Frozen Synapse - Collector's Edition
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Frozen Synapse - Collector's Edition

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Frozen Synapse - Collector's Edition

Das Spiel bringt das simultan rundenbasierte Strategiespielgenre auf den neuesten Stand und gibt die Möglichkeit, dem Team detaillierte, präzise Befehle zu geben. Beide Züge - der eigene und der des Gegners - werden simultan ausgeführt. Gerade dieses System macht die Spannung aus und entwickelt einen großen Spannungsbogen, gespickt mit allerlei Überraschungen.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Frozen Synapse ist das ultimative, preisgekrönte Taktikspiel für Ihren PC und Mac.

Es bringt das simultan-rundenbasierte Strategiespielgenre auf den neusten Stand und gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihrem Team detaillierte, präzise Befehle zu geben: klassisches Gameplay mit einer modernen Oberfläche. Planen Sie jeden Ihrer Schritte, testen Sie sie, drücken Sie dann den "Prime" Schalter: beide Züge - Ihre und die Ihres Feindes - werden simultan ausgeführt. Kompetitiver-aber-intuitiver Mehrspielermodus und eine riesige Einzelspielerkampagne bedeuten, dass Frozen Synapse Ihnen stundenlanges taktisches Vergnügen bereiten wird. Die Collector’S Edition bringt das Spiel erstmals in den deutschen Handel inklusive einer zusätzlichen kostenfreien Version für einen Mitspieler, dem Soundtrack, dem 2012er Addon „Red“ und vielem mehr.

Frozen Synapse begeistert mit einem ungewöhnlichen Spielprinzip: Statt genretypisch abwechselnd zu ziehen, führen beide Spieler ihre Züge in der Planungsphase parallel aus – und sind in der anschließenden Outcome-Phase zum stillen Zusehen verdammt, wenn die eben getroffenen Entscheidungen dann tatsächlich ausgeführt werden. Und zwar von beiden Seiten gleichzeitig.

Dieses System ist unerhört spannend für ein Genre, bei dem es sonst recht gemächlich und eher berechenbar zugeht. Der eingebaute »X-Faktor«, jenes »Ich denke, er denkt, dass ich denke« sorgt ähnlich wie beim Pokern dafür, dass Sie ständig um drei Ecken taktieren müssen.Dabei weckt das Spiel Emotionen und zwar die richtigen. Wenn ein Gegner direkt in den sorgfältig geplanten Hinterhalt tapst, fühlt man sich wie ein echter Held und Taktikfuchs. Andersherum fühlt man sich wie das genaue Gegenteil, wenn ein vier Runden später ebenso sorgfältig geplanter Vorstoß spektakulär schief geht. Das Tolle an Frozen Synapse: Wenn Sie gewinnen, dann ausschließlich deshalb, weil Sie gut geplant haben – und nicht, weil Sie Glück hatten oder die bessere Einheit oder zufällig das passende Upgrade. Und wenn Sie verlieren, dann ausschließlich deshalb, weil Sie eben falsch geplant haben. Dieses Prinzip stellt sich als höchst motivierendes Element für das gesamte Spielerlebnis heraus.

Im Sinne der besseren Übersicht besteht die Möglichkeit, mit dem Mausrad in das Spielfeld rein- und raus zu scrollen. Darüber hinaus bekommen Sie auch alle Zeit der Welt, Ihren Zug zu planen. Bevor es in die zweite Phase übergeht, haben Sie immer noch die Gelegenheit Ihre geplanten Schritte wie in einem Film abspielen zu lassen. Gefällt Ihnen das Ergebnis dieser Vorschau nicht, lassen sich die taktischen Züge noch einmal ändern und verbessern. Auch die Musik im Spiel tut ihr übriges, um ein schönes und wohltuendes Spiel zu erleben. Diese ist im Bereich des Elektro-Pop anzusiedeln, der völlig beiläufig und harmonisch den Spielablauf untermalt. Mit der eingebauten Möglichkeit der Videoaufnahme können Sie das gesamte Szenario dokumentieren. Dieses innovative Strategie-Spiel, welches bereits mehrere Auszeichnungen und Awards einheimsen konnte - so zum Beispiel den IGF Audience Award 2012 oder den Indie Visibility Award - wurde auch schon weltweit von der Presse gefeiert.

Systemvoraussetzungen

PC/Mac


Produktinformation

  • Hersteller: Headup Games
  • Artikeltyp: Software
  • Datenträger: CD-ROM
  • USK: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Erscheinungstermin: 23.08.2012
  • EAN: 4018281675059
  • Best.Nr.: 36007845
Gehört ihr auch zu denen, die sich wehmütig an Jagged Alliance oder die UFO-Serie erinnern? Oder die sich stundenlang beim ersten Rainbow Six mit den taktischen Plänen beschäftigen konnten? Dann ist der bei Steam erschienene Indie-Titel Frozen Synapse genau das richtige für euch.

Wenig drumherum

Worum geht's? In vier Spielmodi treten zwei Spieler mit jeweils wenigen Soldaten auf einem Spielfeld gegeneinander an. Dabei plant man jeweils fünf Sekunden im voraus, bestimmt, wohin sich die eigenen Soldaten bewegen, wohin sie schauen und auf wen sie schießen sollen. Anschließend wird dies mit dem Zug des Gegners synchronisiert und man bekommt das Ergebnis präsentiert. Daraufhin plant man dann die nächsten 5 Sekunden, bis die Partie entschieden ist. Das Tutorial Video verdeutlicht das Prinzip sehr gut.

