Kritik des Neoliberalismus - Butterwegge, Christoph; Lösch, Bettina; Ptak, Ralf
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Christoph Butterwegge Bettina Lösch Ralf Ptak 

Kritik des Neoliberalismus

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Produktbeschreibung zu Kritik des Neoliberalismus

Historische Wurzeln und theoretische Grundlagen des Neoliberalismus - Die Strategie der Privatisierung: Selbstentmachtung des öffentlichen Sektors - Soziale und politische Destabilisierung als Folgen der neoliberalen Politik - Neoliberale Hegemonie: eine Gefahr für die Demokratie - Auswahlbibliografie zum Neoliberalismus

Keine andere Wirtschafts- und Gesellschaftstheorie beherrscht die Tagespolitik, aber auch die Medienöffentlichkeit unddas Alltagsbewusstsein von Millionen Menschen fast auf der ganzen Welt so stark wie die neoliberale. Die Publikation versteht sich als kritische Einführung in den Neoliberalismus, skizziert seineökonomischen Grundlagen und stellt verschiedene Denkschulen vor. Anschließend werden die Folgen neoliberaler Politik für Sozialstaat und Demokratie behandelt, etwa im Hinblick auf Maßnahmen zur Privatisierungöffentlicher Unternehmen, staatlicher Aufgaben und persönlicher Lebensrisiken. Das Buch richtet sich an Leser/innen, die nach Informationenüber den Neoliberalismus, guten Argumenten für die Debatte darüber und gesellschaftspolitischen Alternativen suchen.

Produktinformation


  • Verlag: Vs Verlag
  • 2008
  • 2., verb. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 298 S.
  • Seitenzahl: 298
  • Best.Nr. des Verlages: 85035124
  • Deutsch
  • Abmessung: 194mm x 126mm x 18mm
  • Gewicht: 310g
  • ISBN-13: 9783531158099
  • ISBN-10: 3531158090
  • Best.Nr.: 23367749

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Geärgert hat sich Heidrun Graupner über zwei Bücher über den Neoliberalismus, die eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema bieten wollen, sich aber genauso gut als politische Kampfschriften auffassen lassen, wie die Rezensentin meint. "Kritik des Neoliberalismus" versteht sich als Einführung und gibt die Entwicklungsgeschichte neoliberaler Ideen von den 1930er Jahren bis in die Gegenwart wider, fasst Graupner zusammen. Die Autoren vertreten dabei den Standpunkt, die gegenwärtige Politik habe sich zur Gänze den neoliberalen Zielen verschrieben und dadurch letztlich die Demokratie in Gefahr gebracht. Die Rezensentin meldet nicht nur Zweifel an den Thesen des Bandes an, sie stört sich auch an der, wie sie findet, verquasten Sprache hinter der sie ebensolche Gedanken zu erkennen meint. Hinter den Redundanzen, die sie dem Band vorwirft, vermutet Graupner gar den Vorsatz der Autoren, dem Leser ihre Thesen regelrecht "einzuhämmern" und sie bezichtigt sie zudem einer allzu simplen "Weltsicht".

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 11.03.2008

Auf den Sack geschlagen
Ein Abrechnung mit dem Neoliberalismus, die eine eindimensionale Weltsicht offenbart
Siemens, BMW, Continental, Henkel und Nokia streichen etwa 20 000 Stellen. Die Gewinne der Unternehmen haben auf die Entscheidung keinen Einfluss, der globalisierte Wettbewerb, der Wohlstand sichere, lasse keine Wahl, hieß es. Was aber wird aus den Menschen, die keine Arbeit mehr finden? Gleichzeitig will Eon sein Stromnetz verkaufen, Interessenten gibt es. Warum aber kauft nicht der Staat sein früheres Eigentum, das der Daseinsvorsorge dient und mit dem Gewinne zu machen sind?
Antworten auf solche Fragen wollen zwei Bücher der Politik-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler Christoph Butterwegge, Bettina Lösch und Ralf Ptak geben, die sie innerhalb weniger Monate herausgegeben haben. „Kritik des Neoliberalismus” (als Einführung) und „Neoliberalismus, Analysen und Alternativen” (mit Beiträgen von 21 Autoren) versuchen, das weltweite neoliberale Phänomen, das Wirtschaft, Staat und Gesellschaft durchdrungen hat, wissenschaftlich zu erklären. Beide Bücher sind aber auch linke Protestschriften – mehr als die Hälfte der Autoren gehört …

