Der Anschlag - King, Stephen

Der Anschlag

Roman

Stephen King 

Aus d. Amerikan. v. Bergner, Wulf
Gebundenes Buch
 
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Der Anschlag

Wenn die Vergangenheit grausam zuschlägt - Stephen King schreibt die amerikanische Geschichte neu ...

Am 22. November 1963 fielen in Dallas, Texas, drei Schüsse. John F. Kennedy starb, und die Welt veränderte sich für immer. Wenn man das Geschehene ungeschehen machen könnte - wären die Folgen es wert? Jake Epping kann in die Vergangenheit zurückkehren und will den Anschlag verhindern. Aber je näher er seinem Ziel kommt, umso vehementer wehrt sich die Vergangenheit gegen jede Änderung. Stephen Kings neuer großer Roman ist eine Tour de Force, die ihresgleichen sucht - voller spannender Action, tiefer Einsichten und großer Gefühle.

Jake Epping lebt ein normales Leben, bis sein Freund Al ihm ein großes Geheimnis enthüllt: Er kennt ein Portal, das ins Jahr 1958 führt. Und Al gewinnt ihn für eine wahnsinnige Mission. Jake soll in die Vergangenheit zurückkehren und das Attentat auf John F. Kennedy vereiteln, um den Gang der Geschichte positiv zu korrigieren. Und so beginnt für Jake ein neues Leben in einer für ihn neuen Welt. Es ist die Welt von Elvis und JFK, von großen amerikanischen Autos und beschwingten Highschool-Tanzveranstaltungen. Es ist die Welt des gequälten Einzelgängers Lee Harvey Oswald, aber auch die der Bibliothekarin Sadie Dunhill, die Jakes große Liebe seines Lebens wird - eines Lebens, das gegen alle normalen Regeln der Zeit verstößt. Und je näher Jake seinem Ziel kommt, den Mord an Kennedy rückgängig zu machen, desto bizarrer wehrt sich die Vergangenheit dagegen - mit aller gnadenlosen Gewalt, die sich auch gegen Jakes neue Liebe richtet ...


Produktinformation

  • Verlag: Heyne
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 1055 S.
  • Seitenzahl: 1056
  • Deutsch
  • Abmessung: 221mm x 150mm x 54mm
  • Gewicht: 1060g
  • ISBN-13: 9783453267541
  • ISBN-10: 3453267540
  • Best.Nr.: 33864080

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Einen ganzen Essay zur Würdigung Stephen Kings hat Stephan Wackwitz über den neuen Roman des amerikanischen Bestseller-Autors geschrieben, der darin mithilfe eines Zeitreisekniffs die "Urkatastrophe" in der liberalen Geschichtsdeutung, die Ermordung Kennedys, verhindern will. So stehe King für Wackwitz in einer typisch amerikanischen Tradition der unheimlichen Literatur, die nach Ansicht des Rezensenten viel mit den "vormodernen Einwanderermilieus und Subkulturen" zu tun habe, die immer wieder aufs Neue den "American way of life" adaptieren. Vom Modernismus des 20. Jahrhunderts unbehelligt stehe King in direkter Nähe zu Poe und Lovecraft, deren Projekt King seit knapp vierzig Jahren fortsetze. Diese "gespenstische Enzyklopädie des amerikanischen Jahrhunderts"fasse King in seinem anspielungsreichen, sorgfältig recherchierten Zeitreiseroman gewissermaßen zusammen, findet Wackwitz, der sich von der darin gebotenen, von der Romanze über die Schauergeschichte zum Krimi reichenden Genrevielfalt gerne mitreißen lässt und King abschließend als auch für anspruchsvolle Leser interessantes "Gegengift" empfiehlt, das so erfrischend wirke wie eine "endlich" aufgelegte AC/DC-Platte nach einem Reinhard-Mey-Marathon.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 23.01.2012

