Zukunfts-Illusionen - Rust, Holger

Holger Rust 

Zukunfts-Illusionen

Kritik der Trendforschung

Gebundenes Buch
 
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Produktbeschreibung zu Zukunfts-Illusionen

Holger Rust gilt als der pointierteste und wirkungsvollste Kritiker der feuilletonistischen "Trend- und Zukunftsforschung". In seiner aktuellen Expertise zu den jüngsten Angeboten der Branche unterzieht er die Methoden und Befunde der vielfältigen Trend- und Zukunftsagenturen aus wissenschaftlicher wie aus wirtschaftspraktischer Perspektive einer profunden Analyse. Er kommt dabei zum Ergebnis, dass die meist vollmundigen Versprechungen weder methodologisch noch inhaltlich fundiert sind. In einer dezidierten Analyse diagnostiziert er vor allem im Hinblick auf die Anwendbarkeit der Trend- und Zukunftsdiagnosen rhetorisch aufgeputzte Trivialität und strategischen Opportunismus.
Die so genannten "Megatrends" sind, wie der Autor nachweist, durch die Analysen öffentlicher und wissenschaftlicher Forschungsinstitutionen sattsam bekannt und stehen jedem Interessenten zur freien Verfügung. Die gängige Trend- und Zukunftsforschung erweist sich vor diesem Hintergrund inhaltlich und methodologisch als teurer und, wie die Analysen zeigen, nicht selten irreführender Umweg. Der Autor zeigt klare Alternativen und belegt die Stärke einer pragmatischen Soziologie für die wissenschaftliche wie die wirtschaftliche Praxis gleichermaßen.

Produktinformation


  • Verlag: Vs Verlag
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 160 S.
  • Seitenzahl: 174
  • Deutsch
  • Abmessung: 219mm x 154mm x 17mm
  • Gewicht: 335g
  • ISBN-13: 9783531156590
  • ISBN-10: 3531156594
  • Best.Nr.: 23023605
"Rust belegt (...) anhand zahlreicher Beispiele und sehr pointiert die Oberflächlichkeit und Nutzlosigkeit der zahlreichen Trendreports, Prognosen und 'Studien'. Und er zeigt einen Weg auf, wie sich die Gesellschaft entspannt auf die mit der Zukunft verbundene Ungewissheit einstellen und sich flexibel für mögliche Überraschungen wappnen kann." (bild der wissenschaft, 10/2008)

"Ein pointiertes, lesenswertes Buch." Jahrbuch Extremismus & Demokratie, 2009 "Holger Rusts Kritik macht nachdenklich, insbesondere wenn, [...] die Beobachtung von Trends zum Tagesgeschäft gehört. [...] ein sehr gut recherchiertes, mit vielen Überraschungen gespicktes und dazu noch ein sehr leserfreundlich geschriebenes Buch, das eine große Leserschaft verdient." Information Wissenschaft & Praxis, 04/2009 "Klug und scharfzüngig diagnostiziert der Autor methodologische Scharlatanerien, in Neologismen verpackte Trivialitäten und opportunistische Schachzüge vieler unprofessionell arbeitender Trendforscher. Er bleibt allerdings nicht bei der Kritik stehen, sondern zeigt Unternehmen Wege auf, wie sie sich klüger auf die Zukunft vorbereiten können." managerSeminare - Das Weiterbildungsmagazin, 131/2009 "Der mediale Boom der Zukunfts- und Trendforscher ließ einem arrivierten Sozialforscher den Kragen platzen. Holger Rust [...] liest der ganzen Zunft nun die Leviten. An sich wäre dies eine Fehde unter Wissenschaftlern, doch Rusts beißender Stil ist nicht der einzige grund, warum man 'Zukunftsillusionen' als Manager mit Gewinn liest. Schließlich bauen auf die trendigen …

