Blutspur / Rachel Morgan Bd.1 - Harrison, Kim

Kim Harrison 

Blutspur / Rachel Morgan Bd.1

Roman. Deutsche Erstausgabe

Übers. v. Alan Tepper u. Isabel Parzich
Broschiertes Buch
 
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Blutspur / Rachel Morgan Bd.1

Das Nachtleben von Cincinatti ist aufregend, abwechslungsreich - und tödlich: Vampire, Hexen und andere Untote machen die Straßen unsicher. Und es ist der Job der Kopfgeldjägerin Rachel Morgan, diese finsteren Kreaturen zur Strecke zu bringen. Doch Rachel hat selbst eine düstere Vergangenheit...

Ein Vampirroman der neuen Generation: voller Action, Erotik und knisternder Spannung. Mit 'Blutspur' - in den USA ein Kult-Bestseller und Auftakt zu einer Serie - hat Kim Harrison das Genre einem begeisterten Millionenpublikum geöffnet.

"Atemberaubend spannend! Blutdurst ist der Auftakt zu einer wahrhaft magischen Serie." - Diana Gabaldon

"Atemlos spannend und mit genau der richtigen Portion Humor. Kim Harrison sollte man auf keinen Fall verpassen!" - Jim Butcher


Produktinformation

  • Verlag: Heyne
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 592 S.
  • Seitenzahl: 592
  • Heyne Bücher Bd.43223
  • Deutsch
  • Abmessung: 208mm x 137mm x 43mm
  • Gewicht: 575g
  • ISBN-13: 9783453432239
  • ISBN-10: 3453432231
  • Best.Nr.: 20841813
"Atemlos spannend und mit genau der richtigen Portion Humor. Kim Harrison sollte man auf keinen Fall verpassen!"
Alan Tepper arbeitet als Übersetzer und Musikjournalist. Er ist Bandleader von Fantasyy Factoryy und spielt natürlich auch eine Fender Stratocaster!

Leseprobe zu "Blutspur / Rachel Morgan Bd.1" von Kim Harrison

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Leseprobe zu "Blutspur / Rachel Morgan Bd.1" von Kim Harrison