Was wäre, wenn es
zu viel wäre?
Stephen Kings jüngster Roman: Wie man John F. Kennedy
rettet und sich in der Geschichte verheddert
Der Überdruss an den politischen Verhältnissen ist groß in Amerika. Obama hätte das richten sollen. Stattdessen ist der Überdruss in den vergangenen drei Jahren nur gewachsen. Weswegen Stephen King mit seinem neuen Buch über eine Zeitreise, mit der der Mord an John F. Kennedy verhindert wird, gerade richtig kommt in der anbrechenden Wahlkampfsaison – auch wenn er sich die Geschichte schon vor vierzig Jahren ausgedacht hatte. In den USA flüchtet sich der Überdruss gerne in die vergeblichste Form der politischen Nostalgie, in die „was wäre wenn“-Fragen.
Natürlich sind solche Fragen eine Art Einstiegsdroge in den politischen Eskapismus der Verschwörungstheorien. Der Anschlag auf John F. Kennedy wiederum ist nicht nur die Mutter aller „was wäre wenn“-Fragen, er ist auch eine Art Urknall der modernen Verschwörungstheoriekultur. In Deutschland kennt man solche politischen Obsessionen nur als Randerscheinung. Das rätselhafte Ableben von Uwe Barschel oder die Selbstmorde der RAF-Häftlinge von Stammheim …

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"Stephen Kings neues Buch 'Der Anschlag' ist wie ein Labor, in dem er mit den Mitteln des Romans Gesellschaft, Politik und Kultur der Vereinigten Staaten untersucht - von Pop bis Literatur. (...) Stephen Kings erstaunlicher Roman ist wie kein anderes Buch, das er bisher geschrieben hat, ein Hauptwerk - ein philosophischer Zeitreiseroman."

"King ist der King!""Der Horror-King überrascht mit einer Zeitreise, um den Mord an Präsident Kennedy zu verhindern. Dickes Buch, starkes Buch!""Ein tollkühnes Szenario, ein gewaltiger Roman!""Ein enorm lesenswertes und kurzweiliges Werk. Kings originelle Prämisse und umfassende Recherchen münden in eine leichtfüßig verfasste, stimmige, spannenden und erstaunlich glaubwürdige Zeitreise."„Ein ganz wichtiges Buch! Stephen Kings Alterswerk. Dieses Buch muss man lesen! Großes Kino für den Kopf – einfach genial!“"King war wahrscheinlich nie besser: Spannend, nachdenklich, überraschend. Und er beschert ein absolut formvollendetes Happy End. Ganz großes Kino!"
Stephen King, geb. 1947 in Portland, Maine, war zunächst als Englischlehrer tätig, bevor ihm 1973 mit seinem ersten Roman 'Carrie' der Durchbruch gelang. Seither hat gilt er als einer der erfolgreichsten Schriftsteller weltweit. Im November 2003 erhielt er den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk. Stephen King lebt mit seiner Frau Tabitha in Bangor, Maine.

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Kundenbewertungen zu "Der Anschlag" von "Stephen King"

