Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension
Zum Glück gibt es das Internet. So gelingt Hilal Sezgin ein unkitschiges Buch, wie Verena Mayer findet, sehr sympathisches Buch über das Landleben einer Kulturjournalistin. Sympathisch findet Mayer auch das rückhaltslose Sich-Aussetzen der Autorin, ihr Sich-Einlassen auf den Rhythmus des lieben Viehs, auf kranke Gänseriche und mastgestörte Hühner. Wie Sezgin ihre Erfahrungen aufschreibt, unprätenziös und plastisch, gefällt Mayer, schon, weil sie sich von der Autorin nicht dazu gedrängt fühlt, es ihr gleichzutun oder sie als heroische, das bequeme Stadtleben gegen Kuhmist eintauschende Aussteigerin zu bewundern.
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 | Besprechung von 29.01.2011 |
Durch taunasses Gras stapfen, Lämmer aufziehen, Kindheitsträume lebenDer unbedingte Wille, alles hinter sich zu lassen: Die Publizistin Hilal Sezgin hat Frankfurt am Main den Rücken gekehrt und dafür das reine Glück in der Lüneburger Heide gefundenWas ist nur los im Kulturbetrieb? Jonathan Safran Foer landet mit einem Erfahrungsbericht über klimaschonenden Fleischverzicht einen internationalen Bestseller. Karen Duve versucht sich als Veganerin und schreibt mehr als dreihundert Seiten über Legebatterien und Gammelfleisch. Deutsche Charakterdarsteller wie Corinna Harfouch, Matthias Schweighöfer und Nadeshda Brennicke ziehen samt Familie auf verlassene Höfe in der Mark Brandenburg und geben Interviews über ihr neues Leben. Der Fernsehmann Dieter Moor betreibt mit seiner Frau einen Biobauernhof und lädt regelmäßig Elke Heidenreich, Berlins Bildungssenator Jürgen Zöllner und Ulla Kock am Brink zum Anpacken ein. Natürlich wird auch hierüber wieder ein Buch geschrieben. "Geschichten aus der arschlochfreien Zone" nennt Moor sein Werk. Zu guter Letzt ist auch noch "Landlust" die erfolgreichste Zeitschrift aller Zeiten.
Eingefleischte …
 | Besprechung von 13.04.2011 |
Einkochen, ausmisten, Schafsmilch besorgen
Gern möchte man im Stall aushelfen, aber woher wissen wir, was
Tiere brauchen? Martin Reichert und Hilal Sezgin zieht es aufs
Land
Moritz von Uslar war schon da, jetzt haben sie zwei weitere
Journalisten entdeckt: die deutsche Provinz. Martin Reichert und
Hilal Sezgin haben sich ihr mit Haut und Haaren ausgesetzt,
Reichert allerdings nur an den Wochenenden. Dann verlässt er
Landhaus samt Lebensgefährten wieder Richtung Großstadt. Dafür hat
er sich ein raues Pflaster für seinen „Selbstversuch in der
deutschen Provinz“ ausgesucht: das Berliner Umland. Sezgin zog es
in die Lüneburger Heide, wo es so idyllisch ist, dass das Wort
„Bullerbü“ fällt. Überhaupt lassen die beiden viel Natur an sich
heran,
taz-Autor Reichert zieht Cannabis und Tomaten, die
freie Publizistin Sezgin züchtet Schafe. Und so klingen die Titel
ihrer Bücher wie Gartenzeitschriften: „Landlust“ hier, „Landleben“
dort. Gut wäre auch „Landliebe“ gewesen, aber das war wohl
titelgeschützt.
