Sowjetunion 1941. Nachdem Peter Gorew seiner Erschießung entfliehen
konnte, kämpft er sich durch den kalten Winter und kommt
schließlich auf abenteuerlichen Wegen zur Roten Armee. Durch den
Vormarsch der deutschen Truppen gerät er in Kriegsgefangenschaft,
kann aber entkommen und schlägt sich durch bis in sein Heimatdorf,
das von den Deutschen besetzt ist. Dort findet er freundlichen
Kontakt zu den Deutschen und will jetzt auf ihrer Seite gegen das
verhasste Sowjetregime kämpfen. Als die deutschen Armeen sich immer
weiter zurückziehen, macht er mit ihnen den Weg durch Europa. Als
Mechaniker bei einer Frontwerkstatt, als Wachmann bei SD, als
"Hiwi" bei der Geheimen Feldpolizei, als
Reichsangestellter bei der Luftwaffe erlebt er den Niedergang,
entkommt gewagt gefährlichen Situationen. Auf der Flucht durch die
aufständische Tschechei muss er hässliche Racheakte hilflos mit
ansehen, seinen deutschen Freund vor ihnen bewahren. Als er die
Amerikaner und Engländer näher kennenlernt, ist er nicht von ihnen
eingenommen, fühlt, dass ihm die Deutschen näher stehen, und
beschließt, ihr Schicksal mit ihnen zu teilen.
Vadim Grom, geboren 1913 in Ismail/Bessarabien, war Ingenieur für Hochfrequenztechnik. Durch die Umstände in der stalinistischen Sowjetunion und die Wirren des Zweiten Weltkriegs war er gezwungen, seine Heimat zu verlassen und sein Glück im Nachkriegsdeutschland zu suchen. Hier hat er auf Drängen seiner Freunde 1963 sein bewegtes Leben in einem großen Roman aufgeschrieben. Da er in diesem Roman sein ungeschminktes subjektives Erleben wiedergibt - ohne Rücksicht auf "politische Korrektheit" - hat er die Veröffentlichung seines Romans nicht mehr erleben dürfen. Zu viele Dinge hat er beschrieben, die zu ihrer Zeit als zu brisant erschienen, um veröffentlicht werden zu können. Vadim Grom lebte in Deutschland unter dem Namen Paul Haisenko, hat als Ingenieur gearbeitet und ist 1994 verstorben.