1967 setzte der Erfolgsregisseur Wolf Vollmar die berühmte Novelle
von Heinrich von Kleist aus dem Jahre 1810 glanzvoll in 7 TV-Folgen
als Fernsehspiel in Szene. Kleists Erzählung handelt vom
Pferdehändler Michael Kohlhaas, gespielt von Rolf Boysen,
"einem der rechtschaffensten und zugleich entsetzlichsten
Menschen seiner Zeit". Kohlhaas wird während einer Reise nach
Leipzig auf Befehl des Junkers Tronka angehalten und gezwungen,
seine besten Pferde zurückzulassen. Als die Gerichte seine
gerechtfertigten Ansprüche abweisen, greift er zur Selbstjustiz. Er
sammelt eine Bande um sich, brennt das Schloss des Junkers nieder
und zieht raubend und mordend durchs Land, während die Obrigkeit
seiner Spur folgt ...
Heinrich Kleists Erzählung handelt vom Pferdehändler Michael
Kohlhaas (Rolf Boysen), "einem der rechtschaffensten und
entsetzlichsten Menschen seiner Zeit zugleich".
Kohlhaas wird während einer Reise nach Leipzig auf Befehl des
Junkers Tronka angehalten und gezwungen, seine besten Pferde
zurückzulassen. Als die Gerichte seine gerechtfertigten Ansprüche
abweisen, greift er zur Selbstjustiz. Kohlhaas sammelte eine Bande
um sich, brennt das Schloss des Junkers nieder und zieht raubend
und mordend durchs Land, die Obrigkeit folgt seiner Spur... Der
Literaturklassiker Michael Kohlhaas von Heinrich von Kleist, 1810
veröffentlicht, wurde 1967 durch den Erfolgsregisseur Wolf Vollmar
in 7 Teilen glänzend in Szene gesetzt.
Heinrich von Kleist, dessen Werk bereits auf die Moderne vorausweist, wurde am 18. Oktober 1777 in Frankfurt/Oder geboren. Die Beschäftigung mit Kants Philosophie löste 1801 eine Krise aus, die zur Infragestellung der Lebenspläne Kleists führte. Es folgten Reisen durch Deutschland, Frankreich und die Schweiz. 1807 wurde Kleist von französischen Behörden unter Spionageverdacht verhaftet. 1809 publizierte er patriotische Lieder und Aufsätze gegen die französische Besatzung. Von 1810-11 war er Herausgeber der Berliner Abendblätter , zunehmende Schwierigkeiten mit der Zensur führten zu deren Verbot. Gemeinsam mit der krebskranken Henriette Vogel beging Kleist am 21. November 1811 am Ufer des Wannsees in Berlin Selbstmord. Von den Dichtern der Goethezeit ist Heinrich von Kleist einer der lebendigsten und zerrissensten. Sowohl sein Leben als auch sein Werk standen im Zeichen einer aus den Fugen geratenen Zeit, und die extremen Gefühlslagen und radikalen Zweifel, die sich in den Werken dieses zu Lebzeiten erfolglosen Dichters Bahn brachen, sind auch heute noch höchst aktuell.