11 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.6 von 5 Sterne bei 11 Bewertungen   ausgezeichnet)
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Bewertung von Ina am 30.08.2013   ausgezeichnet
Die Geschichte:
Jake Epping ist eigentlich ein ganz normaler Englischlehrer im amerikanischen Bundesstaat Wisconsin. Er korrigiert Klausuren, kümmert sich um seine Schüler und auch den etwas gehbehinderten Hausmeister. Essen gehen tut er meist in Al´s Diner, der von Al Templeton geführt wird. Dieser verkauft Hamburger, und zwar so billig, dass alle Leute über ihn sagen, er würde Katzenfleisch oder ähnlich schreckliche Dinge für sein Essen verwenden. Aber er verwendet ganz normales Rindfleisch, das er billig einkauft - im Jahr 1958, und das immer wieder aufs Neue...
Al ist es auch, der Jake in sein Geheimnis, den Kaninchenbau unter seinem Diner, einweiht. Es sind Stufen in die Vergangenheit, über die man im September 1958 landet. Kehrt man aus der Vergangenheit zurück, sind in der Zukunft aber nur 2 Minuten vergangen.
Al lebt einige Jahre in der Vergangenheit und hat sich, wie es scheint, in der Zukunft von einem Tag auf den anderen komplett verändert - der Lungenkrebs, den er in der Vergangenheit erlitten hat, ist unaufhaltsam und macht sich auch in der Zukunft bemerkbar. Da Al seinen Plan aufgrund der Krankheit nicht mehr in die Tat umsetzen kann, bittet er Jake, das scheinbar Unmögliche möglich zu machen: Er soll John F. Kennedy retten, der am 22. November 1963 erschossen wird. Nach einigem Zögern und Unglauben wird Jake bewusst, dass Al die Wahrheit sagt, erst recht nachdem er einen kurzen Abstecher in die Vergangenheit unternommen hat.
Jake macht sich auf in ein Abenteuer und muss dabei feststellen: Die Vergangenheit will nicht geändert werden, sie wehrt sich mit ihren Mitteln und macht es ihm richtig schwer...

Meine Meinung:
Von Stephen King hatte ich bisher noch kein Buch gelesen, da Sciene-Fiction nicht so mein Ding ist im Normalfall. Aber dieses Buch...hatte es echt in sich und hat mich gefesselt von der ersten bis zur letzten Seite! Stephen King hat es mit "Der Anschlag" geschafft, dass ich wirklich einen Tag und eine Nacht fast komplett durchgelesen habe, weil ich wissen wollte, wie es weiter geht und ob Jake Epping alias George Amberson es schafft, den Mord an Kennedy zu verhindern.
Die darin verwickelte Liebesgeschichte von Sadie und George/Jake war anrührend und zeigt zugleich, welche Schwierigkeiten George/Jake in der Vergangenheit hat und dass er eben nicht ganz die Wahrheit sagen kann, was seine Vergangenheit bzw. eher Zukunft, aus der er kommt, angeht. Er hat alles daran gesetzt, Sadie zu bewahren und zu retten, und muss am Ende sehen, wie sie doch "in die Maschine gerät".
Das Ende des Buches war ein bisschen abstrus (aber eigentlich ist das ganze Buch ja so...zurück in die Vergangenheit durch einen Kaninchenbau), aber hat mir dennoch gefallen, weil man auch eine Lehre daraus ziehen kann bzw. einem bewusst wird: alles, was passiert, hat irgendwie auch einen Sinn, so schlimm die Geschehnisse auch seien mögen. Die Vergangenheit kann und sollte man nicht ändern, und das ist auch gut so.
Für "Der Anschlag" gebe ich eine absolute Leseempfehlung und wünsche ebenfalls eine schlaflose Nacht ;-)

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

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Bewertung von Joschne aus Sittensen am 29.03.2013   sehr gut
Ein vielschichtiges Meisterwerk

Stephen King schreibt die amerikanische Geschichte neu. Am 22. November 1963 fielen in Dallas, Texas, drei Schüsse. John F. Kennedy starb, und die Welt veränderte sich für immer. Wenn man das Geschehene ungeschehen machen könnte ,wären die Folgen es wert? Jake Epping kann in die Vergangenheit zurückkehren und will den Anschlag verhindern. Aber je näher er seinem Ziel kommt, umso vehementer wehrt sich die Vergangenheit gegen jede Änderung. Stephen Kings neuer großer Roman ist eine Tour de Force, die ihresgleichen sucht: voller spannender Action, tiefer Einsichten und großer Gefühle. Jake Epping lebt ein normales Leben, bis sein Freund Al ihm ein großes Geheimnis enthüllt: Er kennt ein Portal, das ins Jahr 1958 führt. Und Al gewinnt ihn für eine wahnsinnige Mission. Jake soll in die Vergangenheit zurückkehren und das Attentat auf John F. Kennedy vereiteln, um den Gang der Geschichte positiv zu korrigieren. Und so beginnt für Jake ein neues Leben in einer für ihn neuen Welt. Es ist die Welt von Elvis und JFK, von großen amerikanischen Autos und beschwingten Highschool-Tanzveranstaltungen. Es ist die Welt des gequälten Einzelgängers Lee Harvey Oswald, aber auch die der Bibliothekarin Sadie Dunhill, die Jakes große Liebe seines Lebens wird, eines Lebens, das gegen alle normalen Regeln der Zeit verstößt. Und je näher Jake seinem Ziel kommt, den Mord an Kennedy rückgängig zu machen, desto bizarrer wehrt sich die Vergangenheit dagegen
mit aller gnadenlosen Gewalt, die sich auch gegen Jakes neue Liebe richtet ...

