Das neue Tal - Weil, Josh

Josh Weil 

Das neue Tal

Novelle

Aus d. Engl. v. Stephan Kleiner
Gebundenes Buch
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
18 ebmiles sammeln
EUR 17,99
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Andere Kunden interessierten sich auch für

Das neue Tal

Stillman Wing ist 71 Jahre alt. Er lebt, wie schon der Held in Josh Weils erster, viel gelobter Novelle Herdentiere, in den Blue Ridge Mountains in Virginia. Gerade wurde ihm gekündigt. Um sich zu rächen, stiehlt er in einer Nacht-und-Nebel-Aktion das Schmuckstück aus der Traktorensammlung seines alten Bosses, den Deutz Diesel, Baujahr 1928.
Fünf Jahre lang renoviert er ihn als Geschenk für seine Tochter. Er macht sich Sorgen um Caroline, sie ist schon 35, fettleibig und lebt in den Tag hinein, immer bringt sie neue, nutzlose Liebhaber nach Hause. Sie ist sein Ein und Alles. Und dann geht sie, zieht zu den lauten Kommunarden am Ende des Tals, nimmt gefährliche rituelle Bäder in einem verseuchten Teich und erwartet ein Kind. Stillmans Welt gerät vollständig aus dem Gleichgewicht. Da steigt er zum ersten Mal auf den funkelnden Deutz und fährt dorthin, wo die Rinder begraben sind und wo die jungen Leute tanzen und singen.


Produktinformation

  • Verlag: Dumont Buchverlag
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 125 S. m. Illustr.
  • Seitenzahl: 125
  • Deutsch
  • Abmessung: 218mm x 144mm x 20mm
  • Gewicht: 260g
  • ISBN-13: 9783832196080
  • ISBN-10: 3832196080
  • Best.Nr.: 33353869
"Eine stille, meisterhafte Novelle über lebenslange Illusionen und den Versuch sich seine Würde zu bewahren." -- JOURNAL FRANKFURT

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 26.11.2011

Das Lachen der Landmaschine

Der junge Amerikaner Josh Weil erzählt von einem alten Mann, der lieber an einem Traktor tüftelt, als sein Leben zu reparieren. Sein unscheinbares, kleines Buch stellt uns große Fragen.

Von Lena Bopp

Die einzige Novelle, die in diesem an unerhörten Begebenheiten so reichen Herbst erschienen ist, stammt aus der Feder von Josh Weil. Der junge, 1976 geborene Amerikaner ist ein geübter Autor kurzer Prosastücke; als in den Vereinigten Staaten vor zwei Jahren sein erster Novellenband publiziert wurde, erntete er Lob und Preise, und so fand sich auch ein deutscher Verlag, der, man muss es so sagen, das Wagnis des Aus-der-Reihe-Tanzens einging und Weils Texte nun als das herausbringt, was sie sind: Novellen.

Natürlich kommen einem augenblicklich weitere Bücher in den Sinn, die strenggenommen in die gleiche Gattung gehören. Das wunderbare Buch "Meine Krönung" der Französin Véronique Bizot gehört ebenso dazu wie Judith Schalanskys hochgelobtes Werk "Der Hals der Giraffe". Aber auch in den vergangenen Jahren erschienen mit Thomas Hettches "Die Liebe der Väter", Philip Roth' "Empörung" und Ian McEwans "Am …

Weiter lesen

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Hymnisch bespricht Rezensent Christopher Schmidt diese "meisterhafte" Novelle des amerikanischen Autors Josh Weil. In "Das neue Tal" liest der Kritiker die Geschichte des an einer klinischen Angststörung leidenden, 71 Jahre alten Stillman, der mit seiner übergewichtigen Tochter und einem alten Deutz-Traktor zurückgezogen in den waldigen Hügeln von Virginia lebt. Während der alte Mann keine Rücksicht auf sich selbst nimmt, behandelt er den Traktor wie einen Menschen, so Schmidt. Bewundernd stellt der Rezensent fest, wie Weil diese Geschichte nicht als Pathologie, sondern als Parabel erzähle, in der er nicht nur den amerikanischen "Irrglauben" von der Beherrschbarkeit der Natur, sondern auch die Symbiose von Mensch und Maschine beschreibe. Darüber hinaus gelinge es dem Autor das Vergehen der Zeit so zu schildern, wie es Schmidt noch nie zuvor gelesen hat. Größte Anerkennung hat er aber für Weils kenntnisreiche und achtsame Detailschilderungen - etwa der Tiere, Pflanzen oder Einzelteile des Traktors. Ein "fantastischer" Schriftsteller, der aus dieser kleinen Erzählung "wahre Kunst" mache, meint der ganz hingerissene Kritiker.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 06.12.2011

