Der große humanistische Denker nimmt die westliche
Konsumgesellschaft in kritischem Augenschein.
»Glücklich sein heißt immer neuere und bessere Waren konsumieren,
sich Musik, Filme, Vergnügen, Sex, Alkohol und Zigaretten
einverleiben... Jedermann ist "glücklich" - nur fühlt er
nichts, kann er nicht mehr vernünftig denken und kann er nicht mehr
lieben.«
Diese ernüchternde Diagnose des »Patienten« Gesellschaft aus der
Mitte des vergangenen Jahrhunderts könnte zugleich Befund der
heutigen Zeit sein. In seiner sozialpsychologischen Untersuchung
unterzieht Erich Fromm die westliche Konsumgesellschaft einer
kritischen Bestandsaufnahme und erkennt in der Entfremdung des
Menschen von sich selbst und seinen Produkten die Wurzel für eine
immer schlimmere seelische Erkrankung. Doch es führen auch Wege zur
Genesung, die Fromm in seinen Vorschlägen für wirtschaftliche,
politische und kulturelle Neugestaltung konkretisiert.
Erich Fromm, Psychoanalytiker und Sozialphilosoph, wurde am 23. März 1900 in Frankfurt am Main geboren. Nach seiner Promotion in Soziologie 1922 in Heidelberg kam er mit der Psychoanalyse Sigmund Freuds in Berührung und wurde Psychoanalytiker. 1933 emigrierte er in die USA, wo er an verschiedenen Instituten lehrte, und anschließend, von 1950 bis 1974, an der Universität von Mexiko City unterrichtete. Er starb 1980 in Locarno in der Schweiz.
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