Der Nachtzirkus - Morgenstern, Erin
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Erin Morgenstern 

Der Nachtzirkus

Roman

Übersetzung: Brigitte Jakobeit
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Der Nachtzirkus

Er kommt ohne Ankündigung und hat nur bei Nacht geöffnet: der Cirque des Rêves Zirkus der Träume. Um ein geheimnisvolles Freudenfeuer herum scharen sich fantastische Zelte, jedes eine Welt für sich, einzigartig und nie gesehen. Doch hinter den Kulissen findet der unerbittliche Wettbewerb zweier verfeindeter Magier statt. Sie bereiten ihre Kinder darauf vor, zu vollenden, was sie selber nie geschafft haben: den Kampf auf Leben und Tod zu entscheiden. Doch als Celia und Marco einander schließlich begegnen, geschieht, was nicht vorgesehen war: Sie verlieben sich rettungslos ineinander. Von ihren Vätern unlösbar an den Zirkus und ihren tödlichen Wettstreit gebunden, ringen sie verzweifelt um ihre Liebe, ihr Leben und eine traumhafte Welt, die für immer unterzugehen droht.


Produktinformation

  • Verlag: Ullstein Hc
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 460 S.
  • Seitenzahl: 464
  • Deutsch
  • Abmessung: 222mm x 148mm x 42mm
  • Gewicht: 678g
  • ISBN-13: 9783550088742
  • ISBN-10: 3550088744
  • Best.Nr.: 34505710
"Man taucht in diesen Mikrokosmos ein und kommt nicht mehr davon los.", BERLINER MORGENPOST, Manuela Molnos, 14.04.2012
Erin Morgenstern ist bildende Künstlerin und Autorin. Sie lebt mit ihren zwei Katzen in Salem, Massachusetts.

Blick ins Buch "Der Nachtzirkus"


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Kundenbewertungen zu "Der Nachtzirkus" von "Erin Morgenstern"

15 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.3 von 5 Sterne bei 15 Bewertungen **** sehr gut)
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Bewertung von Angela.Bücherwurm aus Wülfrath am 29.03.2013 ***** sehr gut
Ein magisches Spiel in einer märchenhaften Zirkuswelt

Celia, Tochter und Schülerin des berühmten Magiers Prospero und Marco, Waisenjunge und Schüler eines weiteren erfolgreichen Zauberers ( seine Identität bleibt lange im Dunkeln ), werden von ihren Lehrmeistern einzig und allein dazu ausgebildet, in einem magischen Duell gegeneinander anzutreten. Wie dieses Duell genau aussieht und vonstatten geht, wie lange es dauert, wer, wann ,von wem zum Sieger bzw. Verlierer erklärt wird, ist den Kontrahenten nicht bekannt. Ja, sie wissen sogar lange Zeit nicht, wer ihr Gegner ist . Und als sie sich schließlich kennenlernen, geschieht, was nicht sein darf : sie verlieben sich ineinander.

Plattform für diesen magischen Kampf ist der " Cirque des Rêves ", der Nachtzirkus, der allein aus diesem Grund erschaffen wurde. Dieser Zirkus ist einzig in seiner Art. Er taucht plötzlich und unerwartet auf, er folgt keiner festgelegten Route, Vorstellungen gibt es nur bei Nacht. Er besteht nicht nur wie üblich aus einem Zelt, sondern aus scheinbar unendlich vielen. Jedes beherbergt eine außergewöhnliche, einmalige Attraktion. Es gibt z.B. einen Eisgarten, ein Wolkenlabyrinth oder auch den Tränenteich. Und ständig kommen neue Zelte hinzu. Alles in diesem sonderbaren Zirkus ist schwarz-weiß und hin und wieder ein wenig grau bzw. silber : die Zelte bis hin zu den Kostümen der Artisten . Nur das Publikum bringt des nachts Farbe mit rein.

An diesem magischen Ort muss sich letztendlich alles, das Schicksal von Celia und Marco, ja das Schicksal des gesamten " Cirque des Rêves " entscheiden.

Mir hat dieser zauberhafte Roman gut gefallen, doch sicher ist er nicht jedermanns Sache.

