Fisherman's Friends in meiner Koje - Gier, Kerstin

Kerstin Gier 

Fisherman's Friends in meiner Koje

Roman

Broschiertes Buch
 
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Produktbeschreibung zu Fisherman's Friends in meiner Koje

Judith, Rebecca und Bille sind reif für das Abenteuer ihres Lebens. Rebecca sehnt sich nach einem Seitensprung, Judith verliebt sich unsterblich in den Segellehrer, weil sie ihn für einen modernen Freibeuter, einen Gesetzlosen der Neunziger hält, und Bille möchte einfach nur Segeln lernen. Mit von der Partie auf der stürmischen Ostsee: Alte und junge Seebären, Ehepaare mit erstaunlichen Macken und jede Menge Fishermans Friend extra strong. Eine verwickelte, überaus komische Liebesgeschichte, die einen von der ersten bis zur letzten Seite in Atem hält.

Zu ihrem Geburtstag bekommt Judith einen Segelkurs geschenkt. Mit von der Partie auf der stürmischen Ostsee: alte Seebären, Ehepaare mit erstaunlichen Macken und wunderliche Spießer auf Abwegen.

Produktinformation


  • Verlag: Bastei Lübbe
  • 2009
  • 6. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 334 S.
  • Seitenzahl: 336
  • Bastei Lübbe Taschenbücher Nr.16172
  • Deutsch
  • Abmessung: 189mm x 126mm x 21mm
  • Gewicht: 282g
  • ISBN-13: 9783404161720
  • ISBN-10: 3404161726
  • Best.Nr.: 07076310
Kerstin Gier, geb. 1966, schreibt humorvolle Frauenbücher. Einige ihrer Titel waren monatelang auf den Bestsellerlisten. Die DeLIA-Preisträgerin lebt mit ihrer Familie im Bergischen Land.

Leseprobe zu "Fisherman's Friends in meiner Koje" von Kerstin Gier

"12 (S. 162-163)

»Steeeeeeh auf!«, sang Marius Müller-Westernhagen direkt in mein Ohr. »Steh endlich auf!« In meinem Traum stand er wieder in der Kabinentüre und lächelte. Heute galt sein Weckruf mir, ich war der Tagesnavigator und musste mir den Wetterbericht anhören. Also kletterte ich über Rebecca hinweg durch die perfekt verdunkelte Kabine hinaus in den Salon, gerade noch rechtzeitig, um Stefans Rückenansicht durch den Niedergang verschwinden zu sehen.

Stefan schien es eilig zu haben, seine erste Morgenzigarette zu rauchen. Möglich war aber auch, dass er sich mit seinem Kontaktmann traf, vielleicht sogar, um ihm das ominöse Paket zu übergeben. Ich überlegte nicht lange, schlüpfte in meine Gummistiefel, zog die Segeljacke mit Mos Smith-&-Wesson in der Tasche über und folgte Stefan an Deck. Ich sah ihn bereits zügig den Steg hinaufgehen. War da nicht eine Ausbeulung im Anorak zu erkennen? Aha, dachte ich, das Ei fällt also ins Nest. Heute ist es schon so weit. Aber ich war ja auch noch da. Den frühen Vogel fängt die Katze, haha!

Wie genau, wusste ich zwar noch nicht, aber das konnte ich ja immer noch spontan entscheiden. Ich umklammerte den Knauf meiner Pistole in der Jackentasche und folgte Stefan in einiger Entfernung durch das klare Morgenlicht. Im Osten war der Horizont rosigrot eingefärbt. »Morgenrot, schlecht Wetter droht«, sagte ich zu mir selber, und da fiel mir der Wetterbericht wieder ein, den ich eigentlich jetzt gerade hören und ins Logbuch eintragen sollte. Na, egal, das hier war auf jeden Fall wichtiger. Auf den meisten Booten herrschte noch Ruhe, aber hier und da stand jemand an Deck und musterte irritiert meine Aufmachung.

Dabei sah ich bis auf die Schlafanzughose völlig normal aus. Und die Hose war echt niedlich: Himmelblaue Baumwolle, bedruckt mit weißen Schäfchen – da gab es überhaupt nichts zu grinsen. Ich sah auf keinen Fall komischer aus als die beiden Dackel auf der Motoryacht namens Rintintin zwei Boxen weiter. Die trugen nämlich allen Ernstes Schwimmwesten. Stefan verschwand in der Herrentoilette. Hinter einem Altglascontainer versteckt, wartete ich bis er wieder herauskam. Ja, da war ganz klar eine Ausbeulung in der Jacke zu erkennen. Er schwenkte gleich neben der Herrentoilette in die Herrenwaschräume ein. Unschlüssig blieb ich hinter dem Glascontainer stehen, dann schlich ich mich bis zur Tür.

Was, wenn die Übergabe dort drinnen stattfand? »Das ist die Herrendusche, junge Frau«, sagte eine Männerstimme hinter mir. »Die Damen sind eine Tür weiter.« »Ach tatsächlich?« Ich versuchte ein Lachen. »Vielen Dank – ohne meine Kontaktlinsen bin ich praktisch blind.« »Keine Ursache«, sagte der Mann und verschwand durch die Tür. Konnte das der Kontaktmann gewesen sein? Ich kam auf die Idee, auf der Rückseite des Gebäudes nach einem Fenster zu suchen, durch das ich das Geschehen beobachten konnte. Tatsächlich fand ich hinter dem Haus, in einer öden Ecke mit Mülltonnen, Stapeln von Holzpaletten und aufgeweichten Pappkisten, mehrere geöffnete Luken in der Mauer, allerdings in etwa zwei Meter Höhe.

