Das schweigende Kind - Schrott, Raoul

Raoul Schrott 

Das schweigende Kind

Erzählung

Gebundenes Buch
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
18 ebmiles sammeln
EUR 17,90
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Das schweigende Kind

Ein Mann sitzt in einem Sanatorium an der Grenze der Schweiz. Er erzählt seiner Tochter die Umstände, die zum Tod ihrer Mutter führten. Immer tiefer in seine Vergangenheit eintauchend, zeichnet er Seite für Seite ein Mosaik seines Lebens auf: seine Karriere als Maler, der Auftrag, einen Katalog von Sternbildern zu erstellen, die Zerrüttungen bei der Geburt der Tochter. Was als schonungslose Beichte beginnt, endet als Geständnis: Trägt er Schuld am rätselhaften Tod der Mutter? Raoul Schrotts dichte Erzählung über Gewalt, die Liebe zu einem Kind, Paradiese und Sünde ist ein erschütterndes Zeugnis. Einem Kippbild gleich zieht es die Geschichte eines großen Verlusts unter vielen Blickwinkeln nach.


Produktinformation

  • Verlag: Hanser
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 198 S.
  • Seitenzahl: 200
  • Best.Nr. des Verlages: 505/23864
  • Deutsch
  • Abmessung: 212mm x 136mm x 23mm
  • Gewicht: 318g
  • ISBN-13: 9783446238640
  • ISBN-10: 3446238646
  • Best.Nr.: 34520285
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 13.03.2012

Die Leere, die Eltern in uns hinterlassen
Weißt Du, wie viel Sternlein stehen? – Raoul Schrotts aufregende, spannende Erzählung „Das schweigende Kind“
Dies ist Literatur im emphatischen Sinne des Wortes: verbissen in eine unbewältigte Gegenwart, weist diese Erzählung doch meisterhaft und unprätentiös über sich selbst hinaus – bis in Immanuel Kants „bestirnten Himmel über mir“. Was bei Raoul Schrott manchmal nervte, Geltungsbedürfnis und stilistische Aufdringlichkeit, ist in diesen knapp 200 Seiten wie weggeblasen. So gut wie nie stellt sich der Autor hier seinem Werk in den Weg. Er kommt in der fiktionalen Konstellation der Erzählung so wenig vor wie der Leser, denn was wir da zwischen zwei Buchdeckeln lesen, ist nicht für uns bestimmt, sondern für eine einzige Person, für jenes schweigende Kind, ein kleines Mädchen, das die Mutter ganz allein in Besitz genommen und dessen erzwungenen Verlust der Vater nicht verkraftet hat.
Der wenig erfolgreiche Maler schreibt nun in einem geschlossenen Sanatorium auf Anraten seines Psychiaters diese dreiunddreißig Kapitel, mehr als therapeutische Übung denn als wirkliche Briefe, an die seit deren …


Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Den Rahmen für Raoul Schrotts Erzählung "Das schweigende Kind" bildet eine therapeutische Schreibübung des in einer Nervenklinik befindlichen Erzählers, fasst Rezensent Friedhelm Rathjen zusammen. In der auf diese Weise zustande gekommenen Geschichte um die destruktive Liebe zwischen einem Maler und seinem Modell, die durch die Geburt einer Tochter eine unglückliche Wendung nimmt, sei nie wirklich klar, was tatsächlich passiert und was fantasiert ist. Das Buch sei "ein ausgefuchstes Schelmen- und Kabinettstück literarischer Perspektiventechnik", bilanziert Rathjen, dem das aber doch zu wenig ist.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 16.03.2012

In der Vorhölle der Väter

In seiner neuen Erzählung "Das schweigende Kind" widmet sich der österreichische Schriftsteller Raoul Schrott dem Leid eines Mannes, dem das Kind entzogen wird. Doch die Rhetorik des Pathos hält der Dringlichkeit des Anliegens nicht stand.

Erzählenswert ist wohl nur Wirkliches. Um dir jedoch die Wahrheit sagen zu können, muss ich Zeugnis alles Falschen ablegen."

Gleich die ersten Sätze von Raoul Schrotts neuer Erzählung führen auf schwankenden Grund. Jemand, ein Mann namens Andreas, legt eine Beichte ab - oder auch Zeugnis wider sich selbst, die religiöse Konnotation ist gewollt. Das Du, das er anspricht, das hier einmal mehr "schweigende Kind", ist seine ihm schon lange ferne Tochter Isa. Und was behauptet er da? Nur Wirkliches sei erzählenswert? Darüber ließe sich streiten, erst recht über die Gleichsetzung von Wahrheit und Wirklichkeit. "Zeugnis alles Falschen" bedeutet offenbar das Gegenteil von falschem Zeugnis.

Es ist die Geschichte eines Scheiterns, wie es gründlicher kaum sein könnte. Dessen Ausweis ist Andreas' Aufenthaltsort, die "Anstalt", in der er sich erinnert: an das Paris der …


Ein bedeutendes und reifes und fast nebenbei auch ein sachlich lehrreiches, in seinen Episoden aufregendes und überdies ein spannendes Buch." Hans-Herbert Räkel, Süddeutsche Zeitung, 13.03.2012
Raoul Schrott, Jg. 1964, studierte Literatur und Sprachwissenschaft in Innsbruck, Norwich, Paris und Berlin. Er lebt in Innsbruck und Seillans (Provence). Für sein Werk wurde er bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Leseprobe zu "Das schweigende Kind"

Bitte klicken Sie auf die Navigation oder das Artikelbild, um in Das schweigende Kind zu blättern!



Leseprobe zu "Das schweigende Kind" von Raoul Schrott

PDF anzeigen

4 Marktplatz-Angebote für "Das schweigende Kind" ab EUR 9,00

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
9,00 2,00 Banküberweisung, Lastschrift Antiquariat am Neuthor 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 10,00 1,10 Banküberweisung kelly23 100,0% ansehen
gebraucht; sehr gut 11,90 2,00 offene Rechnung Mogwa - Bücher und Musik 100,0% ansehen
wie neu 17,09 0,00 Banküberweisung georghebel 94,9% ansehen
Mehr von