Wie man unsterblich wird - Nicholls, Sally

Sally Nicholls 

Wie man unsterblich wird

Jede Minute zählt. Ausgezeichnet mit dem Luchs des Jahres 2008. Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2009, Kategorie Preis der Jugendlichen

Aus d. Engl. v. Birgitt Kollmann
Broschiertes Buch
 
7 Kundenbewertungen
***** sehr gut
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Produktbeschreibung zu Wie man unsterblich wird

Sam ist elf und hat Leukämie. So erschüttert seine Umwelt reagiert, so tapfer geht Sam damit um. Er nutzt die verbleibende Zeit und schreibt wild entschlossen ein Tagebuch über die Fragen, die er noch hat: zu Ufos, Horrorfilmen und Mädchen - aber vor allem die Fragen, die ihm keiner beantwortet: "Wieso lässt Gott Kinder krank werden? Tut Sterben weh?" Nicht nur seine Erkenntnisse, sondern auch seine Wünsche hält er in zahlreichen Listen fest, zum Beispiel: in einem Luftschiff fahren, einen Weltrekord aufstellen und Teenager sein - das heißt für Sam: rauchen, trinken, eine Freundin haben. Mit seinem Freund Felix gelingt es ihm sogar, diese Liste auf höchst originelle Weise abzuarbeiten. Ermutigendes Bestseller-Debüt einer 23-Jährigen aus England zu einem wichtigen Thema!

Produktinformation


  • Verlag: Hanser
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 197 S.
  • Seitenzahl: 197
  • Altersempfehlung: ab 11 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 21, 5 cm
  • Gewicht: 320g
  • ISBN-13: 9783446230477
  • ISBN-10: 3446230475
  • Best.Nr.: 23795588

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Rezensentin Andrea Lüthi zeigt sich berührt von dieser Geschichte über zwei todgeweihte Kinder. Ihr gefällt, wie die Autorin Sally Nicholls mit diesem Debüt trotz des ernsten Themas ihren Humor behält und dabei keiner Frage über den Tod ausweicht - besonders der beste Freund des Protagonisten Sam, der ebenfalls an Leukämie erkrankte Felix, hat einen sehr "unverblümten" Umgang mit dem Thema. Lüthi nennt das Buch "großartig" und "berührend", Die Autorin vermeidet ihrer Meinung nach jegliche Sentimentalität und behält durch das ganze Buch den "neugierigen und kritischen Blick von Kindern" bei. Ihr Roman zeigt, so Lüthis ungebrochenes Lob, dass man über "den Tod mit tiefem Ernst und zugleich mit großer Leichtigkeit schreiben kann."

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 15.10.2008

Gespenster sehen und ein Mädchen küssen
Ein Junge geht dem Tod entgegen / Von Tilman Spreckelsen

Dass es lauter gute Gründe für das Sterben gibt, weiß der elfjährige Sam. Er zählt sie auch auf: "Wenn niemand mehr stirbt und immer noch Kinder geboren werden, dann wird die Welt immer voller, bis alle sich übereinanderstapeln. Dann müssten wir unter Wasser leben oder auf dem Mars, und selbst dann hätten wir vermutlich nicht genug Platz." Außerdem, schreibt Sam, hätten sehr alte Leute auch irgendwann einfach genug von einem Leben, das sie am Ende gelangweilt, einsam und traurig verbrächten: "Das weiß ich alles. Aber es ist keine Erklärung dafür, wieso Kinder sterben müssen."

Sam hat Leukämie, nicht zum ersten Mal, die Krankheit kam, ging und kam wieder. Er ist es gewohnt, sich mit ihr auseinanderzusetzen, und seinem Freund Felix geht es nicht anders. Gemeinsam erhalten sie Privatunterricht, beide ahnen, dass ihnen nicht mehr zu helfen ist und ihre Tage gezählt sind. Geradezu unheimlich aber ist die Energie, die sie daraus beziehen: Sam stellt eine Liste der Dinge auf, die er vor seinem Ende noch erleben oder leisten möchte, und …

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»Trotz des ernsten Themas ist es ein witziges Buch, bewegend und gleichtzeitig ermutigend.« Nadja Mack, Die Woche - Melbourne, Australien 14.12.2010
Sally Nicholls, 1983 geboren, studierte Philosophie und Literatur. In einem Schreibseminar verfasste sie ihren Debütroman - mit nur 23 Jahren. Bis heute wurde ihr Erstlingswerk "Wie man unsterblich wird" mit mehreren renommierten Literaturpreisen ausgezeichnet und in 16 Sprachen übersetzt.
Sally Nicholls lebt in London.