Ich stand im Schatten eines verlassenen Geschäfts gegenüber des Blood and Brew Pub und versuchte nicht aufzufallen, während ich an meiner schwarzen Lederhose herumzerrte. Das ist erbärmlich, dachte ich und starrte auf die menschenleere Straße. Ich war viel zu gut für so etwas. Meine Hauptaufgabe war es, Hexen festzunehmen, die den schwarzen Künsten nachgingen. Nur eine Hexe kann eine Hexe fangen! Aber in dieser Woche war es auf den Straßen ruhiger als sonst. Jede, die es nur irgendwie schaffen konnte, war auf unserem jährlichen Treffen an der Westküste. Für mich blieb dieser Fall übrig, ein wahres "Juwel": eine simple Festnahme, die jeder Anfänger hingekriegt hätte. Es war einfach das Glück des Wandels, dass ich hier im Dunkeln stand und vom Regen durchnässt wurde. "Wem will ich hier etwas vormachen?", flüsterte ich und zog den Gurt meiner Tasche höher auf die Schulter. Seit einem Monat hatte ich keinen Auftrag bekommen, eine Hexe festzunehmen - weiß, schwarz oder sonst wie. Es war wahrscheinlich doch keine so gute Idee gewesen, den Sohn des Bürgermeisters aufgrund öffentlicher Werwolf-Aktivitäten festzunehmen, und das auch noch kurz vor Vollmond. Ein schnittiger Wagen kam um die Ecke, schwarz, soweit man das im flimmernden Licht der Straßenlaterne erkennen konnte. Das war schon seine dritte Runde um den Block. Ich verzog das Gesicht, als er näher kam und langsamer wurde. "Verdammt noch mal", flüsterte ich. "Ich brauche wohl ein besseres Versteck für diese Sache hier." "Er hält dich für eine Nutte, Rachel", kicherte mir mein Backup ins Ohr. "Ich hab dir doch gesagt, dass dieses rückenfreie Oberteil billig aussieht." "Jenks, hat dir schon mal jemand gesagt, dass du wie eine besoffene Fledermaus stinkst?", zischte ich wütend. Mein Backup war in dieser Nacht unangenehm nah, da er auf meinem Ohrring thronte. Ein großes baumelndes Ding - der Ohrring, nicht der Pixie. Jenks gehörte zu den fliegenden Elfen, auch Pixies genannt. Meiner Meinung nach war er ein launischer, zynischer Großkotz, aber er wusste, von welcher Seite des Gartens sein Nektar kam. Seit dem Zwischenfall mit den Fröschen waren Pixies das Beste, womit man mich zusammenarbeiten ließ. Dabei hätte ich schwören können, dass Fairies zu groß sind, um in das Maul eines Frosches zu passen. Als der Wagen auf dem nassen Asphalt zum Stehen kam, schlenderte ich lässig bis zum Bordstein. Das automatische Fenster gab ein unangenehmes Quietschen von sich, als die getönte Scheibe hinunterglitt. Ich lehnte mich herab, zeigte mein schönstes Lächeln und präsentierte blitzschnell meinen Dienstausweis. Ebenso schnell verblasste das lüsterne Grinsen von Mr. Möchtegern-Casanova und er erbleichte. Der Wagen fuhr so ruckartig an, dass die Reifen leise quietschten. "Ausflügler", sagte ich voller Verachtung. "Nein", wies ich mich gleich darauf zurecht. Er war die Norm - ein Mensch. Auch wenn sie sich gut eigneten, waren Bezeichnungen wie "Ausflügler", "Konfektionsware" und - mein persönlicher Favorit - "Zwischenmahlzeit", nicht politisch korrekt. Aber wenn der Kerl glaubte, in den Hollows Bordsteinschwalben auflesen zu können, war er so gut wie tot. Der Wagen fuhr über eine rote Ampel, ohne an Geschwindigkeit zu verlieren. Ich drehte mich um und hörte die aufgebrachten Rufe der Nutten, die ich bei Sonnenuntergang vertrieben hatte. Sie hatten schamlos an der gegenüberliegenden Ecke Posten bezogen, wirkten jetzt allerdings nicht besonders glücklich. Ich winkte ihnen kurz zu, und die größte von ihnen zeigte mir den Mittelfinger, bevor sie sich schnell umdrehte und mir ihr kleines, durch einen Zauber aufpoliertes Hinterteil zuwandte. Die Hure und ihre doch sehr herb wirkende "Freundin" sprachen laut, während sie versuchten, ihre gemeinsame Zigarette zu verstecken. Das roch nicht nach normalem Tabak. Heute nicht mein Problem, dachte ich und zog mich in den Schatten zurück. Ich lehnte mich gegen den kalten Stein des Gebäudes, und mein Blick blieb an den aufleuchtenden Rücklichtern eines bremsenden Wagens hängen, bevor ich mich selbst stirnrunzelnd einer kritischen Musterung unterzog: Für eine Frau war ich groß, ungefähr 1,70 Meter, aber ich hatte nicht so lange Beine wie die "Dame" an der Laterne gegenüber. Auch trug ich nicht so viel Make-up wie sie. Meine schmalen Hüften und flachen Brüste machten mich ebenfalls nicht zur idealen Prostituierten. Bevor ich die Outlets der Leprechauns fand, hatte ich im "Dein erster BH" eingekauft. Es ist schwierig, dort etwas zu finden, auf dem keine Herzen oder Einhörner sind. Meine Vorfahren waren im 19. Jahrhundert in die guten alten Vereinigten Staaten von Amerika emigriert. Irgendwie haben es die Frauen über die ganzen Generationen hinweg geschafft, das auffällige rote Haar und die grünen Augen unserer irischen Heimat zu behalten. Meine Sommersprossen sind allerdings unter einem Zauber verborgen, den mein Vater mir zu meinem dreizehnten Geburtstag gekauft hatte. Das winzige Amulett ist in einem Ring verborgen, den ich am kleinen Finger trage und ohne den ich niemals das Haus verlasse. Ich konnte mir einen Seufzer nicht verkneifen, als ich meine Tasche erneut auf die Schulter zurückzog. Die Lederhose, die roten Stiefeletten und das Spaghettiträgeroberteil waren zwar nicht weit von dem entfernt, was ich normalerweise an den sogenannten "Casual Fridays" trug, um meinen Chef auf die Palme zu bringen, aber versuch das mal nachts an einer Straßenecke ... "Mist", raunte ich Jenks zu. "Ich seh' aus wie eine Nutte." Seine einzige Antwort bestand aus einem Prusten. Ich zwang mich, nicht darauf einzugehen, und wandte mich wieder der Bar zu. Aufgrund des Regens ließen die ersten Besuchermengen auf sich warten und von meinem Backup und den "Ladies" mal abgesehen, war die Straße leer. Ich stand jetzt seit einer Stunde hier draußen, von meinem Zielobjekt keine Spur. Genauso gut konnte ich reingehen und dort warten. Außerdem würde ich drinnen mehr nach Nachfrage als nach Angebot aussehen. Ich atmete tief ein, zog einige Strähnen meiner schulterlangen Locken aus dem Haarknoten, arrangierte sie kunstvoll, sodass sie in mein Gesicht fielen, und spuckte schließlich meinen Kaugummi aus. Als ich die nasse Straße überquerte und in die Bar ging, bildete das Geräusch meiner Absätze einen schicken Kontrast zum Rasseln der Handschellen, die an meiner Hüfte baumelten. Die stählernen Schließen wirkten wie protzige Requisiten, waren jedoch echt und schon oft gebraucht worden. Ich zuckte zusammen, als mir klar wurde, warum Mr. Möchtegern-Casanova gehalten hatte. Ja, ich brauche die Handschellen für meine Arbeit - aber nicht für die Art von Arbeit, an die du gedacht hast. Man hatte mich trotz des Regens in die Hollows geschickt, um einen Leprechaun, einen irischen Glückskobold, der wegen Steuerhinterziehung gesucht wurde, "an die Leine zu legen". Wie viel tiefer, fragte