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"In verständlicher Sprache kommen die Autoren (...) ebenso auf die historischen Wurzeln und theoretischen Grundlagen des Neoliberalismus zu sprechen, wie auf die Strategien einer Privatisierung, die in erster Linie eine Selbstentmachtung des öffentlichen Sektors bedeutet. (...) Der Titel richtet sich dabei (...) an Leser, welche nach Informationen zum Thema Neoliberalismus und nach ausgewogenen Argumenten für die Diskussion darüber sowie nach gesellschaftspolitischen Alternativen Ausschau halten. Deshalb kann dieser Band auch nachdrücklich empfohlen werden." (Forum Politikunterricht, 03/2008)

"Zur Einarbeitung in die komplexe Materie ist das Buch ausgesprochen empfehlenswert." (AKP - Fachzeitschrift für Alternative Kommunal Politik, 05/2008)

"Das aufklärende Buch von Butterwegge, Lösch, Ptak und Engartner (...) zeichnet sich durch seine nüchterne, ja gelassene Analysen, Hintergründigkeit und Beweisführungen aus. (...) Das Autorenteam zeichnet sich durch eine klare Schreibe aus. Es ist ein ausgezeichnetes Lehr- und Studienbuch für alle am gesellschaftlichen Wandel Interessierten und für die Optimierung des öffentlichen Bewusstseins sowie des politisch-ökonomischen Diskurses inbezug zu den ausufernden Tendenzen des Neoliberalismus." (www.kultur-punkt.ch, 14.08.2008)

"In verständlicher Sprache kommen die Autoren [...] ebenso auf die historischen Wurzeln und theoretischen Grundlagen des Neoliberalismus zu sprechen, wie auf die Strategien einer Privatisierung, die in erster Linie eine Selbstentmachtung des öffentlichen Sektors bedeutet. [...] Der Titel richtet sich dabei [...] an Leser, welche nach Informationen zum Thema Neoliberalismus und nach ausgewogenen Argumenten für die Diskussion darüber sowie nach gesellschaftspolitischen Alternativen Ausschau halten. Deshalb kann dieser Band auch nachdrücklich empfohlen werden." Forum Politikunterricht, 03/2008

"Zur Einarbeitung in die komplexe Materie ist das Buch ausgesprochen empfehlenswert." AKP - Fachzeitschrift für Alternative Kommunal Politik, 05/2008

"Das aufklärende Buch von Butterwegge, Lösch, Ptak und Engartner [...] zeichnet sich durch seine nüchterne, ja gelassene Analysen, Hintergründigkeit und Beweisführungen aus. [...] Das Autorenteam zeichnet sich durch eine klare Schreibe aus. Es ist ein ausgezeichnetes Lehr- und Studienbuch für alle am gesellschaftlichen Wandel Interessierten und für die Optimierung des öffentlichen Bewusstseins sowie des …

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"In verständlicher Sprache kommen die Autoren [...] ebenso auf die historischen Wurzeln und theoretischen Grundlagen des Neoliberalismus zu sprechen, wie auf die Strategien einer Privatisierung, die in erster Linie eine Selbstentmachtung des öffentlichen Sektors bedeutet. [...] Der Titel richtet sich dabei [...] an Leser, welche nach Informationen zum Thema Neoliberalismus und nach ausgewogenen Argumenten für die Diskussion darüber sowie nach gesellschaftspolitischen Alternativen Ausschau halten. Deshalb kann dieser Band auch nachdrücklich empfohlen werden." Forum Politikunterricht, 03/2008 "Zur Einarbeitung in die komplexe Materie ist das Buch ausgesprochen empfehlenswert." AKP - Fachzeitschrift für Alternative Kommunal Politik, 05/2008 "Das aufklärende Buch von Butterwegge, Lösch, Ptak und Engartner [...] zeichnet sich durch seine nüchterne, ja gelassene Analysen, Hintergründigkeit und Beweisführungen aus. [...] Das Autorenteam zeichnet sich durch eine klare Schreibe aus. Es ist ein ausgezeichnetes Lehr- und Studienbuch für alle am gesellschaftlichen Wandel Interessierten und für die Optimierung des öffentlichen Bewusstseins sowie des politisch-ökonomischen …

