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Tagebuch der Kulturwissenschaftlichen Bibliothek Warburg
Mit Eintr. v. Gertrud Bing u. Fritz Saxl
Herausgeber: Bredekamp, Horst; Diers, Michael, Hrsg. v. Karen Michels u. Charlotte Schoell-Glass
- Einband: Buchleinen
- Buch mit Leinen-Einband
Produktinformation
- Gesammelte Schriften
- Abt.7, Bd.7
- Verlag: Akademie-Verlag
- 2001
- Ausstattung/Bilder: 2001. XXXIX, 681 S.
- Seitenzahl: 681
- Deutsch
- Abmessung: 24, 5 cm
- Gewicht: 1590g
- ISBN-13: 9783050034096
- ISBN-10: 3050034092
- Best.Nr.: 10047816
Leseprobe
Produktbeschreibung zu "Tagebuch der Kulturwissenschaftlichen Bibliothek Warburg"
Beschreibung
Das Tagebuch der K.B.W. stellt eine fundamentale Quelle zur Erforschung der Geistes- und Kulturgeschichte der 20er Jahre dar und gibt einen Einblick in die vielfältigen Bemühungen um die Institutionalisierung der Kulturwissenschaft.
31.05.2001
Das Geschichtshoroskop des
Briefmarkenhimmels
Der Cäsarenwahn steckt im Detail: Das jetzt erstmals edierte
Tagebuch Aby Warburgs protestiert gegen die Verharmlosung unserer
Bildkultur
Laßt, die ihr eintretet, die Hoffnung fahren, möchte man - mit
Dantes Worten am Eingang der Hölle - dem Leser zurufen, der dieses
Buch aufschlägt, um sich darein zu vertiefen. Denn aussichtslos von
vornherein muß es erscheinen, in das Innerste jener legendären
Bibliothek Warburg einzudringen, in ihr Tagebuch, das Aby Warburg
und seine engsten Mitarbeiter Fritz Saxl und Gertrud Bing vom Juli
1926 bis zu Warburgs Tod im Oktober 1929 führten. Fünfhundert enge
Druckseiten mit Mitteilungen über den Bibliotheksalltag, über
Vorgänge und Personen, die zu einem großen Teil vergessen sind, mit
Notizen über Einfälle und Arbeitspläne, mit Kommentaren zu
Vorträgen und Lektüren, Anweisungen und Hinweisen auf lange
gesuchte und endlich gefundene Bücher - wer, so möchte man fragen,
wird sich heute noch, bald achtzig Jahre später, in einem solchen
Labyrinth von Kleinigkeiten zurechtfinden? Karen Michels und
Charlotte Schoell-Glass haben eine große editorische Leistung …
09.03.2002
Accumulator der Leidenschaft
Wie die Organisation des Betriebes sinngemäßer gestaltet werden kann: Im Rahmen der Gesammelten Schriften ist das Tagebuch der Bibliothek Warburg erschienen
Das „Tagebuch der Kulturwissenschaftlichen Bibliothek Warburg” beginnt 1926 mit dem Einzug der Bibliothek in das neu errichtete eigene Haus und bricht ab am 26. Oktober 1929 mit Warburgs Tod. Die handschriftlichen Eintragungen, von Warburg selbst und – in geringerem Umfang – von seinen beiden Mitarbeitern Gertrud Bing und Fritz Saxl, ein Hauptzeugnis für Warburgs eigene Forschungen und die durch ihn und seine Bibliothek ermöglichten Tätigkeiten, sind hier, auf 556 Druckseiten, zum ersten Mal ediert worden.
Ist dies „Tagebuch” ein Tagebuch? Oder eher ein Logbuch, ein Notizbuch oder ein Arbeitsjournal? Es war zu verschiedenem bestimmt, vornehmlich zu besprechen, „wie die Organisation des Betriebes sinngemäßer gestaltet werden kann”, doch auch, um den Geld gebenden Brüdern Warburgs Rechenschaft zu legen. Es hat dann Aufzeichnungen verschiedenster Art in sich aufgenommen: Es ist Bibliotheks-, Besucher- und Mitarbeiter-Chronik; Verzeichnung geleisteter …
28.06.2001
"Aus der Perspektive eines Besuchers anno 1926 stellt uns
Wolfgang Kemp die Kulturwissenschaftliche Bibliothek Warburg vor.
Geschickt gelingt ihm die Überleitung zur eigentlichen Besprechung
mit dem Eintrag über den Besucher in das Tagebuch des KBW, diesem
merkwürdigen Privat-Institut, dessen Qualitäten vor allem lagen
"in der Organisation: der Menschen, der Räume, der Bücher,
Fotografien und Texte." Kemp gefällt das Buch sehr. Als
Steinbruch für die "Weiterarbeit an den Themen Warburg,
Hamburger Schule der Kunstgeschichte, deutsche Kulturwissenschaft
der Zwischenkriegszeit" und "einzigartiges Medium einer
intellektuellen und institutionellen Selbstverständigung ...
aufschlussreich für die Wissenschafts- wie für die
Mediengeschichte." Ein Buch, so schreibt Kemp, das Warburg
nicht zuletzt dazu benötigt habe, "um als Feind allen linearen
Denkens zu einer sinnfälligen Layoutform seiner Ideen
vorzustoßen".
© Perlentaucher Medien GmbH"
Autorenporträt zu "Aby M. Warburg"
Aby M. Warburg, geboren 1866 in Hamburg. Begründung der kulturwissenschaftlichen Disziplin der Ikonologie und die nach ihm benannte Bibliothek für Kulturwissenschaft in Hamburg. Der Autor verstarb 1929 in Hamburg.






















