Preußen steht vor dem Staatsbankrott. Überraschend ernennt König
Friedrich Wilhelm II. den Finanzbeamten Christian Rother zum
Präsidenten der Königlich-Preußischen Seehandlung, die er
gleichzeitig in ein ihm direkt verantwortliches Bankinstitut
umwandelt. Der neue Präsident wird als erstes damit beauftragt, im
Ausland auf raschem Wege Geld zu beschaffen. Rother beschließt, mit
dem Londoner Bankhaus Rothschild zu verhandeln, obwohl die Berliner
Bankiers und auch der Wiener Bankier Salomon Rothschild politisch
opportune Angebote gemacht haben. Der Bauernsohn Rother bewährt
sich auf dem Londoner Parkett, gewinnt das Vertrauen Nathan
Rothschilds und schließt eine Anleihe von 30 Millionen Talern zu
günstigen Bedingungen ab. In Friedrich Wilhelm gewinnt Christian
Rother damit einen Freund unter der reaktionären Hofkamarilla, aber
er hat sich auch Feinde auf Lebenszeit geschaffen.