Ich will Blut, Gore, Gekröse, raushängende Augen, abgetrennte
Glieder, Hirn überall auf den Protagonisten verteilt. Ich will,
dass die Katze mit buschigem Schwanz flieht, wenn der Film läuft
und sich meine erwachsenen Kinder vor Grauen abwenden. Ich will,
dass es so eklig ist, dass sogar Erbrochenes kotzt. Das Selbe
erwarte ich auch von einem Zombie-Buch. Gunter Arentzen
Rohe Gewalt und derber Sex füllen diese Seiten. Die Toten beißen
große Stücke aus ihren Opfern, reißen ihnen die Gedärme heraus,
fressen ihre Hirne. Die Lebenden wehren sich mit Waffengewalt
dagegen, indem sie ihnen die Köpfe wegballern oder sie mit Macheten
in Stücke schlagen. DAS IST KEINE URBANE FANTASIE DAS IST REINER
HORROR ... da ist ein Priester, der seinen Glauben verloren hat,
doch dann erweckt Gott die Toten zum Leben, so wie er es
versprochen hat. ... da ist eine Frau, die ihren toten Vater
pflegt, bis ihr Ehemann diesen in eines dieser schrecklichen
Totenheime stecken will. ... da ist ein Mann, der artig auf dem
Einwohnermeldeamt erscheint, wo ein störrischer Beamter Beweise
dafür verlangt, dass er noch lebt. ... da ist eine Mutter, die
endlich ein sicheres Versteck gefunden hat, aber ihre Tochter
schreit vor Hunger. Jedes dieser Schicksale an sich ist bereits
erschütternd, doch bei genauerem Hinsehen kann man ein
schreckliches Muster hinter dem Wahnsinn erkennen, ähnlich einem
verwirrenden Puzzle, das Körperteil für Körperteil zu einem
blutigen Leichenberg zusammenfügt. Zu diesem Zweck verbindet dieses
Buch die kreative Kraft von Kurzgeschichten mit der Spannung eines
ausgereiften Romans. Aber Vorsicht! Wenn die Toten aus ihren
Gräbern steigen, werden wir gezwungen, Stellung zu beziehen. Zum
Leben, zum Tod - und jetzt auch darüber hinaus.