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"In verständlicher Sprache kommen die Autoren [...] ebenso auf die historischen Wurzeln und theoretischen Grundlagen des Neoliberalismus zu sprechen, wie auf die Strategien einer Privatisierung, die in erster Linie eine Selbstentmachtung des öffentlichen Sektors bedeutet. [...] Der Titel richtet sich dabei [...] an Leser, welche nach Informationen zum Thema Neoliberalismus und nach ausgewogenen Argumenten für die Diskussion darüber sowie nach gesellschaftspolitischen Alternativen Ausschau halten. Deshalb kann dieser Band auch nachdrücklich empfohlen werden." Forum Politikunterricht, 03/2008 "Zur Einarbeitung in die komplexe Materie ist das Buch ausgesprochen empfehlenswert." AKP - Fachzeitschrift für Alternative Kommunal Politik, 05/2008 "Das aufklärende Buch von Butterwegge, Lösch, Ptak und Engartner [...] zeichnet sich durch seine nüchterne, ja gelassene Analysen, Hintergründigkeit und Beweisführungen aus. [...] Das Autorenteam zeichnet sich durch eine klare Schreibe aus. Es ist ein ausgezeichnetes Lehr- und Studienbuch für alle am gesellschaftlichen Wandel Interessierten und für die Optimierung des öffentlichen Bewusstseins sowie des politisch-ökonomischen …

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Prof. Dr. Christoph Butterwegge leitet die Abteilung für Politikwissenschaft und ist Mitglied der Forschungsstelle für interkulturelle Studien (FiSt) an der Universität Köln.

Leseprobe zu "Kritik des Neoliberalismus"

Grundlagen des Neoliberalismus (S. 13)

Ralf Ptak

Zweifellos ist „Neoliberalismus" einer der schillerndsten Begriffe unserer Zeit. In der internationalen Diskussion steht er für die Kritik und das Unbehagen gegenüber einer entwurzelten Ökonomie im globalen Maßstab. Diese negative Deutung ist noch ein relativ junges Phänomen, obwohl der Neoliberalismus auf eine 70-jährige Geschichte zurückblicken kann. Zwar diskutierte man schon in der „alten" Bundesrepublik während der 50erund 60er-Jahre über die marktoptimistischen Positionen der neoliberalen Stichwortgeber von Wirtschaftsminister Ludwig Erhard.

Auch das neoliberale Wirtschaftsprogramm des chilenischen Diktators Augusto Pinochet fand zusammen mit seiner „Verfassung der Freiheit" um die Mitte der 1970er-Jahre internationale Beachtung. Formuliert hatten es die „Chicago- Boys", eine Gruppe radikaler neoliberaler Wirtschaftswissenschaftler um den Nobelpreisträger Milton Friedman an der Universität in Chicago, die das lateinamerikanische Land unter diktatorischen Bedingungen zum ersten realen Großversuch des Neoliberalismus werden ließen. Gleichwohl blieb der Neoliberalismus damals im Kern ein Spezialthema wenig einflussreicher akademischer Zirkel.

Das änderte sich in den 90er-Jahren, als die Folgen jenes internationalen Politikwechsels offen zutage traten, der zu Beginn der 70er-Jahre eingeleitet worden war. Die Liberalisierung der Finanzmärkte und die Flexibilisierung der Wechselkurse der nationalen Währungen, die Intensivierung des Freihandels, der massive Rückbau der Sozialstaaten sowie eine Wirtschaftspolitik, die auf die einseitige Verbesserung der Angebotsbedingungen von Unternehmen zielt, hatten die Konturen einer neuen Wirtschafts- und Sozial( un)ordnung geformt und sichtbar werden lassen.

