Wer die Möglichkeiten des eigenen Unternehmens erkennen und nutzen
möchte, braucht Hinweise von außen. Ein externer Berater, Trainer
oder Coach kann die richtigen Impulse geben, um das Unternehmen in
erfolgreichere Bahnen zu lenken.
Giso Weyand beschreibt, wie man geeignete Berater, Trainer oder
Coaches für das eigene Unternehmen aufspürt. Ziel ist es, den
passenden Anbieter zu finden, das Risiko zu minimieren und den
Return on Investment sicherzustellen. Weyand hat den Mittelstand im
Fokus und zeigt, welche praxisbewährten Kriterien für die Auswahl
anzulegen sind. Viele Checklisten und Tipps runden das Buch ab und
machen es zur unverzichtbaren Hilfe für die Praxis.
01.12.2008, Personalwirtschaft Der richtige Berater "Überzeugend und gut lesbar."
01.12.2008, Personalwirtschaft Der richtige Berater "Überzeugend und gut lesbar."
Giso Weyand arbeitet seit 1997 als Experte für Berater-Marketing. Er kennt viele Beratungsunternehmen aus der Innenperspektive und weiß, wie sich die Spreu vom Weizen trennen lässt. Der Autor publiziert regelmäßig Bücher zum Thema sowie Beiträge in den einschlägigen Fachmagazinen.
Leseprobe zu "Der richtige Berater" von Giso Weyand
Acht Merksätze für die Suche nach dem Richtigen
Ein Denkzettel
1.Teure Berater sind gute Berater.
Sie suchen Rat und Unterstützung? Dann gehen Sie zu einem Profi. Der weiß, was er kann - und was er wert ist. Und weil der Preis eines Beraters immer auch dessen Marktwert widerspiegelt, sind gute Berater sehr oft auch teuer und ihr Geld wert.
2.Die Branche ist besser als ihr Ruf.
Wie bei den Ärzten ist bei der Beratung gesunde Skepsis ein guter Ratgeber. Blender sind überall unterwegs, halten sich aber nicht lange. Die schwarzen Schafe sind überwiegend eine Erfindung der Sensationspresse. Und die wenigen wirklichen Blender sind mit gesundem Menschenverstand leicht zu entlarven.
3.Jeder kriegt den Berater, den er verdient.
Wer seine Hausaufgaben nicht macht, kann keine gute Beratung bekommen. Eine gründliche Analyse der Ausgangssituation, das präzise Formulieren von Zielen und die sorgfältige Beraterauswahl sind Aufgabe des Auftraggebers. Je gründlicher das gemacht wird, desto besser kann ein Berater arbeiten.
4.Jeder Termin sollte bezahlt werden - auch die erste Präsentation.
Wenn Sie ein unverbindliches Gespräch wollen, kriegen Sie ein unverbindliches Werbegespräch. Wollen Sie wirklich etwas über die Fähigkeiten eines Anbieters erfahren, sollten Sie auch eine Präsentation bezahlen. Im Gegenzug können Sie dann eine konkrete Aufgabe stellen und erwarten, dass sich Ihr Gegenüber intensiv mit Ihnen beschäftigt. Ein wesentlich besserer Ausblick auf seine künftigen Leistungen als ein Werbegespräch.
5.Coaching ist immer Problembewältigung.
"SchönwetterCoaching" ist Wunschdenken der Branche. Es wäre schön, wenn mehr Menschen ein Coaching zur Perfektionierung einsetzen würden, doch die Praxis ist anders: Wer ein Coaching bucht, hat ein Problem. Fast immer.
6.Ein guter Berater ist auch ein guter Unternehmer.
Er hat sein Unternehmen im Griff, macht gutes Marketing und lässt sich angemessen bezahlen. Macht er das nicht, liegt manchmal der Verdacht nahe, dass der Anbieter in die Selbstständigkeit und die Branche gerutscht ist.
7.Erfolg ist nur möglich, wenn die Begegnung zwischen Kunde und Klient auf Augenhöhe stattfindet.
Ohne gegenseitigen Respekt und Wertschätzung läuft wenig. Chefgetue, Dienstbotenbehandlung oder GuruJüngerVerhältnisse blockieren alles.
8.Eine gute Show ist unverzichtbar.
Humor, authentische Präsenz und spielerische Vermittlung sind mehr als nur Nebensache. Sie sind das Schmiermittel für gelingende Beratungsprozesse. Um es klar zu sagen: Show ist nicht alles - aber auch nicht nichts. Achten Sie daher auf die richtige Balance aus Unterhaltung und Inhalt.