Eine Story gibt es dabei nur in der Kampagne, ansonsten kämpft man um des Kämpfens willen in den Modi Extermination, Hostage, Secure, Disputed und Charge. Bei Extermination gewinnt, wer zuerst alle Einheiten des Gegners ausschaltet, bei Hostage muss ein Spieler Geiseln beschützen, die der andere zu decken versucht. Disputed ist eine Art Capture the Flag, bei dem man Boxen einsammeln und damit zur Levelgrenze rennen muss. Bei Disputed und Charge verteidigt man Gebiete bzw. eine Linie auf der Karte bzw versucht die Verteidigung des Gegners zu durchbrechen.

Jeden der Spielmodi kann man entweder Light (man sieht gegnerische Einheiten jederzeit) oder Dark (man sieht die Gegner nur, wenn sie im Sichtbereich der eigenen Einheiten sind) spielen, wobei letzteres deutlich mehr Spaß macht.

An Einheiten stehen Soldaten mit MG (hohe Reichweite, mittlere Treffgenauigkeit), Schrotflinte (niedrige Reichweite, hohe Treffgenauigkeit), Sniper-Gewehr (hohe Reichweite, sehr hohe Treffergenauigkeit, niedrige Schussfrequenz) sowie Raketenwerfer oder Granaten zur Verfügung. Letztere verursachen Explosionen, die Wände einreißen und alle umstehenden Einheiten ausschalten.

Die Planung geht leicht von der Hand, aus der Vogelperspektive steuert man seine Einheiten, indem man Wegpunkte setzt. An jedem Wegpunkt kann man die Blickrichtung ändern, die Einheiten sich ducken lassen, gezielt Gegner fokussieren/ignorieren und bestimmen, ob die Einheit auf ihrem Weg stehen bleiben soll, sobald sie einen Gegner sieht, oder ihren Weg fortsetzt - was auf offenem Gelände meist die bessere Wahl ist. Der Clou: Man kann auch 'planen' was die gegnerischen Einheiten wohl machen werden und dann ausprobieren, wie der Spielzug ausgeht, ehe man ihn abschickt. Ob der Gegner freilich wirklich so vorgeht, wie man selbst vorhergesehen hat, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Im Multiplayer einfach genial

Und genau davon lebt das Spiel im Multiplayer-Modus. Was macht der Gegner wohl als Nächstes? Was denkt er, was ich mache? Wie trickse ich ihn aus? Wenn der Gegner offline geht, während man selber überlegt, macht das auch nichts, man spielt meist sowieso mehrere Partien parallel und springt einfach immer zu der, wo der neue Zug eines Gegners auf einen wartet. Das klappt dank der zentralen Server auch wunderbar. Auch das Matchmaking klappt sehr gut, dazu gibt es Rang- und Freundeslisten. Wer will, kann ein Match bei Youtube, Facebook oder Twitter veröffentlichen. Wer erstmal üben will, kann sich im Skirmish-Modus mit der KI messen.

Zufalls-Kampagne und andere Macken

Nicht ganz so überzeugend ist die Einzelspielerkampagne. Recht schnöde mit Textboxen präsentiert, ist die Story vom Aufstand gegen einen Megakonzern nichts Neues. Der Einstieg ist mit einer sehr schwer geratenen Mission auch alles andere als einladend, da haben die Entwickler bei der Lernkurve etwas geschlampt. Vor allem aber krankt die Kampagne darunter, dass man Missionen zwar wiederholen kann, Kartenlayout und Ausgangspositionen der eigenen Einheiten aber jedesmal zufällig neu bestimmt werden. So kann eine Mission im ersten Versuch bockschwer sein, weil man schon beim Start quasi in die Mündung des Gegners schaut und beim Restart ist sie dann ein Kinderspiel. Dabei sind die Missionen durchaus abwechslungsreich und decken im Grunde dieselben Spielmodi ab, wie es sie im Multiplayer gibt.

Generell macht einem die leicht verzerrte Perspektive gern mal einen Strich durch die Rechnung. Während man bei der Planung noch meinte, man sei in sicherer Deckung hinter der Wand, gibt es dann aber doch einen Winkel, wo man noch erwischt wird, was aus der Perspektive dann manchmal so aussieht, als sei der Schuss durch die Wand gegangen. Gerade die KI nutzt solche Fehler gnadenlos aus.

Schade auch, dass die Antwortzeiten der Server nicht die besten sind. Besonders zur Hauptspielzeit dauert es schon mal, bis der eigene Zug hoch- und der des Gegners heruntergeladen ist. Und auch die Menüoberfläche lässt hier und da etwas zu wünschen übrig. Hier bessern die Entwickler hoffentlich noch nach.

Sehr positiv fällt der Soundtrack auf, die Grafik ist hingegen rein zweckmäßig und erinnert ein bisschen an DEFCON.

Fazit: Für Multiplayer-Taktikfans ist dieser Spiel ein absoluter Geheimtipp. Kurze, knackige Partien, in denen taktisches Geschick und viel gelungenes Antizipieren gefragt sind, sorgen immer wieder für Spaß. Die Musik ist sehr gelungen, die weitere Präsentation eher zweckmäßig. Schade, dass bei der Einzelspielerkampagne durch die Zufallskarten viel Glück im Spiel ist.

Wertung: 85 von 100 Punkten (Jörg Benne/GameCaptain.de)
Quelle/Copyright: Captain-Fantastic-Besprechung