Eine eigene Eisenbahn - wie viele Menschen träumen davon und bauen
zu Hause oder in Vereinen riesige Modelleisenbahnen-Welten nach?
"Eisenbahn 1.0" ist vom Prinzip her keine Simulation im
eigentlichen Sinne. Vielmehr steht der Logistik-Aspekt im
Vordergrund. Der Spieler muss in erster Linie sein
Organisationstalent unter Beweis stellen. Hauptsächlich geht es
nämlich darum, Fracht unterschiedlicher Größe und verschiedener
Volumina sowie Passagiere in sich ändernder Anzahl zu
transportieren und pünktlich am jeweils gewünschten Ziel
anzukommen. Allerdings fängt die Planung nicht erst mit der
fertigen Bahn an, muss der Spieler doch vor jeder Fahrt überlegen,
welche der vielen verfügbaren Loks er vor welche Anhänger setzt.
Warum? Erstens müssen die Eisenbahnwagen natürlich zur Fracht
passen. Man möchte ja Passagiere kaum im Kohletender
transportieren. Zweitens ist auch die jeweilige maximale Kapazität
der Anhänger zu berücksichtigen. Plant man falsch, schleppt man
unnötig viele leere Waggons zum nächsten Ziel mit sich herum oder
kommt mit seinen Kapazitäten nicht aus und muss mehrmals fahren.
Das ist unökonomisch. Ferner zu berücksichtigen: Jeder Zug darf nur
eine Lok und bis zu fünf unterschiedliche Waggons enthalten.
Natürlich muss das ganze finanziell auch machbar sein. Der
Eisenbahn-Manager hat zu Beginn ein gewisses Budget zur Verfügung,
mit dem er neue Züge aus dem Zugdepot zusammenstellen kann. Schafft
er eine Aufgabe, erhält er wiederum neue Punkte, für die er sich
weiteres Equipment beschafft. Bis zu sechs Züge gleichzeitig kann
der Spieler in seinem Besitz haben. Die vielen verschiedenen
Schauplätze lassen keine Langeweile aufkommen. In 20
unterschiedlichen Missionen ist neben gut durchdachter Planung aber
vor allem auch Flexibilität gefragt. Doch mit den drei
unterschiedlichen Kameraeinstellungen behält der Bahn-Chef ganz
gewiss den Überblick über das Geschehen und bringt alles wieder
aufs richtige Gleis.