Er hebt sich deutlich von anderen Fantasybüchern ab, sowohl inhaltlich, als auch sprachlich. Insbesondere die Sprache ist ein wenig gewöhnungsbedürftig. Auf der einen Seite wird diese Zirkuswelt sehr bildhaft und lebendig beschrieben. Man glaubt fast, mit dabei zu sein. Andererseits ist der Sprachstil besonders in Bezug auf die Protagonisten sehr distanziert, fast schon emotionslos. Daher kommen für mich die einzelnen Charaktere auch nicht klar genug heraus. Auch die Liebesgeschichte bleibt eher flach und überzeugt nicht wirklich.

Ich denke, man sollte dieses Buch auch nicht soeben mal zwischendurch lesen , sonst könnte man aufgrund der vielen Zeitsprünge und der Vielzahl der auftretenden Personen schnell den Überblick verlieren. Wer sich jedoch darauf einlassen kann, kommt in den Genuss einer zauberhaften, außergewöhnlichen Geschichte. Sie sprüht nur so von fantasievollen Ideen. Wenn ich hier auch nicht von Spannung im typischen Sinne sprechen würde, so wird dennoch fast die ganze Zeit eine gewisse gespannte Erwartung und Neugier erzeugt. Ich konnte das Buch vor allem zum Ende hin kaum noch aus der Hand legen. Ich wollte unbedingt wissen, wie alles zusammenhängt und ob es eine Lösung für Celia und Marco gibt.

Das Cover zu diesem Buch ist meines Erachtens zu 100 Prozent gelungen und passend. Es spiegelt sehr viel von dem wieder, was den Roman ausmacht.

Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, der gerne mal einen besonderen, märchenhaften Fantasy-Roman lesen möchte, der eben anders ist als die Masse.

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Bewertung von anyways aus greifswald am 23.08.2012 ***** ausgezeichnet
„Der Zirkus der Träume“ wird er genannt. Er taucht fast wie aus dem Nichts auf, bleibt ein paar Tage, um dann genauso schnell und geheimnisvoll zu verschwinden. Aber er schafft was kein sonstiges Vergnügen schafft, er verzaubert die Menschen. Manche sogar so schlimm das sie ihm versuchen hinter herzureisen. Geöffnet hat er nur in der Nacht….
Ein altes Machtspiel zwischen Zauberlehrer und Zauberschüler das über die Jahrhunderte hinweg ausgetragen wird, ist der Schlüssel zu diesem Zirkus. Der Adoptivsohn des Einen und die Tochter des Anderen treten unwissentlich gegeneinander in einen Wettkampf. Ein Spiel auf Leben und Tod. Über die Jahre werden ihnen die kniffligsten Tricks beigebracht und dabei muss ihre Kunst wie ein Trick aussehen, nicht wie echte Magie. Aber es passiert etwas was die alten Kontrahenten nicht einplanten, Gefühle die die Beiden jungen Spieler füreinander empfinden.

Romeo und Julia in einer magischen Version, in denen nicht das Ränkespiel ihrer (Zieh)Väter im Vordergrund steht , sondern dieser außergewöhnliche Zirkus. Dieser und seine magische Anziehungskraft werden immer wieder von einer Art Erzähler, dem deutschen Uhrmacher, reflektiert. Der eigentliche Showdown der beiden Liebenden fehlt aber, der Wettstreit an sich war für mich lange Zeit nicht präsent, erst ziemlich zum Ende wurde mir klar wie sie gegeneinander angetreten sind, nur hatte das mit einem „Kampf“ nicht viel gemein. Auffallend sind der sehr ausgefeilte, sprachgewaltige Schreibstil der jungen Autorin und die Komplexität ihrer Geschichte. Trotz dass der Roman in verschiedenen Zeitebenen spielt und immer wieder durch den „Erzähler“ unterbrochen wird, konnte man ihm ohne großes Zögern folgen. Ganz besonders hat mich aber die Phantasie der Autorin und die Beschreibung der beiden jungen Magier und ihrer außergewöhnlichen Fähigkeiten beeindruckt.

Fazit: Ein bemerkenswerter(s) Roman (Märchen) das durch seine Vielschichtigkeit besticht, die nur geschmälert durch den, für mich, fehlenden Wettstreit wird.

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Bewertung von Elohym78 aus Horhausen am 23.08.2012 ***** ausgezeichnet
Hereinspaziert! Hereinspaziert!