ich mich, konnte ich noch sinken? Okay, ich hatte einen Blindenhund festgenommen. Doch woher sollte ich wissen, dass er nicht der gesuchte Werwolf war? Er passte auf die Beschreibung, die mir gegeben worden war. Als ich im schmalen Eingang stand und die Feuchtigkeit abschüttelte, ließ ich meinen Blick durch den Raum wandern - der typische irische Mist: langstielige Pfeifen an der Wand, Werbeschilder für irisches Bier, schwarze Plastiksitze und eine kleine Bühne, auf der ein Möchtegern-Star sein Zimbal und seinen Dudelsack zwischen den riesigen Verstärkern postierte. Ein Hauch von Brimstone hing in der Luft. Mein Jagdinstinkt erwachte. Der Geruch war drei Tage alt, nicht stark genug, um ihm nachzugehen. Doch falls ich den Lieferanten festnageln konnte, würde ich vielleicht von der "Hitliste" meines Chefs gestrichen und eventuell würde er mir endlich wieder etwas geben, das meinem Talent gerecht wurde. "Hey", ertönte eine tiefe Stimme. "Bist du der Ersatz für Tobby?" Ich vergaß den Brimstone. Meinen schönsten Augenaufschlag aufsetzend, drehte ich mich um und starrte auf den Bauch eines Mannes, der ein grell-grünes T-Shirt trug. Mein Blick wanderte an diesem Bär von einem Mann hinauf - ein Rausschmeißer, wie er im Buche stand. Passenderweise stand "Cliff" auf seinem Hemd. "Wer?", schnurrte ich, während ich mit dem Saum seines Shirts den Regen aus meinem zugegebenermaßen nicht gerade üppig bestückten Ausschnitt tupfte. Er blieb völlig ungerührt - es war deprimierend. "Tobby. Staatlich lizensierte Nutte. Zeigt sie sich hier noch mal?" Von meinem Ohrring kam ein leiser Singsang. "Ich hab es dir ja gesagt." Mit einem gezwungenen Lächeln erwiderte ich: "Ich weiß es nicht. Ich bin keine Nutte." Er grunzte nur und betrachtete mein Outfit. Ich durchwühlte meine Tasche und gab ihm meinen Dienstausweis. Jeder, der zusah, würde annehmen, dass er mich kontrollierte. Bei all den verfügbaren Zaubern, die das Alter verbargen, war das eine obligatorische Maßnahme. Wie auch das Kontrollamulett, das er um den Hals trug: Es wechselte die Farbe, wenn es einen Zauber entdeckte. In Reaktion auf meinen Ring glühte es jetzt in einem hellen Rot. Er würde mich daher wohl nicht komplett durchsuchen. Aus genau diesem Grund hatte ich die Amulette in meiner Tasche bis jetzt noch nicht beschworen. Nicht, dass ich sie heute Nacht wirklich brauchen würde. "Inderland Security", erklärte ich ihm, als er die Karte nahm. "Ich bin hier, um jemanden zu finden, nicht um deine Stammgäste zu schikanieren. Darum benutze ich diese, ähm, Tarnung." "Rachel Morgan", las er laut, wobei seine dicken Finger fast die ganze Karte bedeckten. "Inderland Security Runner. Du bist ein I. S.-Runner?" Er warf einen prüfenden Blick auf den Ausweis, dann auf mich und dann wieder auf die Karte, und seine fetten Lippen öffneten sich zu einem Grinsen. "Was ist mit deinem Haar passiert? Bist du in eine Lötlampe gelaufen?" Wütend biss ich mir auf die Unterlippe. Das Bild war drei Jahre alt. Es war keine Lötlampe, sondern ein Streich gewesen. Eine Art Aufnahmeritual in den offiziellen Status des Runners. Sehr witzig. Der Pixie flitzte von meinem Ohrring und brachte ihn dadurch zum Schwingen. "Ich würde meine Klappe halten", sagte er und neigte seinen Kopf, als er auf meinen Ausweis schaute. "Der letzte Idiot, der über ihr Bild gelacht hat, verbrachte die Nacht in der Notaufnahme mit einem Cocktailschirmchen in der Nase." Mir wurde warm. "Du weißt davon?", fragte ich, schnappte meinen Ausweis und steckte ihn in die Tasche. "Jeder in der Bereitschaft weiß darüber Bescheid." Der Pixie lachte herzlich. "Genauso wie über deinen Versuch, einen Werwolf mit einem Juckreiz-Zauber festzunehmen, nur um ihn dann auf dem Klo zu verlieren." "Versuch du mal, einen Werwolf so kurz vor Vollmond einzufangen, ohne gebissen zu werden", erwiderte ich abwehrend. "Es ist nicht so einfach, wie es sich anhört. Ich musste einen Zaubertrank benutzen. Solche Sachen sind teuer." "Und was war mit der Enthaarung eines voll besetzten Busses?" Die libellen-ähnlichen Flügel verfärbten sich rot, als er lachte und seine Blutzirkulation stieg. In seinem schwarzen Seidenoutfit und dem roten Halstuch sah Jenks aus wie ein kleiner Peter Pan, der als Mitglied einer Straßengang posierte. Ein zehn Zentimeter großer, blonder Quälgeist, dessen unberechenbares Temperament mich oft genug zur Weißglut brachte. "Das war nicht meine Schuld", sagte ich. "Der Fahrer ist durch ein Schlagloch gefahren." Ich runzelte die Stirn. Außerdem hatte jemand meine Zauber vertauscht. Der Versuch, die Füße des Fahrers zu fesseln, endete unglücklicherweise in der vollständigen Enthaarung aller Anwesenden bis zur dritten Sitzreihe. Zumindest hatte ich mein Zielobjekt erwischt, obwohl ich drei Wochen lang einen Großteil meines Gehaltsschecks für Taxis opfern musste, bis mich endlich wieder ein Bus mitnahm. "Und der Frosch?" Jenks wich geschickt aus, als der Rausschmeißer versuchte, ihn mit einem Finger wegzuschnipsen. "Ich war als Einziger bereit, heute Nacht mit dir rauszugehen. Und ich bekomme eine Gefahrenzulage!" In einem Anflug von Stolz stieg der Pixie einige Zentimeter auf. Cliff schien davon nicht beeindruckt zu sein. Ich war schockiert. "Schau mal", sagte ich. "Alles, was ich will, ist eine ruhige Ecke, wo ich mir unauffällig einen Drink genehmigen kann." Ich nickte in Richtung Bühne, wo der späte Teenager seine Verstärkerkabel entwirrte. "Wann fängt das an?" Der Türsteher zuckte mit den Schultern. "Er ist neu. Ich schätze, in einer Stunde." Dann gab es einen Knall, gefolgt von Applaus, als einer der Verstärker von der Bühne fiel. "Oder zwei." "Danke." Jenks' helles Gelächter ignorierend bahnte ich mir einen Weg zwischen den leeren Tischen hindurch in einen dunkleren Teil des Pubs, wo einige Sitzgruppen standen. Ich entschied mich für eine mit einem Elchkopf dekorierte Ecke und versank einige Zentimeter tiefer als erwartet in dem schlaffen Polster. Sobald ich den kleinen Mistkerl gefunden hatte, würde ich mir meine Papiere holen. Das war demütigend. Ich war nun schon seit drei Jahren bei der I.S., sogar sieben, wenn man die vier Jahre praktische Ausbildung mitrechnete, und hier war ich nun und machte Anfängerjobs. Es waren die Anfänger, die in Cincinnati die kleineren, routinemäßigen Polizeiaufgaben erledigten. In ihren Zuständigkeitsbereich gehörten auch die großen Vororte jenseits des Flusses, liebevoll die Hollows genannt. Wir erledigten die übernatürlichen Fälle, mit denen das von Menschen geführte FIB, kurz für Federal Inderlander Bureau, nicht umgehen konnte. Kleinere Belästigungen durch Zaubersprüche und die Rettung von Bekannten aus Bäumen lagen im Aufgabenbereich der I.S.