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| Bewertung von cachingguys aus Jülich am 19.12.2012 | |
| „Weißer Tod“ Kriminalroman von Liza Marklund. Das Buch beginnt am Tag 0 und beschreibt die Geschehnisse der nächsten Tage an zwei Schauplätzen. Da ist Thomas, der als Referent im schwedischen Justizministerium arbeitet und mit einer internationalen Delegation an der Grenze zu Somalia unterwegs ist. Zu ihnen gehört auch seine Geliebte. In Schweden wartet seine Frau Annika mit den zwei Kindern auf ihn. Sie ist Journalistin und wittert in der gerade entdeckten Frauenleiche die Tat eines Serientäters. Die Autorin bearbeitet in ihrem Buch mehrere Themen, da ist nicht nur die politisch motivierte Entführung, sondern auch Ethikfragen beim Journalismus. Das Ganze ist gewürzt mit den Problemen anderer Nebendarsteller mit unterschiedlichen Themenstellungen, nicht zu vergessen ein wenig Liebe. An manchen Stellen ist das Buch etwas langatmig geschrieben. Mehr ein Roman als ein Krimi, aber nicht schlecht und lässt es sich gut lesen. |
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| Bewertung von Cybergirl aus Frankfurt am 10.07.2012 | |
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Weißer Tod Annika Bengtzon ist Journalistin beim Abendblatt. Auf dem Weg nach Hause wird sie vom Pförtner zurückgehalten und in den Besprechungsraum gebeten. Dort wartet ihr Chef mit 3 Personen auf sie. Einer davon ist der Chef ihres Mannes Thomas. Sie erfährt, dass ihr Mann in Ostafrika mit mehreren Personen entführt wurde. Völlig verzweifelt fährt Annika nach Hause. Wie soll es weitergehen? Was sagt sie den Kindern? Kommt Thomas zurück? 1000 Fragen gehen in Annikas Kopf um. Dann kommt die Lösegeldforderung 40 Millionen Dollar, eine Utopische Summe. Der Staat wird Annika nicht helfen, nur Jimmie Halenius der Chef von Thomas steht Annika zur Seite und führt die Lösegeldverhandlungen. Das Buch ist sehr spannend geschrieben. Liza Marklund versteht es den Leser zu fesseln. Das Buch beschreibt zum einen die Verzweiflung von Liza, die ihren Mann in den Händen grausamer Entführer weiß und zum anderen die Grausamkeit der Entführer und die Verzweiflung der Opfer. |
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Bewertung von anyways aus greifswald am 16.04.2012 |
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Annika Bengtzon ist mit ihrer Familie nach 3 jähriger beruflicher Abwesenheit in Washington, wieder zurück in Stockholm, in ihrer alten Wohnung, in ihrem alten Job als Reporterin beim „Abendbladet“ und mit all ihren alltäglichen Sorgen mit einem nicht monogamen Ex-Mann und jetzigem Lebensabschnittsgefährten und zwei minderjährigen gemeinsamen Kindern. Nach der Entdeckung einer weiblichen Leiche hinter einer Kindertagesstätte erfährt Annika, nach ihrer Rückkehr in die Redaktion, von der Entführung ihres Mannes. Thomas Samuelsson hat nach der Rückkehr aus Washington eine Stelle im Justizministerium angenommen. Eine Stelle die weit unter seinem, von ihm angenommenem, Niveau liegt, die aber verlockend viele Auslandsaufenthalte bietet. Abwechslungen denen er sich nur zu gerne hingibt, lernt man doch viele verschiedene Charaktere kennen, bewegt sich auf politischem Parkett und den geliebten außerehelichen Aktivitäten wird so unerhört viel Nahrung geboten. Auf einer Konferenz in Kenia kann er der schönen Engländerin Catherine nicht wiederstehen und schließt sich ihr an, an einer Erkundungsreise nach Liboi an der somalischen Grenze