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Der Fürst
Vorw. v. Patrick Horvath
Neuübers. aus d. Altital. u. Latein. v. Ralf Löffler
- Einband: Kartoniert/Broschiert
- Broschiertes Buch
Produktinformation
- Verlag: Rabaka
- 2007
- Ausstattung/Bilder: 2007. 133 S.
- Seitenzahl: 133
- RaBaKa Pocket
- Altersempfehlung: 18 bis 90 Jahre
- Deutsch
- Abmessung: 165mm x 118mm x 13mm
- Gewicht: 128g
- ISBN-13: 9783940185051
- ISBN-10: 3940185051
- Best.Nr.: 23088436
Produktbeschreibung zu "Der Fürst"
Kurzbeschreibung
Niccolò Machiavelli's (1469-1527) historisches Werk, unter besonderer Berücksichtigung des modernen Sprachgebrauchs, verständlich und vollständig neuübersetzt. Kaum ein Mensch ist so vielgeschmäht wie er, kaum jemand so falsch verstanden. Der aus seinem Nachnamen abgeleitete Begriff des "Machiavellismus" steht gemeinhin für rücksichtslose, skrupellose Machtpolitik. Im englischen Sprachraum muss sein Vorname mit "Old Nick" sogar als Synonym für den Teufel herhalten. Doch Machiavelli war ein revolutionärer und mutiger Mann, der sich in Zeiten, in denen neue Denker oft gnadenlos verfolgt wurden, mit einer epochemachenden Programmatik an seinen Fürsten wendet. Sein Anliegen ist ein realistisches, und es hat bis heute nichts an Brisanz verloren. Wer führen will, sei es in einem Staat oder in einem Unternehmen, kann sich sentimentale Blauäugigkeit nicht leisten. Das einzige Lamm inmitten eines Wolfsrudels kann ebenso wenig überleben wie der einzig offen Ehrliche inmitten von Lügnern. Echte Menschenkenntnis frei von Illusionen, das ist es, was Machiavelli auszeichnet und was für jedermann notwendig ist, der in Unternehmungen, die die Zusammenarbeit Vieler erfordern, erfolgreich sein will. Und seit Machiavelli's Zeiten bis heute hat sich daran nichts geändert. Es gibt nicht viele Bücher, die so viele Jahre so berühmt überdauert haben. Machiavelli's "Fürst" zählt zu ihnen - und das zu Recht. Zum Autor des Vorworts: Patrick Horvath, geb.1977 in Linz (Österreich); 2001 Magister der Philosophie und Politikwissenschaft; 2002 Magister der Publizistik und Geschichte; 2004 Doktor der Philosophie mit Auszeichnung, Universität Wien; im selben Jahr Absolvierung der Diplomatischen Akademie Wien mit dem Abschluss "Master of Advanced International Studies". Danach erfolgte seine Anstellung als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich der außeruniversitären Forschung. Zahlreiche Publikationen in sozialwissenschaftlichen Fachzeitschriften zu den Bereichen Infrastruktur-, Arbeitsmarkt- und Medienpolitik mit besonderem Fokus auf Zentraleuropa. Der grundlegenden Disziplin der politischen Philosophie, auf die er in seiner wissenschaftlichen Arbeit und seinem eigenen politischen Engagement immer wieder verwiesen wird, gilt nach wie vor sein ungebrochenes Interesse. Zum Coverbild: Werner Horvath, geboren 1949 in Linz, Österreich, malt schon seit frühester Jugend. Ausgehend von der Komposition surrealer Traumwelten im Stil des Phantastischen Realismus, entwickelt sich Horvath in mehreren Etappen zum Maler von konstruktivistisch-zeitkritischen Porträtdarstellungen mit politischem, oft provokantem Inhalt. Als bürgerlichen Beruf wählte Horvath für lange Zeit jenen des Arztes, auch weil die Fachrichtung der Radiologie Beschäftigung mit Bildern zuließ. Er war dabei nicht ohne Erfolg: 15 Jahre lang leitete er als Primararzt die Röntgenabteilung eines Linzer Krankenhauses. Die eigentlich von ihm verspürte Berufung galt jedoch seit jeher der Kunst - und so entschloss er sich im Alter von 50 Jahren, seine medizinische Tätigkeit zu beenden. Seit Januar 2003 widmet er sich daher zur Gänze der Malerei. Er eröffnete ein Atelier mit dem Namen "Villa Arte" in Kastellos auf der Insel Kreta (Griechenland) und ein