Für alle Tage - Tolstoi, Leo N.
  • Buch mit Leinen-Einband

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Lew Tolstoi, 1828-1910, weltberühmter Autor von "Krieg und Frieden" und "Anna Karenina", schuf Für alle Tage in verschiedenen Fassungen im letzten Jahrzehnt seines Lebens; in Russland konnte das Werk in der letzten unzensierten Fassung Tolstois von 1908 erstmals 1991 erscheinen. Lew Tolstoi ha große Gedanken und Einsichten, "den Verstand stärkende und das Herz erfüllende" Erkenntnisse nach Themen sortiert den 365 Tagen des Jahres zugeordnet, um sich jeden Tag aus dieser Quelle seines Denkens und Handelns zu vergewissern. In diesen Zitaten und Reflexionen kommen seine Grundüberzeugungen zu…mehr

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Produktbeschreibung

Lew Tolstoi, 1828-1910, weltberühmter Autor von "Krieg und Frieden" und "Anna Karenina", schuf Für alle Tage in verschiedenen Fassungen im letzten Jahrzehnt seines Lebens; in Russland konnte das Werk in der letzten unzensierten Fassung Tolstois von 1908 erstmals 1991 erscheinen.

Lew Tolstoi hat große Gedanken und Einsichten, "den Verstand stärkende und das Herz erfüllende" Erkenntnisse nach Themen sortiert den 365 Tagen des Jahres zugeordnet, um sich jeden Tag aus dieser Quelle seines Denkens und Handelns zu vergewissern. In diesen Zitaten und Reflexionen kommen seine Grundüberzeugungen zum Ausdruck: Gewaltlosigkeit, Ablehnung des Krieges und des Kriegsdienstes, Achtung und Respekt auch vor den Tieren, Bedürfnislosigkeit und die Nützlichkeit der Landarbeit, Ablehnung des Eigentums und bedingungslose Nächstenliebe, Ablehnung der kirchlichen Institutionen - um nur einige der wichtigsten Punkte zu nennen. 1906/07 brachte der Dresdner Verlag Carl Reißner eine deutsche Übersetzung der 2. Auflage des Werkes heraus, die nie wiederaufgelegt wurde und stark von der Ausgabe letzter Hand von 1908, Grundlage unserer Edition, abweicht. Die Slavistin Christiane Körner hat auf der Grundlage dieser Ausgabe letzter Hand eine gültige deutsche Fassung geschaffen, die eine ganze Reihe neuer Texte, auch von Tolstoi, und eine neue Anordnung der Texte beinhaltet. Sofern schon Übersetzungen vorlagen, wurden diese mit dem russischen Originaltext überprüft und stilistisch überarbeitet. Damit liegt erstmals die definitive Fassung des letzten großen Werkes von Tolstoi in einer deutschen Ausgabe vor.
  • Produktdetails
  • Verlag: Beck
  • 3. Aufl.
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 757 S. m. 9 Abb.
  • Deutsch
  • Abmessung: 319mm x 246mm x 56mm
  • Gewicht: 3106g
  • ISBN-13: 9783406593673
  • ISBN-10: 3406593674
  • Best.Nr.: 27345705

Autorenporträt

Lew Tolstoi, 1828-1910, weltberühmter Autor von "Krieg und Frieden" und "Anna Karenina", schuf Für alle Tage in verschiedenen Fassungen im letzten Jahrzehnt seines Lebens; in Russland konnte das Werk in der letzten unzensierten Fassung Tolstois von 1908 erstmals 1991 erscheinen.
Leo N. Tolstoi

Inhaltsangabe

GELEITWORT von Volker Schlöndorff

VORWORT von Lew Tolstoi

JANUAR

WOCHENLEKTÜRE

Der Diebessohn – Der reuige Sünder – Vervollkommnung – Das Wesen der christlichen Religion

MONATSLEKTÜRE

FEBRUAR

WOCHENLEKTÜRE

Vernunft – Buddha – Selbstverleugnung – Ein freier Mensch – Der Erzengel Gabriel – Das Gebet

MONATSLEKTÜRE

MÄRZ

WOCHENLEKTÜRE

Arme Leute – Einheit – Auf See – Widerstehe dem Bösen nicht mit Gewalt – Das Kaffeehaus in Surat – Kornej Wassiljew

MONATSLEKTÜRE

APRIL

WOCHENLEKTÜRE

Gut und Böse – Der Gemüsehändler – Aus einem Brief – Das Korn, groß wie ein Hühnerei

MONATSLEKTÜRE

Was sind heutzutage Regierungen, ohne die den Menschen ein Dasein unmöglich erscheint?