teilzunehmen. An einem Kontrollpunkt wird die gesamte Expedition entführt. Die Entführer verlangen 40 Millionen Dollar pro Geisel. Annika versucht zusammen mit Jimmy Halenius, Thomas direktem Vorgesetzten im Justizministerium, Thomas Leben zu retten, und sie kann dabei weder auf ihre noch Thomas Familie zählen. Liza Marklund überrascht mich immer wieder mit ihren Ideen, die hinter den einzelnen Folgen der Krimireihe um Annika Bengtzon stehen. Dieses Mal nimmt sie sich gleich zweier hochbrisanter politischer Themen an, zum Ersten der Erniedrigung, Verfolgung und Folterung von Frauen durch ihre Lebenspartner und zum Zweiten der versuchten Eindämmung von Flüchtlingsströmen aus Afrika durch die sogenannte 1. Welt. Das Ganze bestückt sie mit den alltäglichen und deshalb für mich so nachvollziehbaren Sorgen, Nöten, Ängsten und auch Freuden der Hauptprotagonistin. Gefallen haben mir schon immer der flüssige Schreibstil und die Wahl ihrer Stilmittel. Auch wenn ich kaum glauben kann dass sich Schweden in politische Geiselnahmen nicht einmischt und die Angehörigen selbst verhandeln müssen, ist ihre Zeichnung doch plausibel. Ein großes Plus für Marklunds Erfolg ist auch die Einbeziehung aller Hauptprotagonisten, die besonders in diesem Buch zu Wort kommen. Marklunds Bücher sind nicht einfach nur Krimis, sie reist ihren Leser auf leise Art mit und lässt ihn oft nachdenklich zurück. So auch dieser. Nun beginnt für mich wieder eine lange Phase des Wartens. Einen wirklich ärgerlichen negativen Aspekt möchte ich allerdings nicht unerwähnt lassen. Da die Autorin hier keinerlei Schuld trifft fließt es auch nicht in die Bewertung ein. Mein Ärgernis ist der Klappentext der ja ein bisschen Halbwahrheit und ganz viel Unwahrheit präsentiert. Es ist einfach ärgerlich, wenn im Klappentext schon zu viel verraten wird oder die Zusammenfassung als solche nicht stimmt und der Leser vergeblich auf etwas wartet was ihm der Klappentext vorgegaukelt hat. |
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Bewertung von allegra am 02.04.2012 |
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Der Kriminalroman ist eingeteilt in Abschnitte mit den Überschriften Tag 0 bis Tag 10 mit dem jeweiligen Datum und einem Epilog, der einige Tage nach dem Ende eine Rückschau aus Sicht der Hauptfiguren darstellt. Das Buch beginnt mit einem klassischen Auftakt: Eine Frau wird im tiefen Schnee hinter einer Kindertagesstätte tot aufgefunden. Die Journalistin Annika Bengtzon befindet sich am Fundort und möchte gleich mit den Recherchen für einen Artikel beginnen. Doch sehr bald bricht Unheil über ihre Familie herein. Ihr Ehemann Thomas, der mit einer EU-Delegation die Krisengebiete von Somalia und Kenia besucht, wird durch eine unbekannte terroristische Gruppierung entführt. Annika sieht sich einer Lösegeldforderung gegenüber, die sie unmöglich erfüllen. Der Staatssekretär Jimmy Halenius, der sich als Thomas´ Vorgesetzten verantwortlich fühlt, steht Annika zur Seite und verhandelt mit den Erpressern. Zum großen Teil ist das Buch aus dieser Perspektive erzählt. In einer weiteren Perspektive schildert Thomas als Ich-Erzähler seine Erlebnisse sehr hautnah und als dritten Handlungsstrang erfahren wir aus der Zeitungsredaktion des Abendblattes vom deren Umgang mit den Morden an mehreren Frauen und mit dem Entführungsfall. Durch die verschiedenen Erzählperspektiven wirkt der Kriminalroman abwechslungsreicher. Man merkt, dass Liza Marklund intensive Recherchen angestellt