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 13.02.12:
"Ein vielschichtiges Meisterwerk. Genial. Der amerikanische Originaltitel des Buches lautet 11/22/63. Ein Datum, an dem die Welt den Atem anhielt. Viele sagen, die Welt wäre eine bessere geworden, wäre das Attentat nicht passiert. Der Meister des modernen Horrors gibt darauf seine ganz eigene Antwort. Was Stephen King mit Der Anschlag präsentiert, ist ganz große Erzählkunst. Er vereint das Übernatürliche gekonnt mit gesellschaftlich wichtigen Themen. Es entsteht ein wahnsinnig spannendes Leseerlebnis. Jakes Erlebnis in den 1950-ern und 1960-ern sind skurril, eigenwillig, geschichtlich sehr interessant. Vor allem über Lee Harvey Oswald erfährt man eine Menge. Und Stephen King beweist, dass er ein großer Romantiker ist. Die Lovestory von Sadie und Jake ist einfühlsam, zartbitter und voller Dramatik. Sind 1056 Seiten zu viel? Nicht bei dieser Geschichte. Hier sind es eindeutig zu wenig. Einer von Stephen Kings besten Romanen! Und das will was heißen, bei der Anzahl an unvergesslichen Werken."

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Bewertung von leseratte aus Deutschland am 23.03.2013   sehr gut
Retten Sie John F.Kennedy...
Mit diesem Titel arbeitet der Meister des Grauens das bewährte Thema Zeitreise gelungen auf. Dabei geht es weniger grauenhaft zu, wie man es von ihm gewohnt ist, als vielmehr fiktiv, wobei er sich einem Ereignis widmet, welches wir alle aus den Geschichtsbüchern kennen. Und das lässt die fiktive Geschichte letztlich doch authentisch rüberkommen – eine Mischung, die ganz sicher nicht jeder zu bewältigen versteht, doch King hat das geschafft! Je mehr man liest, desto mehr merkt man dabei, wie mutig sein Herangehen an ein solches Themengebiet doch letztlich ist. Zwar wird die Geschichte manchmal etwas ausgedehnt, dennoch führt es nie zu Langatmigkeit, es lässt einem stets das Gefühl, mitten im Geschehen zu stehen und nicht los lassen zu wollen. Wer schließlich dabei bleibt, wird mit einem Finale belohnt, dass es wahrlich in sich hat und des Meisters würdig ist. Das Buch ist jedem zu empfehlen, der seine Aufmerksamkeit gern dem Thema Zeitreisen widmet, aber auch jedem Geschichtsbelesenen mit Hang zum Romaninteresse könnte es spannend anmuten. Für Freunde des reinen offenen Horrors ist es nicht empfehlenswert, wenngleich es doch für Gänsehaut zu sorgen versteht!

