Will in der Welt - Greenblatt, Stephen

Stephen Greenblatt 

Will in der Welt

Wie Shakespeare zu Shakespeare wurde

Aus d. Amerikan. v. Martin Pfeiffer
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Produktbeschreibung zu Will in der Welt

Eine brillante Lebensbeschreibung des berühmtesten Dichters der abendländischen Literatur aus der Feder eines der besten Shakespeare-Kenner der Gegenwart: Mit enormer Geschichtskenntnis und bemerkenswertem Scharfsinn entwirft Stephen Greenblatt ein überzeugendes Bild des großen Shakespeare in seiner Zeit.

Produktinformation


  • Abmessung: 191mm x 116mm x 28mm
  • Gewicht: 356g
  • ISBN-13: 9783833303869
  • ISBN-10: 3833303867
  • Best.Nr.: 20753297
"Dies ist, endlich, das Buch, das Shakespeare verdient hat: ein brillantes Buch, geschrieben von einem virtuellen Augenzeugen, der versteht, wie ein Dramatiker den Stoff seines Lebens in Theater verwandelt." (Charles Mee, Dramatiker)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 27.11.2007

Sein eigner Schöpfer
Stephen Greenblatt sucht die Autonomie bei Shakespeare
Es bot eine schöne Reibungsfläche, dass 2006 ausgerechnet Stephen Greenblatt im Rahmen der Frankfurter Adorno-Vorlesungen an den Philosophen erinnerte. Der amerikanische Kultur- und Literaturwissenschaftler, in Deutschland als Shakespeare-Biograph bekannt, gilt als führender Kopf des New Historicism, einer Theorierichtung, die nach den historischen Kontexten von Literatur fragt, genauer: Sie fragt, durch welche Ideen und Vorstellungen ein Werk an seine Entstehungszeit gebunden und nur daraus verständlich ist. Das umfasst zwar auch, dass Kunst die Begriffe ihrer Zeit transformieren, verändern, sprengen kann. Doch von der Autonomie des Ästhetischen, auf die Adorno pochte, ist der New Historicism meilenweit entfernt.
Insofern traf Greenblatt den Nagel auf den Kopf, als er in seinen drei Vorlesungen erörterte, wie es denn wohl um die Autonomie des Dichters Shakespeare bestellt sei. Kurz gesagt: Nicht so weit, wie Adorno, von Shakespeares „unendlich reicher Individualität” schwärmend, veranschlagte. Gibt es, fragt Greenblatt, bei Shakespeare überhaupt schon eine Idee von …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 11.12.2004

Dichter der Hasen
Alltagstauglich: Stephen Greenblatt erzählt Shakespeares Leben

Alle Biographien sind Wunscherfüllungen. Das Leben großer Geister auf eine Weise faßlich nachzulesen, daß ihre epochalen Werke sich in den Zusammenhang der uns verständlichen Aktionen einreihen, verschafft uns Zauberlehrlingen gewiß Lustgewinn. Andererseits verlieren alte Hexenmeister ganz empfindlich an Betörungskraft, wenn ihre Größe umstandslos auf Allerweltsmaß schrumpft. Deshalb wünschen wir uns wohl am liebsten Biographien, die solche gegensätzlichen Bedürfnisse zugleich bedienen und, wie im Traum, das Widerstreitende verdichten. Beispielsweise entspringt der Impuls, Shakespeares Leben zu erkunden, wie Stephen Greenblatt schreibt, "letztlich" der Überzeugung, daß seine Werke auch aus Dingen schöpfen, "die er aus erster Hand, mit Leib und Seele kannte". Dennoch ist auch dieser Biograph erklärtermaßen überzeugt, daß alle Hinweise auf Shakespeares Leib und Leben niemals hinreichen, "das Geheimnis so unermeßlich kreativer Kraft zu enträtseln". Sein "Will in der Welt" will also beides leisten: Empirie und Enigma, Alltag und Allmacht, Welt und William …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Andreas Dorschel kann nur den Kopf schütteln über einen derart "groben" biografischen Zugriff, mit dem Stephen Greenblatt, dessen Buch über Shakespeare fast gleichzeitig in englischer und deutscher Fassung erscheint, den Schriftsteller aus seinem Werk, und das Werk aus der Lebensgeschichte des Schriftstellers erklären will. Das Werkzeug des Autors ist die "Empathie", mit der er sich in alles und jeden einzufühlen versucht, stellt der entgeisterte Rezensent fest, der über die "Banalität" einiger Äußerungen nur staunen kann. Greenblatt füllt "Lücken" in der Quellenlage mit Vermutungen und, wenn das nicht weiterführt, mit "Leerformeln", schimpft der Rezensent, der vermutet, dass das Buch seine Entstehung allein dem Umstand zu verdanken hat, dass ein "angelsächsischer Literaturprofessor, der auf sich hält", in seiner Laufbahn nun mal ein Werk über Shakespeare vorzulegen hat. Die Leser allerdings hätten auf die "sympathetischen Kommentare", die der Autor seinem "Will" und dessen Zeit angedeihen lässt, getrost verzichten können, so Dorschel böse.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Dies ist, endlich, das Buch, das Shakespeare verdient hat: ein brillantes Buch, geschrieben von einem virtuellen Augenzeugen, der versteht, wie ein Dramatiker den Stoff seines Lebens in Theater verwandelt." (Charles Mee, Dramatiker)
Stephen Greenblatt ist Professor für Englische und Amerikanische Literatur und Sprache an der Harvard Universität. Als führender Theoretiker des New Historicism ist er einer der angesehensten Forscher zu Shakespeares Werk sowie zu Kultur und Literatur in der Renaissance. Greenblatt ist der Herausgeber der Norton Anthology of English Literature, Gründer und Mitherausgeber der Zeitschrift Representations sowie Autor mehrerer Bücher, darunter die hochgelobte Shakespeare-Biographie Will in der Welt. Für seine Arbeit wurde er mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter dem James Russell Lowell-Preis der Modern Language Association. Er lebt in Cambridge, Massachusetts, und in Vermont.

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