Gibt es Eis in Oklahoma? - Späth, Bernd

Bernd Späth 

Gibt es Eis in Oklahoma?

Roman

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Gibt es Eis in Oklahoma?

"Hemingway hätte es nicht so gut erzählt", schrieb der verstorbene Grimme-Preisträger Leonhard Reinirkens an Bernd Späth, nachdem er dessen Manuskript zu "Oklahoma" gelesen hatte. Und in der Tat greift die Geschichte des harten arktischen Jägers Hagen, der seinen sensiblen Sohn Halvard mitleidlos in die Gefahren der Arktis einweihen will, jedem Leser ans Herz. Während Hagen sein erschöpftes, nach der Anerkennung seines Vaters hungerndes Kind dazu zwingt, eine Robbe abzuhäuten, bricht unter ihren Füßen eine riesige Scholle los, und sie treiben alleine den Fjord hinaus. Ab dann beginnt die Arktis ihr kaltes Spiel mit den Leben der beiden Verlorenen, und nun entrollt sich die Tragödie einer Vater-Sohn-Beziehung, an deren Ende Hagen sein menschliches Versagen erkennen muss.


Produktinformation

  • Abmessung: 206mm x 136mm x 28mm
  • Gewicht: 335g
  • ISBN-13: 9783905955347
  • ISBN-10: 3905955342
  • Best.Nr.: 34753313
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 13.02.2012

Erfahrungen
im ewigen Eis
Bernd Späth verarbeitet in seinem neuem Roman
„Gibt es Eis in Oklahoma?“ reale Begebenheiten
Von Udo Watter
München – In manchen Nächten saß er stundenlang am Fenster seiner Hütte und sah im surrealen Schimmer der Mitternachtssonne den vorbeitreibenden Eisschollen zu. Es waren Momente innerer Freiheit, Momente der Kontemplation, fernab zivilisatorischer Bedeutungsschwere, in der Einsamkeit der arktischen Wildnis. „Wenn Sie da nicht philosophisch werden, wann dann?“, fragt Bernd Späth, und seine blaugrauen Augen blitzen unter den schwarzen Brauen.
Zwischen 1982 und 1995 hat der Schriftsteller, der 2002 mit dem in seiner Heimatstadt Fürstenfeldbruck spielenden Nachkriegsroman „Trümmerkind“ einen Kritiker-Erfolg feierte, mehrere Expeditionen auf der norwegischen Arktisinsel Spitzbergen unternommen. 1983 erreichte er sogar als erster Deutscher die Nordspitze von Spitzbergen über das Inlandeis. Die archaische Schönheit, die Farben des Polarlichts, die weite, lebensfeindlichen Wildnis, in welcher der Mensch eine kreatürliche Angst erfährt – all das fasziniert ihn seither. „Der Ruf der Nordens. Das …

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Bernd Späth, Jahrgang 1950, erreichte 1983 als erster Deutscher die Nordspitze der Eismeerinsel Spitzbergen über das Inlandeis. Auf insgesamt fünf Expeditionen legte er Tausende von Kilometern über Packeis und Gletscher zurück, zum Teil alleine. Er lebte wochenlang einsam in einer Hütte am arktischen Eisfjord und überstand zwei Eisbärenangriffe unversehrt. Bernd Späth veröffentlichte bereits mehrere Romane sowie eine Novelle und mehrere sehr erfolgreiche Theaterstücke. Er lebt heute als Autor und Produzent in München.