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"Ein pointiertes, lesenswertes Buch." Jahrbuch Extremismus & Demokratie, 2009 "Holger Rusts Kritik macht nachdenklich, insbesondere wenn, [...] die Beobachtung von Trends zum Tagesgeschäft gehört. [...] ein sehr gut recherchiertes, mit vielen Überraschungen gespicktes und dazu noch ein sehr leserfreundlich geschriebenes Buch, das eine große Leserschaft verdient." Information Wissenschaft & Praxis, 04/2009 "Klug und scharfzüngig diagnostiziert der Autor methodologische Scharlatanerien, in Neologismen verpackte Trivialitäten und opportunistische Schachzüge vieler unprofessionell arbeitender Trendforscher. Er bleibt allerdings nicht bei der Kritik stehen, sondern zeigt Unternehmen Wege auf, wie sie sich klüger auf die Zukunft vorbereiten können." managerSeminare - Das Weiterbildungsmagazin, 131/2009 "Der mediale Boom der Zukunfts- und Trendforscher ließ einem arrivierten Sozialforscher den Kragen platzen. Holger Rust [...] liest der ganzen Zunft nun die Leviten. An sich wäre dies eine Fehde unter Wissenschaftlern, doch Rusts beißender Stil ist nicht der einzige grund, warum man 'Zukunftsillusionen' als Manager mit Gewinn liest. Schließlich bauen auf die trendigen …

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Dr. Holger Rust studierte Soziologie, Politik und Philosophie und gehört der "68er-Generation" an. Er ist Hochschullehrer an der Universität Hannover, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Psychologie und Soziologie im Fachbereich Erziehungswissenschaften; daneben arbeitet er als Wirtschaftsjournalist und Unternehmensberater. 1993 und 1994 war er Berater des österreichischen Bundeskanzlers; Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Technologie-Delphi Österreich, die im Auftrag des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung einen neuen Weg der Zukunftsforschung beschreitet; zahlreiche Vorträge über Alternativen zur Trendgläubigkeit im In- und Ausland.

Leseprobe zu "Zukunfts-Illusionen"

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Inhaltsangabe

- Strategischer Opportunismus als Geschäftsidee

- Analyse der methodologischen Scharlatanerie

- Regeln professioneller Markt- und Zukunftsforschung

- Agenda Setting durch Studien und rhetorische Konstruktionen

- Wettbewerb und Konkurrenz auf den Trend-Märkten

- Traditionen der professionellen Zukunftsforschung

- Traditionen der boulevardesken Trendforschung

- Diskreditierung der professionellen Sozialwissenschaft

- Trivialitäten, Irrtümer, Fehler und blinde Flecken

- Zukunftsartefakte durch Mind-Sets und Methodik

- Erfolg der Trendgeschäfte durch zirkuläre Selbstbestätigung

- Pragmatische Alternative zum Strategischen Opportunismus

Inhaltsangabe

Strategischer Opportunismus als Geschäftsidee
Analyse der methodologischen Scharlatanerie
Regeln professioneller Markt
und Zukunftsforschung
Agenda Setting durch Studien und rhetorische Konstruktionen
Wettbewerb und Konkurrenz auf den Trend
Märkten
Traditionen der professionellen Zukunftsforschung
Traditionen der boulevardesken Trendforschung
Diskreditierung der professionellen Sozialwissenschaft
Trivialitäten, Irrtümer, Fehler und blinde Flecken
Zukunftsartefakte durch Mind
Sets und Methodik
Erfolg der Trendgeschäfte durch zirkuläre Selbstbestätigung
Pragmatische Alternative zum Strategischen Opportunismus

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Kundenbewertungen zu "Zukunfts-Illusionen" von "Holger Rust"

Durchschnittliche Kundenbewertung 5 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** ausgezeichnet
(aus 1 Bewertung)