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Bewertung von kogan/fulminus aus Lübeck am 20.04.2012   gut
Sehr schön gelesen, spannend bis zum schluss.
Die Charaktere kann ich mir sehr gut vorstellen, da sie wunderbar beschrieben und von David Nathan sehr schön vertont wurden.
Zwei Sachen haben mich zu sehr gestört:
1) King hat diese Story, wie einige seiner anderen Bücher zu sehr "amerkanisch" geschrieben.
D.h. King benutzt zu viele Markennamen und Abkürzungen, die wir Europäer gar nicht kennen. Ich weiss manchmal gar nicht, was da gemeint ist. Eine Buslinie oder ein Gartencenter? Ein Kaufhaus oder eine Fabrik? Also für den Internationalen Markt ist das nicht gut.
2) Es gibt zu viele lange Pausen zwischen den Zeilen, innerhalb eines Kapitels oder gar Track, dass ich anfangs jedesmal nachschauen musste, ob die CD hakt.
Dafür gibt es jedesmal einen Stern weniger.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD

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Bewertung von www.live-love-read.com aus Köln am 05.04.2012   ausgezeichnet
Auch wenn ich bislang nie ein großer Fan von Stephen King gewesen bin, hat mich dieses Buch sehr gereizt, weil ich die 50er mag und mich für das Leben zu dieser Zeit interessiere. Ich habe bislang lediglich ein Buch von King gelesen, welches ich so langweilig fand, dass ich es nach der Hälfte abgebrochen habe. Deswegen war ich gespannt, ob es mir mit dem Anschlag ähnlich ergehen wird, oder ob Herr King es schafft, mich über 1056 Seiten hinweg zu fesseln. Das Buch hatte einige vermeintliche Längen, welche eigentlich keine Längen waren, sondern mir auf Grund der Länge des Buches nur so vorkamen. Davon abgesehen ist es jedoch durchgehend spannend, wozu auch die immer wieder vorkommenden Cliffhanger beitragen. Während des letzten Drittels des Buchs hebt King den Spannungsbogen enorm an, so dass ich ab da nur noch so durch die Seiten geflogen bin, weil ich unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte endet.

Jake hat mir als Protagonist gut gefallen. Er ist sympathisch, kein typischer Held, sondern der normale Typ von nebenan, der eben zufällig in eine solche Geschichte gezogen wird. Und dennoch wächst er durch die Situation über sich hinaus und gewinnt an neuer Stärke. Die Entwicklung dieser Figur wird gut deutlich und es war interessant, dies zu beobachten. Auch habe ich schnell ein gutes Gespür für Jake bekommen. Auch Sadie wird von King gut beschrieben, und dennoch hatte ich immer das Gefühl, sie gar nicht zu kennen und nicht richtig zu wissen, was sie und ihr Wesen ausmacht. Die weiteren Protagonisten hingegen sind gut dargestellt, und der Leser erhält ein klares Bild dieser Figuren. Besonders gefallen hat mir, wie King die menschlichen Unterschiede dargestellt und herausgearbeitet hat.

Neben der gelungenen Darstellung der Protagonisten, konnte King mich auch durch die Beschreibung von Orten und Situationen beeindrucken. Die ganze Geschichte ist atmosphärisch sehr dicht und richtig greifbar, so dass ich häufig das Gefühl hatte, direkt dabei zu sein. Die einzelnen Handlungsorte sind mir nicht bekannt und dennoch hatte ich manchmal das Gefühl, Dallas, Derry und die anderen Orte zu kennen.

Bislang habe ich mit King Grusel und Horror verbunden und war daher sehr positiv überrascht, wie romantisch und gefühlvoll er die Liebesgeschichte zwischen Sadie und Jake beschrieben hat. Ich hätte wirklich nicht gedacht, solche Emotionen beim Lesen vorzufinden und hatte während des Lesens mehr als einmal eine Gänsehaut.

Während des Lesens habe ich nicht nur über die Handlung nachgedacht und darüber, wie das Buch wohl enden mag, sondern auch über einige moralische Fragen, welche King zwar nicht direkt anspricht, welche aber trotzdem nicht ausbleiben. Am lautesten war in meinem Kopf die Frage danach, ob das Leben des einen Menschen mehr wiegt als das des anderen? King beantwortet diese Frage auf seine eigene Art durch Jakes Handlungen.

