Nachhaltige Tourismusentwicklung in Tirol im Hinblick auf kulturelle Identität und Gastfreundschaft
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Touristik /
Tourismus, Note: 2, Management Center Innsbruck Internationale
Fachhochschulgesellschaft mbH, Sprache: Deutsch, Abstract: Das
Verhältnis von Wert und Gegenwert wird von den Kunden immer
sensibler behandelt. Zukünftig muss mehr auf die qualitativen
Aspekte der offerierten Serviceleistungen Rücksicht genommen
werden. Der Gast des 21. Jahrhunderts wird das
Preis-Leistungsverhältnis permanent kritisch hinterfragen. Der
Kunde wird nicht auf seinen Urlaub verzichten, sondern er wird ihn
viel bewusster buchen und konsumieren. Der Kunde will wissen, was
er konsumiert, woher das Produkt kommt und ob es fair produziert
wurde. Das spiegelt die Wichtigkeit der nachhaltigen
Tourismusentwicklung wider.Als wichtige Faktoren für eine
nachhaltige Tourismusentwicklung in Tirol erachtet der Autor die
Gastfreundschaft und die kulturelle Identität. Ziel der Arbeit ist
es, aufbauend auf dem Modell des nachhaltigen Tourismus die Aspekte
der kulturellen Identität und Gastfreundschaft zu erläutern und
einen Zusammenhang herzustellen.Kernerkenntnis ist, dass die
kulturelle Identität hat im Konzept des nachhaltigen Tourismus eine
wichtige Stellung hat. Im Tiroler Tourismus ist die Wahrung der
kulturellen Identität gewährleistet. Ein wichtiger Kulturträger ist
die Landwirtschaft, die aber derzeit von den Tiroler
Tourismusbetrieben nicht ausreichend unterstützt wird. Auch die
Gastfreundschaft spielt eine wichtige Rolle im nachhaltigen
Tourismus. Gastfreundschaft stellt ein Alleinstellungsmerkmal im
Tiroler Tourismus dar. Der Autor stellt fest, dass im Tiroler
Tourismus vorwiegend in Hardware der Tourismusbetriebe investiert
wird, verstärkt sollte jedoch in die Software bzw. in Softskills
der Mitarbeiter investiert werden, um eine Gastfreundschaft mit
ökonomischen Nutzen sicher zu stellen.Gastfreundschaft und
kulturelle Identität stellen wichtige Faktoren dar, um eine
nachhaltige Tourismusentwicklung zu gewährleisten.Weiters kann
festgehalten werden, dass bereits nachhaltige Tourismusangebote
existieren, die aber immer noch ein Nischenprodukt darstellen und
zu relativ hohen Preisen angeboten werden. Mehr Nachhaltigkeit auch
im Massentourismus ist nicht nur wünschenswert sondern auch
machbar.