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Tom A. Shippey 

J. R. R. Tolkien

J. R. R. Tolkien - Shippey, Tom A.

Autor des Jahrhunderts

Übersetzer: Krege, Wolfgang

  • Einband: Gebunden
  • Gebundenes Buch 
 
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Produktinformation
  • Verlag: Klett-Cotta
  • 2002
  • Ausstattung/Bilder: 2002. 393 S.
  • Seitenzahl: 393
  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 134mm x 30mm
  • Gewicht: 503g
  • ISBN-13: 9783608934328
  • ISBN-10: 3608934324
  • Best.Nr.: 10332274

Produktbeschreibung zu "J. R. R. Tolkien"

Beschreibung

Tom Shippey legt hier die Summe seiner Tolkien-Forschung vor. Er weist nach, daß Tolkien weniger einen Abenteuerroman schreiben wollte, sondern eine linguistische Fantasy, daß der Ursprung seiner Geschichte in Wörtern begründet liegt. Anhand einer sprachgeschichtlichen Analyse des Hobbit-Namens Baggins (deutsch Beutlin) und der Untersuchung des Sprachstils der Hobbits weist Shippey nach, daß die Auenlandbewohner in Mittelerde einen Anachronismus darstellen, daß sie "moderne" Figuren und als Zeitgenossen Tolkiens zu sehen sind. Shippey, der Tolkiens Werk in einem Atemzug mit dem von James Joyce nennt, findet zudem scharfe Worte für die Literaturkritik, die für 90 Prozent dessen, was die Leser lieben, kein Interesse zeigt. Für ihn - und für die Mehrzahl der Leser - ist Tolkien der Autor des Jahrhunderts.
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12.12.2000

Neun Ringe den Elbenkönigen hoch im Licht
Wagemutig gegen den Strich gebürstet: J. R. R. Tolkiens Kultbuch "Der Herr der Ringe" in Wolfgang Kreges neuer Übersetzung / Von Joachim Kalka

Ein Philologe, dessen Leben ziemlich genau dem nostalgischen Klischee vom Oxforder Don entspricht, empfindet, eingesponnen in altgermanistische Untersuchungen, die Sehnsucht, in fingierten Sprachen einer erfundenen Vorzeit zu schreiben. Er konstruiert diese Idiome gleichzeitig imaginär und sprachwissenschaftlich völlig stichhaltig, er beginnt, den Völkern der Frühzeit und Vorzeit, die solche Sprachen sprechen könnten - gesprochen haben könnten -, eine Historie zu erfinden, er legt Vokabulare und Kalender an, Königslisten und Chroniken: Aus dem linguistischen Capriccio wird eine Welt. Das Buch, das einen kleinen Ausschnitt der Spätzeit dieser Welt umfaßt, hat ungeheuren Erfolg gehabt. Die jüngste Biographie des Autors trägt den kecken Untertitel "Author of the century". Darin schwingt mit, wie präzise John Ronald Reuel Tolkien (1892 bis 1973) ein Bedürfnis des zwanzigsten Jahrhunderts bedient hat: das nach einer Mythopoesis, die die dunkle und bedrohliche …

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15.04.2002

Auch Zwerge werfen große Schatten
Der Mediävist Tom A. Shippey erklärt J.R.R. Tolkiens „Der Herr der Ringe” zum Hauptwerk des zwanzigsten Jahrhunderts
J. R. R. Tolkien ist nicht erst durch die Verfilmung des „Herrn der Ringe” ein großer Name geworden. Denn dieser Film ist nur die späte Folge eines Ruhmes, der seit Jahrzehnten nicht aufhört zu wachsen. Aus Leserumfragen in England geht der „Herr der Ringe” regelmäßig als Sieger hervor, und im deutschen Sprachraum trägt das Buch zum Überleben eines ganzen Verlages bei. Dass und warum dieser Umstand ganze Heerscharen von Kritikern und Literaturwissenschaftlern bis aufs Blut reizt und zu den heftigsten Beschimpfungen herausfordert, beschreibt Tom A. Shippey in seinem neuen Buch sehr anschaulich.
Shippey, der unter anderem der Nachfolger Tolkiens auf dem Lehrstuhl für Mediävistik an der Universität Leeds war, bezeichnet Tolkien als „Autor des Jahrhunderts”. Mehr noch, als der „vorherrschende literarische Modus im zwanzigsten Jahrhundert” gilt ihm das „Phantastische”. Das erregt sofort Widerspruch – bis man merkt, dass einem selber gleich weitere Beispiele über die paar …

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Perlentaucher-Notiz zur SDZ-Rezension

15.04.2002

Tom A. Shippey ist Mediävist und war Nachfolger auf Tolkiens Lehrstuhl in Leeds. Mit seiner Studie zu Tolkien und seinem Hauptwerk "Der Herr der Ringe" hat er nichts Geringeres im Sinn als die Umstülpung des literarischen Kanons. Das Phantastische überhaupt, so seine These, sei der "vorherrschende literarische Modus" des letzten Jahrhunderts gewesen und "Der Herr der Ringe" der bedeutendste Roman. Anschaulich machen will Shippey das im Vergleich mit James Joyces' "Ulysses" (allein die Nennung im selben Atemzug ist, wie er sofort zugibt, eine "Blasphemie"). Der eigentliche Angriff gilt dabei einer "Ideologie der Moderne", die den Menschen aus der "individuellen moralischen Verantwortung" entlassen wollte. Tolkien dagegen mache die Kräfte des Guten und Bösen im neu geschaffenen Mythos erlebbar. Walter Klier, der weitgehend referierende Rezensent, sieht dem bilderstürmerischen Treiben nicht ohne Sympathie zu - und das, obwohl er sich, wie er am Ende einzuräumen scheint, "für Zwerge und Drachen" im Grund herzlich wenig interessiert.

© Perlentaucher Medien GmbH

Autorenporträt zu "Tom A. Shippey"

Wie kaum ein anderer ist Tom Shippey dazu prädestiniert, über Tolkien (und ganz in seinem Sinne) zu schreiben: hat er doch selbst in Oxford gelehrt, teilweise noch während Tolkiens eigener Lehrtätigkeit, und Tolkiens eigene Fächer. Shippey hatte den Lehrstuhl für Mediävistik an der Universität von Leeds inne, denselben, den Tolkien früher bekleidet hatte. 2001 wurde er mit dem "World Fantasy Award" ausgezeichnet. Shippey lehrt zur Zeit an der Universität von St. Louis, USA.

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