-Anfänger. Ich aber war ein voll ausgebildeter Runner, verdammt noch mal. Ich hatte Besseres verdient; schlimmer, ich hatte schon Besseres gemacht. Ich war es, die ganz allein den schwarzmagischen Hexenzirkel gefunden und festgenommen hatte, dem es gelungen war, das magische Sicherheitssystem von Cincinnatis Zoo zu umgehen, die Affen zu stehlen und sie an ein illegales Biolabor zu verkaufen. Aber habe ich auch nur ein bisschen Anerkennung dafür bekommen? Nein! Ich war es, die den Zusammenhang zwischen dem irren Grabschänder und einer Reihe von Todesfällen auf der Transplantationsstation eines von Menschen geführten Krankenhauses erkannt hatte. Jeder nahm an, dass er Material für illegale Zaubersprüche sammelte, stattdessen hatte er die Organe in einen vorübergehend gesunden Zustand verwandelt, um sie dann auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Und die Überfälle an Bankautomaten, die vergangene Weihnachten die Stadt in Aufruhr versetzt hatten? Ich hatte ganze sechs Amulette gebraucht, um wie ein Mann auszusehen, aber ich konnte die Hexe festnageln. Sie hatte eine Kombination aus Liebesamulett und Vergessenszauber benutzt, um einfältige Menschen auszurauben. Das war eine besonders befriedigende Festnahme gewesen. Ich hatte die Hexe drei Straßen lang gejagt, ohne die Möglichkeit, einen Zauberspruch zu wirken, als sie sich umdrehte, um mich mit einem möglicherweise tödlichen Amulett anzugreifen. Ich hatte also jedes Recht, sie mit einem Rundumschlag kaltzustellen. Und das Beste war - das FIB war drei Monate hinter ihr her gewesen und ich brauchte nur lächerliche zwei Tage, um sie festzunehmen. Ich ließ sie wie Idioten dastehen, aber habe ich ein "Gute Arbeit, Rachel" bekommen? Habe ich wenigstens eine Fahrt zurück zur I.S.-Zentrale bekommen, nachdem mein Fuß auf die doppelte Größe angeschwollen war? Nein! Und in letzter Zeit wurde mir noch weniger zugeteilt: Diebstähle wie die der Kids von der Studentinnenvereinigung, die Amulette missbraucht hatten, um Leitungskabel zu stehlen; Zaubersprüche, die eingesetzt wurden, um jemandem einen Streich zu spielen; und mein unvergesslicher Favorit - die Vertreibung von Trollen aus ihren Behausungen unter Brücken und Unterführungen, bevor sie den ganzen Beton auffraßen. Ich stieß einen Seufzer aus, als ich mich im Pub umsah. Erbärmlich. Jenks entzog sich meinem apathischen Versuch, nach ihm zu schlagen, als er sich wieder auf meinem Ohrring niederließ. Dass sie ihm dreimal so viel zahlten, damit er bereit war, mit mir zu arbeiten, hob meine Stimmung auch nicht gerade. Eine grün gekleidete Kellnerin eilte zu uns herüber. Für diese Uhrzeit war sie beängstigend fröhlich. "Hi", sagte sie strahlend. "Mein Name ist Dottie. Ich bin heute Abend Ihre Bedienung." Noch immer lächelnd stellte sie mir drei Drinks hin: eine Bloody Mary, einen Old Fashioned und einen Shirley Temple. Wie süß. "Danke, Honey", entgegnete ich mit einem erschöpften Seufzer. "Von wem?" Sie rollte ihre Augen in Richtung Theke und versuchte vergeblich, gelangweilte Kultiviertheit zu zeigen. Stattdessen sah sie aus wie ein Highschool-Mädchen auf dem großen Ball. Ich spähte an ihrer schmalen, beschürzten Taille vorbei und betrachtete die drei Schnarchnasen mit ihren lüsternen Blicken und an eindeutiger Stelle eng sitzenden Hosen. Es war eine alte Tradition: Einen Drink zu akzeptieren bedeutete, auch die Einladung anzunehmen, die dahintersteckte. Eine weitere Sache, auf die Ms. Rachel achten musste. Sie sahen normal genug aus, aber man konnte nie wissen. Als Dottie klar wurde, dass es kein weiteres Gespräch geben würde, kehrte sie an den Tresen zurück, um irgendwelche Kellnerinnensachen zu machen. "Überprüf sie, Jenks", flüsterte ich, und der Pixie flitzte davon, seine Flügel vor Aufregung gerötet. Niemand sah ihn verschwinden. Pixiearbeit vom Feinsten. Im Pub war es ruhig, aber da zwei Kellner hinter der Bar standen, ein alter Mann und eine junge Frau, ging ich davon aus, dass sich der Laden bald füllen würde. Der Blood and Brew war eine bekannte Adresse, wo die Normalos sich unter die Inderlander mischten. Anschließend fuhren sie mit verschlossenen Türen und verriegelten Fenstern zurück über den Fluss - erregt und in dem Glauben, sie seien heiße Typen. Und obwohl ein einziger Mensch unter Inderlandern auffällt wie ein Pickel im Gesicht einer Schönheitskönigin, kann sich ein Inderlander leicht unter Menschen bewegen. Es ist eine Überlebensstrategie, die schon seit der Zeit vor Pasteur immer weiter verfeinert wurde. Darum auch der Pixie. Fairies - die kleinen, geflügelten Blumenfeen - und Pixies können sprichwörtlich schneller einen Inderlander riechen, als ich "Spuck" sagen kann. Halbherzig sah ich mich in der fast leeren Bar um. Meine schlechte Laune verschwand schlagartig und ich lächelte, als ich ein bekanntes Gesicht aus dem Büro sah. Ivy. Ivy war ein Vampir, der Star unter den I. S.-Runnern. Jahre zuvor waren wir uns während meines Praktikums begegnet, als wir während meines letzten Ausbildungsjahres bei Trainingsläufen ein Team gebildet hatten. Sie hatte sich direkt als ausgebildeter Läufer einstellen lassen, nachdem sie die Universität nach sechs Jahren abschloss, statt, wie ich, den Weg über zwei Jahre College und ein vierjähriges Praktikum zu wählen. Irgendjemand hatte es wohl witzig gefunden, uns einander zuzuweisen. Mit einem Vampir zusammenzuarbeiten - lebendig oder tot -, hatte mich völlig verängstigt, bis ich herausfand, dass Ivy kein praktizierender Vampir war, sondern dem Blut abgeschworen hatte. Wir waren so verschieden, wie es zwei Leute nur sein können, aber irgendwie ergänzten wir uns, denn ihre Stärken waren meine Schwächen. Ich wünschte, ich könnte sagen, dass ihre Schwächen meine Stärken waren, aber Ivy hatte keine Schwächen, von der Angewohnheit, alles akribisch zu planen, mal abgesehen. Wir hatten seit Jahren nicht mehr zusammengearbeitet, und trotz meiner widerstrebend bewilligten Beförderung hatte Ivy einen höheren Rang. Sie wusste einfach immer, wann man wem was am besten sagte. Es schadete natürlich auch nicht, dass sie zur Tamwood-Familie gehörte, ein Name so alt wie Cincinnati. Sie war das letzte Familienmitglied, im Besitz einer Seele und genauso lebendig wie ich, da sie bereits im Mutterleib mit dem Virus infiziert worden war. So hatte sie ein bisschen was von beiden Welten - der der Lebenden und der der Toten. Auf mein Nicken hin schlenderte sie zu mir rüber. Die drei Männer an der Bar stießen sich gegenseitig mit den Ellbogen an und drehten sich anerkennend nach ihr um. Sie warf ihnen einen herablassenden Blick zu, und ich hätte schwören können, dass ich einen Seufzer hörte. "Wie läuft's, Ivy?", fragte ich, als sie es sich auf der gegenüberliegenden Bank bequem machte. Der Plastiksitz quietschte, als sie sich an die Wand lehnte und ihre Füße, die in hohen Stiefeln steckten, auf die Bank legte, sodass ihre leicht angezogenen Knie am Rand des Tisches ruhten. Sie war einen halben Kopf größer als ich. Während ich jedoch