hat zum Thema Entführungen. Die Schilderungen aus Thomas´ Sicht sind sehr sensibel, aber auch wieder schonungslos und gehen wirklich unter die Haut. Diese Einschübe finde ich sehr gelungen, leider sind immer recht kurz. Der Umgang mit der Entführung auf Annikas Seite finde ich leider nicht sehr glaubwürdig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man wirklich nur eine Person abstellt für die Betreuung der erpressten Familie und die Ehefrau selber zuständig sein soll für die Logistik, Organisation, Verpflegung inklusive stets geladener Handyakkus. Ich vermute, dass da doch einiges mehr an Technik aufgebaut und bedient werden muss. Dies ist der 9. Teil der Reihe um Annika Bengtzon. Ich habe bisher erst einen Band davon gelesen. Mir ging es bei diesem aber ähnlich wie in „Lebenslänglich“: Ich werde überhaupt nicht warm mit der Person der Annika, sie kommt mir als sehr oberflächlich vor, sie erscheint egoistisch, besitz ergreifend und nicht selten auch dumm. So ist ihr Handeln für mich oft überhaupt nicht nachvollziehbar. Zum Beispiel wird sie vom „Abendblatt“ für das Lösegeld finanziell unterstützt, wenn sie über den Entführungsfall einen Bericht schreibt und möglichst aussagekräftiges Videomaterial liefert. Das führt dazu, dass sie in den allerunmöglichsten Situationen die Videokamera zückt und für das Publikum weint. Die Aufklärung des Mordfalles, der eigentlich den Aufhänger für das Buch und die Grundlage für den deutschen Titel des Buches liefert, wird nur im Hintergrund abgehandelt. Die betreffenden Teile sind im Buch teilweise so weit auseinander gestreut, dass ich deren Zusammenhang schon fast vergessen hatte. Sprachlich ist der Roman sehr flüssig geschrieben und liest sich sehr angenehm. Als stilistische Besonderheit sind mir stellenweise sehr viele Klammern aufgefallen. Das finde ich in informativen Texten in Ordnung, aber in einem Roman doch eher ungewöhnlich. Für mich hat dieses Buch die hohen Erwartungen, die ich mit dem Namen von Liza Marklund verknüpfe, nicht erfüllt. Dabei sind die Szenen, die aus der Perspektive der Entführungsopfer beschrieben sind wirklich sehr gut. Ich hatte zwischendurch das Gefühl, als wären die verschiedenen Erzählstränge von verschiedenen Personen geschrieben. Insgesamt ist „Weißer Tod“ als Teil einer Serie lesbar und bringt das Privatleben von Annika Bengtzon auch weiter. Aber für mich erscheint der Roman als Ganzes zuwenig abgerundet. Ich würde gerne 3,5 Sterne vergeben. Da es aber nur ganze Sterne gibt und für 4 dann vergleichsweise doch nicht reicht, bleibt es bei 3 Sternen. |
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Bewertung von Elohym78 aus Horhausen am 25.03.2012 |
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Annika Bengtzon ist leidenschaftliche Journalistin und Mutter. Ihr Mann Thomas Samuelsson geht in seinem Beruf für den Staat auf. Vorallem, weil er viel reisen und auf diesem Weg Frauen treffen kann. Ihr Zusammenleben ist eher gerpägt durch den Alltag, als durch starke Gefühle zueinander. Als Thomas in Kenia mit sechs anderen UN-Delegierten entführt wird, bricht eine Welt zusammen. Annika versucht alles, um ihn aus den Fängen der Entführer frei zu bekommen. Unterstützung findet sie in Jimmy Helenius, Thomas' Vorgesetzten. Zwischen den beiden entbrennen starke Gefühle; durch den Druck der Entführung, aber auch wegen ihrer gemeinsamen Vergangenheit. Ein gnadenloses Gefühlschaos bricht über Annika herein, an dem sie zu zerbrechen droht. Das