Leseprobe zu "Der richtige Berater" von Giso Weyand
Trainerauswahl: Sie wollen die Kompetenz Ihrer Mitarbeiter stärken? (S. 94-95)
So finden Sie den besten Trainer für jede Aufgabe Der Bundesverband Deutscher Verkaufsförderer und Trainer (BDVT) schätzt die Zahl der in Deutschland tätigen Business-Trainer auf rund 50 000 – und ihre Zahl hat sich seit der Jahrtausendwende nahezu verdoppelt. Sich auf diesem Markt zurechtzufinden scheint daher schon zahlenmäßig fast unmöglich zu sein. Noch größer freilich ist die Sorge von Unternehmen und Personalern um die Qualität ihrer Partner in Sachen Weiterbildung. Viele fürchten, dass sich neben hoch qualifi zierten und erfahrenen Trainern zu viele »schlechte« Anbieter auf dem Markt tummeln. Eine lange wirtschaftliche Stagnation und damit verbundene Entlassungen haben aus vielen Fach- und Führungskräften oder Inhouse-Trainern großer Unternehmen oft über Nacht Freiberufl er wider Willen gemacht.
Und viele Berufseinsteiger, die in besseren Zeiten feste Jobs in den Personalabteilungen gefunden hätten, wurden in der Krise »regelrecht in die Selbstständigkeit getrieben«, so der BDVT-Präsident Holger Petersen. Doch wie hoch ist das immer wieder beschworene Risiko, an selbst ernannte, schlecht oder falsch qualifi zierte Trainer zu geraten, tatsächlich? Oder gar jenes, den sprichwörtlichen »schwarzen Schafen« auf den Leim zu gehen, also Scharlatanen und Betrügern zum Opfer zu fallen? Meine Antwort ist ebenso schlicht wie undramatisch: Wie auf jedem unübersichtlichen Markt besteht dieses Risiko auch hier. Aber es ist ziemlich gering und wer beim Versuch, seine Mitarbeiter besser zu qualifizieren, einen völligen Reinfall erlebt, der hat das leider fast immer selbst zu verantworten.
Unternehmen, die viel Geld in schlechten, falsch konzipierten oder zu wenig an die Bedürfnisse der Firma und ihrer Mitarbeiter angepassten Trainings versenken, haben ihre Trainer in der Regel nur schlecht vorbereitet. Oft fehlen schon klare Analysen, welche Probleme durch eine Fortbildung gelöst werden sollen. Folglich wird munter am eigentlichen Bedarf vorbeigeplant – wenn überhaupt eine vernünftige inhaltliche und metho dische Planung stattfi ndet. Somit fehlen im nächsten Schritt klare Kriterien für die Beurteilung der Qualität eines Trainings.
Und es ist kein Wunder, wenn am Ende selbst echte Know-how-Gewinne von Mitarbeitern im Arbeitsalltag nicht erfolgreich angewendet werden können. Leider werden Seminare und Kurse in vielen Unternehmen auch immer noch als Topflappen benutzt. Um wirklich heiße Eisen, etwa manifeste Führungsschwächen, mangelnden Informationsfl uss oder Konflikte zwischen Seilschaften in Management und Belegschaft, nicht anpacken zu müssen, werden dann gerne Standardkurse in Rhetorik, Zeitmanagement oder Motivation verordnet. Denn eine Teilnahme an solch »nützlichen« Veranstaltungen verhindert elegant die Analyse echter Defi zite und die Hebung großer Potenziale und Produktivitätsreserven in einer Belegschaft.
Selbst das umgekehrte, nicht minder sinnlose Verfahren ist keineswegs unüblich: Man lässt wahlweise »verdiente« oder »schwache« Mitarbeiter ab und an von Trainern bespaßen. So gibt es harte, kritische Stimmen unter Personalern, denen zufolge drei Viertel bis vier Fünftel aller herkömmlichen Trainings weitgehend überflüssig seien. Oft leiste schon ein halbwegs gutes Buch zum Thema die gleichen Dienste. Versteht sich, dass die zugehörige Geldvernichtung immer nur bei der Konkurrenz stattfindet ...
Leseprobe zu "Der richtige Berater"
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Inhaltsangabe
Vorwort: "Ich bin der Aufschneider!"