Erleben Sie die unvergesslichen Wunder des Cirque des Reves - des Zirkus der Träume! Lassen Sie sich verzaubern! Stuanen Sie und lassen sich von der Nacht forttragen!
Möchten Sie einen Garten aus reinem Eis erleben? Ein niemals endendes Labyrinth? Sich die Zukunft vorhersagen lassen? Oder lieber auf einem Karussel reiten, auf dem die Tiere lebensecht scheinen?

Hereinspaziert! Hereinspaziert!

Folgen Sie den Spuren des Cirque des Reves! Erleben Sie eine Nacht ohne Anfang und ohne Ende; einen in Erfüllung gegangenen Traum!

So, oder so ähnliche könnten die Anschlagetafeln des wohl einmaligsten Zirkus der Welt lauten. Doch er erscheint von einem Tag auf den nächsten und keiner weiß genau wo. Doch sobald er da ist, kann sich niemand dem magischen Zug des Zirkus entziehen.
So ergeht es auch dem jungen Bailey, der schon als Kind von dieser magischen Welt angezogen wurde. Mit den Jahren wird seine Sehnsucht immer größer und als der Zirkus endlich wieder in seiner Stadt gastiert, verfängt er sich. Was ist Traum? Was Wirklichkeit? Er ist gefangen in den kleinen und großen Wundern, die Celia und Marco weben.
Die beiden verbindet ein untrennbares Band. Ihre beiden Lehrmeister haben sie auserkoren, um einen magischen Wettstreit zu führen. Celia und Marco wissen davon, ahnen aber nicht, wo es hinführt.

Das Cover zeigt eine weiße Hand, die einen schwarz/weißen Zirkus mit roten Elementen hält. Ich hätte mir kein schöneres Cover für dieses einmalige Buch vorstellen können!

Erin Morgenstern entführt ihre Leser in eine Welt voller Wunder. Ein modernes Märchen, bei dem ich aus dem Staunen nicht mehr raus kaum. Die Autorin flicht ein zartes Netz aus Phantasie und spinnt ihre Leser unmerklich immer fester darin ein. Spannung, Nervenkitzel, Liebe und kindliches Staunen lassen dieses Buch förmlich zum Leben erwachen. Erin Morgenstern beschreibt die Atraktionen des Zirkus detailiert, lässt aber genung Spielraum für die eigene Vorstellungskraft. Fast, aber nur fast, kann man sich in dieser wunderbaren Welt verlieren. Die Handlungsstränge wirken leicht verloren, gehören aber zu dieser Geschichte und geben ihr dadurch Tiefgang und einen Hauch Glaubwürdigkeit.

Ihre Protagonisten beschreibt die Autorin interessant und authentisch. Trotzdem konnte ich keinen wirklichen Bezug zu ihnen aufbauen, was anscheinend aber auch nicht gewollt ist. Sie wirken genauso flüchtig wie die Handlung, die sprunghaft von einem Wunder zum nächsten springt. Ich beobachtet voller Spannung und Freude die Enwicklung von Celia und Marco. So bald man eine Seite umblättert, geht die Handlung in eine Richtung, die man sich in seinen kühnsten Träumen nicht vorgestellt, oder man mit gerechnet hätte.

Mein Fazit:
Das Buch ist wie eine Melodie: Flüchtig, schwer zu greifen und doch wie ein Ohrwurm unvergesslich.

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Bewertung von Bella von www.bellaswonderworld.de aus Karlsruhe am 23.08.2012 ***** ausgezeichnet
Beschreibung

Der Cirque de Rêves hat nur bei Nacht seine Tore geöffnet und erscheint des öfteren ohne Ankündigung. Schnell erfreut sich der Zirkus der Träume an einem begeisterten Publikum, das sich durch die fantasievollen Zelte bewegt und immer wieder auf's neue eine andere Welt kennen lernt. Viele Menschen sind so begeistert vom Cirque de Rêves das sie ihm sogar hinterherreisen.

Hinter den magischen schwarz-weiß Kulissen findet ein unberechenbarer Kampf zweier verfeindeter Magier statt. Ein jeder von Ihnen bildet ein Kind aus und bereitet es darauf vor eine unbeschriebene Prüfung zu meistern. Doch als Celia und Marco sich begegnen und ineinander verlieben steht ihnen der tödliche Wettstreit der sie an den Zirkus bindet im Weg. Verzweifelt kämpfen sie um ihre Liebe und um das Weiterbestehen ihres geliebten Zuhauses…

Meine Meinung

Schon das wunderschön gestaltete Cover erzeugt eine magische Atmosphäre die geradezu danach schreit "LIES MICH"! Das habe ich nun auch getan und ich wurde nicht enttäuscht denn Der Nachtzirkus von Erin Morgenstern verzaubert einen geradezu mit seiner fantasievollen Geschichte.