Cover zeigt eine Dornenranke mit blutroten Dornen, der Hintergrund ist schneeweiß. Ich finde es in seiner Einfachheit bestechen und schön. Allerdings hätte ich mir einen stärken Bezug zu dem Inhalt des Buches gewünscht. Der Schreibstil von Liza Marklund ist stark, kraftvoll und gefühlvoll. So wohl in ihrem Ausdruck, als auch in der Handlung an sich. Die Entführung Thomas' beschreibt die Autorin in der Ich-Perspektive, was den Leser noch näher an die Handlung heranbringt und das Grauen miterleben lässt. Die Gedanken, die ihn plagen, die nagende Angst und Ungewissheit springen förmlich über. Während Thomas in der brütenden Hitze Afrikas leidet, spielt sich Annikas Leben in der klirrenden Kälte Schwedens ab. Zudem wird der Reichtum der westlichen Welt und die erbärmliche Armut Afrikas geschildert. Ich finde diese Gegensätze sehr gut gewählt! Sie bringen Leben in das Buch und halten dem Leser einen Spiegel vor das Gesicht. Liza Marklund schildert die politischen Hintergründe interessant, was mich überrascht hat. Sie werden in die Handlung eingebaut und dienen als Hintergrundinformationen, um Einsicht und ja, auch einen Teil Verständnis für die Entführer aufzubauen. Zu Beginn wird Thomas als gewissenloser Chauvinist dargestellt. Seine Familie dient mehr als Statussymbol. Er lässt sich immer wieder auf andere Frauen ein, koste es, was es wolle. Selbst während der Entführung denkt er an die hübsche Engländerin und möchte vor ihr stark sein. Mit der Zeit setzt ein Umdenkungsprozess ein. Er besinnt sich auf die wichtigen Dinge im Leben. Diese Entwicklung schilder Liza Marklund zwar gefühlvoll, aber völlig wert frei, was mir sehr gut gefiel. Auch bei Annika kann man eine Entwicklung haut nah miterleben. Von einer schwachen Frau, entdeckt sie endlich ihre innere Stärke. Gut gefallen haben mir die Schilderungen der Presse. Wie die Geier stürzen sie sich auf das Schicksal von Annika und Thomas. Als es kein Bild und keinen Kommentar zu holen gibt, treten prompt andere Dinge in den Vordergrund, wie eine Amok laufende Hand. Gewissenlos, skrupellos und machtgierig, aber doch auch helfend wie Form Annikas Chef Anders Schyman. Auch in diesem Beruf gibt es anscheinend Menschen, die erst ihren Verstand, ihre Menschlichkeit einschalten. Die vorhergehenden Romane der Autorin kenne ich leider nicht. An manchen Stellen hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass mir Informationen fehlen, aber der Gedanke war kaum greifbar und schnell wieder durch die spannende Handlung vergessen. Mein Fazit: Ein überraschend tolles Buch! Es lebt durch die Gegensätze und wirkt wie aus dem Leben gegriffen! Lesenswert! |
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Bewertung von R.E.R. am 19.03.2012 |
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"Was hatte eine Frau in hochhackigen Stiefeln morgens um acht im Schneesturm und allein auf einem Fußweg hinter einer Kindertagesstätte zu suchen?" Die Antwort ist nicht schwer zu finden. Die junge Frau brachte ihren Sohn in die Betreuung. Die Frage warum auf diesem Weg gewaltsam zu Tode kam, ist ungleich schwieriger zu beantworten. Annika Bengtzon vermutet einen Serienmörder. Bevor Sie jedoch mit der Recherche beginnen kann, wird ihr eigenes Leben auf den Kopf gestellt. Ihr Mann Thomas war als schwedischer EU Repräsentant Teil einer internationalen Delegation, die sich ein Bild davon machen sollte, wie die Grenzüberwachung von Kenia nach Somalia funktioniert. Die gesamte Delegation wurde in