Frühe Förderung entwicklungsauffälliger Kinder und Jugendlicher
In der Sonderpädagogik hat der Aspekt der "Prävention" in
den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Die
Sonderpädagogik soll durch Maßnahmen frühzeitiger Diagnostik und
gezielter individueller Förderung Behinderungen gleichsam
verhindern. Damit ergibt sich die Frage nach wissenschaftlich
begründeten und effizienten Konzepten, mit denen Kinder und
Jugendliche durch präventive sonderpädagogische Interventionen so
gefördert werden können, dass eine sich anbahnende Behinderung
aufgefangen werden kann. Das Buch stellt für die Bereiche der
sonderpädagogischen Frühförderung, der schulischen sowie der
außerschulischen und nachschulischen Förderung die aktuellen und
empirisch gesicherten Ansätze der Prävention vor.
Die Beiträge dieses Buches geben Einblick in den aktuellen Stand
bereichsspezifischer Präventionsforschung und bieten eine Vielzahl
an Hinweisen sowie eine Orientierung zur weiterführenden
selbständigen Auseinandersetzung mit zentralen Fragestellungen
(sonder-)pädagogischer Prävention. Ein zentrales Ziel ist es, mit
wissenschaftlich begründeten und effizienten Konzepten Kindern und
Jugendlichen durch präventive sonderpädagogische Interventionen so
zu fördern, dass sich abzeichnende Entwicklungsauffälligkeiten
angemessen aufgefangen werden können. Das Buch wendet sich so nicht
nur an Studierende der Sozial- und insbesondere Sonderpädagogik,
sondern auch an Lehrkräfte aus (sonder-)schulischen Einrichtungen,
die in ihrem präventiv ausgerichteten Arbeitsfeld Unterstützung
suchen.
Prof. Dr. Johann Borchert studierte Psychologie in Hamburg und Marburg. Promotion und Habilitation erfolgten an der Uni Dortmund im Bereich der Sonderpädagogischen Psychologie. Die Professur für Allgemeine Heilpädagogik (seit 1981 an der Universität Kiel bzw. Flensburg) ermöglichte eine Reihe von Forschungsarbeiten in der Sonderpädagogischen Psychologie.