Wobei es mit der Landliebe nicht so einfach ist. „Wer wirklich
zurück zur Natur möchte, muss zu Obi“, schreibt Reichert. Der …
"Ausgesprochen unterhaltsam." -- GLAMOUR
"Hier macht jemand vor, wie das geht: sein Leben verändern." -- FAZ.DE
"Rational und scharf argumentierend." -- FAZ
"Nicht nur witzig, sondern auch nachdenkenswert." -- MAIN ECHO
"Eine Reise ins persönliche Glück." -- FOCUS
""Landleben" ist ein wunderbares Buch. Die Autorin ist nicht nur so sympathisch, dass man ihr sofort im Stall helfen will, es gelingt ihr auch gleichermaßen plastisch und unprätentiös zu schreiben. Sie stilisiert sich nicht zur Aussteigerin, und sie will nicht missionieren (...) dass es nicht kitschig wird, liegt daran, dass sie ihre kulturell geprägten Erwartungen an die Natur reflektiert." -- SÜDDEUTSCHE ZEITUNG
"Kann Landleben spannend sein? Ja, dieses Buch beschreibt es." -- VIVAI
"Ausgesprochen unterhaltsam" GLAMOUR "Hier macht jemand vor, wie das geht: sein Leben verändern." FAZ.DE "Rational und scharf argumentierend." FAZ "Nicht nur witzig, sondern auch nachdenkenswert" MAIN ECHO "Eine Reise ins persönliche Glück." FOCUS ""Landleben" ist ein wunderbares Buch. Die Autorin ist nicht nur so sympathisch, dass man ihr sofort im Stall helfen will, es gelingt ihr auch gleichermaßen plastisch und unprätentiös zu schreiben. Sie stilisiert sich nicht zur Aussteigerin, und sie will nicht missionieren (...) dass es nicht kitschig wird, liegt daran, dass sie ihre kulturell geprägten Erwartungen an die Natur reflektiert." SÜDDEUTSCHE ZEITUNG "Kann Landleben spannend sein? Ja, dieses Buch beschreibt es." VIVAI "Die Autorin unterhält die Leser mit Anekdoten über freche Enten, schüchterne Schafe und singende Hühner." HANNOVERSCHE ALLGEMEINE "Ein warmherziges Buch, dabei durchaus kritisch und nie kitschig verklärend." EMOTION "Ein unterhaltsamer, lebensfroher Bericht, der ganz und gar nichts Missionarisches hat." FREIE PRESSE
"Ausgesprochen unterhaltsam" (GLAMOUR)
"Nicht nur witzig, sondern auch nachdenkenswert" (MAIN ECHO)
"Eine Reise ins persönliche Glück." (FOCUS)
"Landleben" ist ein wunderbares Buch. Die Autorin ist nicht nur so sympathisch, dass man ihr sofort im Stall helfen will, es gelingt ihr auch gleichermaßen plastisch und unprätentiös zu schreiben. Sie stilisiert sich nicht zur Aussteigerin, und sie will nicht missionieren (...) dass es nicht kitschig wird, liegt daran, dass sie ihre kulturell geprägten Erwartungen an die Natur reflektiert." (SÜDDEUTSCHE ZEITUNG)
"Kann Landleben spannend sein? Ja, dieses Buch beschreibt es." (VIVAI)
" Die Autorin unterhält die Leser mit Anekdoten über freche Enten, schüchterne Schafe und singende Hühner." (HANNOVERSCHE ALLGEMEINE)
"Ein warmherziges Buch, dabei durchaus kritisch und nie kitschig verklärend." (EMOTION)
"Ein unterhaltsamer, lebensfroher Bericht, der ganz und gar nichts Missionarisches hat." (FREIE PRESSE)
Ausgesprochen unterhaltsam GLAMOUR Hier macht jemand vor, wie das geht: sein Leben verändern." FAZ.DE Rational und scharf argumentierend. FAZ Nicht nur witzig, sondern auch nachdenkenswert MAIN ECHO "Eine Reise ins persönliche Glück." FOCUS "Landleben" ist ein wunderbares Buch. Die Autorin ist nicht nur so sympathisch, dass man ihr sofort im Stall helfen will, es gelingt ihr auch gleichermaßen plastisch und unprätentiös zu schreiben. Sie stilisiert sich nicht zur Aussteigerin, und sie will nicht missionieren (...) dass es nicht kitschig wird, liegt daran, dass sie ihre kulturell geprägten Erwartungen an die Natur reflektiert." SÜDDEUTSCHE ZEITUNG Kann Landleben spannend sein? Ja, dieses Buch beschreibt es. VIVAI Ein besonders gelungenes Exemplar: von Selbsterfahrungsberichten darüber, wie er sich denn so macht, der Städter in der Landschaft. BUCHJOURNAL Die Autorin unterhält die Leser mit Anekdoten über freche Enten, schüchterne Schafe und singende Hühner. HANNOVERSCHE ALLGEMEINE Ein warmherziges Buch, dabei durchaus kritisch und nie kitschig verklärend. EMOTION Ein unterhaltsamer, lebensfroher Bericht, der ganz und gar nichts Missionarisches hat. FREIE PRESSE
Die Rezensentin Sarah Elsing stutzt erst mal schon. Jetzt reiht sich auch noch die Publizistin Hilal Sezgin in die Reihe derjenigen ein, die der Zivilisation einen Rückzug aufs Land entgegenzusetzen versuchen. Und natürlich hat sie auch noch ein Buch darüber geschrieben. Aus Frankfurt zog Sezgin in ein Dorf in der Lüneburger Heide und schildert nun ihr Leben mit Lämmern und Hühnern und den Früchten des heimischen Gartens. Manchmal findet Elsing das wohl schon nicht ganz leicht erträglich. Insgesamt aber werde es durch Anflüge von Selbstironie gemildert, und die leidenschaftlichen Beschreibungen dieses ganz unstädtischen Lebens gewinnen öfter als nicht dann doch eine ganz eigene Überzeugungskraft.
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Hilal Sezgin, geb. 1970 in Frankfurt am Main, studierte in ihrer Heimatstadt Philosophie und arbeitete danach mehrere Jahre im Feuilleton der 'Frankfurter Rundschau'. Seit 2007 lebt sie als freie Autorin in der Lüneburger Heide und schreibt u.a. für 'Die Zeit' und die 'taz'.