Neutrino - Close, Frank

Frank Close 

Neutrino

Übersetzung: Basler, Michael
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Neutrino

"Ich habe ein Teilchen postuliert, das nicht entdeckt werden kann", stellte der Physiker Wolfgang Pauli einst fest. Es brauchte lange Jahre, viel Geduld und großen Einfallsreichtum, um einen indirekten, flüchtigen Blick auf das schwer fassbare Neutrino zu erhaschen und jene Kiste Champagner zu gewinnen, die Pauli auf dessen Entdeckung gewettet hatte. Hier ist die Geschichte, wie dieses außergewöhnlichste aller Teilchen ohne Ladung, fast ohne Masse, nur selten mit Materie interagierend gesucht und gefunden wurde und wie uns die Neutrino-Astronomie nun tiefe Einblicke in die Herzen ferner Galaxien ermöglicht.

Im Jahre 1930 sagte der theoretische Physiker Wolfgang Pauli die Existenz eines winzigen Teilchens voraus, welches bei bestimmten radioaktiven Übergängen abgegeben wird. Es solle keine Ladung besitzen, praktisch ohne Masse sein und nur selten mit Materie interagieren. Aber wie entdeckt man ein Geister -Teilchen?
Jene außergewöhnlichen Partikel sind zum einen Überreste des Urknalls, zum anderen werden sie fortwährend in der Sonne und anderen Sternen erzeugt. Durch die Erde strömen sie zu Billionen, als ob diese aus Nichts bestehen würde. Wie Frank Close es ausdrückt: Wenn wir mit den Augen der Neutrinos sehen könnten, wäre die Nacht genauso hell wie der Tag: Neutrinos scheinen tagsüber von der Sonne herab auf unsere Köpfe und nachts ungetrübt durch unsere Betten hindurch nach oben.
In dieser faszinierenden Erzählung geht es um die ersten theoretischen Hinweise, dass ein solches Teilchen existieren muss, und um den Kampf, die Neutrinos zu fangen und ihre Natur zu verstehen. Frank Close schreibt die Geschichte dieser Teilchen, an der nicht nur eine Vielzahl unterschiedlicher Charaktere beteiligt sind, sondern auch tonnenweise Spülmittel in Tanks in Minen tief unter der Erde. So winzig Neutrinos auch sein mögen, sie tragen Informationen aus der Tiefe ferner Sterne und Galaxien. Und sie haben einen ganzen Zweig der Astronomie begründet, der es uns erlaubt, die frühen Momente des Universums selbst zu erforschen.


Produktinformation

  • Deutsch
  • Abmessung: 206mm x 139mm x 20mm
  • Gewicht: 366g
  • ISBN-13: 9783827429407
  • ISBN-10: 3827429404
  • Best.Nr.: 34691860
Der Erzählkunst des Autors ist es zu verdanken, dass dieses hochkomplexe und im Grunde unanschauliche Thema kompetent und stellenweise doch recht amüsant dargestellt wird. Es kann problemlos ohne Physikgrundkenntnisse verstanden werden und kommt gänzlich ohne Formeln aus. So wünscht man sich Wissenschaftskommunikation in Buchform im Jahr 2012! Sternzeit, Nr. 4 2012 Es ist ungefähr das kleinste Teilchen, das wir kennen, es saust jede Sekunde milliardenfach mit nahezu Lichtgeschwindigkeit durch uns hindurch. Bei der Erforschung der Radioaktivität funktionierte das bis dahin entwickelte Modell des Atombaus nicht mehr, ein neues Teilchen musste her. Daraufhin unterbreitete der berühmte Physiker Pauli einen unerhörten Vorschlag, der "nie experimentell verifiziert werden kann". Der Nachweis gelang ca. 26 Jahre später dennoch, und Pauli verlor durch eine Wette eine Kiste Champagner. Wie es dazu kam, welche Rolle dieses geisterhafte Teilchen, das extrem selten mit anderer Materie interagiert und dessen Nachweis viel Aufwand und Geduld erfordert, beim Aufbau der Materie wie auch bei der Erforschung des Kosmos spielt, schildert Close sehr anschaulich für einen breiten Leserkreis, lässt diesen quasi über die Schultern der beteiligten Forscher blicken. Das kleine Buch über ein kleines Teilchen sei gerne empfohlen. ekz.bibliotheksservice, 09.07.2012