weiteres, das "Atelier Horvath" in Linz, Österreich, wo er während der Wintermonate arbeitet. Charakteristisch an der Malweise Horvaths ist die Codierung der Gesichter in Flächen gleicher Helligkeit, aber unterteilt in verschiedene Formen und Farben. Dies ergibt eine besondere Wirkung: Bei hellem Tageslicht und aus der Nähe erkennt man meist nur ein Gewirr bunter pflanzenartiger Formen, die meist erst bei genauerem Hinsehen ein Gesicht bilden. Betrachtet man aber dasselbe Bild bei gedämpftem Licht oder aus der Ferne, wirkt es fast wie ein realistisches Schwarz-Weiß-Foto und lässt die Person des Dargestellten in den Vordergrund treten. Die Bilder ändern so dynamisch ihren Charakter, abhängig von der Physiologie des menschlichen Sehens. Der theoretische bzw. philosophische Hintergrund seiner Malweise wird vom Künstler in einer Reihe von Textkollagen verdeutlicht, besonders im Bühnenstück "Jahrtausendwende - Die Theorie des Neuen Konstruktivismus." Dieter Schrage, bis Ende 2000 Kurator am Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig und jetzt Lektor u.a. an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, analysiert den Malstil Horvaths folgendermaßen : "Bemerkenswert und für Horvaths Malerei typisch ist das Zusammenspiel zwischen den großen, meist schon wahrgenommenen Porträt-Umrisslinien und den gekonnt gemalten Binnenstrukturen. Diese meist aus den sog. isodensen Flächen' zusammengesetzten Binnenstrukturen sind sehr häufig symbolisch eingesetzt. (...) Häufig fügt der Maler in seine Porträts dann noch kleine, realistische Symbolszenen ein. Auffallend ist auch, wie fix der Maler Horvath auf weltpolitische Ereignisse reagiert." Der Neurochirurg und Kunstkritiker Heber Ferraz-Leite, Herausgeber des Buches "Malende Ärzte Österreichs", findet eine weitere Dimension in der Malerei Horvaths : "Auf jedem Bild Horvaths sind wir mit der Darstellung mehrerer Realitäten konfrontiert. Zunächst mit der, die wir auf den ersten Blick erkennen und die ein Bild zeigt, das wir rasch in unserem Gedächtnis auffinden, in unserem von der Presse und den audiovisuellen Medien bombardierten Bewusstsein. Dann nähern wir uns dem Werk und entdecken, dass sich hinter den uns vertrauten Bildern eine andere Realität versteckt, die uns dazu auffordert, in ein Labyrinth einzutreten und mit angestrengter Aufmerksamkeit die gesamte Oberfläche abzuwandern. Wenn auch das Bild als statisches physisches Objekt erscheint, wohnt ihm gleichzeitig eine gewaltige potentielle Dynamik inne - aufgrund der in ihm verborgenen Realitäten, die durch einen aktiven Konfrontations- und Forschungsprozess erfahren werden können."
Beschreibung
Kaum ein Mensch ist so vielgeschmäht wie er, kaum jemand so falsch verstanden. Der aus seinem Nachnamen abgeleitete Begriff des 'Machiavellismus' steht gemeinhin für rücksichtslose, skrupellose Machtpolitik. Im englischen Sprachraum muss sein Vorname mit 'Old Nick' sogar als Synonym für den Teufel herhalten.
Doch Machiavelli war ein revolutionärer und mutiger Mann, der sich in Zeiten, in denen neue Denker oft gnadenlos verfolgt wurden, mit einer epochemachenden Programmatik an seinen Fürsten wendet. Sein Anliegen ist ein realistisches, und es hat bis heute nichts an Brisanz verloren. Wer führen will, sei es in einem Staat oder in einem Unternehmen, kann sich sentimentale Blauäugigkeit nicht leisten. Das einzige Lamm inmitten eines Wolfsrudels kann ebenso wenig überleben wie der einzig offen Ehrliche inmitten von Lügnern. Echte Menschenkenntnis frei von Illusionen, das ist es, was Machiavelli auszeichnet und was für jedermann notwendig ist, der in Unternehmungen, die die Zusammenarbeit Vieler erfordern, erfolgreich sein will. Und seit Machiavelli's Zeiten bis heute hat sich daran nichts geändert.
