Systemtheorie, insbesondere diejenige Spielart, die Niklas Luhmann
entwickelt hat, ist sehr abstrakt, labyrinthisch verfasst und so
geartet, dass Leser/innen u. a. eine umfassende (leider nicht nur
soziologische) Vorbildung haben müssen, um sie zu verstehen.Der
Autor versucht, in diese 'widerborstige' Theorie
einzuführen, ohne ihr Niveau fahrlässig zu unterschreiten. Dabei
wird ein Trick benutzt: Die Theorie wird in einer Simulation von
Kommunikation (von der sie ja handelt) entfaltet. Der Text
realisiert, wovon er spricht, er ist sein eigenes Beispiel und
darin tautologisch. Und weil er sich an Kommunikationen entwickelt,
an denen sehr verschiedene Personen beteiligt sind, unterläuft er
die Gefahr des Dogmatismus und verwirklicht ein Stück
Wissenschaftsliteratur, das mit dem belehrenden
Einführungscharakter ein spielerisches Moment verbindet, was wohl
heißt: Offenheit für mögliche Anschlüsse.
Dr. Peter Fuchs ist Professor an der Fachhochschule Neubrandenburg.
Inhaltsangabe
- Vorrede - Personal - Introitus: Kommunikation über das Lesen schwieriger Texte - Kommunikation über Beobachtung - Kommunikation über Beobachtung von Beobachtung anhand Sein oder Nichtsein - Kommunikation über Identität und Sinn - Eine sehr komplexe Kommunikation über Komplexität - Kommunikation über System und Umwelt unter Berücksichtigung von Komplexität etc. - Kommunikation über doppelte Kontingenz und so weiter - Kommunikation über Kommunikation - Kommunikation über Handlung und Verwandtes - Kommunikation über Gesellschaft - Kommunikation über funktionale Differenzierung
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