Zu Beginn brauchte es zwar seine Zeit bis ich in das Buch eintauchen konnte, aber je mehr ich über die Welt der Zauberer und der Magie erfuhr, und ich die Entstehung des Cirque de Rêves mitverfolgen konnte umso begeisterer war ich. Obwohl ich zuerst dachte das die Kinder Celia und Marco mit ihrem bevorstehenden magischen Kampf im Mittelpunkt der Geschichte stehen würden doch je weiter die Geschichte vortschritt desto klarer wird, dass der Zirkus selbst Dreh- und Angelpunkt des Ganzen ist.

Erin Morgenstern spinnt gekonnt verschiedene Geschichten um den Zirkus und macht ihn mit jeder einzelnen noch interessanter. Es entstehen immer mehr Handlungsstränge die früher oder später zueinander führen werden. Der Nachtzirkus ist daher keine ganz so leichte Lektüre.

Dank dem anspruchsvollen und bildhaften Erzählstil der Autorin liest sich das Buch wunderbar leicht. Da die Geschichte des Zirkus um die Jahrhundertwende spielt passt die nostalgitsche Sprach die Erin Morgenstern anwendet perfekt. Besonders toll finde ich die Atmosphäre die Erin Morgenstern mit dem Zirkus entstehen lässt. Ich konnte förmlich die großen Kinderaugen vor mir sehen und hatte den Geruch von Popcorn, Zimtschnecken und heißer Schokolade in der Nase. Die Autorin versteht es wirklich den Leser in eine andere Welt zu entführen!

An Spannung mangelte es auch nicht, denn bis zum Schluss blieb es spannend wie der Kampf zwischen den Zauberen ausgeht und ob Celia und Marcos Liebe überhaupt eine Chance hat zu bestehen. Sehr mitgenommen hat mich die Geschichte über den Uhrmacher Frederick Thiessen der zwar nur eine kleine Rolle im Gesamtwerk spielt den ich aber dennoch als sehr wichtig empfunden habe. Er ist der Macher einer einzigartigen Uhr, die den Nachtzirkus schmückt, und da seine Leidenschaft für den Zirkus unübersehbar ist beginnt er Artikel über ihn zu schreiben und wird somit zum ersten Rêveurs des Nachtzirkus.

Der Nachtzirkus ist ein besonderes Schmökerwerk das mit Genuss gelesen werden sollte! Ich vergebe für diese schriftstellerische Glanzleistung 5 von 5 Grinsekatzen.

Über die Autorin

Erin Morgenstern ist bildende Künstlerin und Autorin. Sie lebt mit ihren zwei Katzen in Salem, Massachusetts. Der Nachtzirkus ist ihr erster Roman. (Qulle: Ullstein)

Fazit

Eine Geschichte die zum staunen und träumen verleitet!

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© Bellas Wonderworld; Rezension vom 13.08.2012

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Bewertung von Meggie aus Mertesheim am 19.08.2012 ***** ausgezeichnet
Le Cirque des Réves – der Zirkus der Träume. Er hat nur bei Nacht geöffnet und man entdeckt Dinge, die einem an der Wirklichkeit zweifeln lassen. Träume werden Realität, Artisten, Illusionisten, Schlangenmenschen, Dompteure, kein Wunsch bleibt unerfüllt. Doch am Tage sieht es anders aus. An den Zirkus gebunden müssen Celia und Marco einen Wettstreit ausfechten, der ihnen aufgezwungen wurde. Und entschieden werden kann dieses Spiel nur durch eins: den Tod des anderen. Doch die Liebe zwischen Celia und Marco ist zu groß, als das beide das Spiel beenden wollen. Doch scheint es letztendlich keinen anderen Ausweg zu geben.

Mit ihrem Debüt legt die Autorin einen fantasievollen Roman vor. Beim Lesen taucht man in eine Welt ein, die einem durchaus sehr real vorkommt. Ich hatte immer ein sehr „zartes“ Gefühl beim Lesen, ich wurde ruhig, konzentrierte mich stark auf das Gelesene und sog jedes Wort in mich auf.

