Turiner Romane - Pavese, Cesare

Cesare Pavese 

Turiner Romane

Der schöne Sommer; Der Teufel auf den Hügeln; Die einsamen Frauen

Dtsch. v. Maja Pflug
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Produktbeschreibung zu Turiner Romane

Nur wenige Monate vor seinem Freitod wurde Cesare Pavese mit dem Premio Strega ausgezeichnet für die Trilogie Turiner Romane. In ihnen beschreibt er seine Heimat, das Piemont, und das Leben in den vierziger Jahren in und um Turin. Der erste der drei Romane, »Der schöne Sommer«, dokumentiert gerade in der Neuübersetzung durch Maja Pflug besonders eindrücklich die moderne Sprachgewalt Paveses, der ein altes Topos aufgreift: die emotionale Verstrickung zwischen einem Modell, der jungen Gina, und dem Maler, in den sie sich verliebt. Pavese hat sich in diesem Roman - wie auch in »Die einsamen Frauen« - mit ungeheurer poetischer Eindringlichkeit in eine Frau versetzt. In »Der Teufel auf den Hügeln« hingegen steht ein junger Mann im Mittelpunkt: In archaischer Landschaft gewinnt seine Sinnsuche durch den Selbstmord einer jungen Frau eine tragische Wendung.

Produktinformation


  • Verlag: Claassen Verlag
  • 2000
  • 2000.
  • Ausstattung/Bilder: 367 S.
  • Seitenzahl: 367
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm x 139mm x 34mm
  • Gewicht: 550g
  • ISBN-13: 9783546001960
  • ISBN-10: 3546001966
  • Best.Nr.: 08857334
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 03.09.2008

Die Lust am Alleinsein

Sieg der Distanz: Cesare Paveses Roman "Die einsamen Frauen" leuchtete bereits 1951 die Abgründe der Moderne aus. Jetzt ist er neu übersetzt worden.

Verblüffend leicht ließe sich Cesare Paveses letzter Roman "Die einsamen Frauen", ein Jahr vor dem Freitod des Autors im Jahre 1951 erschienen, auf Distanz halten. Das liegt mit Sicherheit nicht an der sehr musikalischen und um vieles deutlicheren Neuübersetzung von Maja Pflug, die eine Fassung aus dem Jahre 1960 überholt. Schuld an der vorübergehenden Sperrigkeit dieses Romans sind die vielen Gespräche zwischen Turiner Frauen über Mode, Theater, über andere Frauen. Das Dauer-Parlando leicht gelangweilter, dehnbarer Leben bildet ein nicht unangenehmes Hintergrundrauschen. Daraus erwachsen die "einsamen Frauen", aber auch Männer, Verehrer, Künstler, Arbeiter. Sanft lullt es uns ein, wie das manchmal auch bei Proust der Fall ist.

Paveses Geschichte aber hat einen Widerhaken, der gleich zu Beginn schon greift. Dieser warnende Schatten schwebt über der Handlung und durchbricht die Lektüre fortan regelmäßig. Inmitten dieser italienischen Stadt-Serenaden wird die junge …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.09.2008

Landkarten der Sexualität
Zu seinem 100. Geburtstag erscheint Cesare Paveses Turin-Roman „Die einsamen Frauen” in neuer Übersetzung
Auf den politischen Landkarten sind die Staatsgrenzen entscheidend. Was in ihnen liegt, hat eine einheitliche Farbe. Auf den physischen Landkarten ist das Relief der Landschaft entscheidend. Die Ebenen haben hier eine andere Farbe als die Bergzüge, die wie die Flüsse die Staatsgrenzen eher beiläufig in sich aufnehmen. Die literarischen Landkarten, die sich in den Romanen, Erzählungen und Gedichten der Weltliteratur hinter den Handlungen und Figuren abzeichnen, nehmen alles in sich auf, wovon im Atlas die einzelnen Karten berichten: die Bevölkerungsdichte und die Wanderungsbewegungen, die Ausdehnung der Städte und die Lage der Hauptstädte ebenso wie die Hügelformationen, die Flusswindungen und die endlosen, gering besiedelten Ebenen.
Der italienische Schriftsteller Cesare Pavese wurde am 9. September 1908 in dem kleinen Ort Santo Stefano Belbo im Piemont geboren und nahm sich am 27. August 1950 in einem Hotelzimmer das Leben. Er war im intellektuellen Leben Turins eine bekannte Figur gewesen, als Übersetzer und …

