Giorgio Nardone, einer der Mitstreiter von Paul Watzlawick, zeigt,
wie mit Hilfe lösungsorientierter konstruktivistischer Methoden
auch hartnäckige Formen von Ess-Störungen in kurzer Zeit und mit
Erfolg behandelt werden können.
In der strategisch-konstruktivistischen Perspektive sind
menschliche Probleme nichts anderes als das Produkt der
Auseinandersetzung des Subjekts mit seiner Realität. Im Zentrum
steht daher nicht, ob und in welchem Ausmaß das Subjekt abweicht
von dem, was als "normal" zu gelten habe.Dieser
Sichtweise zufolge sind es gerade die Versuche der Betroffenen und
anderer Menschen aus ihrem Umfeld, das Problem (zum Beispiel durch
die Flucht aus einem Körper, der es zu verursachen scheint) zu
lösen, die das Fortbestehen des Problemsgarantieren. Daher zielen
Strategische Interventionen darauf ab, solche Teufelskreise, die in
Gang gekommen sind, zu durchbrechen.Für Giorgio Nardone stellen
solche theoretischen Überlegungen eine wichtige Grundlage für die
therapeutische P
In der strategisch-konstruktivistischen Perspektive sind
menschliche Probleme nichts anderes als das Produkt der
Auseinandersetzung des Subjekts mit seiner Realität. Im Zentrum
steht daher nicht, ob und in welchem Ausmaß das Subjekt abweicht
von dem, was als «normal» zu gelten habe.
Dieser Sichtweise zufolge sind es gerade die Versuche der
Betroffenen und anderer Menschen aus ihrem Umfeld, das Problem (zum
Beispiel durch die Flucht aus einem Körper, der es zu verursachen
scheint) zu lösen, die das Fortbestehen des Problems garantieren.
Daher zielen Strategische Interventionen darauf ab, solche
Teufelskreise, die in Gang gekommen sind, zu durchbrechen.
Für Giorgio Nardone stellen solche theoretischen Überlegungen eine
wichtige Grundlage für die therapeutische Praxis dar:
Wie könnte - spezifisch bezogen auf Anorexie, Bulimie und andere
Formen der Ess-Störungen - eine erfolgversprechende Intervention
aussehen?
Zur Veranschaulichung dienen Beispiele aus der klinischen Praxis
des «Mental Research Institutes» in Arezzo, das der Autor - in
enger Zusammenarbeit mit Paul Watzlawick - leitet.
Giorgio Nardone, geboren 1958 in Arezzo, ist Psychotherapeut und Professor für Psychotherapie an der Universität von Siena. Außerdem ist er Repräsentant des Mental Research Institute in Italien und Direktor des Centro di Terapia Strategica in Arezzo.
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