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Kundenbewertungen zu "Wie man unsterblich wird" von "Sally Nicholls"

Durchschnittliche Kundenbewertung 4 von 5 Sterne bei 7 Bewertungen ***** sehr gut
(aus 7 Bewertungen)
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Bewertung von kleinbrina aus Hamm am 24.11.2011 ***** gut
"Wie man unsterblich wird" handelt vom 11-jährigen Sam, der durch Leukämie dem Tod ins Auge schauen muss. Während seine Umwelt geschockt und hilflos reagiert, plant Sam mit Eifer sein restliches Leben und schreibt sogar sein Buch, bei dem er alle Gedanken und Gefühle freien Lauf lässt...

Sally Nicholls hat einen tollen Schreibstil. Sie erzählt die Geschichte aus der Sicht von Sam in der Ich-Perspektive, was der Geschichte sehr gut tut. Durch die Ich-Perspektive lernt man nicht nur Sams Gedanken und Gefühle kennen, sondern auch ein Stück von sich selbst. Die Geschichte liest sich leicht und flüssig, was vor allem an den kurzen, sehr einfachen Sätzen liegt. Besonders gut gefällt mir hierbei, dass die Autorin nicht ein einziges Mal zu sentimental über das Thema schreibt. Vielmehr wird hier der verlorene Kampf um eine Krankheit akzeptiert und vor allem gezeigt, wie man damit umgeht.

Die Art und Weise, wie Sam mit seiner Krankheit umgeht, hat mich tief berührt. Seine Familie ist sprachlos und fühlt sich zugleich hilflos, nur schwer können sie mit der Diagnose und Sams Einstellung umgehen. Während der Vater die Krankheit konsequent verdrängt, versucht die Mutter immer wieder auf Sam aufzupassen und hofft auf neue Medikamente, die Sam das Leben verlängern.
Sam dagegen wirkt erstaunlich gefasst und stellt sich immer nur eine Frage: "Tut sterben weh?" - Auch sonst hat Sam viele Fragen, die er versucht zu beantworten. Leider scheitert es jedoch oftmals an den Erwachsenen, die ihm die Fragen nicht beantworten möchten.
Doch trotz allem Optimismus muss er auch täglich der Realität ins Auge blicken. Seine Krankenschwester, genannt Dracula, besucht ihn regelmäßig, um seinen Gesundheitszustand zu überprüfen und sein bester Freund hat ebenfalls mit den fürchterlichen Folgen der Krankheit zu kämpfen.

So sehr mich das Thema auch berührt hat, neu ist es nicht. Bereits in anderen Büchern, wie z.B. "Bevor ich sterbe" von Jenny Downham, wird das Thema Leukämie und Tod besprochen. Identisch ist dabei auch die Liste, die sich Sam gemacht hat.
Zwar sind seine Wünsche und Hoffnungen recht harmlos und mehr als verständlich, aber eben leider nicht neu. Von daher konnte ich nie so ganz mit ihm mithoffen, dass sich alle Wünsche noch erfüllen.

Die Covergestaltung ist schlicht, aber dennoch wahnsinnig schön und vor allem sehr passend, da sie die letzten Seiten des Buches widerspiegeln. Sehr gut zu sehen ist hier, dass Sam seine Lebensfreude trotz allen Umständen nicht verloren hat. Eine kleine Kritik gibt es jedoch bzgl. der Kurzbeschreibung, die nach meinem Geschmack viel zu viel verrät.