Ich weiß gar nicht genau, wie ich das Buch richtig beschreiben kann. Ein „WOW“ drückt nicht einen Bruchteil dessen aus, was ich empfinde.

Die Figuren sind so wunderbar gezeichnet, dass man das Gefühl hat, jeden schon ewig zu kennen. Es gab keinen Charakter, den ich nicht leiden konnte. Jeder hatte es, für das man ihn einfach lieben musste. Auch wenn nicht immer mit offenen Karten gespielt wird, konnte man jedoch keinem Falschheit unterstellen, da alle in das große Spiel miteinbezogen wurden. Jeder half, wo er helfen konnte. Jeder hat die ihm zugedachte Rolle nach bestem Gewissen ausgeführt.

Besonders gut gefallen hat mir die Beschreibung der Wunschtraumuhr und auch die Figur des Erfinders, Friedrick Thiessen. Hier hat die Autorin es einfach wunderbar geschafft, dass Thiessens Charakter in der Uhr wiederzufinden ist, sein Wille und seine Leidenschaft sind in diese Erfindung eingeflossen und so hat die Uhr wunderbar zu ihm und auch zum Zirkus gepasst.

Es wird abwechselnd aus Celias, Marcos, den Zwillingen Poppet und Widget sowie aus Bailys Sicht erzählt. Diese vier Handlungsstränge laufen am Ende alle ineinander und lassen das Buch so zu einem Ganzen werden.

Zwischendrin gibt es einzelne Kapitel, in denen der Leser direkt angesprochen wird und man dadurch das Gefühl vermittelt bekommt, selbst durch den Zirkus zu laufen.

Der Autorin ist ein wirklich außergewöhnliches Buch gelungen. Ihre Sprachstil zieht einem sofort in den Bann, man kann sich nur schwer lösen und wieder in den Alltag zurückfinden.

Fazit:
Ein hinreißendes Buch über die Liebe, das Spiel und den Tod.

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Bewertung von netty176 am 17.07.2012 ***** sehr gut
Der Nachtzirkus, ich persönlich fand den Titel schon sehr ansprechend. Als Kind habe ich den Zirkus geliebt und gehe auch noch heute gerne mit meinen Kindern hin. Der Nachtzirkus ist jedoch noch so, wie man sich einen „normalen“ Zirkus vorstellt. Nein, die Aufführungen sind nur Nachts.
Die Geschichte an sich fand ich großartig. Auch der Schreibstil von Erin Morgenstern ist sehr flüssig und dadurch sehr leicht zu lesen.
Das Buch hat mich von Anfang bis zum Ende mit seiner Magie gefesselt. Die Autorin hat es so real geschrieben, dass man beinahe glaubte selber in diesem Zirkus zu stehen und das alles mit zu erleben. Sie hat immer aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, was es einem leicht machte, immer in den jeweiligen Protagonist einzutauchen.
Marco und Celia, die beiden Hauptprotagonisten , sind mir von Anfang an sympathisch gewesen. Ich habe mit beiden mitgefiebert. Celias Vater, Prospero , ein ehrgeiziger Magier weiß nichts davon dass er eine Tochter hat, diese steht dann ganz plötzlich mit einen Brief ihrer Mutter bei ihm im Zirkus. Dieser schickt seine Tochter in das magische Duell und riskiert damit sogar ihr Leben. Auf so einen Vater könnte man auch sehr gut verzichten.
Marco, der keine Eltern mehr hat, wird von Mister Ah aus dem Waisenhaus geholt um ebenfalls an dem magischen Duell teilzunehmen. Ich persönlich fand ihn doch uninteressant auch sein kommen und gehen waren für mich mehr schlecht als recht.
Die Beziehung zwischen Marco und Celia kam meiner Meinung nach etwas zu kurz. Da hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin es so toll beschreibt wie den Zirkus selber. Auch die zum Teil extremen Zeitsprünge hätten meiner Meinung nach etwas geringer ausfallen können. Man musste sich schon sehr auf das Buch konzentrieren.
Mein Fazit, wer gerne einmal in die Welt der Magie und dem Zirkus eintauchen will, wird dieses Buch lieben.
Ich gebe dem Buch 4,5 von 5 Sternen, da mir die Zeitsprünge doch etwas zu groß waren.