Obwohl man einige Handlungsstränge grob vorhersehen kann, war die eigentliche Handlung dann doch immer anders als gedacht und so gab es beim Lesen die ein oder andere kleine Überraschung. Schon recht früh hatte ich eine Vermutung bezüglich des Endes und grob hat sich diese Vermutung dann auch bestätigt. Mir hat das Ende sehr gut gefallen und für mich war es der perfekte Abschluss für diese spannende Geschichte.

Fazit:

Obwohl ich mit einigen Zweifeln an das Buch herangegangen bin, konnte Stephen King mit seinem Schreibstil diese Zweifel schnell beseitigen. Der Anschlag hat mir wesentlich besser gefallen, als vorab vermutet. Besonders erfreut hat mich die Vielseitigkeit der Geschichte, welche dazu beiträgt, dass es nie langweilig wird.

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Bewertung von horrorbiene am 05.04.2012   ausgezeichnet
Die Blicke wandern zu meinem Stephen King Regal. „Die liest nicht wirklich Stephen King, oder?“ – Auf meine Antwort „Natürlich!“, folgt nur ein sehr skeptischer Blick. Es scheint so zu sein, dass man King entweder lieben oder „schrecklich finden“ muss, ein Mittelding gibt es nicht. Dabei sind die Zeiten, in denen King nur Horror-Thriller schreibt lang schon vorbei.
Dieses Buch ist ein typischer neuer King. Der Anschlag tritt eindrucksvoll in die Fußstapfen von Die Arena, in der King bereits ein umfangreiches, gesellschaftskritisches Werk vorgelegt hat. Ganz so gesellschaftskritisch ist Der Anschlag zwar nicht, aber ebenso ausführlich und umfangreich. Manch einer mag King vorwerfen, er schreibe zu langatmig und langweilig, doch gerade dies gefällt mir ungemein, doch würde ich nicht zu diesen Wörtern greifen. King schafft es durch ausführlichen, sehr detailliert beschriebenen Szenen eine geradezu herausragende Atmosphäre zu schaffen. Ich habe das Buch nicht nur gelesen oder vor meinem inneren Auge als Film ablaufen gesehen – nein, ich habe es regelrecht gelebt. Unterstützt wird dieses Erlebnis durch die Ich-Perspektive, die hier daher perfekt passt. Dazu ist es jedoch zwingend erforderlich die über 1000 Seiten recht zügig zu lesen. Das Leben in den späten 50er/frühen 60er Jahren ist wirklich eindrucksvoll geschildert. Hierbei und auch bei dem historischen Aspekt des Anschlags merkt man auch Kings gute Recherchearbeit.
Zeitreisen ist ein spannendes Thema, das jedoch aufgrund von kleinen Veränderungen der Geschichte schnell kompliziert und undurchsichtig wird. Die Rede ist dabei oft von Paradoxien und dem Butterfly-Effekt. Beides spielt bei King selbstverständlich auch eine Rolle, doch da das „Portal“ immer zu exakt demselben Zeitpunkt zurückführt, hat King hier auch einen neuen Aspekt aufgeführt. Hierbei hat mir besonders die Idee gefallen, dass die Vergangenheit bzw. die Geschichte sich selbst harmonisiert, d.h. es treten immer wieder Parallelen zu bereits vergangenen Handlungen oder begegneten Personen auf. Dies führt zu zwei Arten von Möglichkeiten beim Leser: Die erste besteht darin, dass manche ausgeklügelten Szenen oder kniffelige Zusammenhänge sofort erkannt werden und damit eine schöne und erfreuliche Voraussicht möglich macht. Die andere ist die, dass Jake – oder George, wie er sich in der Vergangenheit nennt, etwas versteht, was dem Leser nicht klar wird und so einige Zeit gerätselt werden muss, bis es sich aufklärt. Eine wirklich sehr gelungene und abwechslungsreiche Mischung.
Mein persönliches Highlight war jedoch, als Jake/George in der Vergangenheit in die Stadt Derry, Maine ging, um dort einen, ihm in der Zukunft bekannten, Menschen zu begegnen und seine Vergangenheit zu ändern. Derry ist der Schauplatz meines absoluten Lieblingsbuches ES und King hat es sich nicht nehmen lassen, Jake/George auf Figuren des Buches und selbstverständlich auch auf die „Geschichte“ des tanzenden Clowns Pennywise stoßen zu lassen.
Als kleinen Kritikpunkt könnte man anmerken, dass die eigentliche Geschichte – die Rettung Kennedys – recht spät erst anläuft und zu viel Zeit, Seiten und Worte damit "verschwendet" werden, Jakes/Georges Leben in der Vergangenheit detailliert zu beleuchten. Doch da gerade mir dieser Aspekt so gefallen hat, stört mich das nicht im Geringsten.