einfach nur groß wirkte, verfügte sie über eine grazile, anziehende Eleganz. Ihr leicht orientalisches Aussehen verlieh ihr eine geheimnisvolle Ausstrahlung und bestärkte mich in meinem Glauben, dass die meisten Models Vampire sein müssen. Sie kleidete sich auch wie ein Model: dezenter Lederrock mit Seidenbluse, alles vom Feinsten, alles aus der Vampir-Kollektion und natürlich alles in Schwarz. Das weiche, dunkle Haar betonte ihre bleiche Haut und ihr schmales Gesicht. Egal, was sie mit ihrem Haar anstellte, es ließ sie immer exotisch erscheinen. Ich konnte mit meiner Frisur Stunden verbringen und das Resultat war immer rot und kräuselte sich. Mr. Möchtegern-Casanova hätte bei ihr nicht gehalten, dazu hatte sie zu viel Klasse. "Hey Rachel", sagte Ivy. "Was machst du hier unten in den Hollows?" Sie hatte eine tiefe, melodiöse Stimme, weich und kühl wie graue Seide. "Ich dachte, diese Woche holst du dir an der Küste Hautkrebs", fügte sie hinzu. "Ist Denon immer noch sauer wegen des Hundes?" Verlegen zuckte ich mit den Schultern. "Naja." Tatsächlich hatte der Boss fast einen Schlaganfall bekommen. Ich war nur einen Schritt von einer Strafversetzung zur Putzkolonne entfernt gewesen. "Es war wirklich ein unglückliches Missverständnis." Ivy ließ ihren Kopf mit einer verführerischen Bewegung zurückfallen und entblößte dabei ihren Hals in seiner gesamten Länge. Es war keine Narbe zu sehen. "Das hätte jedem passieren können." Jedem außer dir, dachte ich säuerlich. "Yeah", sagte ich laut und schob ihr die Bloody Mary rüber. "Dann wollen wir doch mal sehen, ob du mein Ziel ausmachen kannst." Ich spielte mit den Amuletten an meinen Handschellen und berührte dabei das aus Olivenholz geschnitzte Kleeblatt. Fast liebkosend berührten ihre schlanken Finger das Glas. Dieselben Finger konnten mir, mit ein wenig Kraftaufwand, ein Handgelenk brechen. Sie würde wohl noch bis zu ihrem Tod warten müssen, bevor sie es spielend schaffte, war aber jetzt schon stärker als ich. Die Hälfte des roten Drinks verschwand in ihrer Kehle. "Seit wann interessiert sich die I.S. für Leprechauns?", fragte sie, während sie die restlichen Amulette begutachtete. "Seit der Boss seinen letzten schlechten Tag hatte." Sie zuckte mit den Schultern, zog ihr Kruzifix unter der Bluse hervor und ließ die Kette provozierend durch die Zähne gleiten. Ihre Eckzähne waren scharf wie die einer Katze, aber nicht größer als meine. Sie würde wohl erst nach ihrem Tod die Luxusausführung bekommen. Ich zwang mich, den Blick von ihrem Mund zu lösen und betrachtete stattdessen das metallene Kreuz. Es hatte die Länge meiner Hand und war aus wunderschön gearbeitetem Silber. Ivy hatte erst vor kurzem begonnen, es zu tragen, da es ihre Mutter in den Wahnsinn trieb. Sie verstanden sich nicht besonders gut. Ich berührte das kleine Kreuz an meinen Handschellen und überlegte, dass es wohl nicht ganz einfach war, eine untote Mutter zu haben. Ich hatte bis jetzt nur wenige tote Vampire getroffen. Die richtig alten blieben unter sich, und die jüngeren tendierten dazu, gepfählt zu werden, wenn sie nicht schnell genug lernten, unter sich zu bleiben. Tote Vampire waren völlig gewissenlos und folgten unbarmherzig ihren Jagdinstinkten. Gesellschaftliche Regeln waren für sie lediglich ein Spiel, an dem sie sich beteiligten. Tote Vampire kannten Regeln. Die gesamte Erhaltung ihrer Existenz beruhte auf Regeln, gegen die zu verstoßen Tod und Schmerz bedeuten konnte, wie etwa bei ihrem höchsten Gebot, die Sonne zu meiden. Um bei klarem Verstand zu bleiben, brauchten sie täglich Blut. Jede Art von Blut war geeignet, doch es von den Lebenden zu nehmen, war ihre einzige Freude. Sie waren mächtig, verfügten über fast unerschöpfliche Kraft und Ausdauer und heilten überirdisch schnell. Abgesehen von der traditionellen Enthauptung und Pfählung war es schwierig, sie zu vernichten. Im Tausch gegen ihre Seele konnten sie Unsterblichkeit erlangen. Die alten Vampire behaupteten, das sei der angenehmste Teil: die Möglichkeit, sich jedes sinnliche Bedürfnis zu erfüllen, ohne Schuld zu empfinden, wenn jemand starb, um ihnen Vergnügen und geistige Klarheit zu verschaffen. Ivy hatte sowohl das Vampir-Virus als auch eine Seele und war somit zwischen den Welten gefangen, bis sie durch ihren Tod zu einer wahren Untoten werden würde. Obwohl sie weder so mächtig noch so gefährlich war wie ein toter Vampir, zog die Möglichkeit, sich frei in der Sonne zu bewegen und sie ohne Schmerzen zu genießen, den Neid ihrer toten Brüder auf sich. Die Glieder ihrer Kette schlugen rhythmisch gegen ihre perlweißen Zähne, während ich ihre ausgeprägte Sinnlichkeit mit geübter Selbstbeherrschung zu ignorieren versuchte. Ich mochte sie mehr, wenn die Sonne am Himmel stand und sie den erotischen, raubtierhaften Teil ihres Wesens besser unter Kontrolle hatte. Mein Pixie kam zurück und landete auf den künstlichen Blumen, die in einer Vase voller Zigarettenkippen standen. "Großer Gott", geschockt ließ Ivy das Kreuz fallen. "Ein Pixie. Denon muss wirklich angepisst sein." Jenks' Flügel setzten kurz aus, um dann umso schneller zu flattern. "Geh und wandel dich, Tamwood!", sagte er schrill. "Denkst du, Fairies sind die Einzigen, die eine Nase haben?" Ich zuckte zusammen, als Jenks mit voller Wucht auf meinem Ohrring landete. "Nur das Beste für Ms. Rachel", sagte ich trocken. Ivy lachte und ich fühlte, wie meine Nackenhaare sich aufstellten. Ich vermisste das Prestige der Zusammenarbeit mit Ivy, aber sie machte mich immer noch nervös. "Wenn du denkst, dass ich dir deinen Fang versaue, kann ich auch später wiederkommen", fügte ich hinzu. "Nein", erwiderte sie. "Bleib ruhig. Ich hab schon zwei Blutsauger in der Toilette festgesetzt, nachdem ich sie dabei erwischt hatte, wie sie verbotenes Wild gejagt haben." Mit dem Drink in der Hand rutschte sie zum Ende der Bank, erhob sich und streckte sich lasziv. Dabei stöhnte sie fast unhörbar. "Sie sehen zu billig aus für einen Fluchtzauber", fuhr sie fort. "Trotzdem habe ich meine große Eule draußen, nur für den Fall. Sollten sie es wagen, aus dem zerbrochenen Fenster zu fliehen, sind sie Vogelfutter. Ich bringe sie gerade mal raus." Sie nahm einen Schluck und ihre braunen Augen fixierten mich über den Rand des Glases hinweg. "Falls du hier früh genug fertig wirst, sollen wir uns vielleicht ein Taxi in die Stadt teilen?" Der sanfte Hauch der Gefahr in ihrer Stimme verunsicherte mich, sodass ich nur unverbindlich nickte. Meine Finger spielten nervös mit einer Locke meines roten Haares, und ich beschloss, sie noch einmal genau unter die Lupe zu nehmen, bevor ich mit ihr zu dieser nächtlichen Zeit in ein Taxi stieg. Es mochte ja sein, dass sie kein Blut zum Überleben brauchte, aber es war offensichtlich, dass sie noch immer ein starkes Verlangen danach hatte, öffentliches Enthaltsamkeitsgelübde hin oder her.

