Die Sirenen von Bagdad - Khadra, Yasmina

Die Sirenen von Bagdad

Roman

Yasmina Khadra 

Aus d. Französ. v. Regina Keil-Sagawe
Broschiertes Buch
 
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Die Sirenen von Bagdad

Bei einer Razzia des US-Militärs wird ein junger Iraker tief gedemütigt und muss seine Familie und sein Heimatdorf verlassen. Er beschließt, sein Leben der Aufgabe zu widmen, den Westen tödlich zu treffen. Höchst eindrucksvoll erzählt Yasmina Khadra vom Leben der Menschen in einer ausweglosen Spirale aus zerstörter Ehre und Hass in einem zerbrochenen Land."Der Roman erhebt einen Chor von Stimmen, anhand deren Khadra die Vielschichtigkeit der muslimischen Welt und deren innere Zerrissenheit zugleich orchestriert." Claudia Kramatschek in der Neuen Zürcher Zeitung


Produktinformation

  • Verlag: Dtv
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 314 S.
  • Seitenzahl: 314
  • dtv Taschenbücher Bd.13865
  • Deutsch
  • Abmessung: 193mm x 121mm x 21mm
  • Gewicht: 263g
  • ISBN-13: 9783423138659
  • ISBN-10: 3423138653
  • Best.Nr.: 26360742
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 06.06.2008

Das Leben in Bagdad
Yasmina Khadra steht zwischen den Kriegsfronten

Ein Tritt, und das Holz ist zerborsten, zersplittert in zahllose Teile. Niemand wird das Instrument je wieder zusammenfügen, darum auch nicht die lange Geschichte bewahren können, die sich mit ihm verbindet. Eine Laute, gebaut vor mehr als einem halben Jahrhundert von einem der bedeutendsten Künstler des Landes, einem begnadeten Musiker, der vor Prinzen und Sultanen spielte, Männer, Frauen und Kinder gleichermaßen verzückte. Doch dem amerikanischen GI reichte ein Tritt, um das Instrument und mit ihm den Stolz eines ganzen Dorfes zu zerstören.

Es sind die kleinen, im Wortsinn zerbrechlichen Szenen, in denen der algerisch-französische Autor Yasmina Khadra die Brutalität des Krieges im Irak nach dem Einmarsch der Amerikaner im Frühjahr 2003 illustriert. Dem Land, verdeutlicht diese Szene, wurden nicht nur große Wunden gerissen. Auch die wenig spektakulär anmutenden Demütigungen wie die mutwillige Zerstörung einer Laute treffen die Bevölkerung und wecken ihren Zorn gegen die Allmacht der Besatzer.

Nachvollziehbar scheint dieser Zorn aus Sicht der Betroffenen …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Mit großer Irritation hat Rezensentin Katharina Döbler den neuen Roman von Mohammed Moulessehoul alias Yasmina Khadra über einen Islamisten gelesen, den sie in einer sehr subjektiven, fast polemischen Art bespricht. Der Autor verstört sie vor allem mit der Behauptung von handlungsorientierenden Werten wie Ehre, die sie aber gar nicht zugänglich gemacht sieht. Damit verstößt Khadra für sie gegen eine Grunderwartung an die Literatur, nämlich Gedanken oder Gefühle anderer Menschen transparent zu machen, erst Recht, wenn sie wie hier zur Planung eines Anschlags auf einen Flughafen führen. So leuchtet ihr am Ende weder die Figur des Protagonisten noch der thematisierte "Kampf der Kulturen", die "Demütigung des Islams" oder "Ignoranz des Westens" wirklich ein, die die Figur den Vorgaben dieses Autors zufolge in den "Dschihadismus" führt, weshalb sie in der Geschichte kaum mehr als klischeehaftes "Hollywood-Katastrophenkino" sehen kann.