Es gibt nicht viele Bücher, die so viele Jahre so berühmt überdauert haben. Machiavelli's 'Fürst' zählt zu ihnen - und das zu Recht.
Leseprobe zu "Der Fürst" von Niccolò Machiavelli
3. Von den gemischten Fürstentümern (S. 24)
Im neuen Fürstentum allerdings gibt es Schwierigkeiten. Und
besonders, wenn es nicht gänzlich neu ist, sondern Mitglied einer
Gesamtheit, die man quasi gemischt nennen kann. Die Veränderungen
und Instabilitäten entstehen hauptsächlich aus einer natürlichen
Problematik heraus, die allen neuen Fürstentümern gemeinsam ist:
Die Menschen wechseln, in der Hoffnung für sich selbst Besserung zu
schaffen, bereitwillig ihre Herrscher.
Diese Hoffnung bringt sie dazu, gegen den, der herrscht, die Waffen
zu ergreifen. Aber sie täuschen sich, denn danach lehrt sie die
Erfahrung, dass sie nun schlechter dran sind als zuvor. Das
wiederum hängt mit einer anderen natürlichen und gewöhnlichen
Notwendigkeit zusammen, die jenen, welche sich einem neuen Fürsten
unterworfen haben, Schaden zufügen muss: dem Kriegsvolk und den
unendlichen anderen Ungerechtigkeiten, die der Neuerwerb mit sich
bringt.
So hast du nun Feinde in all jenen, die du verletzt hast, indem du
die Herrschaft ergriffen hast, und bist nicht in der Lage dazu, die
Freunde, die dich dort hingebracht haben, zu halten, weil du sie
nicht …
Detailinfo
Kundenbewertungen zu "Der Fürst" von "Niccolò Machiavelli"
Bewertung von unbekanntem Benutzer am 26.09.2007
Bewertung von Martin Andrei aus Bolzano am 21.09.2007
Gerade die veralteten, ungenauen und literarisch unbegabten Übersetzungen, mit denen man bislang vorlieb nehmen musste, haben einen schwerwiegenden Teil der Verantwortung für das leider allzu weit verbreitete falsche Verständnis des "Fürsten" zu tragen.
Hier hingegen hat sich endlich einmal jemand mit der Materie auseinandergesetzt, die Historie studiert, die Sprache gelernt und die Absicht analysiert und dann eine Übersetzung in neuer deutscher Sprache abgeliefert, die keine Missverständnisse schafft sondern ganz im Gegenteil dem Leser von heute ein klares Verständnis des Werkes ermöglicht.
Machiavelli-Neuleser sollten gar nicht erst eine andere versuchen sondern diese lesen. Auch Machiavelli-Kennern kann ich sie nur wärmstens ans Herz legen. Sie wird garantiert dazu beitragen, ihren Werkzugang zu verbessern.
Sollte es einen Preis für die beste Übersetzung eines fremdsprachigen Buches ins Deutsche geben, und das weiß ich nicht, sollte man diese Übersetzung, gerade wegen der kulturellen Relevanz des Werkes und seiner äußerst gelungenen Übertragung, dafür vorschlagen. Lob und Dank.
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Autorenporträt zu "Niccolò Machiavelli"
Niccolò Machiavelli wurde am 3. Mai 1469 in San Casciano in Val di
Pesa geboren. Er entstammte einer angesehenen, jedoch verarmten
Familie. Er wuchs zusammen mit seinen drei Geschwistern in Florenz
auf, der Vater arbeitete hauptsächlich als Anwalt. Mit seinem
geringen Gehalt unterhielt dieser eine kleine Bibliothek und
ermöglichte seinem Sohn Niccolò; eine umfassende humanistische
Bildung. So lernte Machiavelli schon früh die antiken Klassiker
kennen. Machiavelli war von 1498 bis 1512 Staatssekretär der
Zweiten Kanzlei des Rats der "Dieci di pace e di libertà"
der Republik Florenz und als solcher für die Außen- und
Verteidigungspolitik zuständig. Um 1509 entstanden erste
Denkschriften und Theaterstücke. Machiavellis dramatisches Schaffen
umfaßte sechs Werke, von denen nur drei erhalten sind. Vor allem
aufgrund seines Werks Il Principe (" Der Fürst ") gilt er
als einer der bedeutendsten Staatsphilosophen der Neuzeit. Sein
politisches Hauptwerk Discorsi ist darüber in den Hintergrund
getreten. Macchiavelli starb am 21. Juni 1527 in Florenz.
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