Kundenbewertungen zu "Blutspur / Rachel Morgan Bd.1" von "Kim Harrison"

9 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.9 von 5 Sterne bei 9 Bewertungen ***** sehr gut)
***** ausgezeichnet
 
(3)
***** sehr gut
 
(2)
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Bewertung von KleeneBüchermaus am 29.07.2012 ***** ausgezeichnet
Einfach nur lesenswert!!
Als ich das Buch in der Buchhandlung sah,hat es mich schon sofort in seinen Bann gezogen. Ich lese viel Fantasy und bin sehr wählerisch was Bücher angeht,doch diese Reihe hat mich vom ersten Kapitel an verzaubert! Mit Charme und Witz kommen einem die Charaktere direkt vertraut und sympathisch vor und auch Cincinatti mit seinen schönen und schaurigen Stadtteilen ist eine Stadt zum Verlieben für Fantasyfreunde. Die Story überzeugt mit facettenreicher Ausführung,Witz,Spannung und auch mit der richtigen Portion Liebe.
Alle,die eine Schwäche für Hexen,Vampire,Pixis und Werwölfe haben, werden von dieser unbeschreiblichen Reihe begeistert sein!!

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Bewertung von Vampi aus Celle am 20.04.2011 ***** gut
Man kann es lesen so ist es jetzt nicht.
Doch mir hat es an Spannung gefehlt und es zieht sich auch ein wenig in die länge.

In Cincinatti machen Vampire, Hexen und andere Untote die Straßen unsicher. Doch Rachel Morgan ist Kopfgeldjägerin und ihr Job ist es diese finsteren Kreaturen aufzuspüren und sie zur strecke zu bringen.

Aber auch Rachel hat eine düstere Vergangenheit die sie einholt nachdem sie mit der Vampirin Ivy die IS verläst und sich selbständig macht. Ihr ehemaliger Boss schickt ihr ein Todeskomando auf den Hals um sie zu töten, weil sie seine beste Mitarbeitrin abgeworben hat.

Doch lest am besten selber wie es aus geht und um euch euer eigenes Bild zu dem Buch zu machen.