Insgesamt hat mich "Wie man unsterblich wird" für kurze Zeit sprachlos zurückgelassen. Sams Lebensfreude ist ansteckend und sollte für jedermann ein Beispiel sein. Allerdings gibt es auch hier einen Punktabzug, da die Geschichte einfach nicht neu ist - so schön sie auch sein mag. Dennoch empfehlenswert!

8 von 9 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von hellokitti aus Jessen am 13.05.2011 ***** sehr gut
Sam leidet an Leukemie und ihm ist klar das er bald sterben muss. Doch damit kommt er auch mit 11 Jahren schon klar, also er fängt an ein Buch ähnich wie ein Tagebuch zu schreiben. Darin sammelt er Fragen und interessante Tatsachen. Er will alles wissen: Was passiert wenn er schließlich gestorben ist? Werden seine Schwester, sein Bester Freund und seine Eltern ihn vermissen. Wie wird er sterben?...
Das Buch beschreibt Vieles was zum nachdenken bringt. Ich konnte es leicht lesen und auch verstehen. Emotionale Menschen werden das Buch nicht mögen, deshalb empfehle ich es für die die ganz viel Zeit zum nachdenken haben.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Marie Milkaschokolade aus Weida am 08.05.2011 ***** ausgezeichnet
Der 11-jährige Junge Sam hat Leukämie. Er fertigt genau 11 Listen an wie zum Beispiel die dritte Liste Was ich gern möchte. Er will zum Beispiel einen Weltrekord aufstellen der nicht sportlich ist. Auf diese Idee,die Liste zu erstellen hat ihn Mrs. Willis gebracht. Mrs. Willis ist Sams und Felix´ Lehrerin. Sie unterrichtet die beiden Freunde bei Sam oder Felix zu Hause. Ob Sam all diese Dinge schafft hält er in diesen Buch fest. Er will alles bis zu seinem Tod festhalten. Selbst wie er gestorben ist will er mit einen Fragebogen für seine Eltern in seinem Buch stehen haben. Außer an seinem Buch weiterschreiben und seine Liste zu verfolgen macht Sam viel mit seinem ebenfalls Leukämiekranken Freund Felix. Aber was ist wenn Felix stirbt? Wird Sam seine Liste weiter erledigen wollen.?
Mir hat das Buch sehr gut gefallen weil man Kindgerecht dargestelllt hat was bei der Krankheit passiert. Ich empfehle das Buch ab 11.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

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Bewertung von MaLu aus Gebesee am 22.10.2010 ***** ausgezeichnet
Sam ist elf Jahre alt und ist schwer an einer unheilbaren Leukämie erkrankt. Er ist sich seiner Lage bewusst, doch anstatt zu verzweifeln, fängt er an, die Zeit die ihm noch bleibt zu nutzen und schreibt Listen oder stellt Fragen, die er schon immer einmal beantwortet haben wollte. Alle Antworten und Erkenntnisse schreibt er in sein Tagebuch. Dort finden auch Wünsche und Geschichten aus seinem Alltag seinen Platz. Es ist eine Geschichte vom Sterben, die jedoch ein großes Maß an Lebensfreude beinhaltet.
Als ich die letzte Seite gelesen habe und den Buchdeckel zuschlug liefen mir, wie ein kleiner Bach die Tränen an der Wange herunter. Sally Nicholls erzählt die Geschichte von dem kleinen Sam so erschütternd aber auch ermutigend zugleich, dass man an vielen Stellen weinen muss aber gleichzeitig lacht. Das Buch wird lange in meiner Erinnerung bleiben, da es wirklich auf einfachste Weise ein so schwieriges Thema behandelt. Außerdem hat Sally Nicholls es geschafft, dass man während des ganzen Buches mitfühlen kann und jegliche Gefühlsregungen von Sam nachvollziehen kann. Meiner Meinung nach ein echtes Meisterwerk.

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Bewertung von mely1@hotmail.de aus würzburg am 10.07.2010 ***** ausgezeichnet
Das schönste Buch was ich je gelesen habe. Das muss man einfach lesen.
Es ist toll.

