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| Bewertung von Natalie G. aus Nürnberg am 29.05.2009 | |
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Die Geschichte, die Frau Cileli mit dem Leser teilt, ist ihre eigene und damit sehr erzählenswert; ihr Schiksal ist anrührend und muss an die Öffentlichkeit. Allerdings ist es nun mal eine Tatsache, dass Deutsch nicht Frau Cilelis Muttersprache ist, so dass hier die Aufgabe des Verlages gewesen wäre, eine sprachliche Überarbeitung zu leisten. Leider scheint der Lektor diese Aufgabe nicht ausreichend wahrgenommen zu haben. Der Text ist zu Beginn durchaus sprachlich interessant; der türkische Sprachduktus scheint in der deutschen Sprache durch, das macht den Text plastisch. Doch im Laufe der Lektüre hatte ich den Eindruck, dass er immer unzusammenhängender und abgehackter wurde, an manchen Stellen fand ich ganz klar sprachliche Fehler - zeitweise wurde der Text sehr schwierig und unangenehm zu lesen. Das versteckt die sehr erzählenswerte Geschichte leider hinter den sprachlichen Mängeln - hier wäre der Lektor gefragt gewesen. Dieser hätte natürlich nicht die Eigenheit von Frau Cilelis Sprache wegkorrigieren sollen, aber den Text runder, angenehmer zu lesen machen sollen. Außerdem hätte ich mir die Geschichte ausführlicher gewünscht, weniger angedeutet. Denn das ist sie von Zeit zu Zeit: nicht auserzählt, sondern angedeutet, teilweise wird der Text überfrachtet von Anklagen gegen die Eltern und die Kultur, sowie von Allgemeinplätzen. Die Personen, die geschildert werden, hätte ich mir plastischer gewünscht, manchmal müssen wenige andeutende Sätze zur Charakterisierung einer Person ausreichen. Auch das trägt zur Zerrissenheit des Textes bei. Die Grundstruktur des Textes, dass er sich aus der Situation im Frauenhaus errinnernd zurückwendet, ist eigentlich sehr interesant. Allerdings wird sie schlecht umgesetzt, was zur teilweisen Unverständlichkeit beiträgt. Die Zeitebenen werden nicht immer deutlich. Insgesamt ist der autobiographische Text sprachlich ungenügend, aber dennoch erzählenswert. Wer sich durch die sprachlichen Mängel beißen will, findet dahinter eine Geschichte, die unter die Haut geht und aufrüttelt. |
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| Bewertung von Jamila aus Bramsche am 26.04.2009 | |
| Also die Geschichte an sich ist ja ganz gut, nur ihr Stil zu schreiben machte mich verrückt. Sie macht Zeitsprünge wo ich manchmal echt lange nachdenken musste wo sie denn nun wieder ist, teilweise etwas durch einander. Und ihre Art zu reden mochte ich nicht, es ist schwer zu beschrieben, sie hat so alltertümlich geschrieben und geschwollen, dann auf einmal wieder wie in der heutigen Zeit. Ihr Ali, Ihr Liebster, ihr Sonnenstern, es war manchmal einfach ein bisschen too much von Liebesschwüren und der gleichen. Insgesamt würde ich aber sagen wer solle Bücher mag kann es wohl mal lesen, aber was besonderes ist es wahrlich nicht! |
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