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Bewertung von Svard am 04.01.2011 ***** sehr gut
Durch einen mutierten Virus, welcher über Tomaten übertragen wurde, wurde fast die gesamte Menschheit ausgerottet. Anlass genug für die magischen Wesen aus ihrem Schatten zu treten. Von da an wandeln Hexen, Vampire, Werwölfe und andere Untote neben den Menschen her.
Doch wie zu erwarten treten sich die beiden Partien mit Misstrauen gegenüber und leben nur mehr schlecht als recht zusammen.
Rachel Morgan, eine temperamentvolle rothaarige Hexe, arbeitet als „Runner“ für die Inderland Security, diese sorgt dafür magischen Wesen ihre Grenzen aufzuzeigen. Doch schon bald hat sie keine Lust mehr auf die Laufarbeit der I.S., kündigt und will sich verselbstständigen. Nicht weiter schlimm denkt sie sich, denn immerhin wollte ihr Boss sie schon lange los werden. Jedoch folgt ihr Ivy, ein unterkühlter Vamp und bester Runner der I.S.. Sie kündigt auch und will bei Rachel mit einsteigen, klar ist, dass sich das die I.S. nicht gefallen lässt.
Und so beginnt die Hetzjagd auf Rachel, denn im Gegensatz zu Ivy konnte sie sich nicht mit dem nötigen Kleingeld aus ihrem Vertrag freikaufen. Zusammen mit Ivy und dem kleinen Pixie Jenks, ein feenartiger kleiner Typ mit einem jedoch sehr großen Mundwerk, welcher sich der Truppe anschloss, weil auch er die I.S. satt hatte, kämpft Rachel Tag für Tag um ihr ÜberlebenVon der ersten Seite an zog mich dieses Buch in seinen Bann.
Kim Harrison ist es wirklich gelungen eine charmante und sympathische Heldin zu erschaffen. Ich konnte mich sehr gut in die rothaarige temperamentvolle Hexe hineinversetzen, da sie im Gegensatz zu manch anderen Protagonisten, keine unglaublichen Kräfte hat mit denen sie sich aus jeder noch so aussichtslosen Situation befreien kann. Sie kann zwar Zauber herstellen und auch benutzen, doch ist sie auch oft auf die Hilfe ihrer beiden Kameraden angewiesen, wenn sie sich mal wieder in eine brenzlige Situation befördert hat. Da sie mehr der Bauchtyp ist, der lieber handelt anstatt sich den Kopf zu zerbrechen, passiert dies auch sehr oft.
Der komplette Kontrast dazu ist Ivy, ihre Mitbewohnerin, sie würde am liebsten immer alles komplett durchplanen, wobei sie bei Rachel meist auf taube Ohren stößt. Nichtsdestotrotz hilft sie Rachel immer aus der Patsche wenn doch etwas schief gegangen ist. Aber desto besorgt Ivy auch ist, hat Rachel so ihre Anlässe misstrauisch ihr gegenüber zu sein.
Immerhin ist Ivy seit drei Jahren auf Blutentzug. Rachel schafft es immer wieder unbewusst den Urinstinkt in Ivy auszulösen und macht es damit den beiden nicht gerade leicht miteinander zu wohnen.

Obwohl die Geschichte zum Anfang recht witzig beginnt, geht die Handlung eher schleppend voran. Was nicht weiter tragisch ist, denn hat man sich erst eingelesen und ist die Handlung erst ein wenig vorangeschritten, kann man gar nicht mehr aufhören zu lesen.
Der Schreibstil ist einfach gehalten, es ist spannend geschrieben und auch viele Stellen zum Lachen, besonders wenn Jenks mal wieder denkt sein Senf zu allem dazugeben zu müssen, was ihn eigentlich gar nichts angeht. Und auch Romantik kommt vor, zwar nicht so sehr wie man es von anderen Fantasy-Büchern gewohnt ist, jedoch ist sie vorhanden.
Im Großen und Ganzen ist die Haupthandlung abgeschlossen, doch wie es sich für eine Serie gehört bleiben am Ende einige Fragen offen. Und mit einem kleinen Cliffhanger macht die Autorin neugierig auf den nächsten Band der Serie.

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Bewertung von Manuela2205 am 13.08.2010 ***** sehr gut
***Zum Inhalt***

Nach einer weltumspannenden Seuche hat sich das Leben auf der Erde grundlegend verändert: Die magischen Wesen sind aus dem Schatten getreten. Vampire, Kobolde und andere Wesen machen die Straßen unsicher.

Dies ist die Geschichte der Hexe und Kopfgeldjägerin Rachel Morgan, deren Job es ist, diese finsteren Kreaturen zur Strecke zu bringen. Eines Tages hat Rachel jedoch genug von ihrem wenig aussichtsreichen Job in der magischen Sicherheitsbehörde von Cincinnati und kündigt. Gemeinsam mit der Vampirin Ivy, auf deren Enthaltsamkeitsgelübde man sich nicht verlassen sollte, und Jenks, einem vorlauten Pixie, gründet sie ihre eigene Agentur.

Doch als Rachels ehemaliger Chef ihr ein Tötungskommando auf den Hals hetzt (Ivy war immerhin seine beste Mitarbeiterin und die IS verlässt man nicht einfach so), sieht sie nur einen Weg, um ihre Haut zu retten: Sie muss Trent Kalamack, den gefährlichsten Gangster der Stadt, als Rauschgiftschmuggler überführen.

***Meine Meinung***

Rachel Morgan ist eine Heldin, die buchstäblich immer vom Regen in die Traufe fällt, was auch den Hauptteil der Handlung ausmacht. Sie handelt sehr impulsiv und Hilfe anzunehmen fällt ihr aufgrund ihrer Erziehung schwer.
Ivy dagegen ist ein Ordnungsfanatiker. Alles hat seinen festen Platz, bevor sie handelt wird gründlich recherchiert und sie liebt es neben Plan A auch Plan B und C zu haben.

Anfangs ist die Handlung des Buches sehr verwirrend, weshalb Ivy unbedingt bei der IS aufhören will und sich mit Rachel zusammentun bleibt völlig unklar, da sie der Liebling des Chefs ist und die besten Aufträge bekommt. Der Freikauf aus ihrem Vertrag kostet sie zudem ihr gesamtes Vermögen. Sie und Rachel könnten nicht unterschiedlicher sein, dennoch setzt Ivy alles daran, dass das Zusammenleben zwischen ihnen funktioniert.