Das Herz ist ein Verbrennungsmotor
So einfach sind die großen Fragen des Lebens: Josh Weil hat eine meisterhafte Novelle über einen alten Mann
und seinen Traktor geschrieben – „Das neue Tal“ ist eine Lektion in der Kunst des Erzählens Von Christopher Schmidt
Musst du nicht langsam in die Werkstatt?“, fragte sie. „Dein Geheimnis befummeln?“ Das Geheimnis ist ein alter Deutz-Traktor (3000 Kilo), den Stillman Wing seit Jahren liebevoll restauriert, und sie – das ist seine erwachsene Tochter Caroline (150 Kilo), mit der Stillman in den waldigen Hügeln von Virginia lebt. Tochter und Traktor bilden die schwergewichtigen Pole in seinem Leben, und Stillmans Irrtum besteht darin zu glauben, man könne das eine wie das andere behandeln: Bei guter Pflege und regelmäßiger Wartung bahne sich das Leben eine Furche noch auf steinigstem Grund. Und für eine Generalüberholung ist es nie zu spät! Carolines Adipositas müsste sich doch wegschrubben lassen wie der Rost auf dem Deutz – schließlich hält Stillman auch seinen eigenen Körper mit der Stahlwolle der Disziplin in Form. Dank strenger Diät und regelmäßigem Yoga-Training fühlt er sich mit 71 …

Weiter lesen

"Josh Weil hat eine meisterhafte Novelle über einen alten Mann und seinen Traktor geschrieben. Die Achtsamkeit für die Details, die Genauigkeit im Benennen - Josh Weil hat sie der Literatur neu ins Stammbuch geschrieben, und man kann ihn dafür nicht genug preisen. Denn aus diesem Staub ist wahre Kunst gemacht." SÜDDEUTSCHE ZEITUNG "Beeindruckend ist diese Novelle, unerhört sogar." DIE WELT "Weil verdichtet den lebenslangen Kampf eines Menschen mit sich selbst (...) und spielt alles aus, was der kurzen Prosa an erzählerischen Mitteln zur Verfügung steht (...) Er erzeugt dadurch einen Sog, der den Leser über alle mutwillig eingestreuten Hindernisse der Sprache hinwegzuziehen vermag." FAZ "Eine stille, meisterhafte Novelle über lebenslange Illusionen und den Versuch sich seine Würde zu bewahren." JOURNAL FRANKFURT "Eine sehr bewegende, intensiv erzählte Papa-Tochter-Geschichte." MAXI "Josh Weil schreibt in einer kargen und klaren Sprache, die er bildmächtig und mit poetischer Wucht auflädt. [...] Eine Entdeckung!" AUGSBURGER ALLGEMEINE "Trauer bleibt nach der Lektüre, Lebenswissen und die Beglückung, ein großes kleines Buch gelesen zu haben." DEUTSCHLANDRADIO KULTUR

"Josh Weil hat eine meisterhafte Novelle über einen alten Mann und seinen Traktor geschrieben. Die Achtsamkeit für die Details, die Genauigkeit im Benennen Josh Weil hat sie der Literatur neu ins Stammbuch geschrieben, und man kann ihn dafür nicht genug preisen. Denn aus diesem Staub ist wahre Kunst gemacht." (SÜDDEUTSCHE ZEITUNG)

"Beeindruckend ist diese Novelle, unerhört sogar." (DIE WELT)

"Eine stille, meisterhafte Novelle über lebenslange Illusionen und den Versuch sich seine Würde zu bewahren." (JOURNAL FRANKFURT)

"Eine sehr bewegende, intensiv erzählte Papa-Tochter-Geschichte." (MAXI)

"Josh Weil schreibt in einer kargen und klaren Sprache, die er bildmächtig und mit poetischer Wucht auflädt. [ ] Eine Entdeckung!" (AUGSBURGER ALLGEMEINE)

"Trauer bleibt nach der Lektüre, Lebenswissen und die Beglückung, ein großes kleines Buch gelesen zu haben." (DEUTSCHLANDRADIO KULTUR)
Mehr von