MAI

WOCHENLEKTÜRE

Erziehung – Aus einem Brief über die Erziehung – Tod im Hospital – Das Gesetz der Gewalt und das Gesetz der Liebe – Die Verurteilung des Sokrates und seine Verteidigungsrede

MONATSLEKTÜRE

Von der freiwilligen Knechtschaft

JUNI

WOCHENLEKTÜRE

Seelchen – Muss das wirklich so sein? – Der erste Kummer – Von der freiwilligen Knechtschaft – Der Adler – Walderdbeeren

MONATSLEKTÜRE

Aus "Leben und Tod des J. N. Droschschin" – Brief des Militärarztes A. Škarvan – Warum darf man kein Militärarzt sein?

JULI

WOCHENLEKTÜRE

Pascal – Die Einrichtung der Welt – Die Haltung der ersten Christen zum Krieg – Der Atheist – Reue – Die Steine

MONATSLEKTÜRE

Schreiben des Bauern Olchowik, der den Kriegsdienst verweigerte

AUGUST

WOCHENLEKTÜRE

Der Große Wagen – Der Sperling – Einsamkeit – Das Christentum – Grund und Boden für alle

MONATSLEKTÜRE

SEPTEMBER

WOCHENLEKTÜRE

Warum betäuben sich die Menschen? – Der Ausreißer – Die Macht der Kindheit – Petr Chelc¡ický – Aus dem Testament des Königs von Mexiko – Der Tod des Sokrates – Warum?

MONATSLEKTÜRE

Offenbarung und Vernunft

OKTOBER

WOCHENLEKTÜRE

Die lebende Reliquie – Das Gesetz Gottes und das Gesetz dieser Welt – Lamennais

MONATSLEKTÜRE

NOVEMBER

WOCHENLEKTÜRE

Göttliches und Menschliches – Das Christentum und die Spaltung unter den Menschen – Forderungen der Liebe – Bischof Myriel

MONATSLEKTÜRE

Arbeitsliebe und Schmarotzertum oder Der Triumph des Landmannes. Das Werk des Bauern T. Bondarew

DEZEMBER

WOCHENLEKTÜRE

Die Frauen – Schwestern – Die Lehre der zwölf Apostel – Liebet einander – Garrison und seine Proklamation – Der Gestörte – Über die Sekte der Nazarener

MONATSLEKTÜRE

Das Märchen von Iwan dem Narren und seinen zwei Brüdern, Semjon dem Recken und Taras dem Dickwanst, ihrer stummen Schwester Malanja und dem alten Teufel und den drei Teufelchen

NACHWORT von Ulrich Schmid

EDITORISCHE NOTIZ von Christiane Körner

THEMENREGISTER

REGISTER DER ZITIERTEN AUTOREN

ÜBER DIE AUTOREN

Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Nicht wirklich glücklich zeigt sich Rezensent Felix Philipp Ingold mit den gesammelten Lebensweisheiten Lew Tolstois. Das erstmals 1906 und nunmehr originalgetreu übersetzt und erläutert vorliegende Brevier scheint Ingold doch reichlich moralinsauer und höchstens in Momenten, da es ewige Werte (die Gebote etwa) behandelt, von bleibender Relevanz. Als anthropologische und literaturhistorische Hilfestellung bei der Bewertung Tolstois taugt es dem Rezensenten allerdings insofern, als es Zeugnis gibt von dessen Anmaßung in Bezug auf die Vertrautheit mit Gottes Reich und auf die synthetisierende und amalgamierende Aneignung fremder Gedanken und Texte von Heraklit bis Tschechow. Nicht nur Quellen- oder Autorenangaben sucht Ingold in Tolstois "Lebensbuch" vergebens. Auch eine Warnung vor Trivialitäten und Peinlichkeiten und pauschalen Urteilen.

© Perlentaucher Medien GmbH