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Bewertung von Eva L. aus Osnabrück am 07.06.2012 ***** gut
Erin Morgensterns „Der Nachtzirkus“ ist ein Buch, das auf den ersten Blick ins Auge sticht. Selten habe ich so ein schönes Cover gesehen! Aber auch begeisterte Lesermeinungen auf dem hinteren Buchdeckel sowie der Klappentext versprechen ein sehr besonderes Buch. Ein besonderes Buch ist „Der Nachtzirkus“ in der Tat, jedoch anders, als man zuerst annehmen mag.

Dass sie schreiben kann, stellt Erin Morgenstern mit diesem Debüt sehr eindrucksvoll unter Beweis. Sprachlich ist „Der Nachtzirkus“ erstklassig, die Sätze sind nicht nur schnöde Aneinanderreihungen von Worten, sondern wahre Kunstwerke. Stundenlang könnte man in den Beschreibungen des Zirkus versinken, die das Kopfkino in Gang bringen und das Gefühl vermitteln, selbst im Zirkus zu sein. Anders als wundervoll kann man den Schreibstil der Autorin nicht bezeichnen.

Leider lässt jedoch die Geschichte in ihrer Umsetzung etwas zu wünschen übrig. Trotz aller Schönheit der Worte habe ich das Buch nach dem Lesen mit dem Gedanken „Was für ein merkwürdiges Buch“ zugeklappt. Das grundsätzliche Gerüst der Geschichte ist mir klar, aber oft bin ich bei den Sprüngen, die die Handlung immer wieder macht, nicht ganz mitgekommen. Einige Dinge habe ich auch schlichtweg nicht verstanden, allerdings kann ich nicht sagen, ob es daran liegt, dass die Geschichte Logikfehler beinhaltet oder ich aufgrund der blumigen Sprache wichtige Szenen nicht begriffen habe.

Auch die Figuren sind durch die Bank weg merkwürdige Gestalten, aus denen ich nicht schlau werden konnte. Einzig den Zwillingen Poppet und Widget gelingt es, Sympathien zu wecken. Zu Celia und Marco findet man überhaupt keinen Zugang, und die im Klappentext angedeutete große Liebesgeschichte finde ich ziemlich lieblos und wenig nachvollziehbar.

„Der Nachtzirkus“ ist keinesfalls ein schlechtes Buch, lebt aber mehr vom wunderschönen Schreibstil der Autorin Erin Morgenstern denn von seiner Handlung. Lesern, die Lust haben, sich auf die Geschichte einzulassen und in beinahe poetisch anmutender Schreibkunst zu versinken, denen sei dieses Buch wärmstens empfohlen.

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Bewertung von Monili84 aus Aachen am 23.05.2012 ***** ausgezeichnet
Es gibt Bücher die können dich verzaubern, dies ist eines davon !!!
Von der ersten Seite an, glaubst du im Nachtzirkus zu sein, in einem wahrgewordenen Kindheitstraum. Eine Welt voller Magie, märchenhaft und gefährlich zugleich.
Der Nachtzirkus fesselt dich von Anbeginn... du tauchst immer tiefer hinein...
Du liebst und leidest mit Marco und Celia. Gefangen in einem Spiel im nächtlichen dunklen Zirkus. Der Zirkus mit den schwarz weiß gestreiften Zelten ist ihr Leben. Und sie sind der Zirkus... Schöpfer und Kraft dieses kleinen und doch so mächtigen Kosmos, trotzdem sind die beiden nie frei. Lies bis zum Schluß und erlebe mit, ob die Liebenden zueinander finden und welches Schicksal ihren Cirque de Rêve ereilt. Der Nachtzirkus lebt förmlich, nicht nur mit den großen Zauberkünstlern, auch in den anderen anderen Akteuren brennt das Feuer weiß und doch lichterloh. Sie gehören alle zusammen, zu einem großen Ganzen.
Aber sei vorsichtig, du könntest ein "Rêveur" werden !!! Die Menschen verfallen der Anziehung dieser dunklen Welt abseits des Tageslicht, die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit verschwimmen vor ihren Augen... was ist Schein was ist sein??? Die "Rêveurs" sind eine weltweite Gemeinschaft, quasi ein Fanclub des Zirkus, dem sie ihr Leben widmen. Sie folgen den Zelten auf ihren geheimen Pfaden oft weit weg, sogar auf andere Kontinente. Die Show in dem Zeltdorf hat sie so sehr gefesselt, dass sich fortan alles um dessen mystische Reise dreht. Dabei scheuen sie weder Geld noch die Mühen der Reise. Denn nur der Cirque de Rêve kann plötzlich im Morgentau mit einem geheimnisvollen Zug verschwinden. Wo ist er hin? Kannst du ihn wiederfinden? Denn ohne ihn macht nichts mehr einen Sinn, also reise mit den Rêve und erzähle die Geschichte weiter, denn nur so kann ein Traum wirklich werden. Wenn du also in einem Zirkus eine Dame oder einen Gentlemen in schwarz gekleidet mit einem feuerroten Accessoire, wie z. B. einem schönen Schal triffst, dann ist es sicher jmd aus dem Club der "Rêveurs" ..geh hin und frag nach, wie du zum nächsten Schauplatz des Nachtzirkus kommst und mach dich auf die Reise deines Lebens...