Nairobi entführt. Von Thomas fehlt jedes Lebenszeichen. Liza Marklund schickt Annika Bengtzon seit 1997 auf die Jagd nach Verbrechern in Stockholm. In "Weißer Tod" ist die eigenwillige Reporterin gerade aus Washington zurückgekehrt, wo sie für drei Jahre mit ihrem Mann Thomas und den beiden Kindern Kalle und Ellen gelebt hat. "Das Leben war wieder auf null gestellt". So beschreibt sie selbst den Neubeginn in Schweden, der eigentlich keiner ist. Sie fängt wieder an, wo sie aufgehört hat. Vor Jahren fand sie im Sommer eine tote junge Frau auf dem Friedhof hinter einem Grabstein und berichtete darüber. Jetzt ist Winter und sie findet eine tote junge Frau hinter einer Kindertagesstätte. Zum berichten kommt sie jedoch nicht mehr. Für Marklund und ihre Bengtzon Reihe wäre eine Zäsur notwendig. In Qualität und Spannung kann „Weißer Tod“ nicht mit seinen Vorgängern mithalten. Gepflegte Langeweile prägt das Bild. Annika Bengtzon wirkt müde, ausgelaugt und vor allem wenig glaubhaft. Die Ecken und Kanten in ihrem Charakter, früher nachvollziehbar, sind nun sprunghaft und unberechenbar. Sie kämpft mit ihrer Psyche, den Menschen in ihrer Umgebung und ist des Lebens müde. Diesen Charakterwandel kann man auch mit der nervlichen Extremsituation nicht erklären. Hier stimmen die Prioritäten der Autorin nicht. Die Morde an den Frauen sind lediglich schmückendes Beiwerk für gepflegte Langeweile. Der Schwerpunkt des Romans liegt auf der Entführung und hier im speziellen auf den Verhandlungen, die Thomas Chef, Jimmy Halenius, von Annikas Schlafzimmer aus mit den Entführern führt. Annika fällt hierbei die Aufgabe der Logistikerin zu. Das heißt, sie muss für Verpflegung und geladene Handys sorgen. Streckenweise hat man das Gefühl ein Kochbuch für schwedische Küchenklassiker zu lesen, so genau ist beschrieben auf welche Weise Annika ein Gericht zubereitet und serviert. Spätestens nach dem dritten Schokoladenkuchen mit Schlagsahne und Himbeeren, wird es langweilig zu lesen in welch immer neuen Aggregatzustand man Beerenobst als Beilage servieren kann. Der letzte Teil des Buches spielt in Afrika. Auch dieser Teil wirkt seltsam unbelebt. Marklund verweist an vielen Stellen auf Tania Blixen, ohne eine „Jenseits von Afrika“ artige Atmosphäre erzeugen zu können. Was vielleicht auch an der Unleidlichkeit der miesepetrigen Heldin liegt. Auch die rüde Ausdruckweise hat mich gestört. Pissen und Pinkeln scheinen Lieblingsausdrücke der blonden Schwedin zu sein. Zudem beschreibt sie oft in aller Ausführlichkeit Art, Dauer und Geräuschkulisse des Uriniervorganges. Um es mit Gerhard Polt zu sagen: „Braucht‘s das?“ Insgesamt die enttäuschende Fortsetzung einer bisher erfolgreichen Reihe. Mir ist die Lust vergangen, dem Schicksal von Annika Bengtzon weiter zu folgen. |
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Bewertung von Xirxe aus Hannover am 17.03.2012 |
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Annika Bengtzon, Journalistin einer großen Boulevardzeitung in Stockholm, kommt als Erste an den Fundort einer jungen toten schönen Frau. Während sie sich bereits mit Recherchen beschäftigt, ob weitere Morde an anderen Frauen eventuell damit in Zusammenhang stehen, erhält sie die Information, dass ihr Exmann Thomas, mit dem sie wieder zusammenlebt, in Kenia bei einer Dienstreise gemeinsam mit einer Delegation entführt wurde. Halenius, der Vorgesetzte Thomas', steht ihr zur Seite und übernimmt die Verhandlungen mit den Geiselnehmern, die ein utopisches