Überall auf der Welt waren und sind die Auswirkungen des neuen Paradigmas zu spüren – wenngleich in unterschiedlicher Qualität und Quantität. Mit der neoliberalen Globalisierung vollzog sich insofern nicht nur eine Verallgemeinerung der sozialen und ökonomischen Probleme, sondern auch eine Internationalisierung der Diskussionen über die Ursachen dieser Neuordnung der Welt. Am Ende des 20. Jahrhunderts avancierte der Neoliberalismus zur dominanten Ideologie des Kapitalismus, deren Leitsätze international den Referenzrahmen für die Wirtschafts-, Sozial- und Gesellschaftspolitik vorgeben.

Dabei ist der Machtanspruch des Neoliberalismus total und universell – total im Sinne einer umfassenden Entpolitisierung des Gesellschaftlichen und universell im Hinblick auf seinen globalen Geltungsanspruch. Wider diese Totalität hat sich im zurückliegenden Jahrzehnt eine breite internationale Bewegung gegen das Vordringen neoliberaler Politiken formiert – der Neoliberalismus wurde zum negativen Inbegriff des entfesselten, global agierenden Kapitalismus.

Für die Gegner der Kritiker, etwa den Leiter des Wirtschaftsressorts der Zeit, Uwe Jean Heuser, ist deshalb „der Begriff des Neoliberalen (...) hoffnungslos politisiert und seiner ursprünglichen Bedeutung entfremdet" worden.2 In seiner als „Einführung" ausgegebenen Verteidigung des Neoliberalismus spricht Gerhard Willke gar vom „Elend der Neoliberalismuskritik", um diese als völlig unangemessen erscheinen zu lassen.3 Tatsächlich hat die Popularisierung des Begriffs „Neoliberalismus" diesen zu einem politischen Schlagwort werden lassen, dem heute verschiedenste Bedeutungen zugewiesen werden.

Die einen sehen darin eine rein ideologische Bewegung, andere verstehen darunter ausschließlich die expansionistische Politik der US-amerikanischen Supermacht, und wieder andere erkennen im Neoliberalismus einen allgemeinen Trend zur Ökonomisierung der Gesellschaft. Diese Bedeutungsvielfalt ist allerdings charakteristisch für ein politisches Schlagwort und sagt zunächst nichts über die Qualität der Kritik am Neoliberalismus aus, wie dessen Verteidiger suggerieren wollen. Sie kennzeichnet auch andere Schlüsselbegriffe, z. B. die „Soziale Marktwirtschaft", welche ihrem theoretischen Ursprung nach ein Konzept des deutschen Neoliberalismus der 1940er-Jahre war und heute im Bewusstsein der Bevölkerung mit unterschiedlichsten wohlfahrtsstaatlichen Arrangements verbunden wird.

Leseprobe zu "Kritik des Neoliberalismus"

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Inhaltsangabe

Aus dem Inhalt:
- Historische Wurzeln und theoretische Grundlagen des Neoliberalismus
- Die Strategie der Privatisierung: Selbstentmachtung des öffentlichen Sektors
- Soziale und politische Destabilisierung als Folgen der neoliberalen Politik
- Neoliberale Hegemonie: eine Gefahr für die Demokratie
- Auswahlbibliografie zum Neoliberalismus

Inhaltsangabe

Historische Wurzeln und theoretische Grundlagen des Neoliberalismus
Die Strategie der Privatisierung: Selbstentmachtung des öffentlichen Sektors
Soziale und politische Destabilisierung als Folgen der neoliberalen Politik
Neoliberale Hegemonie: eine Gefahr für die Demokratie
Auswahlbibliografie zum Neoliberalismus

Videoclip zu "Kritik des Neoliberalismus"

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