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Bewertung von sahapu am 01.05.2012 ***** gut
Dieses Buch hat seine Stärken und seine Schwächen. Wobei sich beides ungefähr die Waage hält und man nie versucht ist abzubrechen.

Die Grundgeschichte an sich ist mir zu oberflächlich erzählt. Die beiden Zauberer Hector Bowen (Prospero) und Alexander liefern sich seit langer Zeit ein Spiel in dem es nur einen Gewinner gibt. Sie lassen zwei Zauberschüler gegeneinander antreten, wobei lange unklar ist, wie die Regeln des Spieles überhaupt lauten. Das Ganze soll an einem öffentlichen Ort ausgetragen werden. Diesmal treten Hector Bowens Tochter Celia und der Waisenhausjunge Marco gegeneinander an. Beide werden auf unterschiedliche Weise von den Zauberern unterrichtet. Der Austragungsort soll ein besonderer Zirkus sein.

Jedoch passiert das Gegenteil. Anstatt sich zu duellieren, verlieben sich die beiden Spielpartner und arbeiten eher miteinander statt gegeneinander. Sehr zum Ärgernis der beiden Wettpartner.

Der Schreibstil an sich ist gewöhnungsbedürftig, aber nicht schlecht. Die Nebencharaktere sind für mich interessanter und irgendwie präsenter als die Hauptcharaktere. Ich mochte ihre Geschichten lieber lesen, als die von Celia und Marco. Das Buch weiß zu packen und da ignoriert man gerne die kleinen Schwächen.
Das Leben in und um den Zirkus ist wunderschön erzählt. Die Geschichte hallt ihm Kopf noch eine Zeitlang nach. Man denkt immer wieder über das ein oder andere Detail genauer nach.

Im Fazit eine gelungene Geschichte, die man auf jeden Fall selbst gelesen haben sollte, um sich sein eigenes Urteil zu bilden.

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Bewertung von Nefret am 01.05.2012 ***** sehr gut
Zwei Magier liegen seit Jahrzehnten im Wettstreit. Sie schließen eine Wette ab, welcher ihrer beiden Zöglinge, Celia und Marco, dem anderen überlegen ist. Schauplatz ist der Cirque des Rêves, der Nachtzirkus, der plötzlich auftaucht und seine Besucher verzaubert.

Erin Morgenstern hat mit „Der Nachtzirkus“ eine magische, phantasievolle Welt geschaffen, in der der Cirque des Rêves, der Zirkus der Träume, im Mittelpunkt steht. Hier gibt tatsächlich Magie und jeder Besucher findet das, was für ihn den perfekten Zirkus ausmacht. Morgenstern schöpft hier aus dem Vollen.

Ich muss gestehen, dass ich nach den ersten Kapiteln einen anderen, blutigeren Handlungsverlauf erwartet hatte. Doch das von mir erwartete Duell fand so nicht statt. Viel mehr übertrumpfen sich Celia und Marco gegenseitig, in dem sie immer weitere neue, spektakuläre Zirkusattraktionen erschaffen.

Morgenstern hat einen Schreibstil, der nicht unbedingt jedem Leser liegen wird. Meist bleibt eine gewisse Distanz zu den Figuren, sie werden neutral und sachlich beschrieben. Dadurch hat die Liebesgeschichte zwischen Marco und Celia für mich auch nicht so richtig funktioniert.

Zwischen den Kapiteln findet häufig ein Wechsel zwischen den Zeiten statt. Das kann beim Lesen zu Beginn etwas verwirren, trägt aber zur besonderen Atmosphäre des Buchs bei.

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