1 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Dem Autor für die Bewertung danken
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Bewertung von Sarahpan aus Lippstadt am 28.06.2010 ***** schlecht
Sam ist elf Jahre alt und ist schwer an einer unheilbaren Leukämie erkrankt.
Er ist sich seiner Lage bewusst, doch anstatt zu verzweifeln, fängt er an, die Zeit die ihm noch bleibt zu nutzen und schreibt Listen oder stellt Fragen, die er schon immer einmal beantwortet haben wollte.
Alle Antworten und Erkenntnisse schreibt er in sein Tagebuch. Dort finden auch Wünsche und Geschichten aus seinem Alltag seinen Platz.
Es ist eine Geschichte vom Sterben, die jedoch ein großes Maß an Lebensfreude beinhaltet.
Als ich die letzte Seite gelesen habe und den Buchdeckel zuschlug liefen mir, wie ein kleiner Bach die Tränen an der Wange herunter.
Sally Nicholls erzählt die Geschichte von dem kleinen Sam so erschütternd aber auch ermutigend zugleich, dass man an vielen Stellen weinen muss aber gleichzeitig lacht.
Das Buch wird lange in meiner Erinnerung bleiben, da es wirklich auf einfachste Weise ein so schwieriges Thema behandelt.
Außerdem hat Sally Nicholls es geschafft, dass man während des ganzen Buches mitfühlen kann und jegliche Gefühlsregungen von Sam nachvollziehen kann.
Meiner Meinung nach ein echtes Meisterwerk.

2 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von erdlink aus Karlsruhe/Berlin am 13.03.2009 ***** ausgezeichnet
Fröhliche Traurigkeit, heitere Melancholie

Zwei Jungen im Alter von 11 und 13 Jahren haben Leukämie.

Zu Recht bekam dieses Buch den Luchs 2008 (anders als der Luchs 2007 an Tamara Bach: "Jetzt ist hier", der ein Fehlgriff war). Der Autorin gelingt es, die Problematik des Sterbens wunderbar leicht in Kindersprache zu gießen. Dabei scheut sie weder kindgerechte Albernheiten (wenn man tot ist, wird man ein Gespenst), noch tiefschürfende Analysen („Es ist nichts anderes, als dahin zurückzukehren, wo man vor der Geburt war, und niemand fürchtet sich vor der Zeit vor der Geburt.“ – Das ist reinster Arthur Schopenhauer, nur dass Schopenhauer für die Entwicklung dieses Gedankens zwei Seiten braucht.)
Das Buch ist weder traurig, noch ist es flach. Es drückt sich nicht um die schweren Probleme herum, noch lässt es sich davon in Verzweiflung stürzen.
Selbst die Theodizee-Diskussion, die seit dem späten Mittelalter tobt, ist breit vertreten. Hier lautet die Abwandlung: Wieso lässt Gott Kinder krank werden? Auf diese Frage finden die beiden Jungen 7 mögliche Antworten. Dazu gehören, dass Gott gar nicht existiert, dass er in Wirklichkeit böse ist, dass Krankheiten eine Lehre Gottes sind, die uns heilen soll wie die giftige Chemotherapie der Ärzte, dass Kranksein eine Freikarte für den Himmel ist, etc. Je nach Glaubenslage kann sich die junge LeserIn die angenehmste Antwort aussuchen, kann sich aber auch mit den weniger erträglichen auseinandersetzen.
Nichts für strenge Christen also, aber alles für aufgeschlossene Skeptiker.
Einige andere Fragen, die das Buch behandelt, sind: Tut Sterben weh? Wie sieht ein Toter aus, wie fühlt er sich an? Woher weiß man, dass man gestorben ist?
Ein Buch für alle Erwachsenen, die glauben, dass man mit Kindern nicht über solche Themen sprechen kann. Mit diesem Buch in der Hand geht es federleicht.
Und natürlich ein Buch für alle Jugendlichen, die etwas Tiefgehenderes lesen wollen als immer dieselben lockeren Sprüche über "das erste Mal".

13 von 15 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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