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Cesare Pavese, geb. 1908 in San Stefano/Cueno, studierte Literaturwissenschaften in Turin, wurde Lehrer und schließlich Lektor bei Einaudi; 1950 wurde er mit dem bedeutendsten italienischen Literaturpreis ausgezeichnet; wenige Monate später beging er Selbstmord.

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Der schöne Sommer; Der Teufel auf den Hügeln; Die einsamen Frauen

Dtsch. v. Maja Pflug

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  • Seitenzahl: 367
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  • Gewicht: 550g
  • ISBN-13: 9783546001960
  • ISBN-10: 3546001966
  • Best.Nr.: 08857334

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Kurzbeschreibung

Nur wenige Monate vor seinem Freitod wurde Cesare Pavese mit dem Premio Strega ausgezeichnet für die Trilogie Turiner Romane. In ihnen beschreibt er seine Heimat, das Piemont, und das Leben in den vierziger Jahren in und um Turin. Der erste der drei Romane, »Der schöne Sommer«, dokumentiert gerade in der Neuübersetzung durch Maja Pflug besonders eindrücklich die moderne Sprachgewalt Paveses, der ein altes Topos aufgreift: die emotionale Verstrickung zwischen einem Modell, der jungen Gina, und dem Maler, in den sie sich verliebt. Pavese hat sich in diesem Roman - wie auch in »Die einsamen Frauen« - mit ungeheurer poetischer Eindringlichkeit in eine Frau versetzt. In »Der Teufel auf den Hügeln« hingegen steht ein junger Mann im Mittelpunkt: In archaischer Landschaft gewinnt seine Sinnsuche durch den Selbstmord einer jungen Frau eine tragische Wendung.

03.09.2008

Die Lust am Alleinsein

Sieg der Distanz: Cesare Paveses Roman "Die einsamen Frauen" leuchtete bereits 1951 die Abgründe der Moderne aus. Jetzt ist er neu übersetzt worden.

Verblüffend leicht ließe sich Cesare Paveses letzter Roman "Die einsamen Frauen", ein Jahr vor dem Freitod des Autors im Jahre 1951 erschienen, auf Distanz halten. Das liegt mit Sicherheit nicht an der sehr musikalischen und um vieles deutlicheren Neuübersetzung von Maja Pflug, die eine Fassung aus dem Jahre 1960 überholt. Schuld an der vorübergehenden Sperrigkeit dieses Romans sind die vielen Gespräche zwischen Turiner Frauen über Mode, Theater, über andere Frauen. Das Dauer-Parlando leicht gelangweilter, dehnbarer Leben bildet ein nicht unangenehmes Hintergrundrauschen. Daraus erwachsen die "einsamen Frauen", aber auch Männer, Verehrer, Künstler, Arbeiter. Sanft lullt es uns ein, wie das manchmal auch bei Proust der Fall ist.

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Der italienische Schriftsteller Cesare Pavese wurde am 9. September 1908 in dem kleinen Ort Santo Stefano Belbo im Piemont geboren und nahm sich am 27. August 1950 in einem Hotelzimmer das Leben. Er war im intellektuellen Leben Turins eine bekannte Figur gewesen, als Übersetzer und …

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Autorenporträt zu "Cesare Pavese"

Cesare Pavese, geb. 1908 in San Stefano/Cueno, studierte Literaturwissenschaften in Turin, wurde Lehrer und schließlich Lektor bei Einaudi; 1950 wurde er mit dem bedeutendsten italienischen Literaturpreis ausgezeichnet; wenige Monate später beging er Selbstmord.

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