Teil 1: Marktüberblick Engagieren mit Verstand und Gefühl Zwischen Bauchladen und Glamour - eine Frage der Selbstdarstellung Hausaufgabe des Klienten: das eigene Problem einkreisen Auf Augenhöhe? Die Honorarfrage Evaluierung Grundfragen der Beraterwahl Brauche ich einen Berater, Trainer oder Coach? - Eine Charakterfrage Interview: "Der Kunde muss erst einmal wissen, was er eigentlich möchte" Beratung, Training, Coaching Prozess, Kompetenz, Persönlichkeit Interview: "Ein gerüttelt Maß an Skepsis ist angebracht"
Teil 2: Die Auswahl Beraterauswahl: Ihr Unternehmen braucht Lösungen? Berater - ein Trendberuf? Beratungsberatung - ein Weg aus dem Beraterdschungel? Veränderung im Unternehmen - mit oder ohne Berater? Grundsätzliche Fragen vor der Sondierung Die No-Names als Testsieger: Warum die Großen in der Umsetzung schwächer sind als die Kleinen Kernkompetenzen: Was Berater können müssen Bedarfsanalyse I: Wo hakt es im Unternehmen? Bedarfsanalyse II: Grenzen Sie Ihr Thema ein Den Markt scannen: So finden Sie zügig zehn geeignete Kandidaten Die Vorauswahl: Wie Sie aus Ihrer Vorauswahl drei Gesprächspartner herausfiltern Das Auswahlgespräch: Wie Sie den Beratern gründlich in die Karten schauen Die Entscheidung: Der große Berater-Check Interview: "Der Umgang mit Beratern wird zunehmend professioneller" Trainerauswahl: Sie wollen die Kompetenz Ihrer Mitarbeiter stärken? Systematische Personalentwicklung statt punktueller Trainerbuchung Trainer, Kunde, Teilnehmer Bedarfsanalyse: Die Ausgangssituation von Unternehmen und Teilnehmern Kernkompetenzen: Was ein Trainer können muss Den Markt scannen: So finden Sie zügig zehn geeignete Kandidaten Die Vorauswahl: Welche Informationen Sie von Trainingsanbietern brauchen, um aus zehn Kandidaten drei Gesprächspartner auszuwählen Das Auswahlgespräch: Wie Sie Trainer auf Herz und Nieren prüfen Erfolgskontrolle und Hilfe bei der Umsetzung Interview: "Wenn Training nachhaltig sein soll, müssen auch die Führungskräfte ihr Verhalten verändern" Coachauswahl: Ihnen oder Ihrem Team fehlt der Durchblick? Was ist Coaching? Was alles kein Coaching ist Bedarfsanalyse: Haben Sie das Gefühl, dass sich in Ihrem (beruflichen) Leben grundsätzlich etwas ändern sollte? Kernkompetenzen: Was ein Coach können muss Wie finde ich den richtigen Coach? Den Markt scannen: So finden Sie zügig geeignete Kandidaten Synergie oder Konflikt? Coaching im Zusammenspiel mit anderen Methoden Interview: "Viele Manager haben ein Problem damit, zu sagen ›Ich habe ein Problem‹" Resümee: Sie sind entscheidend!
Nützliche Links Literatur Register
Inhaltsangabe
Inhalt Vorwort: "Ich bin der Aufschneider!" Teil 1: Marktüberblick Engagieren mit Verstand und Gefühl Zwischen Bauchladen und Glamour - eine Frage der Selbstdarstellung Hausaufgabe des Klienten: das eigene Problem einkreisen Auf Augenhöhe? Die Honorarfrage Evaluierung Grundfragen der Beraterwahl Brauche ich einen Berater, Trainer oder Coach? - Eine Charakterfrage Interview: "Der Kunde muss erst einmal wissen, was er eigentlich möchte" Beratung, Training, Coaching Prozess, Kompetenz, Persönlichkeit Interview: "Ein gerüttelt Maß an Skepsis ist angebracht" Teil 2: Die Auswahl Beraterauswahl: Ihr Unternehmen braucht Lösungen? Berater - ein Trendberuf? Beratungsberatung - ein Weg aus dem Beraterdschungel? Veränderung im Unternehmen - mit oder ohne Berater? Grundsätzliche Fragen vor der Sondierung Die No-Names als Testsieger: Warum die Großen in der Umsetzung schwächer sind als die Kleinen Kernkompetenzen: Was Berater können müssen Bedarfsanalyse I: Wo hakt es im Unternehmen? Bedarfsanalyse II: Grenzen Sie Ihr Thema ein Den Markt scannen: So finden Sie zügig zehn geeignete Kandidaten Die Vorauswahl: Wie Sie aus Ihrer Vorauswahl drei Gesprächspartner herausfiltern Das Auswahlgespräch: Wie Sie den Beratern gründlich in die Karten schauen Die Entscheidung: Der große Berater-Check Interview: "Der Umgang mit Beratern wird zunehmend professioneller" Trainerauswahl: Sie wollen die Kompetenz Ihrer Mitarbeiter stärken? Systematische Personalentwicklung statt punktueller Trainerbuchung Trainer, Kunde, Teilnehmer Bedarfsanalyse: Die Ausgangssituation von Unternehmen und Teilnehmern Kernkompetenzen: Was ein Trainer können muss Den Markt scannen: So finden Sie zügig zehn geeignete Kandidaten Die Vorauswahl: Welche Informationen Sie von Trainingsanbietern brauchen, um aus zehn Kandidaten drei Gesprächspartner auszuwählen Das Auswahlgespräch: Wie Sie Trainer auf Herz und Nieren prüfen Erfolgskontrolle und Hilfe bei der Umsetzung Interview: "Wenn Training nachhaltig sein soll, müssen auch die Führungskräfte ihr Verhalten verändern" Coachauswahl: Ihnen oder Ihrem Team fehlt der Durchblick? Was ist Coaching? Was alles kein Coaching ist Bedarfsanalyse: Haben Sie das Gefühl, dass sich in Ihrem (beruflichen) Leben grundsätzlich etwas ändern sollte? Kernkompetenzen: Was ein Coach können muss Wie finde ich den richtigen Coach? Den Markt scannen: So finden Sie zügig geeignete Kandidaten Synergie oder Konflikt? Coaching im Zusammenspiel mit anderen Methoden Interview: "Viele Manager haben ein Problem damit, zu sagen >Ich habe ein Problem<" Resümee: Sie sind entscheidend! Nützliche Links Literatur Register
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