© Perlentaucher Medien GmbH

kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
"In wenigen Tagen wird die Welt mir zu Füßen liegen. Die wichtigste revolutionäre Mission aller Zeiten, seit der Mensch gelernt hat, aufrecht zu gehen. Und ich wurde ausgewählt, sie auszuführen! Welch ein Triumph über das Schicksal!" Gerade mal 21 Jahre alt ist der Iraker, der dafür sorgen soll, dass der Westen seine Überheblichkeit endgültig verliert. Noch vor kurzem lebte er ein beschauliches Leben in Kafr Karam, seinem kleinen Heimatdorf. Dann kamen US-Soldaten, dann musste er mit ansehen, wie sein Vater mit heruntergelassenen Hosen im Staub vor seinem eigenen Haus lag, dann beschloss er, Rache zu üben. Die Logik des Terrorismus ist das große Thema des Algeriers Mohammed Moulessehoul alias Yasmina Khadra. In "Die Sirenen von Bagdad" ergründet er Schritt für Schritt, wie sein Ich-Erzähler vom schüchternen jungen Mann zum abgestumpften Dulder und bereitwilligen Märtyrer wird - nicht aus Religiosität, sondern aus Hass auf unaufhaltsame politische Entwicklungen. Sprachlich ist das brillant, Khadra gelingt es, intensive Analyse in poetische Worte zu verpacken. Einziges Manko: Die Erklärung dafür, dass der Attentäter am Ende aus allen wohldurchdachten Plänen ausbricht, kommt doch etwas simpel daher. (jul)
Yasmina Khadra ist der Künstlername des 1955 geborenen Autors Mohammed Moulessehoul. Als hoher Offizier der algerischen Armee veröffentlichte er seine ersten Bücher wegen der strengen Zensurbestimmungen unter den beiden Namen seiner Frau. Erst nachdem er im Dezember 2000 mit seiner Familie nach Frankreich ins Exil gegangen war, konnte er dieses Pseudonym lüften. Yasmina Khadra lebt heute in Paris. Im Jahr 2012 wurde er mit dem Grand Prix de Littérature Henri Gal ausgezeichnet.

Leseprobe zu "Die Sirenen von Bagdad"

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Bewertung von narnia aus Alt Ruppin am 05.04.2010   ausgezeichnet
"Ein friedliches Miteinander ist nicht mehr möglich. Sie mochten uns nie, und wir ertragen ihre Arroganz nicht mehr. Jeder muss im eigenen Lager leben und dem anderen endgültig den Rücken kehren. Nur dass wir ihnen, bevor wir die große Mauer hochziehen, für alles, was sie uns angetan haben, noch eine gewaltige Abtreibung verpassen."

Die Autorin dieses Buches, die eigentlich ein Mann ist und viele Jahre als Offizier der algerischen Armee gedient hat, lässt diese Worte, einen Intellektuellen in Beirut sagen. Es sind Worte mit ungeheuerer Sprengkraft. Es ist nur ein Roman, aber die Geschichte die der Dichter erzählt hat sich viele Male in den letzten Jahren so abgespielt.

An dem Tag, als amerikanische Soldaten mitten in der Nacht im kleinen irakischen Ort Kafr Karam eine überfallartige Hausdurchsuchung vornehmen, ist der so entfernt erscheinende Krieg in der Wüste angekommen. Die Soldaten ziehen wieder ab, sie haben keine Waffen gefunden, doch vor den Augen des Erzählers wurde seine Familie grundlos gedemütigt, die Ehre für immer verletzt.

Gleich in den nächsten Tagen verlässt der Erzähler seine Familie. Er fährt nach Bagdad. Ziellos streift er durch die Stadt, besucht seine ältere Schwester, die als Ärztin arbeitet, ihm jedoch keine Unterkunft anbieten kann. Es ist schwer mitten im Krieg Arbeit zu finden, darum ist der Job als Nachtwächter für ihn ein Glückstreffer. Der Weg zu den fanatischen muslimischen Kämpfern, die der ganzen westlichen Welt den Krieg erklärt haben, ist in Bagdad nicht weit. Für den Studenten liegt er direkt in der Reparaturwerkstatt des Elektrohandels, den er nachts bewacht. Es dauert nicht lange, bis er den gewünschten Auftrag erhält, der endlich die Ehre seiner Familie wieder herstellen wird.

Ein Auftrag, wie es ihn noch nicht gegeben hat und in seinem Ausmaß eine schreckliche, nicht einzudämmende Katastrophe auslösen wird. Zumindest sagt dies der Arzt, der den jungen Studenten vor seinem lebensgefährlichen Einsatz betreut.

"Die Sirenen von Bagdad", fordern vom Leser eine Auseinandersetzung mit dem Krieg im Irak und der Sichtweise der Betroffenen, wobei der Autor die schwarz-weiß Malerei vermeidet.

Christian Döring

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