Ein Highlight ist sicherlich Jenks, der mit seiner losen Klappe immer wieder für ein Schmunzeln gut ist.
Das ganze Buch ist sehr locker flockig geschrieben und lässt sich wunderbar lesen. Ein Wunderwerk der Erzählkunst darf man nicht erwarten, ein paar unterhaltsame Stunden kann ich aber garantieren.
Da mir ein paar Fragen zu den Beweggründen zuviel offen bleiben, insbesondere den Waffenstillstand am Ende des Buches zwischen Trent Kalamack und Rachel verstehe ich nicht wirklich, ziehe ich einen Stern ab.

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Bewertung von Mia aus Berlin am 01.07.2010 ***** ausgezeichnet
tolles Buch. Echt zu empfehlen!

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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 15.06.2010 ***** gut
Ist Spannend und ist auch sehr leicht zu lesen, man liest danach gern auch die anderen Bücher von der Serie!
Man sollte die anderen Bücher auch lesen um das Ende zu finden, ist wie mit der Harry Potter und der Twilight Serie, man will immer wissen wie es weiter heht!!!!!!
Ist für jedes Alter geeignet wo gerne Bücher mit Hexen,Vampire und Kobolden liest!

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Bewertung von cristine russel aus Oldenburg am 31.07.2009 ***** gut
dieses buch war ein geschenk von einer freundin. obwohl ich eigentlich keine storys über hexen mag, fand ich dieses buch sehr unterhaltsam. auch hier war wieder viel liebe fürs detail vorhanden, sodass man sich super in rachel hineinversetzen konnte. ich fands gut

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Bewertung von Brabbelchen aus Hamburg am 28.02.2009 ***** ausgezeichnet
Eigentlich hatte ich nur nach einem Ersatz für "Biss zum Morgengrauen" gesucht...
Und bin so auf eine super Serie aufmerksam geworden, wo ich keine Seite bereue.

In Cincinatti leben Menschen, Vampire, Hexen, Untote, nette "Figuren" und Unterweldler. Hauptfigur ist der Runner (Kopfgeldjäger) Rachel Morgan. Sie ist dafür zuständig Bösewichte zu fangen, die gegen das Gesetz verstoßen haben.

Das erste Buch beschreibt die Entstehungsgeschichte der ganzen Szenerie.
Rachel arbeitet in der I.S., wo sie eben die Bösewichte fängt. Eines Tages hat sie salopp gesagt die Nase voll und will aussteigen. Doch das ist nicht so einfach und so wird ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt. Ab da an sind Tiermenschen und andere Unhode hinter ihr her.
Ihre Kollegin Ivy (untote Vampirin) folgt ihrem Ausstieg und kann sich, wie auch immer, ohne Probleme aus der I.S. freikaufen.
So kommt es wie es kommen muss, die beiden gründen eine eigene Firma, zusammen mit dem Pixie Jenks. Sie wohnen in einer Kirche, doch das ist nicht so einfach wie man denkt.
Rachel ist ein Mensch, Ivy ein nicht praktizierender Vampir. Und so kommt es wie es kommen muss, ab und zu geraten die beiden in brenzliche Situationen.
Doch das ist ja nicht Rachels einziges Problem:
Trent Kalamack (DIE Figur schlechthin in der Serie, der gefährlichsten Gangster der Stadt) handelt mit Biodrogen- und womöglich auch anderen Sachen. Doch das zu beweisen ist gar nicht so einfach und ganz schön gefährlich.

Kim Harrison schreibt locker, teils witzig, erotisch und spannend. NAtürlich kann man sich darüber streiten, aber ich liebe es!
Dadurch das fiese Situationen immer wieder aufgelockert werden verliert man nicht den Spaß an dem Buch.

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Bewertung von hrafnaklukka aus Rüthen am 13.02.2009 ***** gut
Bei dem Buch „Blutspur“ handelt es sich um einen guten Auftakt zu einer neuen Serie über die Kopfgeldjägerin Rachel Morgan.
Nach einer -durch eine Tomate ausgelösten- Seuche hat sich die Welt gewandelt. Paranormale Gestalten wie beispielsweise Vampire, Pixies, Werwölfe und Hexen haben ihre Tarnung aufgegeben und wandeln auf der Erde. Rachel, Hexe und eigentlich Angestellte der Inderlander-Polizei (sozusagen der Paranormale Ordnungsdienst) quittiert den Dienst und gründet eine eigene Detektiv- Agentur mit ihrer ehemaligen Kollegin Ivy, einer Vampirin und dem Pixie Jenks. Daraufhin setzt ihr ehemaliger Chef ein Kopfgeld auf sie aus, und schon ist sie mitten in ihrem Abenteuer.
Anfangs fand ich diese „neue Welt“ mit den unbekannten Fantasie-Gestalten und der neuen Ordnung sehr verwirrend. Wenn man sich jedoch erstmal eingelesen hat, muss man Rachel und ihre Kollegen einfach gern haben. Rachel, die etwas naiv und chaotisch in die Story stolpert, Ivy, eine Vampirin mit Gewissen und heimlich-offensichtlich verliebt in Rachel, und der vorlaute Jenks mit seiner zahlreichen Familie. Erfrischend finde ich das Rachel nicht auf einmal lang in ihr schlummernde Superkräfte entwickelt, sondern einfach so bleibt wie sie ist und sich immer wieder auf ihre Freunde verlassen muss. Auch die „Nebendarsteller“ sind von der Autorin liebevoll entworfen worden.
Wenn man den etwas knüseligen Anfang erstmal überwunden hat ist das Buch wirklich gut zu lesen, die Geschichte temporeich, ohne überladen zu wirken, kurzweilig und witzig. Sicher, es gibt auch bessere – aber ich finde, aus dem zur Zeit so überladenem Genre sticht sie schon durch ihre indivudelle Erzählweise heraus. Der erste Band endet natürlich – wie das bei Serien fast immer der Fall ist - mit einem kleinen Cliffhanger, der neugierig auf den nächsten Band „Blutspiel“ machen soll , aber auch das trübt den Lesespass nicht wirklich.

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