Fazit: Der Anschlag ist ein typischer neuer King: Kein Horror, größtenteils nicht einmal ein Thriller, mit einem fantastischen Element, sehr ausführlich und detailliert und einfach nur genial. Wenn man es schafft es zügig zu lesen, bekommt man mehr als einen Film vor dem inneren Auge. Schade, dass es so lange dauert, so einen Wälzer zu schreiben, denn ich will mehr davon!

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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 01.04.2012   ausgezeichnet
Wenn man einmal angefangen hat zu lesen,kann man nicht mehr aufhören.Sehr gutes Buch.

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Bewertung von Manuela2205 am 14.03.2012   ausgezeichnet
Jake Epping erhält die Chance, in die Vergangenheit zu reisen. Im Restaurant seines kranken Freundes Al befindet sich eine Art Tor, das zum Sommer 1958 führt. Al beschwört ihn, sein Werk zu vollenden und das Attentat auf Kennedy zu verhindern. Und Jake geht das Wagnis ein.

Bisher kannte ich Stephen nur von Horrorgeschichten wie ES oder Der Friedhof der Kuscheltiere. Und so wurde ich überrascht, dass King auch ganz andere Töne anschlagen kann. In Das Attentat zeichnet er ein Bild der amerikanischen Gesellschaft in den Sechzigerjahren. Ein zwar nostalgisches, aber nicht unkritisches Bild, denn früher war eben nicht nur alles besser als heute. Stephen King setzt sogar eine Liebesgeschichte obenauf, die mich stark berührt hat. Seine Figuren sind absolut glaubwürdig, man fühlt und leidet mit Jake mit, so dass es kaum auffällt, wenn die Geschichte rund ums Attentat streckenweise ins Hintertreffen gerät.
Das Thema Zeitreisen hat der Autor sehr gut gelöst – jede Reise in die Vergangenheit löscht alle Vorkommnisse vergangener Reisen wieder aus, die Geschichte erfährt einen Reset. Fragen und Unstimmigkeiten, die beim Lesen entstehen, werden wenige Seiten später prompt geklärt, so dass ich nur meinen Hut ziehen kann, King ist hier wirklich ein kleines Meisterwerk gelungen. Ein paar Anspielungen auf seine Horrorromane sind zwar zu finden, auch bringt er manchmal unheimliche Tendenzen ins Spiel, auf die das Buch auch gut hätte verzichten können, dennoch bin ich mir sicher, dass ich von diesem „neuen“ King noch mehr lesen möchte.