Es war mir auch durch kraftvolles Auf- und Abhopsen nicht möglich, einen Blick hindurchzuwerfen, zumal ich Gummistiefel trug. Aber zum Glück stand eine bis an den Rand gefüllte Regentonne in der Nähe, und ansonsten keine Menschenseele weit und breit, die mein Tun beobachten konnte. Die Tonne umkippen, entleeren und vor die Wand rollen war eins. In den Gummistiefeln war es eine ziemlich wackelige Angelegenheit hinaufzuklettern, besonders für jemanden, der nicht schwindelfrei ist, aber ich stützte mich mit beiden Händen an den rauhen Ziegeln ab und versuchte, nicht nach unten zu schauen."

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Kundenbewertungen zu "Fisherman's Friends in meiner Koje" von "Kerstin Gier"

Durchschnittliche Kundenbewertung 4.7 von 5 Sterne bei 3 Bewertungen **** ausgezeichnet
(aus 3 Bewertungen)

Bewertung von sabisteb aus Freiburg am 12.08.2010 ***** sehr gut
Judith, Rebecca und Bille aus „Männer und andere Katastrophen“ sind zurück. Zwei Jahre sind mittlerweile Vergangen. Judith ist nun 28, studiert immer noch pro forma Germanistik, und ist tatsächlich mit Leonard zusammen, denn sie Ende des ersten Bandes kennen lernte. Aber mittlerweile hat sich auch Leonard als Fehlgriff erwiesen.
Bille ist immer noch mit dem fürchterlichen Burghard zurück, der sie immer nur runtermacht und sich schlecht fühlen lässt, aber irgendwie schafft sie es nicht, sich von ihm zu trennen, denn sie liebt ihn immer noch, auch wenn diese Liebe mittlerweile eine Hassliebe ist.
Rebecca, Judiths Schwester, hat all das, was Judith und Bille sich wünschen. Einen Mann der sie auf Händen trägt, ein süßes kleines Baby und eine gut gehende Boutique. Aber Rebecca sucht das Abenteuer und die Abwechslung in Form eines Seitensprunges. Das Leben kann ja so ungerecht sein, immer will man gerade das, was man nicht hat.
Somit beschließen die drei Freundinnen, jede aus ihren eigenen, niederen Beweggründen, die sich alle um das Kennen lernen eines gut aussehenden, netten Mannes drehen, einen Segelkurs zu machen und lernen dabei viel mehr als einfach nur segeln.

Hier nun die Fortsetzung zu „Männer und andere Katastrophen“. Fortsetzung bedeutet in diesem Fall jedoch nicht, dass man das Buch nicht einzeln lesen könnte, ganz im Gegenteil, das Buch ist in sich abgeschlossen und benötigt die Vorkenntnisse nicht. Andererseits ein es natürlich schön, die 3 Frauen wieder zu treffen und zu sehen, wie ihr Leben weiterging.
Die Teilnehmer des Segelkurses sind auch alle sehr besondere Typen mit ihren Macken und Problemen und diesmal ist auch eine ganz winzig kleine Kriminalgeschichte mit eingesponnen. Leider ist dieses Buch nicht mehr ganz so witzig wie sein Vorgänger, die aberwitzige Gier Humor fehlt fast vollkommen, aber das Buch ist solide Unterhaltung. 2 Frauen auf der Suche nach der Liebe und eine auf der Suche nach sich selbst. Sie werden dabei mit den üblichen Problemen konfrontiert. So versucht Bille einen Mann wiederzugewinnen, der sie nicht mehr liebt und schlecht behandelt, obwohl sie weiß, dass sie sich damit nur selber schadet, aber sie kann nicht los lassen. Judith fragt sich, wie so manch andere Frau, die einen Mann liebt, der eine andere liebt, was diese hat was man selber nicht viel besser bieten könnte, vor allem, wenn die andere hässlicher ist. Rebecca hingegen ist gefangen ihm harmonischen Ehetrott und sucht das Abenteuer, die Abwechslung, den Ausbruch aus dem Alltag und dem Windel wechseln. Sie will wieder Frau sein und nicht nur als Mutti gesehen werden.
Da ich beide Bände hintereinander weg gelesen habe, stellten sich mir drei Fragen
1. Wohnte Burghard nicht im Stockwerk unter Bille und im Stockwerk drüber der verheiratete Gutaussehende?
2. Wollte Leonoard nicht im Haus von Judith und Rebecca einziehen, aber jetzt wohnt Mo in der Wohnung?
3. Seit wann liegt Fehmarn in der Nordsee?

Fazit: Nette chick-lit, die leider den üblichen, aberwitzigen Gier Humor vermissen lässt. Eher ein wenig nachdenklich, aber dabei nicht kitschig. Leichte Kost für Zwischendurch.

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Bewertung von Arlette aus Herborn am 18.05.2010 ***** ausgezeichnet
Dieses Buch von Kerstin Gier ist genauso empfehlenswert unterhaltsam und lustig wie alle ihre Bücher.Ich kann mich jedesmal in der Geschichte wieder finden.Ein Buch zum entspannen, abschalten und lachen.Ich kann es nur empfehlen.Seit ich das erste Buch von Kerstin Gier gelesen habe, bestelle ich mir ständig eins nach dem anderen und hoffe,das sie noch viele lustige unterhaltsame Geschichten schreibt.

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Bewertung von Heike aus Wegberg am 12.05.2002 ***** ausgezeichnet
Ich war vom ersten Wort an wie gefesselt. So ein prickelnd witziges Buch habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Klasse.

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