Bewertung von Carola Schütte-Reuter aus 30457 Hannover am 21.12.2008 ***** ausgezeichnet
"Zukunfts-Illusionen" ist ein interessantes Fachbuch für Sozialwissenschaftler, die die Diskreditierung ihrer Wissenschaft nicht länger akzeptieren wollen, für Studenten, Eltern, Lehrer, Manager, Politiker, Personalverantwortliche, für alle, die sich verantwortlich mit Zukunftsgestaltung in unserer Gesellschaft befassen, für alle, die neugierig sind, auf das, was die Zukunft bringt und sie der Zukunft bringen, für alle, die Interesse an Hintergründen haben, wer, wie, warum und mit welchen Konsequenzen die Zukunft vorhersagt, auch und vor allem für die, die im Fokus der Kritik des Autors stehen: die Trendforscher. Rust bietet eine wissenschaftlich fundierte Expertise, die die Arbeit bekannter Trendforschungsinstitute gnadenlos als unseriös, lückenhaft, teuer und von kommerziellen Interessen getrieben aufdeckt. Neu ist, dass der Autor noch schwereres Geschütz auffährt, als in seinen bisherigen Veröffentlichungen. Zahllose Beispiele und Nachweise aus nationalem und interationalem Kontext belegen anschaulich die Dubiosität der methodischen Vorgehensweise aktueller Trendforschungsinstitute. In der Analyse zeigt Rust die Kompetenz eines professionellen Sozialwissensschaftlers, der die strengen Kriterien wissenschaflticher Forschungsqualität seiner Zunft verteidigt, indem er sie in seiner eigenen Recherche anwendet. "Lernen am Modell" sozusagen als freundliche Empfehlung an seine Kritiker. Darin liegt für mich die Schlagkraft dieser Veröffentlichung: Rust überzeugt ohne "Schnörkel", schlicht durch die Einhaltung der von ihm eingeforderten Regeln professioneller Marktforschung. Seine Sprachgewandheit ist brilliant, aber ohne übliches Feuerwerk, das er gewöhnlich in Richtung der von ihm kritisierten Trendforschung abfeuert (und den amüsierten Leser mitunter von den Inhalten ablenkt). Aus der Gegenüberstellung der Traditionen professioneller Trendforschung (auch hier durch zahlreiche Bsp. unterlegt) mit der boulevardesken gewinne ich das Fazit: seriöse Marktforschung ist Schwerstarbeit und wird seitens der Sozialwissenschaft schon seit Bestehen praktiziert. Jeder hat Zugang zu diesen Ergebnissen. Aktuelle Trendforschung, die sich dieser empirisch gesicherten Ergebnisse lückenhaft bedient, ist überflüssig und teuer. Medien, die ohne Recherche unhinterfragt sogenannte Trends veröffentlichen, unterstützen die zunehmende Diskreditierung professioneller Sozialwissenschaft. Das erklärt die Reaktion des leidenschaftlichen Sozialwissenschaftlers Rust. In seiner Kritik wiederholt er sich: Trivialitäten, Irrtümer, Fehler und blinde Flecken werden in einem weiteren Kapitel akribisch aufgedeckt. Gott sei Dank wiederholt er sich (!) und leistet damit unermüdlich Aufklärungsarbeit wider der unermüdlich lautstärker werdenden pseudowissenschaftlichen Trendforschung und deren Trittbrettfahrer. Das ist ermutigend für alle, die Zukunft gestalten müssen, sollen und wollen: Zukunft auf der Grundlage von Trends vorherzusagen hat meist nichts als Illusionen zu Tage gefördert. Im letzten Kapitel zeigt Rust die Stärke einer pragmatischen Soziologie als Alternative auf zum strategischen Opportunismus der von ihm kritisierten Trendforschung. Manager z.B. bekommen hier noch einmal erhellende Erklärungen, warum sich Unternehmen eher die Ergebnisse der Boulevardforschung zugänglich machen, als kostengünstig auf wissenschaftlich fundierte Quellen zurückzugreifen, wie z.B. Diplomarbeitsstellen. Kurz gesagt: auch in seinen Lösungsansätzen bleibt Rust praxisnah und realistisch.
Zu vorsichtig formuliert der Autor m. E. die Kritik an seiner eigenen wissenschaftlichen Fakultät. Die Kollegen Sozialwissenschaftler verweigern in der Regel jede Kommentierung der boulevardistischen Trendforschung, da nicht empirisch abgesichert. Die Arroganz im Elfenbeinturm ist kein wirksames Mittel gegen die eigene Diskreditierung. Die Rolle des wirksamen aber einsamen Rufers in der Wüste (auch monetären Gewinners mit dem Anti-Trend-Thema selbstverständlich) sollte für Rust vorbei sein.

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