Der Erzählkunst des Autors ist es zu verdanken, dass dieses hochkomplexe und im Grunde unanschauliche Thema kompetent und stellenweise doch recht amüsant dargestellt wird. Es kann problemlos ohne Physikgrundkenntnisse verstanden werden und kommt gänzlich ohne Formeln aus. So wünscht man sich Wissenschaftskommunikation in Buchform im Jahr 2012! Sternzeit, Nr. 4 2012 Ebenso faszinierend wie die Neutrinos selbst ist die Geschichte ihrer Entdeckung. Der britische Physiker Frank Close erzählt beides. Bewundernswert ist die Beharrlichkeit, mit der ein paar Physiker den extrem aufwendigen Nachweis für die Existenz des Neutrinos erbracht haben. Dafür gab es Nobelpreise. Nahezu vergessen, trotz bahnbrechender Beiträge zur Neutrinoforschung, ist dagegen der italienische Physiker Bruno Pontecorvo. Close räumt dem vor 19 Jahren in Russland verstorbenen Physiker nun den ihm angemessen Platz in der Neutrinoforschung ein. Sein Buch ist informativ, spannend und dazu noch sehr gut übersetzt. Bild der Wissenschaft, April 2013, Heinz Horeis Es ist ungefähr das kleinste Teilchen, das wir kennen, es saust jede Sekunde milliardenfach mit nahezu Lichtgeschwindigkeit durch uns hindurch. Bei der Erforschung der Radioaktivität funktionierte das bis dahin entwickelte Modell des Atombaus nicht mehr, ein neues Teilchen musste her. Daraufhin unterbreitete der berühmte Physiker Pauli einen unerhörten Vorschlag, der "nie experimentell verifiziert werden kann". Der Nachweis gelang ca. 26 Jahre später dennoch, und Pauli verlor durch eine Wette eine Kiste Champagner. Wie es dazu kam, welche Rolle dieses geisterhafte Teilchen, das extrem selten mit anderer Materie interagiert und dessen Nachweis viel Aufwand und Geduld erfordert, beim Aufbau der Materie wie auch bei der Erforschung des Kosmos spielt, schildert Close sehr anschaulich für einen breiten Leserkreis, lässt diesen quasi über die Schultern der beteiligten Forscher blicken. Das kleine Buch über ein kleines Teilchen sei gerne empfohlen. ekz.bibliotheksservice, 09.07.2012
Frank Close, bedeutender Physiker der Gegenwart, leitet die Abteilung für Theoretische Physik am Rutherford Appleton Laboratory (GB). Zudem forscht er am Europäischen Zentrum für Elementarteilchenphysik CERN (CH) und gestaltet populärwissenschaftliche Fernsehsendungen der BBC. Für seine großen Erfolge in der laienverständlichen Vermittlung physikalischer Themen erhielt er die Kelvin-Medaille für Kommunikation in der Physik.

Blick ins Buch "Neutrino"

Inhaltsangabe

Ray Davis.- Vorwort.- Ein verzweifelter Ausweg.- Das Unsichtbare sichtbar machen.- Der Hauptgewinn.- Scheint die Sonne noch?.- Wie viele Neutrinos schickt uns die Sonne?.- Physik im Untergrund.- Erst eins, dann zwei, dann drei.- Es fehlen noch mehr Neutrinos.- Ich könnte vor Freude tanzen.- Extragalaktische Neutrinos.- Reprise.- Anmerkungen.- Sachwortverzeichnis.

Inhaltsangabe

1 A desperate remedy
2 Seeing the invisible
3 Winning the lottery
4 Is the Sun still shining?
5 How many Solar neutrinos?
6 Underground science
7 One, two, three
8 More missing neutrinos
9 'I feel like I'm dancing I'm so happy'
10 Extragalactic neutrinos
11 Reprise

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