Als am 11. März 1839 der einzige Sohn von Erzherzog Johann und Anna
Plochl geboren wurde, löste diese Nachricht vor allem unter der
steirischen Bevölkerung große Begeisterung aus.
Von seinen Zeitgenossen geschätzt und gewürdigt, geriet Franz Graf
von Meran bei der Nachwelt jedoch zunehmend in Vergessenheit.
Findet er in Geschichtsbüchern Erwähnung, dann zumeist nur als Sohn
seines berühmten Vaters und als Bewahrer von dessen reichem
Vermächtnis.
Wer aber war der Mensch Franz Meran? Wie verbrachte er seine
Kindheit und Jugend und welche Einflüsse haben ihn geprägt? Wie war
die Beziehung zu seinen Eltern und zur kaiserlichen Verwandtschaft?
Beim Tod des Vaters erst 20 Jahre alt, musste Franz Meran schon
früh gesellschaftliche und politische Aufgaben übernehmen. Als
Vater von sieben Kindern wurde er zum Stammvater der heute rund
1.000 Mitglieder umfassenden Familie Meran.
Charlotte Keil, selber eine geborene Gräfin Meran, hat sich
jahrelang eingehend mit der Person ihres Urgroßvaters beschäftigt.
In diesem Buch versucht sie die wesentlichen Stationen auf dem
Lebensweg des ersten Grafen von Meran nachzuzeichnen und ihn auch
als Menschen lebendig werden zu lassen.