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Bewertung von pajaro aus München am 09.02.2012   ausgezeichnet
King Size

Der Anschlag (Originaltitel 11/23/63) ist das erste Buch des Autors Stephen King, das ich gelesen habe. Für viele mag dies erstaunlich sein, doch ich habe mich zugegebenermaßen nie wirklich für Mystery-Romane interessiert, insofern kam ich bislang auch nie in Berührung mit seinen Büchern und Filmen. Nach der Lektüre des Romans 'Der Anschlag', den ich in der gebundenen Originalversion gelesen habe und daher überhaupt nicht nachvollziehen kann, warum der Heyne-Verlag für die deutsche Ausgabe ein derart schlechtes Cover und einen derart nichtssagenden Titel gewählt hat, wird mein Interesse für Stephen Kings Werke künftig jedoch größer und wesentlich unvoreingenommener sein. Er schreibt einfach ganz fantastisch, fesselnd, überzeugend und wortreich, daher ziehe ich vor dem Übersetzer Wulf Bergner den Hut, sollte es ihm gelungen sein, diese Geschichte auch für den deutschen Leser zu einem ähnlichen Lesevergnügen zu machen. Von der übersetzerischen Mammutaufgabe (rund 850 Seiten) einmal ganz abgesehen.

Als ich die Story Line zu diesem Buch las, war ich sofort interessiert und musste das Buch unbedingt haben. Die Was-Wäre-Wenn-Thematik halte ich für sehr faszinierend und spannend , auch wenn sie schon in vielen Büchern ein zentrales Thema war und natürlich ein dankbares Erzählmotiv ist. Was ich besonders interessant an Kings Herangehensweise an das Thema finde, ist die Tatsache, dass er sich gar nicht großartig mit den wissenschaftlichen und physikalischen Aspekten des Phänomens Zeitreise aufhält. Während der Autor Michael Crichton in seinem Roman Timeline beispielsweise viele Seiten darauf verwendet, dem Leser das Paradoxon Zeitreise von der wissenschaftlichen Seite her näher zu bringen, verzichtet King in seinem aktuellen Roman so gut wie vollständig auf nähere Erklärungen zu den Hintergründen der Zeitreisethematik. Bei ihm steigt der Protagonist Jake Epping, ein Englischlehrer Anfang 30 aus Maine, einfach durch eine Art Loch (in Anlehnung an das 'Rabbit Hoie' bei Alice im Wunderland), das sich auch noch im Vorratsraum eines Imbissrestaurants befindet, und steht plötzlich im Jahr 1958. So absurd und grenzwertig das klingen mag, in Stephen Kings Erzählung wirkt dies alles so plausibel und ist so fesselnd beschrieben, dass man sich an solchen Phantastereien überhaupt nicht stört.

Das Abenteuer, das Jake Epping dann bei seiner Zeitreise im Amerika Ende der Fünfziger und Anfang der Sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts erlebt, ist so wunderbar, spannend und detailgenau beschrieben, dass der eigentliche Plot der Geschichte fast in den Hintergrund tritt und man dem Helden des Romans durch die Zeiten der späten Eisenhower- und frühen Kennedy-Ära nur allzu bereitwillig folgt und kaum genug davon bekommen kann. Dabei schafft es King auf hervorragende Weise die dunklen Aspekte dieser Zeit, wie Rassismus, Umweltverschmutzung, Kalter Krieg, häusliche Gewalt sowie das für die Zeit klassische Rollenbild von Frau und Mann mit einer nostalgischen Leichtigkeit und Unbeschwertheit zu verbinden, dass man dem Erzähler am liebsten sofort in seine Welt folgen möchte, um mit ihm den hohen Anforderungen und Zumutungen unserer realen, komplexen Welt entfliehen zu können. Stephen King thematisiert in seinem Roman damit auch die aktuelle politische Diskussion in Zeiten großer Unsicherheit und gesellschaftlicher Umbrüche in den USA. Und er tut dies, ohne in spröden Eskapismus zu verfallen und eine heile Welt heraufzubeschwören, die es so damals natürlich nie gegeben hat.

Ich halte 'Der Anschlag' für ein sehr gelungenes, ungewöhnliches und spannend geschrieben Buch, das einen als Leser fesselt, dabei glänzend unterhält und über viele interessante Details informiert. Daher gebe ich fünf Sterne und empfehle sein neues Buch unbedingt.

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Bewertung von marioneumannmario@web.de aus Hilbersdorf am 01.02.2012   ausgezeichnet
Ich fande es klasse.

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