Lösegeld fordern. Suggerieren sowohl der Titel wie auch der Klappentext, dass es sich bei 'Weisser Tod' in erster Linie um den Mord an einer jungen schönen Frau handelt bzw. Annikas Aufenthalt in Afrika zur Rettung ihres Exmannes, steht stattdessen Annikas Erleben des Entführungsfalles im Mittelpunkt. Ihre Bemühungen, das Lösegeld zusammen zu bekommen; ihre Ängste, wie es ohne ihren Exmann weitergehen soll; ihre Versuche, trotz des Chaos' ihren Kindern ein verlässliches Heim zu bieten. Daneben wird in kurzen Abschnitten aus Thomas' Sicht geschildert, was er durchlebt. Auch wenn sich dies bei weitem nicht so spektakulär anhören mag wie Titel und Klappentext weismachen wollen, ist die Lektüre durchweg spannend. Man fiebert mit Annika, wenn ein neues Video auftaucht oder eine tote Geisel gefunden wird: Wird Thomas überleben? Aber spannend ist es nicht zuletzt auch, weil Marklund sehr nah an der Realität schreibt und viele gesellschaftliche Missstände mit in ihr Buch hineinbringt. Der Kampf der Presse um Schlagzeilen, der oft genug auf Kosten der Wahrheit oder zumindest der Wahrhaftigkeit geht; die Hintergründe, weshalb es immer wieder zu Entführungen kommt in Somalia und Umgebung; welche Leiden die Menschen dort zu durchleben hatten und noch immer haben; wie die westlichen Staaten sich auf Kosten der Ärmsten verbarrikadieren, um ja nichts abgeben zu müssen; das unaufrichtige Verhalten der Politik, wenn es um Gewalt gegen Frauen geht. Fast ein bisschen zu viel... Gesellschaftskritisch, spannend, gut geschrieben - eine empfehlenswerte Lektüre. |
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Bewertung von Silke Schröder, hallo-buch.de aus Hannover am 11.03.2012 |
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| Ihren neuen Roman “Weißer Tod” gestaltet die schwedische Autorin Liza Marklund anders, als die vorangegangen. Zwar steht wieder ihre etwas kantige Journalistin Annika Bengtzon im Mittelpunkt der Geschichte, doch diesmal lässt sie auch Annikas Mann Thomas zu Wort kommen, der von Terroristen in Kenia entführt wird. In Tagebuch-artigen Kapiteln lässt sie ihn als Ich-Erzähler sehr eindringlich von der traumatisch-schockierenden Erfahrung einer Entführung und den brutalen Erlebnissen der Geiseln berichten. Parallel dazu zeigt sie die Sicht von Annika, die versucht, mit der außergewöhnlichen Situation klarzukommen und dabei nicht nur bei der Beschaffung des Geldes an ihre Grenzen stößt. Marklund vergisst jedoch nicht, zugleich auch auf die unmenschliche Situation in Teilen Afrikas aufmerksam zu machen, die Menschen zu Mördern macht und jede Moral zur Makulatur. So geht sie auf den Völkermord in Ruanda ebenso ein wie auf die Situation an der Grenze von Kenia und Somalia, wo ein brutaler Kampf um das Recht des Stärkeren tobt. Und auch die Rolle Europas mit seinen Schutzzöllen und “exterritorialen” Flüchtlingslagern in Nordafrika ist ein Thema. “Weißer Tod” ist ein sehr aufrüttelndes Buch, in dem es nicht, wie sonst in Annika Bengtzons Romanen, um investigativen Journalismus geht, sondern darum, wie Menschen sich in extremen Situationen verhalten. |
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| Auch erhältlich als |
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| eBook, ePUB EUR 16,99 |
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| Lieblingslisten | |
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von Bikergirl84 Liza Marklund |
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