schweizer Jürg Amann erforscht ein Land und seine Liebe.

Die Geschichte beginnt einfach: Emma, um die vierzig und Lehrerin in Norditalien, reist im Zug nach Kalabrien und erinnert sich an ihre Vergangenheit und die Liebe. Wenige Seiten der Lektüre von Jürg Amanns Roman "Die kalabrische Hochzeit" genügen, um zu erfassen, worum dieser Text kreisen wird, und auch, um zu erahnen, dass diese Geschichte nicht gut ausgehen wird. Doch da steht man bereits im Bann von Emmas Erinnerungen.

Mit Anfang dreißig ist sie in der Disco dem sieben Jahre jüngeren Kalabrier Lorenzo begegnet, der sorglos in den Tag hineinlebt, mit Drogen handelt und sie konsumiert, während sein Studium auf Eis liegt. Ein Blickwechsel, eine weitergereichte Telefonnummer, der Funke ist entfacht. Doch der erotische Rausch und der flüchtige Charakter der entstehenden Verbindung lassen sich mit Emmas Suche nach Halt nicht vereinbaren. Nicht Lorenzo, sondern der Dichter Carlo scheint ihr diesen Halt zu geben, ihn heiratet sie, mit ihm …

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Jürg Amann, geboren 1947 in Winterthur, Studium der Germanistik, Literaturkritiker und Dramaturg, seit 1976 freier Schriftsteller (Prosa, Theaterstücke, Hörspiele, Lyrik, Essays). Zahlreiche Preise, u. a. Ingeborg-Bachmann-Preis, Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis, ausgezeichnet bei der Floriana 2002 (für Auszüge aus "Mutter töten"). Lebt in Zürich.

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